-70g Lindiier.
Llndner (F. P.). So heisst irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, von welchem man(i/i j.) eine große Darstellung der Stadt Regens-bürg kannte.
— — (J-). Und so ein Maler, nach welchemI. G. Krügner das Bildniß des Arztes C. E. Leh-man«, und C. Nomstedt ein Blatt zu Ehren des Cano-nicus G. Schoebels zu Magdeburg gestochen habe.
Lind nie; (I.). So heisst irgendwo, ohneWeiteres, ein Maler, nach welchem Ph. Kiliandas Bildniß des Arztes Ph . I. Sachs gestochenhabe.
Lindftadr (Johann und Johann Georg).And so zwey Modellschneider von Nürnberg um1675. die uns aber lediglich durch ihre eigenenBildnisse bekannt sind.
Lineberger od. Liungb e rger(Gustav),«in schwedischer Medailleur, studirte um 1762. zuParis . Nach seiner Zurüttkunft gen Stockholm ward er Professor der dastgen Künstler-Akademieund Ritter vom Wasa-Orden. In 1780. erhielt erdie Stelle des kurz vorher verstorbenen DanielFoehrmann. Endlich war er auch Mitglied derAkademien zu Florenz , Bologna , Wien und Ko penhagen . Nach ihm hat Nilson die Schaumünzedes damaligen Erbprinzen Gustavs gestochen.
Lingee (Carl Ludwig), Stecher mit der Nadelund dem Grabstichel, geb. zu Paris i/ 5 i. Vonihm kennt man, nebst mehrer» Blättern für dieKabinett le Brun und Choiseul , von einzelnen,nach Cochin: lo paln des und I« paiu
Ues kjomm««: nach Freudenbcrger: Das Bildnißder Schauspielerin Rauconrk, als Monime (dieBeywerke nach Monnek dem Jungen), und Einigesin das Werk der lUoeurs er Loukumeü cln XVlll.8iöcle; nach van der Necr einen Violinisten; nachI. Pujos die Bildnisse des (1807. verstorbnen)Polizeylicut. le Noir und der Marquise de Villctte.Rost Vtll. ZZZ. und ss/5c. Ob es noch derselbe,oder ein Andrer sey , der im -LImanacK lles izesux-Brt8 von 180Z. unter den damals zu Paris lebendenKupferstechern in pnnklirter und Erayonmaniererscheint, von welchem gestochen, und von Gode-froy beendigt, dort ein Bildniß des Ersten Cvnsulsnach Jsabey angeführt wird, und der vollends innoch neuern Tagen Blatter für Miry's Geschichteder Nöm Republik geliefert hak, ist uns beydesunbekannt. Doch zweifeln wir eher daran.
— — (Tberese Eleonore), s. Hemery.
— — (Madame). So nennt der kurz vor-erwähnte Almanach ebenfalls eine um i8oä zuParis lebende Kupferstechern!, die dort von ob-siehnder Therese Eleonore, geb. Hemery, aus-drücklich unterscheiden wird, und aber wohl mitder seiner Zeit angeführten Madame le /evre EinePerson ist, die nämlich einen (?) der Künstler diesesNamens geheyrathct hatte.
* Lingelbach (Johann). Schon in seinemFünfzehnten reiste er nach Holland , wo bereitsbald jedermann Bilder von diesem jungen Kunst-genie haben wollte. Um ikju. kam er nach Frank reich , und alsdann nach Rom . Einige zählen ihnunter die Nachahmer Wouwermanns. Die Schriftwiirkelmam» n s Jahrh S. 188. nennt seinenPinsel leicht und geistreich, das Colorit kräftig undangenehm; wareler seine Lüste vavoreux undätherisch, seine Touche fein, und seine Färbungebenfalls von gutem Ton. Hüsgen N- A> 197.rühmt auch seinen treflichen Personalcharakttr, undgiebt dann eine gute Litteratur desjenigen, wassich von seinen Werken in deutschen und russischen Galerien findet. Hiernächst widerlegt er dendeutschen d'Argensvilke, der keine Zeichnungenvon ihm kennen will, und führt dergleichen an,die noch 1777. >" Amsterdam mit 5 ou fl. bezahltwurden. Daß er selbst einige Landschaften undSeestücke in Kupfer geätzt haben soll, ist bekannt.
