6oo Iones.
merkungen zu den Werken dieses letzter»/ welchein einer 17,42. erschienenen englischen Uebersetzungderselben von Jacob Leon, beygefügt wur-den; und eben so eine, bald nach seinem Tod(i65D von seinem mehr erwähnten SchülerN)ebb herausgegebene Abhandlung über die be-rüchtigten Srone-Henge--Steine in der Graf-schaft Salisbury; welche aber an dem Dr. ffhar-leron (1662) einen wohl nicht grundlosen Wi-dersacher, so wie hingegen an Vebb (r665) wie-der einen muthigen Vertheidiger fand. In 1726.erschienen alle drey Pamphlete zulammrngedrucklaufs neue, da die ursprüngliche Schrift von Io«nes, nur für Freunde gedruckt, sich durch denAlles verzehrenden Londner-Brand fast ganz ver-loren hatte. *
Jones, (Johann), ein englischer Schwarz«kunststechcr nm 1780. Don ihm kennt man Bild-nisse nach H. Bunsbury, I. Downmann, Th-Gainsborough, W. Laurenson, G. Romney, undI. Reynolds; nach letzkerm, neben andern, einesvon Carl Fox. Basan (L6. «ec.) führt von ihm:DenLod von Algernon Sidney , nach Carter(-782.)und (1784.) mehrere Frauenzimmer-Bildnisse nachverschiedenen Meistern an. Ob es noch der näm-liche sey, der in ganz neuern Tagen noch einmaleines der vorzüglichsten Bilder von Foxe geschabthabe, ist uns unbekannt.
— (Thomas). Nach ihm kennt man:Nraveller« Uepc>8e, von I. Peack (1784.); tbsiuerr)t , von W. Woollet, und tbe
Larck trom Mr. 06s. von I. R- Smith;
beydes schöne Schwarzkunstblätter, letztres in-Bisterfarbe abgedruckt. und ^c.
* Jong oder Jongh, (Ludolph de). Nachihm hat A. Blooteling das Bildniß Arthus LanNes gestochen, und Tangen« dasjenige von Her-mann Langelius geätzt.
* Jonge, (M. D.) Derselbe hieß JohannMartin. Den Handriß, von dem das Lexikonspricht, hat P. Nolpe vortreflich geätzt, und dieErfindung davon ist wahrscheinlich nach Rubens .Dann kennt man auch unter diesem Namen denMarsch der spanischen Truppen nach Vanloo 1641.auf 4. Blättern.
— — S. auch Jongh und Jonghe.
* Jöngelin, (Jacob). Die Statüen, welchePh. Galle "i586. (nicht i5/6.) nach ihm gestochenhat, waren 8. heidnische Gottheiten.
Jongelinx, (I. B-), ein Kupferstecher zuAntwerpen , ätzte Bildnisse in FoppensLib/rot/rers
Iongh, (Johann von). So heißt irgendwoein niederländischer Kupferstecher von Middelburg ,von dem man, nach Z. Blyhoof das Bildniß Joh.de Mey, und, ohne Namen des Malers, dasjenigevon Will). Mommer (zweyer Theologen) kenne.
Jonghe. (Clemens von), ein niederländischerVerleger, aus dessen Verlage man, neben Anderin,den Sänger am Fenster, nach Ostade , und einAbendmal nach Rubens , ohne Namen der Stecherkennt.
* Jongmann, (Theodor). Seine Bildnissein kveyerniann (N. II. D»b. 00. und B. III.lab. I.) sind A> Genoels, A. van der Beide, I.Toornvliet's und M. Musschers.
* — — (Wilhelm), dessen im Lexiss ' unterTheodors Art. erwähnt wird, gab, neben denBildnissen in vassor, auch andre, wie z. B. die-jenigen der Aerzte Heister, Hofman» und Wepfer.
Jonxi's, (PeterHeinrich), geb. im Haag 17hg.lernte zu Paris bey dem jüngern Dclauuay. Der-selbe ätzte nach Raoux u. a. Nach jenem z. B.die Vestalinen. Lä. «sc.
I 0 r d a c n s.
* I0 rdaeiis, (Hans). Nach ihm führt derGantkatalog von Brandes mehrere Blätter vonprenner an, deren Urbilder sich wahrscheinlich inder KK- Galerie zu Wien befinden. So z. B.Malerey- und Musiksalons, einen Blumengarten,u. s. f.
