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Reisende selbst an Ort und Stelle gezeichnet hatte.Oeffeml. Nachr.
* Madonne (Carlo delle), s. Maratti.
* — — (Vitale delle), s. v-rale.
Madon nina (Franz), ein von vedrianimit großem Lob genannter Modenesischer Maler desXVl. Jahrh, von dem aber nur Weniges in seinerVaterstadt übrig geblieben seyn soll. La»rr 11 . 267.
Maecheleskircher (Gabriel), ein Malerzu München um 1479- verfertigte daselbst vieleAltarblakter auf Holz. Lvestenrieder.
* Maella (Maria Salvador de, oder DonMarion). Derselbe war ein Schüler von MengS,und wurde Kammcrmaler des Königs, der mitimmer steigender Geschicklichkeit viele vortreflicheWerke geliefert hat. Zu dem Schönsten gehören:Eine Glorie in Fresco, im Innersten der Kapelleim Neuen Pallaste zu Madrid (1780.); einige Gerschichten im Pallaste del Prado und in St. Francisc;fünf Bilder in der Kathedrale zu Toledo , und dasLeben der HH. Eugcnius und Leucadia, im dortigenKreuzgange; Manches im Kloster und der Kirchevon St. Pasqual zu Aranjuez, und ein Abendmalim Refektorium; einige Alfresko's in der Collegiatrkirche zu St Jldefons; das Blatt überm Haupt-aitar in Talavera, und endlich vcrschiedne Bilderin der Kirche der neuen Colonie St. Carlos auf derInsel Leon. Jiorillo I V. 427. und 34 - Nach ihmkennt der Winklersche Katalog, als ein schönesBlakt, von P. Dombelli 1761. gestochen: Eine vonden Indianern verehrte Heilige, in der einen Hand«in Kruzifix, mit der andern zum Himmel deutend.
Maennl (Jacob), geb. zu Wien 1696. unddort gestorben in seinen beßten Jahren. Kennerloben seine Arbeit sehr. In Wien behauptet man,daß seine Erben die Platten zu den Abbildungender vornehmsten Gemählde der Kais Galerie, dadieselben von dem Hofe ohne Beystand gelassenworden, zerschnitten, und als altes Kupfer verkaufthatten. Heinecke in seiner löse ö'nrie Lollection(p. 49—Ö2.) giebt ihr Verzeichnis nach einemExemplare von 3 i. Bl., welches M. Marierrebesaß. Rost II. 70-71. Auch der WinkierscheKatalog führt 12. der seltensten nach Caliari, H. Carracci , van Dyck, Fyt, Giordano, Loth, Naphaei, Ribera, Lintoret, Litian, Carl Venetianound Willeborts, und Füßli IV. 216. ebenfallsaus diesen, Samson, der von den Philistern ge-schlagen wird, nach van Dyck, als ein gutesBlatt an.
Maer (Nienand van der). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Küchenstückmaler.
Maes (Eberhard van der). Von ihm kenntman z. B. nach Hondius das Bildniß Wilhelmsvon Nassau, Herrn von Leck.
— — (Peter). So heißt bey Basan(k)<l. sec.)«in Kupferstecher, von dem man zwey Blatter (Herkul der die Hydra bekämpft, und Ebenderselbe,der einem Hirschen das Geweih ausreißt) mit rh,/.datirt kenne. Noch mehr von ihm weißt Malpe,der ihn einen flammandischen Kupferstecher aus derMitte des XVI. Jahrh, nennt, und von ihm eineFolge von sechs Arbeiten des Herkules, dann einenSt. Michael, der den Satan mit Füßen tritt, und«ine Madonna mit dem Kinde und zwey Engeln(als sein Capitalblatt) anführt, und endlich auchsein Monogramm giebt.
— — ( ) So heißt endlich ein Künstler,
von dessen Arbeit bey der öffentlichen Ausstellungder Kunst- und Jndustrieprodukte des Schelde-Departements ersichtlich war, welche in i 8 o 3 . zuAntwerpen , in Gegenwart des ersten Consuls ver-anstaltet wurde.
* Maeft oder Mast (Hermann van der).Setze die Citation bey: p. ibs.
Maganza.
