Macrei.
Macrer ( ), ein jüngerer Kupferstecher
dieses Namens, vielleicht des Obigen Sohn, lie-ferte i 1807.) für das Ist. Heft dertlalerle ein l'alsizKoz'al ein Bildniß des Hugo Grotius , nach Ant.Moro.
Tllacrino, s. nebst der Weisung des Lex.auf Alba, nun besondrrs den Artikel Joh. Iac.Fava in den gegenwärtigen Zusätzen.
Madden (Wyndham). Nach einem eng-lischen Maler dieses Namens kennt man ein sehrschönes Bildniß des Lord I. Hewill Lifford, vonW- Dikinso» in Schwarzkunst geschabt. Francie;.
* Maddersteeg (Michel). Er war zugleichein Schiffbaumeister. Eine Fregatte, die er fürKönig Friedrich I. von Preussen erbaute, kamspäterhin nach St. Petersburg . Heinecke I. 65 .und III. 6.
Madekens (P). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, von welchem maneine Marter des H. Laurcntius nach Titian kenne.
* Mader (Christoph), geb. zu Oberstorf inBöhmen und gest. zu Wien 1761. ein mittelmäßigerBildhauer, unter dessen Namen in der That einganz andrer Künstler, Jakob Schlerrerer, denmeisten Antheil an den zwey berühmten Denkfaulenhat, welche um das Jahr 17Z4 vor der Fa^ade derKirche deS Carl Borroniäus zu Wien nach Art derTrajanischen errichtet worden, und in halb erhobenerArbeit die Geschichte dieses Heiligen vorstellen. Dieweise Anordnung der an diesem Werke angebrachtenaußerordentliche» Mrngc meistens ganz bekleideterFiguren, die ungezwungene Contrastierung derFormen und Wendungen, die grandiose und wahreBehandlung der Drapperieu, mit einer wissen-schaftlichen Zeichnung verbunden, wird demselbenimmer den Beyfall ächter Kunstliebhaber versichern.Mader, der als Dirigent davon betrachtet ward,den Nutzen genoß, und die daher zu hoffende Ehreebenfalls allein genießen wollte, glaubte dann, weilalle Modelle dazu schon zu Stande gebracht waren,Schlerrerers Hülfe nicht mehr zu bedürfen, undversuchte ihn daher, durch Verursachung mancher-ley Unannehmlichkeiten, vor der gänzlichen Aus-führung, von der Arbeit zu entfernen — was demunedel» Mann nur zu wohl gelang. Iüßli'sAnnal. II. 19—20. und Zo. wo noch beyläufigMaders Aufnahmsstück in die Akademie ein vonbronzirter Erde modellirler Herkules genannt wird,der den Neid und die Unwissenheit besiegt. In demArt. im Lex. (lin. penult.) l. statt: Merrerer:Schlcttercr, und verbessere eben so den ArtikelMerrerer. S- unten auch den Art. Marriello.
Madera (Don Gregorio Lopetz), wird vonLiorillo!V. 20g. unter die spanischen Grande'sdes XVll. Jahrhunderts gezählt, welche die bil-denden Künste beschützten, und ihren Reichthumdem guten Geschmacke dienstbar machten.
Madcrna, f. Baderna, in den künftigenZusätzen.
Maderni (Peter), ein junger Künstler vonLauis, der in 1808. bey der Akademie zu Mailand den ersten Preis in der Zeichnung des Nackten da-von getragen.
— —. ( ), ein italienischer Baumeister zu
St. Petersburg . Unter seiner Aufsicht stand derBau der ersten Jsaaks-Kirche im I. 1717. Ob ervielleicht zu der Familie der folgenden Madernogehöre, ist uns unbekannt.
