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nach seiner Meynung vorzüglichsten an. Vonhistorischen sind uns bekannt: Eine Vorstellung imTempel, und eine Taufe Christi, nach P. Caliari;eine Krenzabnchmung, nach P. Farinati; einenSt. Jacob der gegen die Mohren ficht, nach M.Kager; eine Frau die einen Satyr bey dem Bartefaßt nach I. Palma ; eine Auferstehung, nach F.ba Ponte; den barmherzigen Samariter, nach I.daPonte; eine Brodvermehrung, eine GrablegungChristi und eine Himmelfahrt Maria, nach Tintoret.Von ganzen Folgen oder Werken von ihm werdentheils bey Rost l. o. theils anderwerts angeführt:
6snenlc>^ia 8sr. Uoiarire Oucum et quorun-<lam ßenuinW essi^ies, stol. i 0 o 5 — Die neunMusen, nach L. Kilian 1612. — Die meistenBlätter zu dem Werke: ImsZine.-; 8anctorumOrcl. 8. Uenellicti 4 - 162h. — Ein Theil derarchitektonischen Blätter u. a. Gegenstände zu demWerke: klasilic«: 88. Oclulrici et e)srss,Vinllel. liistoriss. 4. 626. nach M. Kagers Zeich-nung, und von unserm Künstler gemeinschaftlichmit D. Manascr unternommen. — blimbns cala-mitatum human! ^eneris lsy«! (»ij- Bl.) —Hormon ssuvaoic-n^is, i. e. Oratulatio in in-anAurstlanem (-uiünbnlül a' Bbun, ^rcstis-pi.^copi 8gli8bnr^en8>8. letztrcs, nach unsermwokfgang, von seinem Sohn Barcholome' ge-stochen.
* — — (Wolfgang Philipp), des obgedachtenPhilipps älterer Sohn. Don diesem, in derThat sehr mittelmäßigen Künstler führt ein Ver-zeichniß meines sei. Vaters 114. Bildnisse Hellerund dunkeler Männer aus allen Facultäten, meistohne Namen des Malers an. *)
* Rilligren oder Rilligrew, (Anna).Nach ihr hat B. Lcns Venus und Adonis gestochen.
R impfe!, sJoh. Christoph), ein sehr ge-schickter Maler, Sohn ciius Bildhauers, geb. zuBreßlau i/ 5 o. starb zu Berlin i 8 c> 5 . der sich nebenAnderm durch verschiedene Plafonds in den Königl.Schlössern, und zuletzt noch durch seinen im LagerKaiser Carl V. gegen das über den Kurfürsten Joh.Friedrich von Sachsen ausgefällte Todesurtheilprotestirenden Kurfürst Joachim von Brandenburg rühmlich bekannt machte. Der König hatte diesGemälde gekauft, und der Graveur Bollinger ge-dachte solches in Kupfer zu bringen. Nach Andernsollte eben dies durch Richter in Berlin in Aqua-tinta-Manier geschehen. MeuselsArch. 1. 4 -66. II. r. 201. und Mehrcres von seinen
Werken s. Zeir.f. d- elegante Welt i 8 e> 5 . 83 .
S- da. u. s. w. Dann oben den Art. sshevign)».
Rind, (David). Ein wenig bekannter ge-schickter Bildnißmaler zu Hamburg , in der Mittedes XVII. Jahrhunderts. Derselbe soll in derWahl der Stellungen van Dyck, im Colorite Ru bens , und in der Beleuchtung (worinn er, so wiein richtiger Zeichnung, viele Stärke zeigte) Rem-brandt, zu seinen Vorbildern genommen haben.
Rlnderman n, (Antorp, geb. zuDresden 1726.lernte bey seinem (uns weiter unbekannten, vor 1788.verstorbenen) Vater, von welchem es bey RellerS. 88. heißt: Daß sein Andenken, mit der Dresd-neriGalerie (zu welcher er, aus Königlichem Auf-trage viele Originale aus Italien gebracht) fort-leben werde. Anton, welcher gleichfalls großeAnlage» zeigte, wurde nun von deut Könige Au-gust 111 . eben so nach Italien geschickt, wo er
K i >i n i n g e r.
16. Jahre blieb, und sich dort zum Geschichismalerbildete, wo sich, besonders zu Bologna und Re-cannatl viele seiner größer» Werke, als Plafonds,Altaiblätter, „und dergleichen" (heißt es I. c.bey Reller) befinden.