Maerre oder Mai stre (Johann Christian),ein Maler, der sich vermuthlich zu Nordhausen inThüringen , in der ersten Hälfte des X VIN Jahrh,aufhielt. Auf dem dortigen Rathhause malte erTapeten, theils mit biblischen Geschichten (demUrtheile Salomons, dem Kampfe Jakobs mit denEngeln, u. s. f.) theils mit allegorischen Figuren.Ferner um 1735. in der St Blasn-Kirche daselbst(in der ersten Etage über dem Altartisch) ein künst-liches Nachtstück, wie Christus das Abendmal hielt;in der zweyten Etage eine Auferstehung, u s. f.Histor. (Iachr. von der A- F. R: tIordhausen40. 740. Leipz. und Aordh. S. 43 . u. 60.
Maerschke (C.). Und so ein deutscher Maler,nach welchem B- Kilian das Bildniß der M. A.Winklerin, geb. Klemm, und C- Romstett dasjenigedes Theologen I. Franzelius gestochen haben.
* Maffei (Franz). Er vollendete einige Ar-beiten seines Lehrers Peranda. Alsdann trat erauf die Bahn P. Caliari, wozu er Einsicht undmalerisches Feuer genug hatte. Sein Styl hatteetwas Großes und Edles; Boschini nennt ihn(vielleicht seines jüngsten Gerichts wegen, dessendas Lex. gedenkt) den Maler der Giganten. Auchmangelte es ihm nicht an einer gewissen Grazie,welche ihn von den Manieristen unterscheidet. SeineSt. Anna zu St Michele in Vicenza , Anderes imStadthaus« daselbst u a. w. ist voll Poesie undschöner Köpfe, und im beßten vcnetianischen Ge-schmacke colorirt, so daß er seine Nebenbuhler,Carpioni und Citadclla, hinter sich zurückließ.Vielleicht eben, weil er sie nicht fürchtete, geschahes, daß er bisweilen wenig Fleiß auf sein« Arbeckwandt«, oft Köpfe und andre Theile seiner Figurenwie unvollendet ließ, die Farben sparte, sich einerdunkeln Grundirung bediente, und so nicht fürJahrhunderte, sonder» bloß für Dezennien zu malenschien. Zum Beyspiel mag sein großes Paradies zuSt. Franzisc zu Padua dienen, woran bald alleSpur von Farbe verschwunden ist. /.uns/ 1 l. 178.Nach ihm hat, unsers Wissens einzig, P. Monacoden geplagten Hiob gestochen, von ihm selbstdann geatzt, führt der Minklersche Katalog einensterbenden St. Frauziscus an.
* — — (Jacob), blühete um i 663 . und sollvornehmlich in Meersstürmen stark gewesen seyn.
11. 198.
* — — (Niclaus Franz): Neben Andern,kennt man von ihm eine H. Familie, nach H. Car racci , wo die Madonna dem kleinen St. Johannzu trinken giebt.
* Magägndlo (Franz). Derselbe starb zuAnfang des XVl. Jahrhunderts, und war einerder ersten, der Geschichte malte, die den Beschaueranzublicken schienen, auf welcher Seite er sie be-trachtete. Hierüber schrieb er wirklich eine eigeneAbhandlung mit Figuren, die ihm aber in derHandschrist entwendet wurde.
Magalotti (Alexander und Ludwig). Soheißen im Katalog von Brandes, ohne Weiteres,zwey italienische Künstler, nach welchen C. Dloe-macrt zwey seltene Blatter: Die Physik und dieAstronomie, gestochen haben.
, * Maganza (Alexander), des gleich folgendenältern Johann Baprifts Sohn. Fasolo brachteihm seinen Geschmack bey, und bisweilen erschiener als ein guter Nachahmer von Zelotti und Caliari,so z. B- in seiner Epiphania bey St. Dominik, undin der Marter der H Giustina bey St Peter. Ermalte zierliche architektonische Staffirunqen, Undcomponirtc mit Einsicht; seine Köpfe sind hübschgenug; sein Farbenauftrag war nicht der bcßle, seineCarnation zog auf s Weißlichte; seine Fattcn sindeinförmig, und bisweilen hark; am Ausdrucke fehltes fast immer. Vicenza und die umliegende Gegendlst voll von seinen Arbeiten, die er wahrscheinlichwohlfeil losschlug, und meistens wenig Fleiß daraufverwandt« (er war eben ein beschwerter Hausvater).