* Maderno (Carl). Derselbe war zuerstbloßer Stukkador; dann aber, unter seinem Oheim,Fontana, in Rom zum Bildhauer gebildet worden.Doch behielt er die Liebe für jene seine erste Kunstbey, und füllte damit bald alle seine Bauten an.Diese nun zählt Milizia II. 102— 58 . mit ihren(großen) Fehlern der Reihe nach auf. So dieF-chade von Gt. Jacob degli Jncnrabili, den Chor
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u,td die Kupole von St. Johann d!' Fiorsntini,welche er allzu gothisch nennt; dann hauptsächlichsein Vordertheilvon St Peter, die mit dem Hintcr-theil, und die engen Eeitennavaten, welche mit demHauptschiffe in keinerley Ebenmaaß stehen, dieVeränderung der Gestalt des Ganzen aus einemgriechischen Kreuz in ein lateinisches, u s. f. überwelch' Alles unser Kunstrichter in den bittersten,aber wahrlich nicht ungerechten Eifer geräth, undz. B. bemerkt, daß selbst ein Montesquieu (Lsssisur le tiout) in den seltsamen Irrthum gefallendiesen Tempel auch deswegen so wunderschön zufinden, weil er größer sey, als er beym Eintritt zuseyn scheine. Eben so die Fa^ade und den Porricus,welchen es eben so sehr an Schönheit als an Dauergebreche. Dann noch mehr andere seiner Arbeiten:Die mesquine Kirche dclla Virtoria; diejenigenvon St. Lucia in Selce , und Et. Chiara; dieKapelle für das Haus Aldobrandini , alla Minerva;der Chor und die Kupole von Andrea dclle Dalle,welche wenigstens einfach, und daher gut genug ist;seine Ergänzungen an den Pallästen Borghesc,Strozzi und Lancelotti; die Tribune della Pace;der Pallas! Matche! endlich, ein majestätisches,wohl disponirtes Gebäude, das ihm wahrhaftigEhre macht. Auch den Pallas! Barberini soll erangefangen, und, da er bereits durch Steinschmerzengeplagt war, sich im Tragsessel oft dort habenhintragen lassen. Dann heißt es noch von ihm >. c.Er wäre damit umgegangen, den Obelisk von demMarsfelde nach Moine Cavallo oder zur Fontanadi Lrevi bringen und dort aufrichten z» lassen; der-selbe liege aber noch heute auf der alten Stelle.Daß Maderno von dem Papste zu Untersuchungder Seehafen des Kirchenstaats und Aufnehmungeines Plans der Festung zu Ferrara gebraucht wor-den, ist bekannt; und eben so, daß viele von ihmverlangte Entwürfe durch ganz Italien , und selbstbis nach Frankreich und Spanien gegangen sind.Oouf. auch die Biographie dieses Künstlers, dochnur nach Oaseoli und Baglione, bey d'Argens-rn'lle I. 19,-201. Nach ihm haben M. Fcrra-bosco und I. Marot: Hrchirettura ststla üasiliea<li 8. ?iotro in Varioano 1684. und A. Speechs denGlockenthurm dieser Kirche für Bonnani's H. D.V. x. 147- ' 1 'ab. 6 Z. gestochen.
* Maderno (Stephans Auch die Schrift:Winkelmann und sein Jahrhundert S- 196.nennt seine St. Cäcilia das verdienstlichste römischeWerk in Marmor, welches der Anfang des XVII.Jahrh, hervorgebracht habe: Eine jugendliche Ge-stalt von rührender Anmuth, sowohl im Ausdruckals Charakter des Ganzen und schöner Wahrheit inden Formen der zarten Glieder — Alles an diesemWerke sey durchaus mit Geschmack und Fleiß be-handelt. Dasselbe hat C. Capranicus, und seitherauch St. Non gestochen.
— — ( ) So nennt Lanzi (II. 476.)
einen Blumenmaler von Como vielleicht Nach-kömmling des Baumeisters Carl, der um 1700.blühcte, und Küchensiücke im Geschmacke der Bas-sano malte, für welche sie wirklich von mittelmäßigenKennern gehalten werden. Dergleichen sah Eanziübrigens von ihm recht hübsche bey den GrafenGiovio zu ermeldtem Como . Auch soll er keingemeiner Blumenmaler gewesen seyn.
Madeweis ( ), Post-Secretarius zu
Halle in Sachsen, war in mathematischen Wissen-schaften sehr erfahren, und übte sich auch in derBaukunst. Mensel.(?)
Madland ( ), ein englischer Kupferstecher
der neuesten Zeit, lieferte im Jahr 1804. die Blätterzu Barrow's Beschreibung der berühmten Gesa dt-schaftsrcisc des Lord Makarlney »ach China , „achden Zeichnungen Alexanders, der diese Reise selbstmitgemacht hatte; und,,im nämlichen Jahr, 45 .-geätzte und colorirtc Blätter zu dem Prachtwerkevon W. Gall's topographischer Beschreibung vonder Ebene und Lage von Troja, welche dieser gelehrteCcccc 2