Kra ft.
Brüst, (Madame), aus Wirk gebürtig, eine(vorzügliche, heißt es irgendwo) Historien - undPortraitmalerin zu Prag , lebte dort 1802.
— — ( ). So hieß auch ein berühmterBildttißmaler und Professor zu Stockholm , der dortin 179Z. verstorben war. Meusel M Mus. 126.
— — ( ). Und eben so ein Schmelzmaler,Mitglied der Akademie zu Hanau um 1788. Meu-sei ll.
* Brahe, (Lambert). Derselbe war vonBrüssel gebürtig, ein Schüler von Subleyrns »ndBenefiali zu Rom, und starb im 1 .1790. zu Düssel-dorf , als Kurpfälzischer Hofkammerrath und Di-rector der dortigen Galerie und Kunstakademie.Den Anfang mit Herausgabe des Werkes über dieerwähnte Galerie, wovon schon daS LeL. spricht,und welche nachwerts der H von Mechel fortsetzte,machte er wirklich im 1.1770. mit mehrern großenGemälden nach van der Werf, die er in Schwarz-kunst bringen ließ. Güte des Herzens wetteifertenmit seinen großen Kunsttalenten. S- den ArtikelSchmirhs oder Schnriy in den gegenwärtigenZusätzen. Seine Werke in einer Zeit von 40. I.die er in pfälzischen Diensten zugebracht, sindfolgende: Der gute Plafond der KurfürstlichenBibliothek zu Mannheim ; sechs kleine Altarblätterin der dortigen Jesuiter-Kirche, wovon viere inRom (wo er sich beynahe 2». I. aufgehalten hak)verfertigt worden; eine schlafende Maria, die sichin der Galerie befindet, und vier Plalfonds indem Beurather-Schlosse, unweit Düsseldorf . Fastalle diese Arbeiten tragen das Gepräge seiner öbge-dachte» Meister. „Sein Enthusiasmus für dieKunst" (heißt es in einem Nekrolog von ihm)„war von jeher groß und sehr lobenswürdig."Auch hinterließ er eine ansehnliche Sammlung vonZeichnungen und Kupferstichen, welche von denLandstanden um 24,000. Thaler angekauft, Unddem Studium der Akademie einverleibt wurden.Nach ihm hat Jos. Fratrel sein Bikdniß, und danneine H. Familie (die sich ebenfalls in der Galeriezu Mannheim finden soll) in Rembrandts Ge-schmack geätzt; und eben so er selbst einen Raubder Sabinerinnen. Meusel Mus. XII. 601—2.
und
— — (Peter), Ludwigs Sohn. EbenfallsKünstler, von welchem -Werth ist uns unbekannt;blühete (heißt es in einer unsrer Handschriftenkurz) um 1779.
Rralinger, (Johann). Name eines, wahr-scheinlich holländischen Kunstverlegers, bey wel-chem man, neben Anderm, die Bildnisse Luthers,Melanchtons, und des Admiral Egb. Mecusz,alle ohne Namen des Stechers (letztres jedochvermuthlich von M. Mouzin) fand.
* Rramer, (Gabriel), Derselbe wär einSchreiner von Zürch in der Schweiz . SeineArchitektur erschien zu Prag 1600. (lkn.
— — (Hans), Bildhauer zu Nürnberg 1673.damals 70. I, alt. Derselbe ist uns bloß durchsein Bildniß bekannt.
— — (Jacob), und Riedel(Martin), Sil-
berarbeiter zu Augsburg , verfertigten um 1670.einen silbernen Tisch und Stühle, Spregelrahmenund Brandrnthe. Hkc.
— — (Johann Leonhard). So heißt irgend-wo ein Maler zu Nürnberg , von welchem manArbeit auf dem dortigen Rathhause finde.
— - (Leonhard), Bildhauer zu Nürnberg ,
starb 1645. Derselbe ist uns einzig durch feinBildniß bekannt.
— — ( ). So heißt irgendwo eln uns
sonss unbekannter Künstler, nach dessen mit derFeder verfertigten Zeichnung C. F. Doetlus einPaar Blätter, und ein Ungenannter das Bildnißdes Buchhändlers, I. C. Hoeflich gestochen hat.
