Band 
Zweyter Theil [2].
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720
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>;2o Loisel.

Akademie um 1779. nennt eine Handschrift meinessei Vaters.

Loisel, s. Loysel.

Loiso n ( ), ein französischer Jesuite, baute

von 17111719. das prächtige Schloß Pommcrs-seiden. S. Kleiner hat 20. Prospekte und Grund-risse davon gezeichnet, und I. G. Pinz solche inKupfer gestochen. Mcolai Reisen I. 162.

( ). Eben so wird im -Vlmsnack

äes kesux ^rts von 1802. ohne Weiteres, eindamals za Paris lebender Baumeister genannt. EinAufriß seines eigenen 1801. erbauten Hauses befin-det sich im X. Hefte von Lrafk's Plans, coupesst Lievarions.

Loisy (Claudius Joseph de), ein Kupferstechervon derselben Familie, wie die nachfolgenden diesesGeschlechts, geb. zu Besan^on um i6jo. Mankennt ihn einzig aus mehren« kleinen Blattern zueinem in 1672. dort gedruckten Duodez-Brevier,und dann aus einigen Bildnissen, welche besser alsjene gestochen sind; wie besonders diejenigen desParlaments-Präsidenten zu Besc»,<;on Cl. Ambr.Philippe's, und eines geharnischten Militairs inPerruque a la Louis XI V. (dieses mit 1680 datirt),beyde ohne Namen des Malers. Ma/beste.

(Johann von), eines ungenanntenGoldschmieds und Kupferstechers Sohn, geb. zuBesannen um 1602. Von seinem Vater lernte erdie Grundsätze seiner Kunst, aber nicht weder dessenGenie, noch seine Liebe zur Arbeit; sein Grabstichelwar zwar sanft und weich genug, aber die Compo-sition dafür geschmacklos. Von ihm kennt manz. B-die 54 Blätter;« einem Werke: Portraits üe8. 8. Vertus lle la Vierte, contemplöes p. feue

^ 8. 8. KI. Isab. Cl. Luzerne. Iniants cl'ks-

paßne, üressees par Kerrie»' cls Vesaul.Oocteur ös «Iroits» et Lieutenant-Oönöralau sieße ü'Ornans. 4^ 655 . che 2 /Är , und neuherausgegeben von Joh. Eouche von Besan^on,unterm Titel: Ces attributs sie la 8ts Vierße.4°. 668 . welche wenigstens beweisen, daß er's mitmehr Studien besser hätte machen können. d-a/ünte.Noch kennt derselbe von ihm etliche einzelne Blätter,wie ;. B. eine Krönung der H. Jungfrau, eineMadonna mit dem Kinde, Büchertitel, Wappenu. s. f. und führt seine Zeichen an.

(Peter von), der Alte, Kupferstecher,

ohne Zweifel ebenfalls von Besannen. Von ihmkennt inan ein mit 1614. datirtes Blatt von derSchwarzen Pforte in des Abbe Chifflrrs: Ve-suotio. Ob ei» anderwerls angeführtes,

mit p. so. i 658 . bezeichnetes Bildniß dieses Chiffletsseine oder des nachfolgenden Peters des JungenArbeit und ob er dann etwa des Obigen Vatersey, ist uns unbekannt. An letzterm zweifeln wir,da bey Malbefte dessen keine Erwähnung geschieht.

der Junge, Goldschmiedund Kupferstecher, Sohn oder Neffe von Johann,geb. zu Besannen um 16Z0. Derselbe war zugleichMünzgravirer seiner Vaterstadt, und erhielt- 658 .das Privilegium, dort Schaumünzen zu verkaufen.Bey unermüdlicher Arbeit lernte er, den Grabstichelmit großer Leichtigkeit führen. Dieses sieht manz. B. aus seinen Bildnissen: Des Kaiser Leopolds,in dem Werke: per-an^on coutenzoie; PhilippsIV und Carls II. von Spanien , u. s. f. Letztresrnit einer Allegorie, aus welcher erhellet, daß esihm auch in dieser Gattung gelingen konnte, hatt'ihn nicht Armuth genöthigt, sich guten Theils mitWappenstechen u. dgl. für große Herren zu be-schäftigen. Bey dem gelehrten verein d'Audeupwar er sehr beliebt, und lieferte für ihn die Blätterzu dem Werke: Ltat cle l'illustrs Confrerie üe8t. (leorßeen ls krauche kourßoßne (kesan^on665 .) Noch kennt man von ihm, von Einzelnem:Zwey kleine artige Andachtsbilder: St Jgnaz undSt Veronica; ferner eine H. Familie nacy Rubens(Copie nach Pontius-, sehr zart, und mit graziösem

Lomazzo.

