Band 
Zweyter Theil [2].
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774
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774 Marechal.

den Charakter eines jeden darzustellen wußte. Nachihm, und seither nach seinem Nachfolger Dewaillyhat Miger die Blätter zu dem Prachtwerke: blö-na^eiie <Iu Museum national ci'kiistoirs natu-relle gestochen, wovon in 1804. bereits 10. Liefe-rungen (Pr. 8u. Fr.) erschienen waren. Einigeandre seiner Meisterstücke sind von Gallier gestochen.Fiorillo III. 54 Z. Dieser geschickte Mann starbzu Paris rSoä. Nähere Nachrichten über ihn vonDeleuze, s. in den ^nnales du IVIuseum nslionalde I'Hlstoirs naturelle Cak. VII. so wie überhauptin diesen Annalen vorzüglich Vieles nach seinerZeichnung erscheint Eben so in B. Faujas de

St. Fond kiistoire naturelle <le la blonta^ne cle8t. kierre de lVIsestrickt, und in EbendesselbenLssai «ie Oeologie (1802.).

Marechal, s. auch Mareschal und Marisal.

* Marees (Georg des), starb zu München ,in Kurfürst!. Diensten. Sein eigenes Bildniß undein historirteö Bild, das seine Familie darstellt,finden sich in der Galerie zu München . Männlich.Nach ihm haben G- Dodenehr, I. E. Haid, I. I.Haid, Heumann , G- C. Kilian, T- Lobeck, Mayr,I. S. Neggcs, Nilson, I. A. Pfeffel, I. G.Pinz, I. B. Probst, D. Sornique, B. Vogel undI. A Zimmermann ein dreyßig Bildnisse, meistensdunkeler deutscher Herren und Damen gestochenund geschabt, daß es eine Lust ist! Zu den beßtengehören wohl diejenigen etlicher Künstler, wie z.sein eigenes, I. F. Beich, G. de Gabriclis, undI. A. Schoepf, von dem wackern Haid. Aksc.

— — ( des). So hieß auch ein Pensionnairder französischen Akademie zu Rom in dein letztenViertheil des XVIll. Jahrhunderts, der gute Hoff-nung von sich gab, und neben Andcrm ein sehrkräftig gemaltes Bild: Pindar , welcher todt indie Arme eines Knaben fallt, geliefert hatte, undaber um i8cw. zu Florenz oder Livorno verstorbenseyn soll. winkeln», u. s. Jahrh. S. Z16.

* Marelier, s. Masriliez.

* Marell, s. Morel.

* Marelli (Stephanus). Neben seiner Ver-klarung nach Raphacl, welche Corl's seiner sehrähnlich seyn soll, kennt man auch von ihm eineHimmelfahrt, ebenfalls nach Sanzio. Hei neckeVkachr. ll. 2<»Z. -ju8.

* Mareni (Anton). Wahrscheinlich ist seinBild, welchesLanzi (II. 2. Z76.) nach demOuidacii l'oriuo schön nennt, dasselbe, welches bereitsim Lex. angeführt ist.

Mares ( de), s. Desmareft.

Maresca( ). So heißt ein Baumeisterzu Neapel , dessen ausgebreitete Kenntnisse undauserlesener Geschmack, bey Anlaß der unter seinerAufsicht verfertigten Dekorationen beym Einzügedes neuen Königes Joachim Napoleon zu Neapel (1808.) sehr gerühmt wurden. /eM. x>ub/.

Mareschal ( ), Maler zu Gent , war

um 1762. Lehrer der dortigen Zeichenschule. )I^c.

* Marescorr» (Anton). I. E. Moehsen(Beschr. einer Berlin . Medalllensammiung1 .102.) der ihn unter die ersten Medailleurs desMittelalters zählt, sagt, daß er eigentlich einMaler gewesen; und bemerkt dabey, daß die meistenMaler seiner Zeit, bey Fertigung von Bildnissenihre Personen zuvor in Wachs oder Thon zu poussl-ren pflegten.

* — — (Bartholome'). Lanzi (II. 2. nj.)sagt von ihm: Er verdiene kaum genannt zu werden,und erscheine z. B zu St. Martin und anderswoin Bologna als ein flüchtiger Nachahmer, odereher Verderber der Manier von Guido; was mitdem unwürdigen Benehmen gegen diesen seinengroßen Lehrer, dessen das Lex. Erwähnung thut,ein schönes Charakterbild von ihm giebt.'