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Brünewirrer, (Joseph), Maler, geb. zuJms im Ober-Jnnthal 1706. eines Beckers Sohn,der von seinem Vater mit Schlägen abgewiesenwurde, als er Lust zum Studiren bezeugte, undKapuziner werden wollte. Dieses, nebst seinerfrühen Lust für die Kunst, bewog ihn, sich auf dieMalerey zu legen. In 1777. kam er bey I. Zeu'eczu Raiti in die Lehre, und machte bey demselbennicht schnelle, aber durch unermüdeten Fleiß nurum so viel gründlichere Fortschritte Kopiren warihm stets zuwider; desto emsiger zeichnete er nachGyps oder nach der Gliederdocke, und dachte sich,um bey dem Nachtlicht seiner Augen zu schonen,eine sinnreiche Maschine aus. Seine, oft sehrgroßen Compositionen setzten bald alle Kenner inErstaunen. Wie er von einer Frau Gerichtsgräfinmit leeren Versprechungen, ihn zu einer Reise nachItalien zu unterstützen, dahingehalten wurde,verdient bey Meusel M Miscell. I. 72. nach-gelesen zu werden. Eben so seine Schicksale zuWien , zu Neuschakel »nd in einer — ungenanntendeutschen Stadt, wö ihm in 1780. mit einer histo-rischen Darstellung nach Omd, wie die KöniginHekuba den Tod ihres Sohns an PolymnestorsÄugen mit ihren — Nägel» rächt, von Seite derdortigen Akademie gern oder ungern, der Preisertheilt werden muß. llebcrall liebte er in derKunst das Schwerste, und im Leben — die Frey-heit, welche er auch in jener Stadt vier volle Jahrebehauptete, aber dafür desto dürftiger sein Brodfand. Endlich gieng er in sein Vaterland zurück,und gedachte um 179a. eine Reise nach Italien zuMächen. Ob solches wirklich geschehen sey istseinem Biographen bis auf diese Zeit unbekannt.Damals sah derselbe vvn ihm Compositionen, diejedem großen Meister, ihrer Originalität undandern vielfachen Werthes wegen, Ehre machenwürden. » Seine Vorstellungen " (heißt es dort,I. c.76.) »sind überdacht, die Köpfe und Körper-wendungeü voll des nöthigen Ausdruckes; dieZeichnung ist gut; der Pinsclstrich markicht undkräftig in einem frischen Zng, besonders im Nackten;nur Nebendinge sind vcrnachlaßigt. In Verkür-zungen schien er sich sehr zu gefallen. Die Geburtder Erfindung war übrigens für ihn nicht leicht;selten behielt er den ersten oder zweyten Gedankenbey, sondern überlegte und veränderte ihn baldwieder. Jedoch, aus Mangel guter Gelegenheitund nöthiger Unterstützung ist sein Feuer und Eiferfür die Kunst stark gelähmt worden; sonst würdeman in Kurzem ihn als einen der ersten deutschenGeschichtsmaler erblicken. Auch in Bildnissen warer äusserst glücklich für die Aehnlichkeit, wenn ersich besieissen wollte. Doch, wie gesagt, haupt-sächlich einen schonen Kopf, eine gute Stellung,und eine wackre Hand; um die übrige Ausarbeitungbekümmert er sich nicht sehr". Neueres haben wirnichts von ihm vernommen.
Brannösr, (Andreas). So heißt ein Ku-pferstecher, von welchem tnan das Bildniß desBürgermeister Barth. Marchtaler's von Regens-bukg, ohne Namen des Malers kennt.
RranZ, (P.), ein uns sonst ganz unbekannterMaler zu Berlin , nach welchem P. Schenk in 1700.das Bildniß des dortigen Predigers M. Steffenseein Schwarzkunst geschabt hat. M'colai.
Branzinger oder Frauzinger, ( ).
Nach einem sonst unbekannten Künstler diesesNamens, der um 1770- Bildnisse zu Wien malte,hat le Vasseur dasjenige der damaligen Dauphine,Mar. Anwinette von Oestreich, gestochen.
Brat schwill, (Anna Maria). So heißtirgendwo, ohne Weiteres, eine Künstlerin, die zuWien um 1780. chinesische Figuren gemalt hat.
* Braus, (E. A.) S. den bald folgendenArt. Georg R
*_ — (C M) So heißt in öffentliche«Blättern ein Maler, nach welchem C. Müller um