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II. Rost II.iandige) Litte-sche Katalog.
Basan (Lö.Kupferstecherlavo gelieferti Andrer als
kin), ein von)iidnifimaler;Nach ihm hat
Manskirsch.
I E- Haid dasjenige des Arztes Schäfer ( 1774 -genialt) in Schwarzkunst gebracht.
Manskirsch (Gottfried), geb. zu Bonn r-P ». Unter der Anleitung seines Vaters, der sichdurch seine Fruchtstücke einigen Ruf erworben,und in den Weingegenden nicht unbekannt war,lernte er das Zeichnen, welches er aber durcheigenen Trieb und fleißiges Studium der Naturimmer mehr zur Vollkommenheit (?) brachte, wasihm denn die Stelle eines Kurfürst!. TrierschenHofmalers und Hofoffizianten (?) verschaffte. Vonihm kannte man Landschaften, die man auch imAuslande (England, Holland und der Schweiz )hochschätzte. Der H. Kurfürst zu bemeldtem Trier besaß ein zahlreiches Kabinet von seinen Gemälden.Mensel ll. Ohne Zweifel ist er derselbe, derbey <Jor-nagel X". 97Z. und 7/,. angeführt wird,und dort ein Landschaftmaler heißt, der in einerfleißigen und angenehmen Manier gearbeitet habe.Seit 1789. haben wir nichts mehr von ihm ver-nommen.
— — ( ). So heißt in öffentlichen Nach-
richten ein talentvoller junger Künstler von Cölln ,hauptsächlich in Darstellung anmukhiger Landschaf-ten, nicht unwahrscheinlich ein Sohn des Obigen.Derselbe erhielt um i 8 o 5 . von der Kais. Josephine,bey ihrem dortigen. Aufenthalte den Auftrag, dieschönsten Gegenden um Aachen und am Rhein fürihr Kabinet zu malen.
In wie fern diese beyden Vklanskirsch niit demBildhauer Manskirch des Lex. der eben auch imCöllnischen (zu Bonn ) arbeitete und starb, in Ver-wandtschaft gestanden, ist uns unbekannt.
Manstadr ( ), ein geschickter Künstler
zu Hamburg , entwarf daö von dem dasigcn Senatbewilligte Monument, welches den GebrüdernWölfen auf der Stadtbiblothek 1779, aufgerichtetwurde. Es bestehet aus derselben, mit vielen ange-messenen Zierathen ausgeschmückten Brustbildern,und einer umständlichen Inschrift von Marmor.M;c. Die Hamburgischen RünstlernachrichrenG. 108. nennen ihn kurz einen nicht schlechten Bild-hauer aus der Mitte des XVIII. Jahrhunderts, derManches zur Verzierung der tzamburgischen Kirchenund anderer öffentlichen Gebäude beytrug. Soverfertigte er z. B. die Abbildung eines Bacchus(wo unschicklicher, als) vor dem Rathskeller?
* Mansuerr (Johann). Um i 5 c>o. arbeiteteer auch zu Treviso .
* Manregna (Andreas). Es ist nunmehrausgemacht, daß derselbe aus einem Dorfe beyPadua, nicht von Mantua gebürtig war, i', 5 i.geb. und i 5 o 6 . gestorben sey, wonach also dieData des Lex. zu berichtigen sind, und somit nun-mehr auch jene Anekdote, welche zu den zahllosenKnnstgeschichts-Fabeln zu zählen ist: Daß nämlichAlbrecht Dürer (i 5 i/.) an dem nämlichen Tage,wo Manregna gestorben, auf einen Besuch zu ihm,in Mantua — eingeritten sey. Zugleich fallt auch mitManregna's berichtigtem Todesjahr alle Wahr-scheinlichkeit, daß der große Correggio sein Schülergewesen sey, da solcher in i 5 o 6 . nicht mehr alszwölf Jahre zählte. Noch haben wir unserm An-dreas genug derjenigen Ehre zu geben, welche ihmfür eigen gebühret. Ob er von so armen Elternstammle, daß er anfänglich die Schaafe hütete,und die Abbildung derselben seine erste Kunstübungwar, bleibt ebenfalls — wie so Manches, dahin-gestellt. Wie dem immer seyn mag: Sein LehrerSquarcione ließ ihn bald mit andern seiner Schülerum die Wette nach Gipsdildern, die von Antikenabgeformt waren, studiren, und der Jüngling thatdies mit solchem Eifer, daß nun sein Meister garmeynte, er thue der Sache zu viel und gewöhnesich dadurch eine harte und trockene Manier an;über welchen Vorwurf Andreas denn wirklich mitdem erstem in Zwist zerfiel, und hierauf nach Mamna
") Noch de PNes wirft ihm vor: Er habe, nach der N
Marmo-r gemalt werden.
