Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
789
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M a s ch i e v i tz.

in Laurv, ein lateinisches Kreuz mit einer Kupoleund korinthischen Säulen an der Fa^ade an, welchefast an der Mauer kleben. Besser seyen diejenigendes Pallastes und der Kirche St. Spirito, welche,so wie überhaupt seine Arbeiten, wirklich Einfaltathmen. Ziemlich gut war auch seine Fa^ade derKirche della Skala, und diejenige della Transpor-tina., welche Sall. Peruzzi angefangen hatte. Erselbst, in seinem Achtzigsten, war nicht länger alsro. Lage alt, da er nur so viel Zeit seinen Ge-schäften nicht weiter vorstehen konnte. Sein Geist(o des glücklichen Greisen!) alterte überall nicht.

Maschkevttz (Baron von). So heißt irgend-wo, ohne Weiteres, ein Kunstliebhaber von Re-gensburg, von welchem man um 1782. geätzte Land-schaften kenne.

Maser (Peter), Schloßverwalter zu Bam-berH um 1780. verfertigte lebensgroße Statüen mitunzähligen kleinen Schnecken durchaus besetzt, dieman eine Art Mosaik nennen kann. Man hieß siemeisterhaft gezeichnet und mit guter Wahl zusammengesetzt doch wohl immerhin ein kostbares Spiel-werk, was aber, versteht sich, nur um so vielmehrere Liebhaber fand. Er lebte noch um 1789.Meusel Miscell. H. u. Xlll. 47.

* Masi (Caspar), s. Massi-

Masina (Angelus). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Maler von Bologna , Schülervon Ubaldo Gandolfi .

* Masink (Dernabe). So, nicht Massen,soll der im Lex. angeführte Künstler heißen,

* (Franz). Anf dem großen Marktezu Cessna sieht man einen schönen, in , 583 . nachseinem Modelle aufgerichteten Brunnen.

* (Joseph). S. Jos. Niclaus Nasim.

* (Peter). Derselbe war auch einer derStecher von den Bildnissen des FlorentinischenMuseums.

* Masna (Gelafius della). S. Lerrarese.

* Mason (James), von Basar, und Gan-dellini irrig Masson genannt, Zeichner, Kupfer-ätzer und Stecher, geb. in England um 1710. undblühend zu London 1720. Er war (sagt Rost IX.,66.) ein Zeitgenosse von Canot, dem er nicht nach-steht, und mit welchem er gemeinschaftlich anmehrern Folgen gearbeitet hat. Besonders genoßer den Ruhm eines vortreflichen Landschaftstechers,und als solcher das Verdienst, die Farbe seinerUrbilder (nebst Woollet und Vivares) vorzüglichwohl ausgedrückt zu haben. Von ihm sind !. c.16770. über 40. Blätter nach W- Bellers, I. G.Chatelain, tzobbema, G. Lambert (zwey schöneBlätter mit Bäumen, Bauernhäusern und Wasser)Cl. Lorrain, Moucheron, van der Neer, C. Pous-sin, A. Sacchi, Scott, Serres , Joh. Smith,und Swanefeld angeführt. Einige andre nachHeckel, Ph. Lauri, Lempriere, Paton, Pillement,T Sandby und F. Zuccarelli fügt noch ein Verrzeichniß meines sel. Vaters bey , lauter theils idealeLandschaftsstücke, theils Ansichten nach der Naturin England, Neuschottland u. s. f. Zu dem Vor-züglichsten gehören wohl vier gebirgigte Landschaftennach E. Poussin , und vier andre nach Cl. Lorrain.Diese: Landung des Aencas in Italien , oder derallegorische Morgen des Römischen Reichs; einEommerabend am Po; Ansicht im Pallast Pam-phili zu Rom , und eine andre Darstellung italieni-scher Natur, mit einem Hirtenfeste. Als von schönerWirkung werden noch besonders genannt zweyBlätter nach G. Lambert.

(Wilhelm), ein englischer Maler desXVIIl. Jahrhunderts, nach welchem I. Jcnkinsund R. Pollard Pferderennen geliefert, und be-sonders Val. Green (1780.) 8eene in a Countr^'sovvn a tke 'pime c>f a Kace schön in Schwarz-kunst geschabt hat. er ^rc.

