Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
591
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I ardi n.

Jardin, (Nrciaus Heinrich), Baumeister, gebzu St. Germaiu des Noyers en Brie bey Laguy1720. Zehn Jahre lang bildete er sich in Rom . Äls-dann kam er in 1/55. ebenfalls als König!. Däni-scher Baumeister nach Kopenhagen , und bekleidetesodann nach seines Bruders Tode desselben Stellein der Akademie und die Jntendenz der König!. Ge-bäude. Redendem war er Correspondirendcs Mit-glied der Akademie der Baukunst zu Paris undEhrenmitglied der Akademien zu Bologna, Florenz und Marseille . Um 1771^ gieng er in sein Vater-land zurück, blieb aber auch seit der Zeit ausser-ordcnrlichcs Mitglied der Akademie zu Kopenhagen ,wo man von seiner Arbeit eine Kirche siehet, dieihm vielen Ruhm erwarb. Auch kennt man vonihm einige, während seinem Aufenthalte zu Rom gestochene Vcrzierungsblatter. Dieser geschickteMann starb zu Paris 1799. M-7/7. Lucr/c/. . 4 . V.XK io. und A'oroK. B. Vll. XK 161.

^Iardl'nicr, (Claudius Donat). NachRost Vlll. 209. geb. 1726. und gest. zu Paris 1774.Nach Ebendemselben und de Fonrenai hätte er,nachdem er die Anfangsgründe der Kunst bey N.Dupuis erlernt, sich unter die Leitung von le Bas,und endlich unter diejenige von L. Cars begeben, undsey einer seiner beßten Schüler geworden, so daßer diesem lctztern z. B. bey seinem berühmten Bild-nisse der Madm. Clairon nach Vanloo viel geholfen(oder vielmehr, unter dessen Aufsicht, kein andrerals Er, dasselbe gestochen) habe *). Seine Stichesind nicht sehr zahlreich, aber mit einem festen undzugleich angenehmen Grabstichel gearbeitet. ,, Mitseinen tiefen Kenntnissen in der Zeichnung " (sagtde Fontenai) „ vereinte er das Talent, den Geistund Charakter seiner Urbilder beyzubehalten.Immer correct und zierlich zugleich, verband erdann in seinen Details Geschmack mit Reichthum,ein markigtcS Jmpasto und überhaupt die reizendsteVollendung. Alle seine mit dem Grabstichel, aus-geführten Blätter setzten durch den abwechselndenStyl, die verständigen Gegensätze und die HarmoniedeS Ganzen in Erstaunen. Mit seinen Talenten undseinem Fleisse vereinte er eine Bescheidenheit, undstäke Lernbegierde ohne Gleichen." Rost (l. o.)führt von ihm, neben den schon im Lep. bemerktenBlättern an: Das unterm Stricken einschlafendeMädchen (!e Kilence), und die Mutter mit dendrey Kindern, von denen eines die zwey andernweckt, beyde nach Grenze, letztres von Lars geatzt,und von Zardmier beendigt; dann zwey Soldaten,die Karten spielen, nach Valentin, u. s. f. Auchbey Füßli (I. 26Z.) finden sich von ihm die schonim Lep bemerkten: Maria, die ihr auf der Krippeschlafendes Kind mit Vergnügen betrachtet, nachC Maratki's Gemälde und Hutins Zeichnung, und(II 107B nach Torelli'S seiner: Hann. Earracci'sGenius des Ruhms und der Ehre. Von ihm sindendlich einige Blatter in Sun's französischer Uebcr-sctzung von Monro's Dsteologie (l'uris 1709.)

Zarkoi, ( ), ein Schmelzmaler und Mit-

glied der Künstler-Akademie zu St. Petersburg um1770. Von seiner Arbeit siehet man in dem erstenSaale gedachter Akademie. Beriioulli IV. 127.

Iarry, ( ). So wird im /Vmanacch clss

Lesux-Arts von i 8 o 3 . ohne Weiteres, ein damalsin Paris lebender Baumeister genannt.

Iaruas. S. Zervas.

Iaud, (Sebastian), gebürtig aus dem Achen-thal, leinte um 178h. zu Ethal in Ober-Bayern dieMalerey bey M. Knoiler. Meusel M-'scellXXVIII. 2^9. Seither haben wir nichts weitervon ihm vernommen.

