LL8 Iaeger.
Iaeger, (I. G-), ein Medailleur, arbeiteteum 17/5. zu St. Petersburg . Bernoulli V. i j.
Iaenisch, (Loren;), von Presnitz in Crain,studierte um 1770 damals als ein junger Künstlerin der Akademie zu Wien . Neueres ist uns nichtsvon ihm bekannt.
Iattning, ( ). Ein deutscher Kupferste-
cher. Von ihm gestochen (180h.) kennt man eineKarte zu Hacken'»: Lenvphon und die zehntau-send Griechen.
Jagemann, (Ferdinand), ein neuerer deut-scher Künstler von großem Verdienste, gebürthigaus Weimar , Maler und Professor daselbst. Aufder dortigen Kunstausstellung von 180Z. sah manvon ihm eine Kopie nach Guido's Kindermord,und auf derjenigen von 1804 dergleichen nachden drey berühmten Madonnen von Aaphael:Von Foligno , Loretto und della Seggiola, welchesämtlich vielen Beyfall erhielten. Diese letztemhatte er wahrscheinlich nach den Urbildern in Paris verfertigt, wo er sich damals aufcnthielt. Umi8o5. war er wieder nach Haus gekehrt; und so,wie er sich überhaupt um diese Zeit durch lebendigeund ausdrucksvolle Bildnisse großen Ruhm er-warb, so geschah dieses vornehmlich auch durchdasjenige des sei. Schillers, den er auf der Bahregemalt, und zugleich seinen Schädel aufs sorg-fältigste abgeformt hatte; dann in 1806, durchein zweytes vortrefliches des Dr. Galls, von wel-chem seither Heinrich Schmidt aus Dresden eingutes Blatt geliefert hat. Während dem Aufent-halt dieses berühmten Schädclsehers malte erdann auch Wielanden, und benutzte die Winkedes erstem, um seinem Bilde alle Individualitätdes Originals in seinem jetzigen Alter zu geben.Seither hat erwähnter H. Schmidt dasselbe eben-falls für die Pinakothek von Bildnissen berühm-ter Zeitgenossen, im Verlag des WeimarichenIndustrie-Comptoirs, mit äusserster Sorgfalt undTreue, in kräftiger Linienmanier, doch (heißt esim Iourn. des Lupus, Jul. 1806.) so gestochen,daß den Fleischparthien keineswegs sanfte Nüan-cierung und Abstufung fehlt. Bald hernach giengFagemann nach Italien . Geffencl. iIachr.
Jagen, (Cornelis van). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Kupferstecher, der zu Am-sterdam gearbeitet habe.
Jagst, ( ). So wird im Almanach öes
Keaux-Hrts von 180Z. ein damals zu Paris lebender Kupferstichhändler genannt.
* Iahn, (Johann Quirln), geb. zu Prag 1729. der Sohn eines Malers, der ihm dieerste Anleitung in der Kunst gab. Zugleich legteer sich auf die Architektur, und benutzte zu demEnd die mathematischen Vorlesungen des Jnge-nieurhanptmanns I. F. Schorr's. Hierauf arbei-tete er mehrere Jahre als Gehülfe des treflichenPalko, in Fresko und Oel , und gieng dann nachWien , wo er sich ebenfalls etliche Jahre aufhielt,und so viel Beyfall erwarb, daß er zum Mitgliedder dortigen Akademie der bildenden Künste auf-genommen wurde. Noch machte er einige Reisen,und kehrte dann in sein Vaterland zurück, wo erverschiedene Kirchen Böhmens , Schlesiens undder Lausitz mit Altarblättern zierte, worunter sichbesonders eine meisterhafte Kopie der Nacht desCorregio in der Kirche zu Licbesniz und ein St.Philipp Neri in der Domkirche zu St. Veit be-findet. Mehrere andre s bey Mensel I. Inspätern Jahren , 179s.) gab er zwar bey der durch dieKirchenreformation Josephs l l. erfolgten Aufhe-bung so vieler Stifter und Klöster, aus Mangelau Arbeit, die eigentliche Ausübung der Kunstauf, und suchte bey der Wollenhandlung einenneuen Erwerbszweig. Die Stunden seiner Mußeindessen wiedmete er, theils der Verfertigung einesZeichenbuches für angehnde Eeschichtsmaler, dasnoch jetzt, als eines der beßlen, auf Schulen ge-
Iame s.
