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sZ 4 - es sey schon vor seiner Reis« nach Italien verfertigt, und mit Dietrich Rruger 161Z. be-zeichnet. Ein andres großes seltenes Blatt vonihm ist: Das Abendmahl, ebenfalls nach delSarto; und nach Ebendemselben nennt winkler1 . c. von unserm Rrüger: Die vier Kardinal-tugenden: Glauben, Hofnung, Gerechtigkeit undLiebe. Ferner nach Lanfranco: Den Prinz aufdem Richterstuhl. Lonf.
* Rrüger, (Theodor), der jüngere, schwer-lich (wie Rost 1.2Z4. vermuthen will) des ObigenSohn. Von seinem eigentlichen Geburtsland undübrigen Lebensumständen ist durchaus nichts be-kannt. Gestochen kennt man von ihm, neben denArbeiten, welche er um 1710. gemeinschaftlich mitMogalli, Lorenzini und Picchianti für die Groß-herzogliche Galerie zu Floren; gefertigt hatte: DieBildnisse eines Edelmanns und einer Dame, nachP. Bordone (ebenfalls aus gedachter Galerie);Ludwigs Adimari, nach Dandini; der Frau desGiorgione, nach ihm; eine» St. Franz de Paula,betend; und endlich eine liegende Venus, ohneNamen des Malers.
Welcher von den beyden Th. Rrüger dann eineThesis mit demWappen des Hauses Buoncompagni,nach Pomerancio — einen todten Christ nach Weyer(Gabriel oder Johann?) — ferner nach Andr.d'Ancona und dem Cav. Borghese gestochen habe,ist uns unbekannt.
— — ( ), heißt in Meusels M"s-
(III. Z7.) des obigen Joh. Eonrads Sohn, undSchüler der Königl. Hofkupferstich-Offizin. Um1788. kannte man von ihm: l'^mour care88L undl'^mour rszettö nach Cipriani, und einen Amornach Raphael, alle in punktirter Manier. Neuereshaben wir nichts von ihm vernommen.
Rrügner, (Johann Gottfried ), ein Kupfer-stecher zu Leipzig , von welchem ein Verzeichnißmeines sel. Vaters ein 2». Bildnisse minder be-rühmter Männer (meist Aerzte, Rechtsgclehrteu. s. f.), nach S. Blaetner, D. Hoyer, Lindner,Schumacher, dann auch ohne Namen des Malers(eines des Malers S. Bottschild , nach Blaettner,von 1706. datirl), und endlich Landschaften nachC. du Bois anführt.
* Rrürer, ( ), der Maler von Münster ,
starb vor 1769. Er hinterließ eine starke Samm-lung von Kupferstichen. Heinecke hsachr. II. 87.
* Rrug, (Lucas oder Ludwig). S. obenRrüger.
RruU, (Christian Friedrich), Bildhauer undEtahlschneidcr (um 1780. Herzogl. Münzkommissarund Medailleur zu Braunschweig ), geb. zu Hetzenoder Heßem im Fürstenthum Wolfenbüttel 1748.lernte meistens für sich - durch eignes Studium undNachdenken. Er sollte studiren; aber die zeich-nenden Künste gierigen ihm über Alles. Von ihmkennt man: Ein sehr ähnliches Büste Lessings ausThon(anderwerts heißt es, auch eine Schaumünzeauf denselben); sicher eine solche auf den HerzogLeopold von Braunschweig. Dann die Stempelzu Braunschweigischen Gold - und Silbermünzen.Dieser geschickte Künstler starb, noch in der Blütheseiner Jahre, 1787. Teufel II. Conk. sein Lebenvon seinem Freunde, dem Konrektor Heusingerzu Wolfenbüttel , im Braunschrv. Magaz. 1788.St. XI.VII. und XI.V 1 I 1 .
Rrummer, (Johann), s. Ehr. Steinmüller,s. Schüler in den gegenwärtigen Zusätzen.
