M aria A »tonia.
cjjaria A"tonia waldpurgis, Prin-'^si„ von Bayer», Kürfürstin von Sachsen, ar-beitete , wie es hieß sehr gut, in Pastell. Ihr selbstgemaltes Bildniß haben I. Canale sowohl als A.Marccnai, jener gestochen, dieser geätzt.
Maria .sseodororvna, verwittibte Russi-sche Kaiserin, die würdige Mutter Kaiser AlexanderI. soll in ihren Nebcnstunde» die Kunst des Medail-leurs mit vielem Erfolg getrieben haben. Nravelsbx Z'a/r» (air. Dann heißt es bey FiorilloA. K. I. 82. „In der Russisch-Kaiser!. Samm-lung von geschnittenen Steinen aus der neuernGeschichte sieht man von ihrer Hand die Bildnisseder Kaiserlichen Familie in Cameen, an welchenman eben so sehr die große Aehnlichkeit, als dieLeichtigkeit undEinheit der Ausführung bewundert."
» Mari» (Franz di). Lanzi (I. 626 ^ nenntihn, dem Lex. ziemlich entgegen, einender bcßkenSchüler von Domenichino . Derselbe arbeitetezwar wenig; und auch ihm klebte der Vorwurf vonLangsamkeit und Unenischlossenheit an, die denarmen Zampieri bis aus Grab begleiteten. Abersein Weniges verdiente großes Lob, besonders seineBegebenheiten St. Laurcnzen's bey den Eonven-tualen zu Neapel , und einige seiner Bildnisse. Einesdieser letztem zu Rom zogen Poussin und Sacchizwey daneben Hangenden von Rubens und vanDyck vor. Andre seiner Bilder wurden sehr theuerverkauft, und von minder Erfahrnen für Werkeseines Lehrers gehalten. Wirklich kam er in Allemihm nahe, die Grazie ausgenommen, womit dieNatur ihn eben nicht reichlich versehen hatte. Gior-dano warf ihm daher gerne seine oft schwindsüch-tige Figuren, und Maria dafür jenem seine bloßhübschen vor.
*— — (Herkules de-, genannt Hercolinodi Guido Rheui, oder auch, von seinem Ge-burtsort, Hercules von Sr. Giovanni. Der-selbe starb jung unter dem Pomifikate Urban VIII .Eines TagS stellte er die Eopie einer bloß halbvollendeten Tafel Guido's an die Stelle des Urbilds,welche diesen (kaum glaublich!) in solchem Gradtauschte, daß er des folgenden TagS daran fort-arbcitete. Ein Paar ähnliche dergleichen wohl ge-rathene Copien sieht man von ihm in Bologna ;aber noch Besseres von seiner Arbeit bey verschie-denen Privaten, II. 2. nu—zi.
— — (Johann und Franz). So nennt Fio-rillo (IV. 100.) zwey uns sonst ganz unbekannteMaler von Urbino , die von I. D- Bcrgamasco,Eastello genannt, mit ein Paar andern italienischen Künstlern nach Spanien berufen wurden, wo sie,»ach dem Tode desselben (ihög.) verschiedene vonihm unvollendete Arbeiten fortsetzten.
Mariage (C. F-). So heißt im ^lmansc-h<les Il8a„x-/Irl8 von 180Z. ein damals in Paris lebender Kupferstecher, der schon um 1801. für Wircar's (Imei-Ie so bAorence arbeitete; so z. B. fürdas XX!I. Heft derselben das Bildniß Guido Renj's,»ach ihm Seither sah' man von ihm: lo Oöpartet !e stetcrur ciu iVle8s.iAer 6'Hmour nach Ansianx(i8oö.); dann, nach neuen Zeichnungen, die Blatterzu einer i8c>5. in Paris erschienenen niedlichen Aus-gabe von Racine's Werken, in Taschenformat. Nochspater gab er, nebst Andern, ein allegorisches Blatt:Kontras cie Xapoleo» lo 6rancl cians la Oapitulole i 5 . /^oüst 1807. welches sehr gerühmt wurde,und 12. Fr. kostete, x»ü/.
Maria! (Ulpius), ein Spanier von Geburt,Freygelassener des Kaisers Trajan , soll ein be-rühmter Bildhauer;» Rom gewesen, und von ihm»och ein Sarkophag vorhanden seyn.