Linschootcn.
Spezificirt aber finden wir solche nirgends; undeben auch Hüsgen rüget, daß ihm das 63 o.in Hubers Katalog (?>, ein elendes Blatt ver-kauft wurde, welches fälschlich seinen Namen trage.Und merkwürdig genug ist, dass Huber seither imwinklerschen Auctionsverzeichniffc selbst sagt: II
stoit avoir ^ravö ü l'euu-iorto, muis je nsconnolij rle» lle lui <jar>8 ee ^enre. Gestochenhingegen nach ihm werden eben in diesem letzrcrnKatalog angeführt: Zwölf schöne Marinen vonGroeesvelt und viere von Zylvclc; dann le Ueposlies ?auckeur8 von Heudelot, und le Vova^enrraLraichi (wie gemüthlich!) von le Vasseur.Ferner in Schwarzkunst geschabt: Die Boutiqueeines Dorfwuudarzts, der seine Patienten mitgrosser Sorgfalt zu behandeln scheint, von I.Bekett, und zwey andre holländische Vauernscenen,ohne Namen.
Lingemann (J.G.). So hieß ein deutscherkandkartenzeichner um 1806. Geffenrl. ^lachr.
Lingke, s. Linke.
Lingre (I.). So heisst irgendwo, ohneWeiteres, ein Künstler, nach welchem P. Dreveteine H. Familie gestochen habe.
Linke (Johann August), geb. zu Zitkau 176g.lernte zuerst bey feinem (uns unbekannten) Vater,dann seit 178h. zu Dresden bey Schenau, undmalte Bildnisse und Conversationsstücke in Del undPastell. Bester S. i 55 . Nachher studirte er beydem Hofbaumcister Hölzer Perspektive und Bau-kunst, und ward in 1794. bey der Akademie alsUnttrlehrer der Handzeichnung in der Architekturangestellt. Auf der Dresdner -Kunstausstellungdesselben Jahrs sah man von ihm zwey Bildnisse inDel: Ein Kind mit einem Hund, und eine Fraumit zwey Kindern; das erste sehr mittelmäßig; daszweyte unter aller Kritik. MeuseI iJ. Mus. 267.In Ebendesselben ssl. D Rünstlerlex. (1808.)erscheint er noch, mit dem Titel: Lehrer der freyenHandzeichnung an der Akademie der Künste zuDresden , unter den Lebenden, und werden dortweiter von ihm angeführt: In Del eine Magdalcna;Spaldings Bildniß, nach Graf; der Heiland amOelberg, und Bakhseba, letzkres nach einem Ori-ginalgemald in der Dresdner-Galerie (beyde stehenin der Bibliothek seiner Gebnrtestadt), und endlich— eine Verklarung Christi. Auch Landschaften inSepia.
* Lino (Simon Felix deX Von ihm geätztkennt man: Das der Familie Chigi zugehörigeschöne Landhaus de Ccntinale im Sicncstschcn (2.Bl ); dann nach ihm von V Mariolti: stejoulü-8snce8 pour le retsl>li88ement ste la 8aiite clsHoui8 Xl V. en 1887. 6a»cke//mi und 7 I^c.
* Linor (Madm.). Nach ihr hat Romanetdas Bildniß von A. Court de Gebclin gestochen.
Linquener (Johann). So heisst irgendwo,ohne Weiteres, ein Maler, nach welchem I. Bon-langcr das Bildniß des ArzteS A. Falconer gestochenhat.
Linsac (Claudius Dominicus), Zeichner undStecher mit der Nadel und in punktirter Manier,geb. zu Toulouse 174g. Derselbe kam jung nachParis , und arbeitete lange bey Auguste, dem ge-schickten Goldschmiede des Königes. Späterhinfieng er an, verschiedene kleine Bildnisse sowohl,als Vasen und andre Goldschmiedsarbciten vonseiner Erfindung, meistens in punktirter Manierzu stechen, die mit vielem Gcichmack und Nettigkeitausgeführt sind. So z. B. die Bildnisse des ArztesP. Camper, nach Pujos, und des Prinzen Fried.Heinr. Ludw. von Preussen, nach seiner eigenenZeichnung. Rost Vlkl. 025—26.
* Linschooren (Adrian van). Nach ihmhat N. Verkoste einen St. Peter und einen St.Paul gestochen.