Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
709
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Liiischo oten.

Lln schoote» (H. N.). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Kupferstecher, von welchemman ein Heft Kleidungen der Indianer, Mohrenund andrer barbarischen Voller kenne.

* Ll'nt tHeinrich F. van), geb. zu Amsterdam .Von ihm selbst schön geätzt kennt man den Tempelder Sibylle zu Tivoli , mit: //. Er H»t alias.strich» signirt. //chrL/cr.

oder Lin tb (»Peter van). Man glaubt,daß er auch zu Antwerpen gestorben sey. Nachihm hat L. Dalliu: Virtutis et Vitii lucts, dieErfindung und Erhöhung des Kreuzes, und eine

H. Familie, wo ein Engel dem Kinde das Kreuzreicht, P. von Jode aber des Künstlers eigenesBildniß gestochen. M»ä/er.

Linrelo (Andreas), Königlicher Hofmaler zuBerlin um 1707. nach welchem I. D- Loren; einDevotionsstück gestochen hat. LJicolai'. M§c.

Lion (Peter), ein Maler, nach welchem J.G.Wille das Bildniß von N. R. Bcrricr gestochen,und I. Watson dasjenige der beyden SchwesternCarpenters schon in Schwarzkunst geschabt hat.öra»ärs und /I/sc.

Llo >iard (I. V.). Von einem uns übrigensganz unbekannten Kupferstecher findet sich, nach

I. B. le Prince's Zeichnung (1760.) ein Blatt: les

Polices ll'Lte. ,

Ll'onardi ( ). So heißt irgendwo, ohne

Weiteres, ein Künstler, nach welchem G. G. Winklerdie drey schönen Lugenden des Glaubens, derHofnung und der Liebe gestochen hat.

* Li'one (Andreas und Onophrius di). InAndreas Schlachtenstücken bemerkt man eine mühe-same Nachahmung seines Meisters Falcone. /-a«LiI. 6Z2.

* Lkoner, s. Lyoner.

* Llonk oder Leon: (Ludwig). Nach ihmhat, neben Andern, Q. Boel Adam und Eva,und I. Troyen eine Judith gestochen.

* -- (Octav), Ludervigs, dessen imLep. unter des Vaters Namen gedacht wird, Sohnund Schüler, geb. zu Rom , und dort padovaninogenannt. Seine gemalten kleinern Bildnisse warenbesonders schön; und eben so seine in punktirter Ma-nier geatzten (Haare und Gewänder mit der kaltenNadel vollendeten) von einer ganz andern Kraft, alsalles Neuere dieser Art; so vorzüglich, daß Fauste»Amidei durch ihre» allgemein bewunderten Werthbewogen wurde, zu deujenigeu von i i. Künstlern,erst hundert Jahre nachher Biographien zu schrei-ben, welche in 17Z1. in Druck erschienen. Allesind gut gezeichnet, und sollen von besondererAehnlichkeit seyn. Roftlll. Z078. u./Mc. Diesergeschickte Mann besaß übcrdas die Kunst, Bild--nisse, ebenfalls von höchster Kenntlichkeit in Wachsz» bossiren, und Schaumünzen in allerley Metallezugießen, deren einige, nach Antiken, von diesenkaum zu unterscheiden waren. Die genaueste Litte-ratur seiner Blätter giebt Gandellinl. Dieselbensind mit: ^egues Octaurr«s /.eorms, liomrmuskietor signirt. Die darauf verwandte mühesameArbeit, deren er sonst eben nicht gewohnt war, zogihm seinen frühzeitigen Tod zu; er wurde inMadonna del Popolo ehrenvoll begraben.

* Liorard (Johann Michel), geb. zu Genf

1702 und auch daselbst gestorben. Nach Venedig gicng er 17ZZ. Die beyden Werke, welche er dortmit großem Verstand, Fleiß und Gcnauhcit geatzt,und mit dem Grabstichel vollendet hatte, fuhrenzum Titel: (,'ar/. Klounckrnmau»

und: Opus ä'eb. Krccr absolutissimum. hol.Venet. beyde 1743. JmDetail verzeichnet,finde»sich solche bey dem unterrichteten Gandellin!, undtreflich beschrieben bey Füßli kl. 290-97. und k lt.16772. der jedoch nach Ricci nur 6. Blatter zahlt.Von einzelnen dann kennt man von ihm: klar-