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Jauffrer, ( ). So wird im Hlmsnacch

rles ttooox-Brts von r8oö. ohne Weiteres, eindamals in Paris lebenderGcmäldehandlcr genannt.

Jaugeon, ( ), ein Kupferstecher zu Paris ,

der nur 1770. für die Oesoription Ues ^rts othlötisrs arbeitete.

Zaumes, ( ). So heißt irgendwo ein

Künstler zu Paris , der um 1804. mit etlichen An-dern die Zeichnungen zu einem Oicrlonnaire llosKcienoes naturelles gegeben hat.

Zaune ;, ( ). <So wird im HImanncch

ses Heaux-eärts von 180Z. ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Baumeister genannt.

Zauy, ( ). So heißt ein Kupferstecher,

wahrscheinlich zu Wien , der um 180Z. eine» jugend-lichen Johannes-Kopf nach Carl Dolce, aus demCabinet des dortigen H. Grafen von Fries für dasIudustriecomptoir daselbst (Pr. Z. fl.) geschabt hat.

Zav , ( ). So heißt irgendwo ein Künstler,

nach welchem Cakhelin das Bildniß des Neapoli-taners Ant. Sacchini gestochen habe.

Zays, ( ), Maler und Professor zu Gre -

noble um 1806 lebte eine Zeitlang in Italien , und'zeichnete recht gut Figur und Landschaften. Bruuu-Vleergaarde im si'Iugmr. von 1806.

Zaza, (Joachim), ein wahrscheinlich (1807.)noch lebender spanischer Maler, von viel verheißen-dem Talente, dess n Arbeit an der Kuppel der Sa-cristey der Kirche Madonna del Pilar zu Saragossa sehr gerühmt wurde. Fionllo I V. 454.

Zazamas. Diesen Namen finden einige aufeinem alten Steine, worauf man einen Centauren,und hinter ihm eine Bacchantin sieht, die ihm einenFußtritt giebt Allein andre lesen vielmehr pa;-zalias, was dann auf einen neuern (uns zwarebenfalls unbekannten) Steinschneider deutenwürde. Mmu.

Zbbelsou, sJ. I.) So heißt ein neuererenglischer Künstler," nach welchem A. Smith die1. Ez. des IV. Aufz. von Shakespears bezähmtenWiderbellcrin, (oder vielmehr einen dort nur flüch-tig berührten Vorgang mit dem stolpernden Pferde)gestochen hat.

Zckar, (Johann von), ein spanischer Malerdes XVII. Jahrh. Zeitgenosse von Cano, wirdvon Fiorillo (IV. 267—68.) kürzlich angeführt,und bemerkt, daß er sich durch eine in i 55 o. zuSaragossa gedruckte: Orto^rapkia prsatics, oarre Ue escribir , auch als Schriftsteller gezeigthabe.

ZcmaliUs, ein in eingelegter Arbeit vonElfenbein berühmter Künstler in Griechenland , wirdvon Homer (Odyssee XIX. v. 56 . et 57.) an-geführt.

Ictinus. Eine ausführliche. Beschreibungdes von ihm und Eallicrares gemeinschaftlich er-bauten prachtvollen Tempels der Minerva zu Athen ,der sich bis 1677. ganz unversehrt erhielt, bey derdamaligen Belagerung aber durch die Venetianer,von einem darin verwahrten und in die Luft ge-flogenen Pulvermagazin gänzlich zerstört wurde,s. de Fonrenal, und Ll'lllizür (Lü. terrc. 1.40. etsegg.) Von ihm selbst dann war das Schiff desberühmten Tempels der Ceres und Proierpina zuEleusis,welcheSZ »,ooo.Mcnschcn<St.PeterzuRoinnur rchooo.) faßte. Sein Tempel des hilfleistendenApollo endlich bey dem arkadischen Berge Cottiliusim Pelopones, wurde für einen der schönsten desAlterthums gehalten.

) Eins interessante Anekdote, dieses Blatt, oder vielmehr das Urbild desselben betreffend, mahlt deFontenai:Daß nämlich Madm. Llairöii, welche anfänglich in demselben mit dem aanzen Ausdruck und Charakter derRosse der Mcdea, in welcher sie vorgestellt ist, die Gefälligkeit der Künstler gegen sie mAbrauckt, und voninnen geködert habe, jenen energischen Ausdruck der Leidenschaft auf ihrem Gesichte M schwächen, der auf de»Bühne so hoch bewundert wurde.