Band 
Zweyter Theil [1].
Seite
622
JPEG-Download
 

Kr» Kichler.

armselig«»Kupferstecher", und bemerkt, daß Christsein Monogramm mit Mar. Barearus seinemverwechselt habe. Ein Verzeichnis; meines sei.Vaters führt von ihm an die Zo. Bildnisse mei>steps dunkeler Männer, nach Gemälden oderZeichnungen von I. Arnold, Hauer, A. vonHütten, und besonders von G. Strauch, dannüber auch mehrere ohne weiter» Namen als denseinigen, und endlich ein Thierbuch an, welches«r gemeinschaftlich mit M. Bcutlcr gestochen hat.

Bichler, ( ). So heißt in Meusels

Arch. III. 4 i- (wir möchtcn's nicht als richtigverbürgen) einen der Kupferstecher, der für dieWalsersche Unternehmung der Ansichten von Mos-kau , nach den Gemälden des H. Girards de laDarthe arbeitete.

Rieminger und Breninger, s. Am-Ninger.

Rl'en, (Johann), ein Feldschlachtmaler, geb.um 17/0. Zwey von seinen Gemählden sind inder K. K. Bilvergallerie zu Wien aufbehalten.

* Ri 6 rings, (Alexander). Nach ihm hatC. Weisbrod eine Landschaft mit Ruinen geetzk.Hinwieder kennt man von ihm selbst ein Blakt,(die zerstörte Brücke), welches mit-

<iel. et so. bezeichnet ist.

* Ries, (Simon Johann) Derselbe wirdirgendwo auch für einen Schüler von MartinHemskerken gehalten.

Bieseling oder Biezeling, ( ), ein

geschickter Glasschneider. Von ihm kennt manBacchanalien, Vogel, u. a. auf Gefäßen, u. s. w.

Rieser, (Eberhard), ein Kupferstecher zuFrankfurt am Main um 161200. Von ihm kenntman die Bildnisse des Baumeister B. Bramer'snach Aerich, des Rechtsgelehrten Cäs. Baroniusund des Kardin. E« O. Razzalius (1610.),letztre zwey ohne Namen des Malers; Anderesnach G. Keller, u. s. f. Christ (S- 174) führt seinMonogramm an. Er arbeitete in G. Kellers Manier.H. S- Hüsgen, N. A. S, 14748. und

-(Jacob), ein Ebeniste; arbeitete um 1770.

an dem churfürstlichen Hofe zu Mannheim . Meu-sei I. Um 178g. scheint er noch gelebt zu haben.

Bili an, (Bartholome) , Zeichner, Kupfer-stecher und Kupferätzer, des unten folgendenWolfgang R- dritter Sohn, unter seinen Bru-dern der einzige, welcher Auszeichnung verdient.Sandrart gab ibm das (aus einem solchenMunde nicht trügliche) Zeugniß, daß er zumKünstler geboren sey. Schon in seinem Achtzehntensah man von ihm ein meisterhaftes Blatt: EineMagdalena, nach Gondelach. Unter .Merlanarbeitete er dritthalb, und alsdann vicrthalbJahre unter verschiedenen Künstlern zu Paris ,wo er auf eigene Rechnung (i 654 -) ein großesKruzifix nach Tesselin, und eine Himmelfahrtnach Champagne gab. Marielre schätzte denJüngling ausnehmend hoch, der schon frühe(ganz anders als so viele seiner späthern Kunst-genossen) sich für überzeugt hielt, daß ein Kupfer-stecher entweder selbst ein guter Zeichner seyn,oder sich von einem guten Maler müsse leitenlassen. Bey seiner Rückkehr nach Augsburg ver-heyrathete er sich, und trieb nun seine Kunstmit dem glücklichsten Erfolg, und mit jenem un-«rmüdeten Fleiß, der zum Charackteristischen derdeutschen Vorwelt gehörte, und Mutter so vielerandern Tugenden war. Seinen Grabstichel führteer überaus geschwind und einsichtsvoll mit zweyEchrafirungen. Und eben so hatte er es im RarViren zu einem hohen Grad der Vollkommenheitgebracht, und in der diesfälligen Fertigkeit soweit, daß er mit der Nadel sofort auf dieKupferplatte wie auf das Papier zeichnete. Don

Kilian.

