592 Jdeocus.
Jdeocus, ein antiker Bildhauer aus derInsel Pacos. Principes äss Tlr.s p. 299.
Jedsert, (P.) So beißt irgendwo, ohneWeiteres, ein holländischer Landschaftsmaler.
* Jean de ^Halles. S. Ehelles.
I e a n, (I. Die» de Salut). Irgendwo wirddieser Kupferstecher auch Maler genannt. Allein,selbst das Lex. führt uns auf die Vermuthung, ermöchte, in letztgcdachter Eigenschaft, mit demMaler Sainr Jgny verwechselt werden, »achwelchem eben auch Bildnisse, nach der Mode ge-kleidet , gestochen wurden. In einem Verzeichnissemeines sei. Vaters findet sich nun freylich als nachSt- Jean von P. Drevet sowohl als nach Epicie'gestochen, das Bildniß von laBruycre, und danndiejenigen von gewissen Dcmoiselles Loison; hin-wieder dann von ihm: Ludwig XIV . (167/.);dessen Gemahlin, Maria Theresia , u. m. a.
Iean, ( >, ein französischer Miniaturmaler,
lebre zu Rom um den Anfang des XVl. Jahrhun-derts. Derselbe übte auch zugleich die Frcscoma-lerey, und war ein Freund Wilhelms von Arezzo,wohin dieser ihn berufen hatte. Fiorillo III. n>8.nach Vasari .
— — ( ). So wird auch im /Vinanscb
des pe:rux-/)itts von i8»Z. ein damals in Paris lebender Kupferstichhändlcr genannt.
Jeanne, ( ). So wird im gleich vor-
gemcldtcn Almanach ohne Weiteres, ein damalsin Paris lebender Künstler, unter der Rubrikder Edelstein - und Örnamentfchneider genannt.
Jeanteaup,( ) Und so in eben diesem-Almanach ein damals in Paris lebender Gemälde-Rcstaurator.
Jeauffeee, ( ). Und so, ebendaselbst,
ein damals in Paris lebender Kupferhändlcr.
* Jeanrsr, (Edmus), Stecher mit der Nadelund dem Grabstichel, nach Rost (Vlll. is.» geb.zu Paris um 1672 und dorr gest- 1708. Dandre'-Bardon giebt seinen Kunstcharakter wie folgt, an:
Derselbe hat alle Beherztheit des Mola in seineRuhe aus der Flucht nach Egypten, allen Reiz desPaul Veronese in sein Kind Moses aus dem Nilgezogen, den Geist von Vleugheis in seinen imWasser des Styx getauchten Achill, und die Graziedes le Elcrc in seinen Achill von Ulysses im Pallastedes Lycomedes erkannt, zu legen gewußt " EinVerzeichnis; meines sel. Vaters führt au die 60.Blatter von ihm, nach le Drun, Caliari, H.Earracci, E. le Clerc, C be la Fosse, F. Girar-don, Cl. G. Haste, W. Hostar, St. Jeaurat,P. Miguard, P. F. Mola, Pater, A. Pesue, B.Picart, N de Plattemontagne, N. Pouffin, F.Puget, Th Rombout, N. Vleughel, A. Watteau,an. Bey Rost (l. c.) werden die zwey von Bar-bon zuerst erwähnten Blatter, und dann eine Zu-sammenkunft von Jacob und Rahel, ebenfalls nachP. Fr. Mola, für das Cabinet Crozat, seine drepHauprhlarrer genannt. Die beyden nach Molaund das nach Paul Veronese nennt auch Füßli (II. 076—76. III. is8.) Ein andres: Jupiterals Skier mit der Europa , ebenfalls nach Caliariheißt er (III. icjo.) mittelmäßig. Mehrere andredann, historische sowohl als Bildnisse u. a. (wiez. B. acht Fabeln von la Fontaine, nach Steph.Jaurat, und drey Blätter nach le Brun's Tapeten:
Uöcinction sts In vills sts Narsul, Lntrsvusüans I'isle stc paisaus und Lörömonie du lUnris^sstö Louis XIV .) führt Rost (l. c. 16—16.) an;wo er auch noch den Irrthum von Strurr bemerkt,der aus dem nachfolgenden Maler, Stephan Jeau-rak ebenfalls einen und zwar sehr mittelmäßigenKupferstecher macht, dann aber unsern Edmusgleich einen vorzüglichen Künstler nennt; also wohlnoch etwas besser als der Pfuscher Basau, dereinen solchen Stecher, wie Edmus Jeaurat
Jcghcr.
