Krüger,
nämliche E G Lrüger in Dresden , der noch inden neuesten Tagen Valentin's keusche Susann«,nach Fragonard's Zeichnung für das XIAX. Heftdes Musee Francois, und dann Verschiedenesfür Beckers Augustaum, nach Schubert undMatthäi, preiswürdig gestochen hat. Wenigstensward erwähntes Blatt nach Valentin auf deinDresdner -Salon von 1807. unter der Rubrik HerrnRrügers, Mitglieds der Akademie, ausge-stellt. M eusels ArchU- 3 .6. Eben so wahr-scheinlich ist es unser Künstler, von dem man schonin 1794. einen Joseph der dem Pharao seinen Vatervorstellt, nach F. Pol auS der Galerie ;u Dresden sah, welches für das beßte Blatt auf der dortigenAusstellung gemeldten Jahrs geachtet wurde, ob-gleich sich einige offenbare Zcichnungsfehler darinfanden, woran aber der Maler selbst die Schuldtragen mochte. Meusels pJ. Mus. 2H9. Undwahrscheinlich abermals derselbe, der, gemein-schaftlich mit Srölzel und veich, ein Handbuchfür Zeichner mit 7. Kupf. ans Licht stellte, vonwelchem in 2802. bereits eine verbesserte Auflage(Pirna , bey Arnold) erschienen war, das indessenin der Attg. Runstz. S- 46 - 47 - ein merklichtemperirtes Lob erhielt.
Lrüger, (Friedrich Heinrich ), des'obigenEphraim Benjamin'« älterer Sohn, Kurfürst!.Sächsischer Münzqraveur und (seit 2787.) zweyterMünz-Eisenschneider zu Dresden 2749., studirte vor-züglich .unter dem Hofmedailleur Wermuth. So-dann begab er sich nach Kopenhagen , und blieb aufdortiger Akademie acht Jahre lang. Als Zeugenseines dort erlangten Beyfalls erhielt er zwey sil-berne Preismedaillen. Unter seinen in Dänemark gelieferten Arbeiten war das Vorzüglichste: DieStatüe K. Friedrich V. welche der Direktor Saliins Große in Bronze verfertigte, Lrüger aber fürdie Königin Juliane Maria in vergoldetem Silberin's Kleine nachgebildet hat. Um 2777. kam er insein Vaterland zurück. Dort boffirte er die Statüedes Kurfürsten in Wachs, welche er um 2788. inMetall zu bringen gedachte Dann für den FürstenBeloselsky: Peter den Großen, zu Pferde, inBronze, nach der Erfindung von I. Casanova;„ein Werk" (heißt es bey dem laut schallendenLetter) „wodurch der Name dieses würdigenKünstlers auf die späteste Nachwelt fortgepflanztwerden wird ". In neuern Tagen haben wir nichtsmehr von ihm vernommen. Letter S. 90—96.
— — (Johann Christian Sigmund), Bildniß-maler und Lehrer im Zeichnen bey dem Friedrichs-werderischen Gymnasium zu Berlin , geb. im Zerbsti-schen 2726. lernte die Kunst bey dem ZerbstischenHofmaler, Pceer Ranje', einem Schweden , unterdessen Aufsicht er im Fürstl. Orangeriehause u. a. w.viele Deckenstück mitverferrigen half Um 2745.gieng er auf Reisen, und 2748. nach Berlin . Spä-teres haben wir nichts von ihm vernommen. Meu-sel II. der ihn um 2788. noch unter die Lebendenzählt.
Krüger.
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Kopf des Cicero, nach P. Batloni's Zeichnung fürdie: ^ntiguitäs äs bsnssouci Ferner zweyallegorische Blätter, das eine nach Rode, dasandre nach einem Basrelief von Trippel; einenamhafte Anzahl Bildnisse vor der LrünizischenEncyklopedie XXIII—XI>l. Bd. und zu der Aller.D- Br'bi. 1 . und dann wieder XXX—I.XII. Bd.spars. die sich bey Meusel l. und II. spezifizjrtbefinden; endlich verschiedene Blätter zur Geiler-fchen Bibel und zu Schröckhs Allg. Weirgesch.nach Nhode» zu Ekels Ulan et Vues rill CKLteauetc. cle Heinsberg (gut), und zum zweyten Theildes Basedowschen Elementarwerks, welche hin-gegen, eben so wie diejenige zu Goerhe's Schrif-ten, nicht zum Beßren gelungen waren. Dieserarbeitsame Mann starb zu Berlin 2791. Oons.Meusels Mus. III. 33—37. XV. 274.
