Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
599
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Ioly.

Joly, ( ). So nennt schon »m 177,.

Heinecke in seiner Iclcc Generale p. /,8g. dendamaligen Aufseher der Königlichen Kupferstich-sammlung zu Paris , dessen Gefälligkeit er nichtgenug rühmen kann.

— — ( ). Und eben so hieß auch, dem

/ilmanncli cles Ilsaux-^rts von c8oZ. zufolge,der damalige Aufseher des Kupferstichkabinels inder Nationalbibliothek zu Paris . Ob es noch derObgenaunte, und ob der Eine oder der Andre selbstausübender Künstler war, ist uns beydes unbekannt.

Fombart, (Carl Anton). Ein solcher gabin i/ 55 . (cho I'aris) ülebkocis your gypi-enürc le«kesseln, enricüle <ls 100. planclics ä'-ipres sta-xkael etc. Hernecke II. Z64. Auch von diesemist uns unbekannt, ob er selbst die Kunst geübt habe.

Jomberr, ( ). Unter diesem Namen fin-

det man einBildniß des Baumeisters A. le Pautre;dann 4. Blatter Plane und Durchschnitte der KircheSt. Louis du Louvre, und einen von der Menageriezu Versailles .

Iomson, (Thomas). S. Jamson.

Ionas, (Felix), ein Maler von St. Sebastian;lernte zu Nom bey Christoph Unterberger. Derselbe' gewann 1784. einen Preis in der Akademie zu Parma .

Ionck-Heer, (I.) So heißt ein sonst un-bekannter Maler, von welchem Barrsch (l. 112.u. s. f.) glaubt, daß ihm drey Blatter geatzterHunde zugehören, welche mit l>. V. H. bezeichnetsind, und daher gewöhnlich einem aus der Luftgegriffenen Paul van Hecke (s. diesen Art.) zu-geschrieben werden. Zugleich führt er dann vonunserm Ionck-Heer zwey wirklich mit dessenNamen bezeichnete: Die drey, und die vier Wind-spiele, und endlich noch ein viertes anonymes:Die zwey sich beißenden Doggen, an, welche mitden beyden vorgenannten unstreitig gleichen Ur-sprunges seyen. Irgendwo wird dieser Künstlerauch F. Ionck-Hecr genannt.

Ioncqul'er, (Michel). S. Ei'oncoy.

* Ion es, (Jnigo), geb. zu London , wareines dortigen Leinwandhandlers Sohn, der ihnanfangs zu einem Tischler in die Lehre that.Allein sein eigener Hang leitete ihn vielmehr aufdie bildende Kunst. Ein Graf von Armidel oderPembrock entdeckte zuerst bey ihm ein Talentfür's Landschaftsmalen (noch wurde in neuernTagen wieder ein Landschaftsstück von ihm beydem Herzog von Devonshire vorgewiesen). Erließ ihn nach Italien reisen, wo besonders zuVenedig die Werke des Palladio seinen Geschmackan dem ganz andern Kunstzweig bey ihm regemachte, durch den er späterhin so berühmt wurde.Dort entdeckte ihn Christian IV. von Dänemark »nd berief ihn als Baumeister zu sich. Mit die-sem Fürsten gieng er nachwarks nach England,wo die Anerbictunqen des Hofes, und vielleichtdie Liebe zu seinem Geburthslande ihn festhielten ;einzig unternahm er noch eine zweyte kurze Reisenach Italien ums I. 1612. und kehrte dannmit noch besser ausgebildetem Geschmacke aufimmer nach England zurück, wo er sofort dieJntendenz über alle Königlichen Gebäude er-hielt. Als ihn Jakob I. eines Tages über dieMittel befragte: Wie die Kronschuldcn nament-lich auch im Baudepartement zu tilgen wären,stand der nichts weniger als bemittelte Mannnicht lange an, statt aller andern verwickeltenVorschlage, dafür — seine Besoldung anzubieten,und durch sein Beyspiel den Kontrolleur, denSchatzmeister, u. a. Hofbedientc zu ähnlichenOpfern zu vermögen. Jtzt sah man von ihmeine wichtige Arbeit nach der andern. Vörderstdie Verbesserungen der alten St. Pauls-Kirchezu London (rüZö); das Innre der Cathcdrale