Rinder mann, (Dominicus). So heißtirgendwo, ohne Weiteres, ein Maler, der um1770. zu Wien arbeitete.
— — ( ). Obigen Antons Vater. S.
denselben Artikel.
— — ( ). Eben dieses Antons Vaters-Bruder (so verstehen wir Reller'n S. 82.) nichtsein Bruder, ei» (heißt es dort berühmter Blumen-maler, und daher Ritter Tulipano genannt, wel-chen Namen er, statt seinem erster» (0 Jemine'!)mit dem Adel verbunden, in Italien erhielt. Obdieser Tulipan - Ritter etwa mit obigem Domi-nicus R- Eine Person seyn dürfte, ist uns un-bekannt.
* Ring, (Carl), der Bildhauer. Derselbekam schöner7»Z. mit einem Gehalte von /,no. Rthlr.in Königl. Dienste nach Berlin . Heineckekflachr. 1. 56 .
* — — (Daniela Einige seiner im Lexikonbemerkten Blätter atzte er nach den Zeichnungenvon Thomas Johnson und Rich. Newcourt, dieman in Dugdale's lVIonnslioon /Ln^licanumfindet.
* — — (J-) Von ihm kennt man: NachA. Bloemacrt eine Charitas; »ach I. Breughel eine Versuchung in der Wüste,(wahrscheinlich eineCopie nach Sadelers Stiche'; nach I BrouwerVertumnus und Pomona; nach A. Coypel Rinaldound Armida; nach I. M. Nattier Venus undCupido; nach Rottenhammer Glauben, Hofnungund Liebe; nach Tissens eine Herodias; und nacheinem (uns) Unbekannten den keuschen Joseph.
— — (T.) Nach einem solchen Künstler diesesGeschlechts endlich hat R. Houston ein Blatt, (wahr-scheinlich ein Bildniß) gestochen, welches wir ir-gendwo lediglich sslsöclox rubrizirt finden.
Ringsbury, (Heinrich oder I.), ein eng-lischer Schwarzkunststccher, blühete zu London um1760. Von ihm kennt man eine Geburt Christinach I. S. Coplcy (ein schönes Blatt); Elisa, ausMorick, nach I. Hoppner (dieses punktirt), und:tkie UsAgur null bis (S- blau of?^vlin§
OK. XIV.) nach I. Kitchingham (sehr schön).
Rlilninger, Rieminger oder Rie-ninger, (I. Vincenz). Erstres ist, wie wirglauben, der richtige Name eines Wiener -Zeich-ners und Kupferstechers, hauptsächlich in Schwarz-kunst, der schon in 1784. einen Preis von derdortigen Akademie erhielt, und von dem wir einschönes Bildniß des Malers M. F. Guadal, nachdiesem selbst, vor uns liegen haben. Im Frauen-holzischen Verlag« dann finden sich (1779 ): Kling-mann, in der Rolle des Fürsten , nach JfflandsDienstpflicht, und Anna Adamberger, in der RolledcrGurli, nach Kozebue's Indianer in England,nach seiner Zeichnung von John geschabt (jedeszu 3 . fl.); und im Verlage des Industrie-Comptoirszu Wien (i 8 oZ.)ein großes Blatt<14.fl.): Achill ,im Nachdenken bey der Leiche des Patroklus, vonihm selbst, nach Füger (das Urbild in der Samm-lung der Gesellschaft patriotischer Kunstfreunde zu
*) Die Filiation der sämtlichen Künstler aus dem Geschlechte der Riliane wäre somit folgende.
1. Bartholome', der Goldarbeiter.
2. z. Desselben Söhne, Lucas und Wolfgang.
4. L. 6. Wolfgangs Söhne: Johann Friedrich der Goldarbeiter (dessen in den gegenwärtigen Ausätzenkeine Erwähnung geschieht), Philipp, und Bartholome' der jüngere.
7. 8 . Philipps Söhne: Wolfgang Philipp, und Jeremias.
9. ,o. ii. iz. Wolfgang Philipps Söhne: Marx Philipp, Johann Jacob, (dessen in diesen Ansätzen keineErwähnung geschieht) Johann Friedrich, Georg und Paul.
-4. -2. - 6 . Georgs Söhne: Georg Christoph (der letzt verstorbne Künstler dieses berühmten Geschlechts),Philipp Andreas, und Johann.