Band 
Zweyter Theil [2].
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740 Lu iig h i.

tsrn. II. i j 5 ) dessen verschiedene Bauten, andenen er, namentlich auch an der berühmtesten(des Pallastes Borghese) mehrere Fehler rüget, sowie an der neuen Kirche der Vater des Oratoriumsihre dunkeln Kapellen. Von ihm sind, nebenAnderm, auch derjenige Theil deS Pallastes vonMonte Cavallo, den man den Windthurm nennt,und der Glockenthurm des Campidoglio . Von demSohne, Honori'ris, dann heißt es Ebendaselbst14^49. er habe gute Studien gemacht, sey aberein seltsamer »»gesellschaftlicher Kauz gewesen, dervon seinen Lehrern übel gesprochen, und sich damitverhaßt gemacht habe. Alsdann beschreibt er seineverschiedenen Bauten, und macht namentlich vondenen im Lex. angeführten, die Kirche St. Carloal Corso ausgenommen, (welche er ebenfalls schönund grandios nennt) wenig Rühmens. Er mußteviele Zeichnungen ins Ausland schicken; und Meh-rcres vollführte er selbst, zu Ferrara , Bologna ,in Toscana und zu Neapel . Dann verstand ersich, gleich seinem Vater, auch auf die Kriegsbau-kunst, und war daneben Doktor der Rechte,-und sonst gelehrt.

* LunZhi (Martin), der jüngere, des obigen/)0-'or:,us Sohn. Von diesem nun sagt ebenfallskNillzia I. c, 14920. »Er war in Sizilien , zuNeapel , Venedig und Mailand , wo er Mehreresbaute das (wenn man aus seiner Fa<;ade vonSt. Anton der Portugiesen, und von St. Viuzen;und Anastasius bey der Fontana di Trevi z» Rom auf jenes schließen soll), nicht von großem Belangsey» konnte; denn mehr gegen alle Regeln, und sobefremdend eigensinnig laßt sich kaum etwas denken.Erträglicher dann war freylich die Farads von St.Maria dell'Orto, und vollends sein Beßtes, dochauch nicht ohne Fehler, die marmorne Stiege imPallast des Kardinals Gaetani im Corso, zu steilfür ihre Breite (weil es freylich der Raum vielleichtnicht anders zuließ), und bey feuchtem Wetterschlüpfrig zum Halsbrechen. Auch Martin war,gleich seinem Vater ein Gesctzkundiger, Gelehrter,und geistvoller Dichter, aber eben so insolent, undder gerne mit jedermann handgemein wurde, wiejener. Närrische Beyspiele davon liest man 1. c. 21Eine Frau nahm er, ohne solche gesehen zu habenbildete sie zur höchsten Affektation aus, und hieltsie dann für eine Venus.Wie konnte" (sagtMiliZia vortreflich)ein so ausschweifenderMensch ein guter Baumeister seyn"? Arwy deneben so seltsamen Contrast, wie er, bey seinemübrigen wilden Benehmen, die Mißhandlungender Harpie seiner Mutter ertrug, wird dorterzählt, und daß er ihre Schlage mit der rührendenPhrase erwiedert habe:Frau Mutter, Sie habenmich gesund gemacht, und wollen mich nun zumKrüppel haben"! Sein Tod wird von Einigenin 1627. gesetzt. .

Lunlng, s. Luiiring.

Eunrh ( ), ein junger dänischer Maler,

lebte um 1607. in Rom . In dem dortigen neuerrichteten Akadcmiefaale im Corso wurde zumerstenmal ein Bild in lebensgroßen Figuren vonihm ausgestellt: Andromache , welche ohnmächtigniedergesunken ist, indeß man in der Ferne HectorsLeichnam hinter seinem Streitwagen Herschleifensieht. Durch dieses Gemäld rechtfertigte unserKünstler die Erwartungen, welche schon frühereArbeiten von minderm Umfange für ihn erweckthatten. Tüb. Morgenbl. 1807. 626.

Luny oder Lunr (T.). So heißt in Bran-des Katalog ein Seemaler, der um 178». zu Lon­ don arbeitete, nach welchem F Jukes und F.Wells vier schöne Blätter in Aquatinta: Unfälledeö Schisses Essex, und I. Walker: Dke kurninAok tüe Tpanlsii kstoatMA-statteries bekore (äl-drsltar in Schwarzkunst geliefert haben.