* Jordaens, (Jacob ). „Dieser Künstler"(heißt es bey Rost V.M7—„ach Wareier)„bildete sich eine verständige Manier durch dasKopiren der Werke von Titian, Veronese, Bassano und Carravaggio; dennoch aber war der flamän-dische Geschmack immer bey ihm überwiegend, unddas Muster, das er sich vorzüglich wählte, warRubens , sein Zeitgenosse." Dann sagt Warelerselber: „Jsrdaens hatte eine große Kenntnißvom Helldunkel, und kam durch die Lebhaftigkeitseines Coloriks dem Rubens gleich, wenn er ihnnicht gar übertraf. Sein Ausdruck war stark undwahr; aber es mangelte ihm in dieser Parkhie,eben so wie in den Formen, an Adel. Seine Köpfesind eben so wenig als andre Theile seiner Figuren,von schöner Wahl ; aber sie leben, sie drücken allesdas aus, was sie der Maler wollte sprechen lassen,und «Jetzt Rost hinzu) bezeichnen besonders Güteund Treuherzigkeit; Züge, welche in seiner eigenenSeele lagen. Seine Stellungen sind nicht maje-stätisch; aber es sind richtige Bewegungen, die, 'wenn sie auch bloß niedere Handlungen bezeichnen,doch der kalten Täuschung theatralischer Attitüdenvorzuziehen sind. Alles rundet sich, Alles machtsich von dem Grund los, Alles athmet in seinenGemälden, und scheint keine Nachahmung, son-dern die Natur selbst zu seyn. Seine Werke wur-den zwar niesso theuer bezahlt, als die von Rubens ;aber seine Leichtigkeit verschaffte ihm ein hinläng-liches Vermögen, und schon sein Charakter machteihn glücklich. Den Tag schenkte er ganz der Arbeit,die Abende seiner Familie und seinen Freunden.und die Anmuth des Lebens ward ihm nie durchhäuslichen Verdruß gestört." Eine Stelle im Lex.seine Verhältnisse mit Rubens betreffend, wirdvon KDareler dahin erläutert: Rubens kannte denJordaens , liebte ihn, machte sich's zum Ver-gnügen, ihm Arbeit zu verschaffen, und vorzüglichCartons in Wasserfarbe zu malen, welche in Ta-peten ausgeführt werden sollten. Der König vonSpanien hatte solche von Rubens verlangt, unddas Unternehmen war fl-r einen jungen Künstlersehr vorrheilhaft. Verläumdung ist es aber, wennbehauptet wird, der erstre sey auf letztem eifer-süchtig gewesen, und habe ihm jene Bestellungenbloß deswegen verschafft, um ihm seine schöneManier zu koloriren zu verderben. Auch meynreSairdrart wirklich, Jordaens habe bloß nochein sehr kaltes Colorit gehabt, seitdem er jeneCartons malte; hatte aber wohl vergessen, daßunser Künstler noch sehr junD war, als er dieseverfertigte, und daß die Gemälde, auf welche sichsein dauernder Ruhm gründet, erst nach diesemZeitpunkt entstanden sind." Den fast übergroßenRuf, dessen er in seinem Geburtslands genoß,bezeugt, neben Andern,, auch die Unterschrift seinesvon P. von Jode gestochenen Bildnisses:
, excellent Ueintre en Aranll; il taitcormsiütre 8on esprlt elsve pur 82 belle moniere6e peinäre; e«t inventlf en toute «orte 6'or-llonnonces, «oit en poeHs, bmtoirs«, envotion et ä'autre«; U 2 ksit äe belle« ckosesracourtsute« (wohl MFontsnte«) pour ls Uoi 6e8ue6s et plumeur« 3urre8 prince« et 8eiAneur8etc. tensnt 82 lleineute en la vüle 6e 82 nai«-«gnce. Unter seine vornehmsten Werke zählt N?a-reler, neben dem schon im Lex berührten Gemälde,das den Prinzen Friedrich Heinrich von Nassau aufeinem Triumphwagen, mit vier weisse» Pferdengezogen, vorstellt, vor allem aus: Christus unterden Lehrern, am Hochaltar der Kirche Walpurgiszu Furnes, welches mau oft Rubens zugeschrieben,und das keines seiner geringern Werke seyn würde.Dann fahrt er also fort: „Da es Jordaens bloßan Adel fehlte, so würde er über alle Kritik erhabeu