Masquelier. 789

Masquelier (Claudius Ludwig), des nach-folgenden Künstlers Sohn, und sowohl desselbenals LangloiS des Aeltern Schüler, erhielt im I.,8oZ. damals 22. I. alt, den ersten Preis derKupferstecherkunst, für ein Blatt, welches einenach der Antike gezeichnete Figur darstellt Meu,sei Arch IV. 1 . ,70. Auf dem Salon von ,806.sah man von ihm ein Bildniß des Kardinals Ben-tivoglio, nach van Dyck, und zwey Sakyre nachalten Bronzen, deren Stich im pausanias Frau-^ais 5,2. kräftig und zugleich rein und angenehmgenannt sind. In demselben Jahr und noch 1807.befand er sich als Pensionnair in Rom , und er-hielt auch dort den Preiß mit der Zeichnung einerVenus l. c. II. 3 . , 55 . Auch dieser Künstler hat,unter dem Namen Masquelier Sohn und Mas-quelier jünger, für das unter dem Art. seinesVaters angeführte Werk der Oalerle «je klorencemehrere Blätter von geschnittenen Steinen geetzt,welche nachwerts von seinem Vater u. a. mit demGrabstichel vollendet wurden. Dann ist er ohneZweifel derselbe, welcher, ebenfalls unter dem Na-men Masquelier jun. für das XIV. Heft desMuses krsnhois. nach Fragonards Zeichnung:August, der das Grab Alexanders besucht, vonSeb. Bourdon fürs XXXVIII. Heft die letzteOelung, von Jouvenet, nach Dubois Zeichnung,und noch jüngsthin (1808.) für das I.XI V. Heft:Christus an der Säule, von la Sueur, nach Ge-ralds Zeichnung gestochen hat.

* (Ludwig Joseph) , bisweilen,

mit französischer Flüchtigkeit L. A. L- B. undL- G> auch Masquelier, Vater, rudrizirt,Stecher mit der Nadel und dem Grabstichel, geb.zu Lilie in Flandern ,761, ein Schüler von le Bas,der seinem Meister Ehre macht, und die Land-schaft auf eine sehr geistreiche Weise behandelt.Rost VIII. 332 . führt von ihm , 3 . Blätter dieserGattung nach Dietrich, le May, Potter, Robert,Ruysdael , Tenicrs und Dernet an. Ferner einevon den ,6. großen Schlachten für den Kaiserin China ; das schon im Lex. bemerkte Blatt nachG. Douw; -^rrlvee se Voltaire aux LliampsLl^sees u. s. f. ei» Verzeichniß meines sel. Vatersnoch: I.e Oejeuner cle kernezr, nach Denon,und les Oaranks cle In kellerte publique nach St.Quentin an. Eines seiner Blätter (ein Stier,nach Potter) trägt den frevelhaften Titel: l'H-mant «le la belle Lurope. Mehrerer! hat er ge-meinschaftlich mit Andern, wie z. B. mit seinemLehrer le Bas, Helmann, Nee u. s. f. gelieferr;Einiges für die Vo^s^e ll'Italie von St. Non,und wohl an die 5 o. Blätter für die Vo^axe pir-roresqus cle la 8nisse dieses so gut, als dieschändlich nachläßigen Zeichnungen von Barbier,Bertaux, Chatelct, Liebetaux, Perignon u. s. f.(welche eben so wohl Ansichten jeden andern Lan-des heißen könnten) solches zulaffdn mochten. Inneuern Tagen dann, von ,8o,. an, war er Her-ausgeber, oder doch Leiter der bekannten (schönen»Sammlung der: 1 'sbleaux, 8tatue8, kssrelietset Lamees «je la Oalerie cle klorerice et ciuPalais pittl. wovon bis End 1804. bereits XXX.Hefte, jedes von 4 Blättern, mit Erklärungen vonMonge; (das Heft zu 24. Fr ) erschienen waren.Die Stecher des Werks wurden durch ihn gelei-tet, und einige Blätter von ihm selbst, wenigstensvollendet, worunter vorzüglich mehrere Cameen,ein Paar Basreliefs, und (Heft XXVltl.) dasSchrecken nach Galvator Rosa gehörten. Ebenso glauben wir, daß er derjenige Masqueliersey, der an Mellings Prachtwerke der Vova^ecle Lonstantinople Antheil genommen halte. -Vottv.cies II V. sparn.

(N. F. oder N. F. I ). So un-

gerue wir die Entia vervielfältigen, und die Unrziiverläßigkeit der französischen Notizzcn in Absichtauf Anzeige und Rechtschreibung der Taufnamenkennen, glauben wir doch, daß dieser in neuernTagen oft vorkommende bl. F. oder tJ. L. ILliasquelier mit den beyden Obigen nicht zu