* Mariani (Camillns). Sein Vater waraus Siena gebürtig, und, der dortigen bürgerlichenKriege wegen, nach Vicenza geflüchtet. Lanzi I.22h. nennt ihn einen vortreflichen Bildhauer und
Mariette. 775
zugleich guten Maler von Onaclri (ja stsnra, derzu Rom gestorben sey.
Mariani (Dominions), des unten folgendenJosephs Vater. Lanzi II. ^72. nennt ihn unterden bessern Architckturmalern des XVII. Jahrhun-derts zu Mailand , wo er beständig verblieben sey;und zählt den Castellini von Monza unter seine,nicht unter des gleich folgenden Johann Maria'sSchüler, wie solches hingegen das Lex. thut.
* — — (Johann Maria). Valerius Castelli
bediente sich seiner zu Staffirungen von Architekturu. dgl. In der Oclmalerey war er ebenfalls ge-schickt. Seine Taufe St. Jakobs im Oratoriumdieses Heiligen zu Genua (oder Ascoli ?) konnte esmit dem Beßten seiner Zeitgenossen, Eastiglionc'Setwa ausgenommen, aufnehmen. Dann arbeiteteer auch für Kabinette. Dahin gehört sein geschätzterSabinerraub in der Galerie zu Florenz , und eineähnliche Vorstellung desselben Gegenstands imPallaste Brignola. Häufig kommen seine Bildernicht vor, da solche, als von den beßten seiner Zeit,überall gesucht und somit sehr zerstreut worden, under ühcrdieß früh verstorben ist. II. 2. 210.
* — — (Joseph), des obgenaunten Domi-nicus Sohn, gicng von Mailand nach Bologna ,wo er den von seinem Vater erlernten Styl nochverbesserte, und sich in der damaligen Zeit mit seinerKunst in Italien und Deutschland auszeichnete. Erlebte noch 1718. /.auLi II. 474.
Mariano ( ). So wird im Almanach
llez 6ei>ux-/grt8 von igoZ ein damals zu Paris lebender Künstler, ohne Weiteres, unter der Rubrikder 8culytour8 clit8 ?racticien8 genannt.
Marianne (Joseph), Schriftenstecher zuAugsburg , geb- daselbst 1728. lernte seine Kunstohne Lehrer. Derselbe arbeitete, für verschiedeneVerleger, Schriften in Landkarten, Wavpen aufKupf-r, Messing und Silber; dann für den Me-chaniker Brauder, u. s. f. Mensel I. 11 . Erlebte noch 1788.
* M arrenh 0 f (A.K Nach ihm hat Prenner(wahrscheinlich aus der Kais. Galerie zu Wien ) einBlatt gestochen, das einen König mit großem Ge-folge darstellt, der mit einem Mann an einemGrabmale spricht. 7 l/§c. Oder, wie es im Katalogvon Brandes natürlicher heißt: Alexander, derdas Grabmal des Achilles besucht.
— — (Niclaus). In der Kaiser!. Galerie zuSt. Petersburg findet man N^. ein Gemald,welches einen Mann darstellt, der in eines MalersWerkstätle schreibt, mit diesem Namen bezeichnet.
* Marieechi (Jacob), starb 1794. Lau?/II. 22h.
* — — (Michael), des Obigen Vater, starb
§7. Jahre alt. Der mittelmäßige Künstler,
unsers Michaels Lehrmeister, dessen das Lexikongedenkt, war sein Vater, (sauste//,»/.
* Mariette (Johann), Buchdrucker, Zeich-ner und Stecher mit der Nadel und dem Grab-stichel, in beyden gleich stark. Rost VII. 271.giebt ihm wahrscheinlich irrig ein Alter von 88. ISeine Köpfe (heißt es dort) sind gewöhnlich gutcharakterisirt, und seine Zeichnung, zwar manchmalgemaniert, ist ziemlich correkt. Er hatte einenKupferhandel errichtet, dessen Fond durch dieMenge der Künstler, die daran arbeiteten, sehrausgebreitet war, und seine eigene Kenntniß vonAllem, was diesen Kunstzweig betraf, zu einerhohen Stufe brachte. Das ganze Werk desselben(d. h. wahrscheinlich Alles, waü in seinem Verlagerschien) so wie solches in dem Lacalozzue rni8nnn(>seines Sohns verzeichnet ist, bestand in 86n. Bl.Ein Verzeichniß meines sei. Vaters enthalt an die60. Bildnisse, dann Mehrcres, wahrscheinlich zuallerley historischen Werken dienliches ; von eigcntlichen geschichtlichen Blattern ungefehr dieselben,