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zu Winchester. In beyden bemerkt man jedocheine seltsame Vermischung des Gothischen (wel-ches ihm niemals gelingen wollte) mit dem An-tiken. Ferner das sogenannte Banqueltinghousezu Whitehall , welches für ein Meisterstück derKunst geachtet wurde, und wovon bey dem Brandvon 1698. noch ein Pavillon übrig blieb; dieschöne Kapelle im Pallast zu Sommerstett u. s. f.Dieses unter der Regierung Jacob I. Als Karl l.auf den Thron stieg, und au seinem glänzendenHof eine Menge Schauspiele von Den-Johnson,Chapman, Davenant u. s. f. aufgeführt wur-den, war es immer Iones, der die Maschinen,Dekorationen u. s. f. besorgen mußte. Nach-worts wurde er, als Katholik und Anhänger desgedachten Monarchen, in die unglücklichen Schick-sale desselben mit verwickelt, und in eine Buße von5 P Pf. Sterl. verfallt, deren Entrichtung er,wie schon das Lex. bemerkte, durch Verhehlungseiner Baarschaft umsonst zu vereiteln bemühetwar. Karls tragisches End verbitterte vollendsden Nest seiner Lage; mtd, ungeachtet er unterKarl II. wieder alle seine Stellen erhielt, un-terlag er in Kurzem so vielem Kummer, undstarb bald nachher, i 65 i oder 02. wo ihm inder Kirche St. Benedikt ein ehrenvolles Grab-mal gesetzt wurde, das aber mit diesem Tem-pel in dem großen Londner-Brand zugrund-gieng. Die Anzahl seiner Bauten war, wieschog oben bemerkt ist, sehr beträchtlich, wenngleich mehrere derselben, welche ihm zugeschrie-ben werden, eigentlich seinen Schülern gehören.In 172/ gab Wilhelm Lenr, mit BeyhilfeJsaac Warn's, nicht Vary's (wie das Lex. sagt)zu London in zwey Foliobänden eine Sammlungderselben, welche nachwarts 1770. in einer neuenAuflage, mit französischem Texte erschien. Le-senswerthe Analysen dieses Werkes finden sichbey d'Argensville I. 27Z — 77. und /v/ü,2.-/7(b)« 1 . tc>2. II. ,78 — 83.), wohl in beyden nachvertue und Walpole. Jenes Banguettinghou-se machte nur den kleinen Theil eines großen(unausgeführten) Ganzen aus, wovon sich derallgemeine Plan im Virrucius Ilrittanicus be-findet. Der Eingang desselben, welcher einemdoppelten Triumphbogen glicch, zeichnete sichbesonders durch seinen edeln, so wie die Fahadedes Pallasteö Lindsey - House zu London durchseinen einfachen Styl aus *). Dann gehörtedas dortige Chirurgische Theater zu seinen schön-sten Bauten. Eben so die Porre Temple-Dar;der Pallast zu Greenwich (idög.) als Wittwen-sitz für die Königin Mutter; Kirche und der Por,tikus von St. Paul zu Kovcntgarden (welche in-dessen von den Einen als ein der majestätischenEinfalt der Alten würdiges Werk bewundert, vonAndern hingegen namentlich die toskanische Ord-nung an ermeldeten Portikus trocken und gemein,und die Bedeckung einem Scheunendach ähnlichgefunden wurde; das Hotel von Schaffsbury,jetzt ein Wöchnerinnen - Hospital; der Pallastvon GunneSbury (dieser bloß nach seiner Zeich-nung von Jacob Webb ausgeführt), ganz imVenctianischen Geschmacke; der Pallast des My-lord Pembrocks zu Wilton, und Mylord Karl-tons zu Wiltshire ; das mit geschmackvoller Ein-falt gebaute Haus Chevening; daS Schloß dela Eräuge in Hampshire , Coleshill in Berks-hire (rOüo) uud Cobhamhall in Keut. Auch dieweltberühmte Baute zu Greenwich , anfangs zueinem Königl. Pallaste für Karl II. und erst nachswerts von Wilhelm lll. (0 des wahrhaft König-lichen Gedankens!) zu einem Marine-Jnoalf-den-."Spiral bestimmt, ist »ach seiner Angabevon Wcbb erbaut. Harmonie aller Theile zumGanzen war besonders die Eigenschaft, welchealle Prodnckte dieses großen Mannes bezeichnete;dagegen verfiel er, nach der Weise seines rieb-kingsvorbildes Palladio, nicht selten ins Magereund Allzuleichte. Von ihm kennt mau auch An-

D)-ck gemalt. »Und nun" (ruft Mllizia aus)

) Der Saal in Banqnctii'nghouse ist von Kubens und Van»deute man sich Iones hinzu. Welche Kunstjuwele!"