Rubinsky, (Carl von), ein junger Zeichnerund Maler aus Preussisch «Pommern , der aus sichselbst seine Kunst auf einen ziemlich hohen Gradgebracht hatte. Derselbe arbeitete um 1792. inZürich für Lavatern; alsdann gieng er als Cabinets-maler in Dienste der Grafen von Stollberg . OhneZweifel ist er der nämliche, der in Meufels jJ.Mus. 266. Schüler von Casanova heißt, und von
Küchelgen.
welchem sich auf der Dresdner -Kunstausstellungvon 179,. eine H. Familie von eigener Erfindung,in Sepia getuscht, befand, die dort beurtheiltwurde, wie folgt: „Die Verbindung der Figurenwar gut; doch fanden sich verschiedene Linien zuoft wiederholt. Vorzüglich gefiel die wohl gelegteund vermuthlich nach der Natur ausgeführte Drap-perie. An der Zeichnung wurde einiges (daßzumal an ein Paar Figuren zu viel Anatomie ange-geben sey) ausgesetzt. Immerhin machte das Bildwegen der guten Zusammenarbeitung ein ange-nehmes Ganzes, und man sah, daß der Künstlersich all« Mühe gab, in einem guten Styl zu com-poniren". Neueres haben wir nichts von ihmvernommen.
Ruchersky, ( ). So heißt irgendwo,
ohne Weiteres, ein Künstler, nach welchem Clau-dius Baron gestochen hat.
Rüchelgen oder Rügekgen, (Carlvon),Maler, ein Deutscher von Geburt, dessen Jugend-geschichte uns gänzlich unbekannt ist. Derselbekam, wie es scheint, schon zu Pauls I. Zeiten inRussisch -Kaiserliche Dienste. Von ihm sieht mauim Schlosse zu St. Petersburg ein historirtes Bildder Familie des erwähnten Monarchen, welchesalle Mitglieder derselben außerordentlich kenntlichdarstellen, und überhaupt von großer Schönheitseyn soll. Seume : Mein Sommer i8c>Z.S. 112. In 1804. unternahm er mit dem Colle-gienrath Röhler eine Reise nach derKrimm, letztrerin naturhistorischer, Rüchelgen in Kunstrücksicht.Bald darauf kehrte er nach Deutschland zurück.(Meusels Arch. II. 108.) In 1805. ward ervon der K. Akademie der bildenden Künste undmechanischen Wissenschaften in Berlin zu ihremauswärtigen ordentlichen Mitglied angenommen,und trug damals den Titel eines Russisch-Kaiser-lichen Landschafts- und Cabinetmalers. Nachseiner Zeichnung hat Nettling (1804.) das BildnißKaiser Alexander I. gestochen.
— — (Gerhard von), Earls Bruder, Ge-schichtsmalex. Auch von seiner Herkunft undfrühern Lebensgeschjchte ist uns nichts bekannt.Zugleich mit seinem Bruder erhielt er i 8 o 5 . dasDiplom eines Mitglieds der Akademie zu Berlin .Auf der Kunstausstellung zu Dresden von 180b.wo sich dieser Künstler eben befand, sah man vonihm ein historisches Oelgemälde: Apoll, der dentodten Hyacinth von der Erde aufhebt, welches vonden Kennern als die Perle des Salons von gedach-tem Jahr betrachtet wurde. Von diesem Bilde hießes in der Jenaischen A- E- 3 - 1806. Int. Bl.
Z 5 . „Daß der Künstler dadurch seüien Berufzu der höhern Gattung hinlänglich beurkundet habe:Wenn sich schon hier die Schönheit des Apollsnicht in ihrem ganzen Glänze mit der Wahrheit derForm vereinigen will (?), und auch die Faltungder rothen Drapperie vielleicht dem französischen Geschmack allzu nahe steht". Und im Meu fal-schen Archive II. 1. 97. „Dieses Bild zeichnetsich durch correcte Zeichnung und meisterhafte Nach-ahmung der antiken Gruppe des Patroklus sehrVortheilhaft aus. Es ist, was den guten Stylbetrift, vollkommen eines Hartmanns in Stuttgart würdig, und ersetzt durch diese Vorzüge Alles,was man vielleicht an dem widernatürlichen Coloritauszusetzen haben möchte". (Ueberdieses Bild end-lich erhob sich erst kürzlich (1807.) ein — brodloserRangstreit mit einem andern von Pochmann, ineinem: Sendschreiben über das pochmannischeGemälde.- Diana und Endymion, und dessenzarre Beurtheilung in der Abendzeitung. 8°.Dresden ). Aehnliches Lob erhält im Tübingi-schen M. Bl. S. 4 «i. und 421 sein verwundeterAdonis auf dem Dresdner,Salon von 1807. einBild das dort „ unbeschreiblich liebreizend erfundenund ausgeführt" gencnnt wird; und eben so etlicheseiner Bildnisse cFernow's, Eenme's, u. s. f.),welche (l. c.) „bestimmt, hervortretend, für jedeIndividualität äusserst, sprechend und charaües