braucht wird» theils der Abfassung verschiedenerandern in die Theorie sowohl als in die Geschichteder Kunst einschlagender Aufsätze, die sich inrvieggers Archiv, in desselben Materialien, inder Litteratur Böhmens (1799. 8°.) und in derN- B-bl. d. Sä), w. Th. XI X. S. Z20. u. ff.finden. Am schätzbarsten aber ist wohl seine alsAnhang zu Hackerr's Sendschreiben über denGebrauch des Firnisses in der Malerey (4" Dres-den 80Z.) bekannte Abhandlung über des Bleichen und die Reinigung der Oele zur Oelmalerey.Auch als Architekt wurde Iahn bey Errichtungwichtiger Gebäude zu Rath gezogen. So vieleVerdienste um die Beförderung der bildenden Kün-ste in seinem Vaterland verschaftcn ihm daherauch gleich, bey der i. I. 179b. zu Prag entstan-denen Gesellschaft patriotischer Kunstfreunde eineder ersten Stellen. I. I. 1802. starb er an einerhartnäckigen Brustkrankheit. Sein Charakter waredel und rechtschaffen. Er hinterließ eine schöneSammlung von Gemälden, und eine zahlreicheKunstbibliothek. Nach seinen Gemälden und Zeich-nungen hat I. Balzer Verschiedenes, neben an-dern, auch einige Bildnisse in F. M. PelzelsLebensbeschreibungen geätzt, sowie der BaumeisterFranz Heger, der jüngere, den Plan des für dasKrönungsfest K. Leopolds II. nach Iahns Ideenerbauten Saales in 6. Blattern in Kupfer gesto-chen hat. Mensel Arch. I. S. 12b. u- ff>Eine Madonna nach ihm hat I. G. Hayd schönin Schwarzkuust geschabt.
* Iaillsr, (Hubert), dessen im Lex. unterdem Akt. seines Bruders Simon Erwähnunggeschieht. In der F>amcüe- Üo»rt5 a»cie««5 5t -»0-aerrre wird er Alexis genannt. Er war von Avig-non, einem Dorfe, nicht weit von St. Claude in Franche-Courts gebürtig, und lernte anfäng-lich die Kupferstechcrkunst; alsdann heyrathete erdie Tochter eines Mannes der sich mit Jlluminirenvon Landcharten nährte, und legte sich deswegenauf Verfertigung von solchen. Späterhin erhielter den Titel eines 6eo§rapüs orümairs du lio^.Sein 1700. in zwey Folio-Bänden erschienenerAtlas war eben so wohl wegen seiner Genauheirals wegen der schönen Ausarbeitung berühmt,und
Iakimow, (Peter) , ein russischer bildenderKünstler (welcher Gattung ist uns unbekannt), erhieltin 1794. von der Kais. Akademie zu St. Peters-burg einen Preiß. Fiorillo Ä. S- H- 72.
Jakobs. S. Iacobs-
Ialey, ( ). So heißt ein, wahrscheinlich
französischer Kupferstecher, von welchem manBlätter zu den in Deutschland i8o5. (8. I.) er-schienenen Abbildungen und Erläuterungen, deri5. Denkmünzen, nach Denons Erfindung kennt,welche bestimmt waren, an dem Großen Feste zuParis unter die aus Deutschland zurückkehrende fran-zö s. Armee ausgetheilt zu werden. Gessenrl. lJachr.
Fallier, (I. B. C.). Baumeister, ehemali-ger Pensionnair der französischen Akademie zuRom , und in neuern Tagen Architekt des Ma-schinen-Conservatoriums, ein auch seinem Cha-rakter nach sehr schätzbarer Mann, st. zu Paris ,69- I« alt, 1806. Fei«'//.
Jalubi Indem sogenannten Real Alcazar (dem ehemaligen Sitze der arabischen Fürsten ) zuSevilla , findet man noch eine Jnnschrift, auswelcher sich ergiebet, daß einer dieser Fürsten ,Nazar, in einem Jahre der Hegira , das demI. 1181. nach Christ, entspricht, den ersten Ar-chitekten und Aufseher seiner Gedaude, erwähntenNamens, mit andern Baumeistern aus Toledo ,zu sich berufen habe. Fiorillo IV. di.
James, (Jacob). Von einem englischenKupferstecher dieses Namens kennt man die Bild-nisse von Carl Fox und von Miß Kemble, beydenach Reynolds.