Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
581
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Hülle.

8-IA68 ekNnblenux 6s (kenre 1'. I. X". ^z. allereliebst im Kleinen, von Devirliers findet). Ob dieserKünstler vielleicht derselbe mit einem anderSwoHuleck genannte», ebenfalls neuern Künstlersey, von dem dort ein Blatt: Locg er I^voparü(Fabel von Deseine) angeführt wird, ist uubc-kannt, doch wahrscheinlich genug.

* Hülle, (Aushelm), gebürtig von Gent ,arbeitete in Diensten des Prinzen von Oranicu.Von den meisten seiner (wohl auch andrer) im Lcx.bemerkten röi. Bildnisse der Gesandten beymMün-sterschen Frieden, (die er in rssjg. alle an den Kur-fürsten von Brandenburg sandte), giebt eine Hand-schrift meines sel. Vaters das Verzeichnis DieKünstler, welche solche gestochen haben, find: P.Anbry, P. Bakliu, M. Borekens, A- Elouet, A.van der Does, Filloeul, C- Galle, P. de Jode(diese beyden die mehrcrn), A. Khol, P. Pontiusund C. Waumanns.

Hu Ist oder Hulo, ( ), der Bildhauer.

Hulor istwohlder richtigereName; hießwilhelrn.Der König von Preussen gab ihm ein Gehaltvon 700. Rthlr.

Hulsbergh, (H.) So heißt irgendwo einKupferstecher, der um 1700. zu London »ach A.Coypel und L. Knyff, nach crsterm z. B. ein OpferJephtä gestochen habe.

* — — oder H ulsius, (Esajas ».Friedrichvan), Kupferstecher und vermuthlich nahe Anver-wandte, und gebürtig von Middelburg in Seeland ,andre sagen von Gent ; Friedrich daneben einnamhafter Knnstverleger zu Frankfurt am Mayn,so wie Esajas zu Sturtgard. Die von ihnen theilsgestochenen, theils verlegten Blatter sind von 1617—16Z0. datirk. Christ E. 177. führt Esajas undisi. Friedrichs Zeichen an. Von ihm kennt manbesonders einige Bildnisse Schwedischer Königeund Großen, von Esajas 16. Blatter Geflügel undGrotesken. Aus ihrem Verlage dann z. B. ein in1617. zu Stuttgard gehaltenes Carousscl auf 92,Bl von F. Brentel und M. Mcrian gestochen; dannvon gleichem Jahr ein irgendwo mit der unverständ-lichen Rubrik: l'iöcss emportsss bezeichnetesBlatt. H. S Hüsgen S- ssö. und

Hu Ist, (F. D. ), ein Maler von Amsterdam ,der in Ruisdale's Geschmacke gearbeitet hat. Be-sonders wußte er seine Landschaften mir vielenwohlgezeichneken Figuren zu beleben; wie solchesverschiedene seiner Ansichten des Ufers von Scheve-lingen und mehrcrn andern holländischen Gegendenbeweisen. Mensel MisceU. Xkll. Zch

* — — (Peter van der). Nachdem er zu Hausebey verschiedenen Meistern gelernt hatte, gierig ernach Rom . Hier — entweder weil er sich selbst fürdas Geschichtsfach zu schwach fühlte, oder weil dieBlunienbilder eines Mario di Fiori ihm den Ge-schmack für diese Kunstgattung beybrachten, wied-mete er sich ganz derselben, und zwar in kurzerZeit mit ausserordentlichem Erfolge, daher denneben Sonnenblume sein Ventname um so vielmehr ward, weil er dieselbe bald immer anzubringensuchte. Im Ganzen nahm er den Styl der italie-nischen Meister an, und seine Gemälde waren weni-ger ausgearbeitet, als z. B. die von Mignon undvan Hcem; dafür bemerkt man darin mehr Genie,Humour, und ein reges Leben, was sonst denK ünstlern seines Lands minder eigen ist. cieBosstsrmi.

Hu leer oder Halter, (Heinrich Friedrich ),war um 1707. der Stadt Magdeburg Münzmcistcr.Samml. merkrvürd. Medailleurs bl." 110.

Hultmann, ( ). So hieß um 1807. ein

Königl. holländischer Staatsrath, Direktor derSchönen Künste und der neu errichteten Kunstaka-demie in Holland , der in demselben Jahr auch zumMitgliede der Königl. Akademie der mechanischenKünste zu Berlin angenommen wurde. Ob derselbesrühcrhin vielleicht selbst ausübender Künstler war,«st uns unbekannt.