Ausdruck gearbeitet, was wirklich bedauern macht,daß er sich nicht mehr auf das Geschichtliche legte.»Allein" (sagt Malbeste, und erzählt damit dieFabel so vieler Wackern)ohne Ehrgeiz, Glückund Ruhm wenig achtend, kam er nie ausser dieMauern seiner Vaterstadt, wo damals die Künsteeben wenig geschätzt wurden." Dann nennt ernoch von ihm ein Emblemen-Buch von i« 5 . Blät-tern, andre nach Chardens, Paris , n. s. f. undführt endlich seine Zeichen an.

Lokar, s. den Art. Angel.

Loke, s. Locke.

* Lolr oder Lolli (Loren;), Maler undKupferätzer, geb. zu Bologna um 1612. (a. 6. ge-nauer 1687 und 1297.). Als Maler (heißt es beyRost III. 55 i.) componirte er einige Bilder, welchewenigstens Kennzeichen der Schule von Guido undGirant haben, bey welchen er studirte. Seineleicht und geistreich geätzten Blätter dann warentheils nach seiner eignen Zeichnung, meistens abernach seinen besagten Lehrern. Barrsch in seinemKatalog von Guido u. s.f. führt derselben 27. RostI. c. Z 5 i 55 . und Malbeste die vorzüglichstenan, zu welchen namentlich die, zugleich seltene,Himmelfahrt Mariä nach Sirani gehört; dann eineFlucht nach Egypten, nach Guido, die im Königl.Französ. Kabinette stand, und welche nachwertsauch Poiü» vvrtreflich gestochen hat. Eines dieserBlatter (Amor zerbricht seinen Bogen über demKnie^ ohne Namen (wie mehrere) ist von 1640.datirt. Gandellini dann setzt seine Blüthezeitvollends noch in i 65 o. Seine Monogrammate s.bey allen erwähnten Schriftstellern.

Lolmo (Johann Paul), ein Maler von Ber­ gamo , blühete um i 585 Seine äusserst vollen-deten Gemälde wurden sehr gelobt. So z. D seinSt Rochus und Sebastian in Maria maggiore zuVenedig von 1687. datirt; vielleicht sein letztes.Aus demselben erhellet, daß er sich in der Zeichnungnoch an die Quakrocenlisten hielt, nach Eubtiliräte»haschte, und von dem neuern Styl wenig an sichnahm. II. 18990.

Lomax ( ). So heißt irgendwo, ohn-

Weiteres, ein Kupferstecher, der nach Pine ge-arbeitet habe.

* L 0 maz? 0 (Johann Paul), geb. zu Mailand .Nachdem er die Anfangsgründe der Kunst beyGau-denzio Ferrari erlernt hatte. kam er in die Schuledes Cerva. Da er mit einer unglaubliche» Leiden-schaft die Malerey studirte. so sammelte er aufseiner Reise nach Rom über 4 »oo. Gemälde dergrößte» Meister (? , allein in der Absicht um sichimmer mehr in einer Kunst zu unterrichten, vonwelcher er die Theorie auf das genaueste ergründethatte. Er malte daher nach den strengsten Regeln,und alle seine Werke tragen das Gepräge einer weitumfassenden Gelehrsamkeit an der Stirne SeineZeichnung ist dreist, sein Colorit lieblich, und seineStellungen meisterhaft und voll Grazie. So urtheiltFiorillo II. 42224. von unserm Künstler. SeinVorzüglichstes ist iu Mailand , wovon eben dieserSchriftsteller sieben Bilder anführt, und unter den-selben das im Lex bemerkte Crucifix ; dann dasRefektorium von St. Augustin zu Piacenza (1667.)u. s. f. Seine erste Manier (heißt es übrigens beyLanzi II. 422) war schwach. In einer zweytenerkennt man den Meister, der mehr und minderglücklich die Lehren befolgt, welche er selbst inseinen bekannten Schriften gegeben, und zumal der-jenigen : Ohne Nachahmung, sich stets der Origi-nalität zu befieissen, den Hauptgedanken und dieAnordnung seiner Bilder aus sich selbst zu fassen,und sodann nur in Absicht auf das Detail die Naturmit Wahrheit nachzuschreiben Wirklich zeigt sichetwas Originelles überall bey ihm. So z. B. inseinem St. Peter bey St. Marco zu Mailand , wonicht, wie gewohnt, der Apostel die Schlüssel halt,sondern das H. Kind ihm solche mit kindlicher