Lrüger, (JohannFriedrich August), obigenJoh. Christ. Sigmund« Sohn, Zeichner undKupferstecher zu Berlin , geb. daselbst 2 754. arbeitetedort wenigstens um 2772. und wieder um 1788.Späterhin ist uns nichts von ihm bekannt. Vonihm waren um diese Zeit die Zeichnungen zu BlocksNaturgeschichte der Fische, Jablonski's Geschichteder Insekten, Martini'« Geschichte der Naturund Geschichte der Konchylicn, u. a. ähnlichenWerken. Dann illuminirte er mehrere Tafeln zumdeutschen Büffon, zu Schmukers Wahrnehmun-gen u. s. f- rslicolai und Ma.
— — (Johann Wilhelm Georg'), Emailmalerzu Berlin , geb. zu London 2728. kam 2782 ausFrankreich näch Berlin , wo er wahrscheinlich um2788 noch lebte. Meusel II. Späteres ist uns«ichts von ihm bekannt.
*-auch R rüg und Lrüger, (Lucas oder
Ludwig). Derselbe wird irgendwo (ob nicht durchVermischung mit feinem Bruder, Haus Lrug demjungem?) auch unter die Medailleurs gezahlt.Wahrscheinlicher ist, was Gandettini sagt, daßderselbe besonders schön auf Goldschmiedarbeit,theils geätzt, theils gestochen habe. Zu Nürnberg Anfangs des XVI. Jahrhunderts geb. hat er das-selbe bis an seinen früh erfolgten Tod niemals ver-lassen In Rücksicht des Zeitalters bewundert manan diesem Künstler die gute Anordnung seiner (destoschlechter drappirten) Figuren, und seinen schönenGrabstichel. Seine, nicht zahlreichen, Blatter sindvon größter Seltenheit. Einige der vorzüglichstenführt Rost l- r 44 - Eine (besonders ichöne)Anbetung der Könige, und eine Anbetung derHirten, beyde von 2626. datiri; eine H, Familie;ein Ecce Homo; der Evangelist Johannes , demdie H. Jungfrau in den Wolken erscheint, indeßder Teufel ihm — das Ointcnfaß umstoßt (eiuschönes, seltenes Blatt); endlich zwey nackendeweibliche Figuren mit verschlungenen Armen, dieeine mit einem Todtenkopf, auf dem eine Sanduhrsteht; allerley Goldschmiedszierathen,», s. f. dasman aber meistens bloß aufgestochen findet. Oonl.und ttr-anäeL.
— (Johann Conrad), Maler und Ku-pferstecher. Um 2753. gieng er nach Dresden , undstudirte in der dortigen Galerie unter Dietrich undHukin bis 2786. Nachdem er sich von dieser Zeitan mehrenthcils mit Bildnißmalen in Polen undSchwedisch «Pommern , und besonders in seinerVaterstadt beschäftigt hatte, gieng er nach Berlin ,wo er 2760. (nach andern 2768.) als Professor derZeichenkunst bey der dortigen Königl. Akademieangestellt wurde. Als Maler kennt man von ihm,wie gesagt, vornämlich Bildnisse, in Oel undPastell, welche sich durch gute Darstellung »ndfeines Colorit empfahlen. Als Kupferstecher:Blätter in Menge. So z. B- eine Sammlungnach Zeichnungen alter dortreflicher Meister ausder Königl. Bibliothek zu Berlin (2770—73. zumTheil gemeinschaftlich mit Laurenz), wovon einVerzeichniß meines sei Vaters an die 20 namentlichanfuhrt, die wir aber selbst nicht kennen, undnirgends beurtheilt finden; dann einen antiken
— — (Samuel). So heißt irgendwo, ganzohne Weiteres, ein Kupferstecher und Lehrer derZeichenkunst (?).
— — (Theodor), geb. um 2^76. und gest. zuRom um 26Z0. .Er arbeitete immer in Italien ,und suchte sich in seiner Kunst ganz nach Fr. Villa-mena zu bilden. Seinen Grabstichel behandelte ereben so leicht als dieser; nur bisweilen mit mehrKraft als Geschmack. Auch scheint es, daß erkeinen ganz richtigen Begrif von der Harmonie derSchatten und Lichter gehablhabe Zu seinenbeßtenArbeiten gehören: Das Leben und Tod Johanndes Täufers, nach einer Folge von Gemälden desA. del Sarto, im Vorsaaie des Klosters del Scalsazu Florenz , 24. große Bl. (nur zwey nach Fr.Bigio) welche alle bey N)inkler v. 6«! 8srtc>genau verzeichnet sind. Don einem derselben nachBigio (wo der kleine Johannes und der kleineChrist in der Wüste sich umarmen) bemerkt Rost I
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