historischen Blatttern, nennt man . neben den ob-genannten, besonders von ihm: Eine Maria mitdem Kinde, nach C. Sing, und ein Ecce Homoin Mclau's Geschmacke, welches mit 8. X. in(v).s (ocit) bezeichnet ist; von Bildnissen dann (einVerzeichniß meines sel. Vaters führt über 200.das letzte von 1691. an), neben so vielen andern,als mit malerischer Schönheit ausgeführt, diesechsAuasburger-Prediger.- Böbel, Creid, Ehin-gcr, Faber, Fußenegger und Hiller, alle nachB. Hopfer; dann das (ganz vortrefliche) desArztes B. Derzascha, als Tittelblait zu dessenKräuterbuche, ohne Namen des Künstlers; dasmeisterhaft behandelte fast lebensgroße des Köni-ges von Polen, Johannes lll. u. s. f. DonEtzarbeiten endlich die Köpfe von DemvcritusDemosthenes, Diogenes , Heraclitus, Hippocra-tes und Homerus. Bost I. 2)6 5 o. VViuK.-ler. g 7 rc.

* -(Georg), des unten folgenden Wolf-

gang Philipps vierter Sohn. Nach Heineckel. lll. st. er 1745 - Die theils von, theils nachihm gestochenen und geschabten Bildnisse stellenmeist dunkele Männer vor. Die Künstler, welchenach ihm gearbeitet haben, waren besonders:I. A. Friederich, Kenauer, sein eigner SohnG. C. Kilian, I. I. Kleinschmidt, I. B.Probst, E. Schaffhauser, und G- A. Wolfgang.Die 12. Monathe in Schwarzkunst geschabt,führt von ihm der Gautkatalog von Brandes an.

* (Georg Christoph), obigen Georgsältester Sohn, Maler, Kupferstecher und Kunst-Verleger, starb in 1781. als der letzte diesesKünstler-Geschlechts, welches gegen 200. Jahrein Augsburg geblühec hatte. Bey ihm fand mannoch die vollständige Sammlung der Blätterseiner Geschlechtsvorfahren. Seine eigne Kunstwar geringe, desto größer seine Liebe für Alles,was schön, gut und nützlich genannt zu wer-den, in der That verdient. Neben einer ziem-lichen Anzahl theils geschabter, theils gcetzterBildnisse finden wir noch von ihm irgendwoeinen Faun mit zwey Nymphen nach Tiepolo ;im winklevschen Katalog dann 6. türkische Co-stume-Blatter, vom Baron von Götz nach derNatur gezeichnet, und von unserm Kilian geätzt,und mit Farben ausgemalt. Seine Verdienste umdas Künstlerlexikon meines sel. Vaters bleibt auchbey dem Sohn in dankbarem Andenken. Er hatt«zwey Söhne, Gustav Friedr. Christoph (geb.i/ 5 Z) und Georg Michael (geb. i/6Z.), vondenen wir aber nicht glauben, daß sich einer vonihnen zur Kunst gewandt habe. Heinecke I. 111.

*, (Jeremias), des unten folgendenPhilipps jüngerer Sohn. Von ihm kennen wireinzig das Bildniß Georg Sedelmayr's, nachBeyschlag.

(Johann), obigen Georgs vierterSohn, geb. 1716. ebenfalls Kupferstecher. Seinebeständig kränklichen Umstände erlaubten ihm abernicht, die Kunst so auszuüben, wie er wohl wünschte.Er starb 1744. Heinecke 1 . 110.

-(Johann Friedrich), Wolfgang Phil.

Rilian« dritter Sohn, geb. 1681. war einGold- undSilberarbeitcr. Nachdem er viele Länder besucht,und in seiner Kunst sich fleiffig geübt, starb er zuAugsburg in ledigem Stande 1747. Heinecke 1 .S. roh.

* (Lucas), des ältern (in den gegen-wärtigen Zusätzen nicht erscheinenden) Bartho-lome'B- des Goldarbeiters, und Stammvatersdieser ganzen Künstler-Famile, älterer Sohn. InVenedig hatte er vorzüglich nach Tüttoret, P.Veronese, u. a. berühmten Meister» gestochen, woer dann die Platten i» seines Stiefvaters, D- Custos,Verlag nach Augsburg sandle. Als er wieder »achHaus kam, arbeitete er, meist im Geschmacke desEolzius, nach der rühmlichen Weise seines ganze»