Maria Anna.

M«r rescorri ( ). So heißt auch irgend-

wo, ohne Weiteres, ein Künstler, der »in 1782.auf der Akademie zu Kassel studirte.

* Märest ( de), s Demarest (nicht Da-märest, wie es im Lex. heißt, und <in den gegen-wärtigen Zusätzen) Deemarest.

Mareurl ( ), ein wenig bekannter fran-

zösischer Kupferstecher. Von ihm sah man um1702. zu Paris die Bildnisse Tbivcrny's, Oekonomsvon — Bicetre, und Vielle's, Archcrs (Ober-häschers) von Ecuelle.

* Margarlt 0 ne ( ), von Arezzo . Eanzi

fl. 10.^ sagt bloß, daß er, 77. I. alt, nach 1289.gestorben sey. „Allem Anschein nach" (heißt esebendaselbst) „muß er mehrere Jahre vorCimabuegeboren seyn. Einige seiner Kruzifixe finden sichzu Arezzo, und eines in St. Croee zu Florenz ,neben einem andern von Cimabue , bendc recht inder alten Manier, und an Werth so gleich, daß,wenn man letztem einen Maler nennen will, manauch den unsrigen so heißen kann." Für einesseiner beßten Werke halt man sein Bildniß von St.Franciscus, welches, wie vasari behauptet, nachdem Leben gemalt seyn soll, was schon der vonLanzi, geschweige vom Lexikon angegebenen Zeitseines Todes widerspricht, und hingegen mit einemandern Datum, welches lediglich sagt, daß Lstiar-garirone um >262. noch lebte, (der Heilige starb1226.) vereinbarlich wäre Fiorillo I. 2H1. hegtindessen noch einen andern Zweifel, den er von derdiesen Kopf umgebenden Glorie hernimmt, undglaubt daneben, Vasari's ritratto di naturslekönnte auch bloß in Lebensgröße bedeuten. (EineAbbildung davon s. in Ltruiia pütnce X°. VII.).Ob unserm Künstler das Verdienst der Erfindungdes Malens auf Leinwand und der Vergoldungengehören, s. ebenfalls bey Fiorillo I c. 280. AlsBaumeister kannte man von ihm den Pallast desGouverneurs und die Kirche St. Cyriacus zu An-coua; dann in seiner Vaterstadt die, nach Lapo'sZeichnung, angefangene Baute des dortigen Domes,die aber durch den Krieg mit Florenz ins Steckengerieth. Er soll (denn doch 77. I. alt!) aus —llnmuth gestorben seyn, daß andre Künstler ihmvorgezogen wurden. Mürna Ld. ters. 1.

Marghucci (Jacob), ein Kupferstecher undKunstvcrleger, von welchem man eine Sammlungvon Staiüen und Büsten kennt, wird in Heinecke'sIdee Generale angeführt.

Margioli (Anastasius ), Franz Zanti,Franz Saturnl'Nl und Franz Mauro, italienischeBaumeister; arbeiteten um i66c>. zu München inKurfürst!. Diensten, westenrieder S. 5 j.

* Mari (Alexander). So heißt bey Einigenein Maler von Turin , der aber, wie MenselMi'scell. XIII. und Andre vermuthen, mit demgleich folgenden Anron Derselbe ist.

* — — (Anton). Derselbe (heißt es beyLanzi II. 2. 276.) hatte Land und Schulen zwcymalgewechselt, und lebte nur kurze Zeit im Vaterland,daher man dort Weniges von seiner Arbeit sieht.Zuletzt wurde er ein berühmter Kopiste, und zu-gleich launigter Erfinder allerley symbolischer Vor-stellungen, womit er sich, so wie mit etwas Poesie,zu Mailand und nachwerts zu Madrid einen Namenmachte.

* — — (Johann Anton). Mit diesem Namenfindet man päpstliche Münzen von 1612. bezeichnet,welche aber leicht demselben Johann Anron ge-hören möchten, den auch das Lex. nebst dessenBruder Franz, als Bildhauer nennt.

Maria Anna, Erzherzogin von Oestreich.Von ihr kennt man ib. geätzte Blatter von See-und Landaussichten, Geflügel, n. s. f. mit 1772.dalirk.