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okiunck <ke Orömo und Oliäteau sie Oarkes, nachF. Boucher; Oalli Comoelli, und: domnus peri-cnlosus, nach Watteau , u. s. f. In Paris ar-beitete er als Kupferstecher ander: Orancle Oaterie<w Vorsuillos (l'nris 702). Dort hakte er auchsehr schöne Zeichnungen verfertigt; neben Andern;:Das Bildniß der Konigin , nach Tocque, welchesDaullö gestochen hat, und neune nach le Eueur'sGemälden bey den Barfüßern, welche in den Besitzdes Herzogs von Richmond kamen. Auch dieseletztem wollte er in Kupfer bringen, wurde aberdaran durch den Tod verhindert. Rost lk. 8788.Füßli Ikl. 16071. Aasn» h)ci. soo. u. ^ 7 sc. Inden Leuischen Zus . (1788.) ist sein Tod noch nichtangezeigt.

* Liorard (Johann Stephan). Auch seinTodesjahr ist in den Leuischen Zusätzen (1788 )noch nicht angezeigt. In Miniatur und Emailmalte er in ungewöhnlicher Größe; aber Pastellblieb immer sein Lieblingsfach.Ich kenne keinenMaler" (heißt es bey Füßli III. 168 69.),derdie Natur so getreulich liefert, aber sie zugleichweniger verschönert, als Liorard. Er scheintscharf zu sehen, aber desto schwacher zu empfinden;und ich glaube, daß das Bildiiißmalen der einzigeKunstzweig sey, worinn er einer der größtenMeister seines Zeitalters werden konnte, wennman anders nicht annehmen will, daß er durchFleiß und Studien diejenigen Gaben erlangt hatte,welche ihm die Natur sparsamer als andern ertheilthat. Seine Zeichnung ist äußerst richtig, weil erauf ihr Studium, wie alle ächten Künstler, diemeiste Zeit verwendet hat. Daher sind seine Bilderzum Erstaunen kenntlich, und zum Erstaunen wahrund stark sein Colorit, in dessen Geheimnissen ereingeweiht ist. Aber, da ihm ein höherer Gradvon Einbildungskraft abgeht, so besitzt er jenesäußerst seltene Talent des Bildnißmalers wenig,vermittelst dessen, der Künstler verschiedene Un-vollkommenheiten seines Urbildes, der wesentlichenWahrheit unbeschadet, zu verhehlen weiß." Donihm selbst geatzt kennt man sein eigenes Bildniß,eines von Kaiser Joseph II. und ein drittes desPvlizeylicutenants R. Herault. Dann: EineDamevon Pera nimmt Besuch an, und: Eine Dame vdnGalata (in der That aber die Bildnisse der Kai-serin Maria Theresia , und der ErzherzoginnenMaria Ehristina und Maria), die Köpfe von ihm,die Figuren von I. Camerata gestochen. Endlichnach Watteau : les Kntretiens amoureux» laLonversanon srain^oiss, los Oomeciiens fran-hois und le 8ammei> üan^ereux (welche beydeketzlre oben auch seinem Bruder zugeschriebenwerden?), und ls Oliat malscle (ein besondersgeistreiches Blatt). Hinwieder haben nach ihmBildnisse gestochen und geschabt, z. B. ArdellGarricks; Balechon Voltaire's; Dupam dasschon genannte R- Herautts; Gaillard des Arz-tes Tronchin; Littrer des Dichters Favart;Marcenay des Marechalls von Sacvsen; PetitLudwig XV. des Herzogs von Ehartres, undFranz I. I. L- Remsberger des Moequ.en-Großtresoriers Sadig Aga, des Zwerges desGroßherrn, einer Türkin, und einer RömischenBaurin alles bemerkenswerthe Blätter, von L.nach der Natur gezeichnet; Hchinuzer ebenfallsFranz l. vispre endlich das der Kön. Franz.Prinzessin A. M. Henrierre Liorard schrieb:Iraitö sur I'srt <Ie ia poiiitnrs ot I» wanierscle la jugsr. /^ 7 »k/cr. Lranstrs. u. a.

Liortier (Elisabeth Carolina , Kupferstecher nin Erayonmauier, geb. zu Paris 176Z. lernte beyihrem Gtief- oder Schwiegeivaker, dem BildhauerCauvet. Von ihr kennt nun v rschiedcne mit Ge-schmack gestochene Blätter von Arabesken und an-dern Verzierungen, welche einen he l des vondiesem berühmten Künstler bekannten Wecks aus-machen ; dann andre nach Eibelin u. s. f. Lnsa.-rLll. sec. u. Tk^sc.

* Lipari (Onophrius). So heißt bey Lau?«