(seinen eignen Landsmann) nicht nach seinem ge-hörigen Namen, sondern eben auch Eneiine heißt.
* Jeaurat , (Stephan). Für sein beßtesWerkhalt man sti,.eii Diogenes , der den Wasserkrug weg-wirft, weil er sieht, daß sich ein Knabe der Händezum Schöpfen bedient. Nach ihm haben I. Alm-met, M. Auberk, Balechou, Beauvarlct, I.Dunste', C. Duflos, I. Enzesberger, Epicie',E- Fessard, R. Gaillard, E. Jeaurat, Lucas, D.Sornique, L. Surugue, Tischler, E. C. Tournay und le Vasseur allerley, theils Geschichtliches,theils Gattungssiücke, und meistens solches be-arbeitet, was des schönen Stichs nicht werth war.Ein Verzeichniß von an die Zu. dergleichen sowohlals mythologischen Inhalts führt theils der Katalogvon Brandes, theils ein Verzeichniß meines sel.Vaters an. Solche, wie: le Ornevnl desstues de Paris und Drsusport des stlles sie zovsä I'küpital cis Ilicetres, von le Vasseur, le Oc-niens^sment du l'eiucre von du Flos, dürftenals getreue Schilderungen der Sitten der Zeit, unddann etliche von Balechou, wie D. le IVIsrlszsloux, und la 8ervriuts con^ödiee zu den Be-mcrkcnswerthcsten gehören. Mir welchem GrundeHeinecke (Idee p. 169.) auch unsern Künstlerpeiutre et Lrauem- nennt, ist uns unbekannt-
— — ( ). So hieß auch ein Künstler,
der (schwerlich der obige) den Titel eines peintrsde la Commune de Paris trug, und IN 1790.Principes cis k.Iusigue (schlecht genug) aus Lichtstellte. Rrtti/i.
Jeay, (Johann le), von einem sonst unbe-kannten Künstler dieses Namens findet man in denCabinctten der Kunstliebhaber sehr ausführlich mitder Feder gezeichnete italienische Landschaften, mitFiguren geziert. S. Leger genannt Geay.
Jebrejnorv oder Jevrej nnow, ( ),
ein vorzüglicher Echmelzmaler und Mstglicd derKünstler-Akademie zu St. Petersburg um 1770.Von seiner Arbeit steht man etwas in dem erstenSaale gedachter Akademie. Bernoulli IV. 128.Iiorillo K. S. il. 66. Derselbe lebre noch 1804.mit dem Titel eines akademischen Raths.
Jecht, ( ), ein Sächsischer Zimmermcister,
baute den großen hölzernen Pallast Annahof zuMoskau für die Kaiserin Anna und den neuenWinter-Pallast zu Et. Peeersburg für die KaiserinElisaberh. Er starb 1763. Bey obigen Arbeitenwar dann freylich Ericks oder F'ricks, einSchwede, Jechrs rechte Hand. Dieser Ericksstarb 1766. Merisel Miscell. Xl. 27a.
Jedemann, (Peter), Maurermeister undCaspar Hchoch Zrmmermeistcr, baueten i6ost.verschiedene Theile am Kurfürst! Schlosse zu Berlin und erweiterten der Kurfücstiu Haus in verdrehenStraße. M'colai.
Jefferps, (Jacob). So heißt bey Brandesein englischer Künstler, nach welchem R. Maicuard:Or^ar rmd Llt'ricla, ein sehr schönes roth punktirtesBlatt gestochen hat.
* Jegher, (Christoph), geb. um 1690. (seinGeburtsort ist unbekannt), und gest. in den Nieder-landen um 1670. Von seinen übrigen Lebensum-ständcn ist nur so viel bekannt, daß er sich um 1620.in Antwerpen niederließ. Sein Verhältniß mitRubens erzählt das Lexikon. Nach desselben Todekamen die von unserm Künstler für ihn verfertigte»Stöcke wieder in seine Hand, und er verkaufte einengroßen Theil davon. Die beßren Abdrücke sinddiejenigen, wo Rubens als Verleger steht; nach-her hatte Jegber seinen Namen hinzugesetzt, underster» weggenommen. In seinen von Kennernsehr gesuchten Blättern bewundert man die Festig-keit seiner Hand, seine schönen Um-isse, seine kühnenStriche, de» originellen Norkrag und geistreichenAusdruck seiner Kop e. Neben Nubens hat er auchnach andern Meistern gearbeitet; wie z. B- ein