Luparadel ( ). Nach einem uns sonst

unbekannten Künstler dieses Namens hat le Pautre

Lnte r.

vier Blätter, welche die Feldschlacht bey Marseille von ikgs vorstellen, gestochen.

* Lupicin i (Johann Baptist). Ohne Zweifelist dieser Künstler derselbe, von dem es bey Fio-rlllo lV. lög. heißt:Gegen das End des XVI.Jahrh, that sich Lupicino, ein Florentiner, zuSaragossa hervor. Von ihm sieht man einigeMalercyen in der Kapelle der H. Helena an derKathedrale de la Seu, die sich auf die Auffindungdes Kreuzes beziehen, und etliche andre an demHaupraltar im Kloster St. Augustin."

Lupresti (I. B.). So nennt Basan (kll.sec.) einen aus Palermo gebürtigen Kupferstecher,von welchem man eine Ansicht von Palermo kenne.

* Lupus (Cajus Sevius). Derselbe war ausChaves in Portugal gebürtig. Milizik (b)-1. terr:.I. 8i.) sagtvonihm: Er habeaufeinem Felsen an derMündung der Coruna einen Tempel zu Ehren desKaisers Augnstus erbaut.

* Lurago (Rochus). Von seinem PattasteDoria-Lursi zu Genua sagtMiliZla (b)ll. ters, II.ho), derselbe sey respektabler durch seine Größe,und durch den Reichthum von Marmor, der ihnschmücke, als durch die Reinheit des Styls. Dertheatralische Anblick des Ganzen bezaubere aller-dings ; aber bey näherer Untersuchung erscheine ejnglänzendes Gebrechen um das andre, wovon dieserKunstrichter mit gewohnter Strenge das Detailgiebt. Pius V. hätte ihn gerne zu Rom gehabt;allein der Künstler wollte sich nicht von Genua entwegen.

* Lusarche (Robert de). Es war in 1220.daß die Kathedrale zu Amiens von ihm angefangen,nachher durch Thomas von Cormont fortgesetzt,und von seinem Sohne Rinaldi in 12hg. vollendetwurde. All' dieses liest man auf einer Jnnschriftan dem Fußboden derselbe», wo man zugleich dieFiguren der gedachten drey Baumeister findet.Diese Baute wird für eine der grandiosesten ausgedachter Zeit gehalten. Das Schiff nebst demChor ist '-(il? lang und 4 (si breit. Ueberhaupt giebtes wenig gothische Gebäude von so vorzüglicherArbeit, wie dieses. Sein einziger Fehler soll dessenunproportionirte Höhe von 102^ seyn.

Lll. csr2. I. 129.

Lusevatr (Joseph), ein Mailander; verfer-tigte verschiedene Statuen von carrariscbem Mar-mor für die berühmte Kirche der Karthause zu Pavia .Regler Brief XXXVII. -

Lüste ei ( ), ein Landschaftsmaler, ge-

bürtig von Neapel , und bekannter unter dem NamenDon Tl'ka. Er war einer von den Künstlern, denim I. 1799. der junge Lord Hamilton zu seinerantiquarisch-artistischen Reise nach Griechenland ,Asien und Egypten mit sich nahm, von welcher(180Z.) eine Beschreibung von höchstem Interesse,welche in England veranstaltet wird, zu erwartensteht. AUg. Zeit. 1800. S. 5 rh

Lustgny IL-). So nennt Basan (Lll. geo.)einen Kunstliebhaber, der um 1790. Landschaftennach Michaux gestochen habe.

Lussault ( ). So wird im Almanach

cle8 IIesux-4rt3 von i8oZ. ohne Weiteres, eindamals zu Paris lebender Baumeister genannt.

Lustenan (Emanuel), s. Ltftnau.

Lusurter (Madmois.). So hieß um 177h.eine Malerin zu Paris , nach welcher P. Savart dasBildniß von I. le Rond d'Alembert gestochen hak.

* Euren fach (Hans), s. Lanrensack.

* Eurer (Erasmus). Irgendwo wird er,Wohl irrig, Luderitz genannt. Nach ihm hatPH.Kilian das Bildniß deö Arztes G. Welsch, und einUngenannter dasjenige des Rechtsgelehrkcn I, C.Pflaume gestochen.