Hummel. Zgr

Hu rubel or oder Huinblor, (A.) Wirhalten letztres für den achten Namen; ein Zeichnerzu Paris um 17^0., nach welchem Ravenct dieBildnisse der Wundärzte Lanfranc, Parc', Pitardund Vavassenr, er selbst aber eines mit ls (Iuim-psmpaix rubrizirl, nach seiner eigenen Zeichnunggestochen hat.

— (Didier), dessen im Lex. unter demArt. des folgenden Jacobs Erwähnung geschieht,war vermuthlich Franz Joulaius Eidam.

— (Jacob) - nach Basan (K6. seö.)geb. zu Paris ibbo. da wir indessen von ihm schonein von — ibL6. datirtes Bildnlß kennen. EinVerzeichniß meines sei. Vaters führt dergleicheneine Menge von geist- und weltlichen, meist dunkelnNamens an. Von historischen Blattern kennen wireinzig eine große Madonna in ganzer Statur, aufdem halben Monde, nach le Driin.

— — — — — Nach einem andern neuernKünstler dieses Namens, oder noch wahrschein-licher bloß aus dem Verlag eines solchen, kennenwir dann - freylich einzig nach Katalogen) eineMenge Blatter aus den altern Schicksalen desHauses Burgund , welche wohl zu einer Geschichtedesselben gehöre», und von Aveüne, Bcauvais,Creopy, Guelaid, Maisoimeuve- Svrnigne undLardieu gestochen sind. Andre, theils Bttcmsse,theils ebenfalls aus der französischen Geschichte,von 17Z8—öo. datirt. Endlich dieses Humblor'seigenes Bildniß von Flipart. ALc.

H umberr, (Abraham), gewesener Major inPreussischen Diensten bey dem Ingenieur-Corps;unterwies die Königliche Prinzen, Bruder FriedrichsII. in der Mathematik. Man kennt von ihm ver-schiedene Schriften. So z. V. e)vr üistorigcisclö l'Oricziuo ot cios Urv^rö-, 60 lu (iravuio vtcle.8 lüstainpe-! sri bom er en t-iil!e-6c>uce. 6er!in17^2. 8. Falbe hat dasselbe ins Deutsche übersetztund vermehrt: Hnmberr starb zn Berlin -7(11.72. Jahre alt. H eine ct' e Lssachr. l. im Borbcrjcht(wo sich Mehreres über ihn, nicht zu unserm ZweckeGehörendes befindet), dann l. e. S. (>2. wo einerschonen Zeichnung in Lusche von ihm gedacht wird,und pst. Fsachr. S. h-b.

— — ( ). So heißt auch irgendwo um

1770. der damalige bcßie Bildnißmaler im Haag.

Humble, (Georg). Undsobey Fl. lessoinre(klk. Z01.) ein Kupferstecher von Bildnissen, derin England gearbeitet habe.

Hummel, (Erdmann)* ein talentvoller deut-scher Künstler, gebürtig von Cassci, der sich an-fänglich zn Rom ausgebildet hakte. In der SchriftLDinkelmamr rmd sein Jahrh. r S. ZZ7-) wird erunter diejenigen Künstler gezählt, welche in demletzten Viertheil des Xsslll. Jahrh, mit vorzüg-lichem Gelingen zn Rom i» Aguarel! malten, undnamentllch von ihm gerühmt: Er komme Bürri imKräftigen am Nächsten, und Keiner setze die Far-ben so frisch gesätcigct auf, wie er. Man kenntvon ihm Geschichte, Bildnisse und Landschaften.Im I. i8oä. arbeitete er mit andern Künstlern anden Zeichnungen zn dem Werke von den Eostunre'sauf dem Königl. Natioualthcater zu Berlin . Ini 8 u 5 . besorgte er Zeichnung (jm Umrisse) und Stichzu dem Büderbuche für Mythologie, Archao-logie und Aunst, herausgegeben von A. H i r r.Auf der Berlinischen Kunstausstellung von r8n(>.wo Mehreres zn Luthers Andenken erschien, sahman von ihm namentlich eine Apotheose desselben,die zwar durch Zeichnung lind Ausführung Lob ver-dient, an der Erfindung, Eomposikion und Aus-druck hingegen Manches gerügt wurde. So lau-tete es in frauzös. Blattern. Deutsche Blätter (na-mentlich die Einleitung zur Jeu- Allg- E>rr Zeit.von 1807.) reden mit ziemlichem Lobe davon Essind i2. Blätter im Umrisse gestochen, wovon esdort heißt: „Es gelang ihm verschiedenes in Hin-sicht auf Erfindung; Mehreres hat er mir Geschick-