Mantegna. 76z
in Dienste des Marchese Ludovico Gonzaga gicng«der ihm ausgezeichnete Ehre erwies. Hier eröffneteer eine große Schule, und arbeitete dabey uner-müdet. Von seinem dortigen fast unermeßlichenWerke, dem Triumph Cäsars, für welchen eineigener Pallast erbaut wurde, sprechen wir unten.Von Mantua begab er sich bekanntlich nach Rom ;was er dort ausgeführt, hat sich bis jetzt erhalten,und zeugt von seiner großen Wissenschaft. Einigesind der Meymmg, daß die Familienverbindung,in welche Manregna mit den Bellino's trat, imdem er nämlich Jakobs Tochter, und die Schwesterdes Johannes und Ventile heyrathete, Ursachegewesen sey, daß er seine Manier verändert, unddie Natur mehr nachgeahmt habe. Andern himgegen (wie z.B. LiorlUo II. 2Z.) scheint es: Daßer eine trocknere Behandlung, als die seiner venestianischen Freunde, nebst feinem Hang antike Sta-tuen nachzuahmen, stets beybehielt, und nämlichsagte: Er thu' es aus — alter Erkenntlichkeitgegen sie *). Dagegen wird eine (zu seiner Zeitnoch so seltene) strenge Beobachtung der Perspektivean ihm allgemein bewundert. Diesem letztemUrtheil ganz entsprechend lautet auch seine Charak-teristik bey Füßli (II. 19-21.) wie folgt: „Man-,tegna war der erste unter den Lombarden - der dieZeichnung der menschlichen Formen nach dem Eben-maaße der Antiken verbesserte, und den erstenmerklichen Schritt zur Erhöhung des Geschmackesin diesem Theile der Kunst machte. Einige antikeWerke, die er in der Lombardie sah, und weichezwar nur römische Produkte von mittelmäßiger Artseyn konnten, dennoch aber einen Mann von seinennatürlichen Talenten, in Vergleichung vertrocknen,kleinlichen und magern Werke seiner Vorgänger undZeitgenossen bezaubem mußten. Machten, daß ersolche anfänglich meistens ganz, und ohne die er-forderliche Zurathziehung der Natur nachahmte,und daher zwar zu einem größer« Styl und vielRichtigkeit in der Zeichnung gelangte, aber jeneEleganz und Anmuth darin nicht erreichen konnte,zu welcher man nur durch das Studium der wohlrgewahlten Natur, mit Zurathziehung der schönenantiken Formen gelangen kann. Sein nachherigerAufenthalt in Rom , wo er einige Zeit arbeitete,verfeinerte zwar seinen Geschmack in der Zeichnungin mancher Rücksicht; derselbe blieb aber dennochimmer eine allzuunbedingte Nachahmung der An-tiken. Auch er wählte zu seinen Vorstellungenmeistens nur solche Gegenstände, die ihm zu dieserNachahmung die schicklichste Gelegenheit darboten.In dergleichen Vorstellungen hauptsächlich war ersinnreich in der Erfindung, und geschmackvoll inder Anordnung seiner Gruppen; er war der erste,der seine Gegenstände nach einem bestimmten Ge-sichtspunkte, zufolge den Regeln der Perspektivbearbeitete; seine Zeichnung ist mehr groß als schön,weil seine Umrisse zu viel Einförmigkeit haben, undseinen Figuren, die zwar richtig gezeichnet» undmeistens gut kontrastirt sind, mangelt dennoch jeneleichte und ungezwungene Beweglichkeit, die nurallein das Studium der Natur geben kann; seinAusdruck ist selten genug bestimmt; seine Gewändersind schwer, und steif von Falten, seine Färbungzu wenig gebrochen, und die Behandlung desPinsels trocken und ängstlich." Nun aber hörenwir auch den Italiener Lanzi an. Vörderst einigesHistorisches. Sehr wahrscheinlich macht Er es,daß es eigentlich Manregna's Verbindung mit derTochter von Sguarcione's Nebenbuhler, Lellino,gewesen, was den Pflegevater gegen seinen Pflege-sohn aufgebracht, und baß ersterer somit den oben be-rührten Vorwurf von marmorner Steifigkcit seinerArbeiten bloß vom Zaun gebrochen habe. Wiederandre wolle» wissen, daß es Lellino war, derden Jüngling gegen seinen ersten Wohlthäter zumllndank verleitet habe. Dann aber ist es ebenLanz,, welcher (II. 5 g.) behaupten, und es durchBilder von Manregna erhärten will, daß derjunge Künstler gerade durch den Ingrimm seines
nur studirte Köpfe mit Figuren verbunden, die nach demEeeee 2