Band 
Zweyter Theil [2].
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790
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790 Masquericr.

verwechseln sey. Auch Er hat nämlich theils Versschiedenes für die mehrrrwähnte Oslerle 6« stio-rence. wie j. B- (Nest XXX.) die Starüe einerNereide auf dem Mecrpferde dann ebenfallsfür's Nüsse krsn^sis (Heft XVlll.) nach Ewerbacs Zeichnung eine holländische Wachtstubc von

I. le Duc gestochen.

Welcher von den dreyen dann endlich derjenigesey, der (lediglich unter dem Namen Masque-lier) gemeinschaftlich mit Lienhard, nach Mar-chais Zeichnung, le öoccs^e von du Jardin,für's VII. Heft des Nusee strsn^sis gelieferthat, ist uns unbekannt.

Masquerier (I.), ein wahrscheinlich nochgegenwärtig zu London lebender französischer Künst-ler, von dem es in der AUg. Runstz. 8°. (C.206.)heißt: Daß um i8oZ. nach ihm der EngländerFurner: Bonaparte, der die Consulargarde mustert,gestochen habe; ein Blatt, welches in Deutsch­ land 12. fi. kostete? Nach FioriUo V. S. 8 i 5 . wardas Urbild ein Panorama.

* Masriliez oder Masrelier, vielleichtMariie (Ludwig). Bloecnstählll. igi.nennt ihnMarelrer, und einen gebornen Schweden . In1771. erlangte er den ersten Preiß in der AcademiaElementina zu Bologna , und ward in Folge dessenvon derselben zum Ehrenmitglied angenommen.Bey seiner Rückkehr aus Italien arbeitete er inKönigl. Diensten. Unter dem Namen Masreliererscheint, wahrscheinlich Ebenderselbe, in öffent-lichen Nachrichten 1797. mit dem Titel eines Kö-nigl. Schwedischen Malers und Mitglieds derMaler- und Bildhauer-Akademie zu Stockholm ,und selbst noch i 8 o 5 als Ritter, Geschichtsmaler,Hofmaler, Hofintendent, und gerade damals, anDie Stelle des verstorbenen L. M- Pasch zum Necrchor oder Direckor der erwähnten Akademie ernannt.>So viel und mehr als genug von seinen zahl-losen Titulaturen. Von seiner Kunst und den Pro-dukten derselben ist uns dafür nicht das Geringstebekannt.

Massa (Johann), ein Priester von Carpi, vor-züglicher Künstler in der sogenannten Ecagliola,und darin einer der beßten Künstler derGriffoni,welcher, gemeinschaftlich mit Joh. Pozzuoli m er-ineldter Kunst, theils in seiner Vaterstadt, theilsan benachbarten Orten, zu Guastalla, Novellaran. s. f. wunderschöne Arbeit geliefert hat. Seinbesonderes Talent bestand in Darstellung von Ar-chitektur, von Garten, von Ferne», womit er Al-täre, kleine Tische u. s. f. zierte, und sich beson-ders die schönsten römischen Bauten, wie z. B.die St. Pererskirche, die Colonnadcn und den Platzvor derselben zum Gegenstand wählte. Ein beson-deres Belieben an seinen Arbeiten trug der Her-zog von Guastalla, für den er neben Andern, zweyTische verfertigte, die für sein Meisterstück gehal-ten werden, und gegenwärtig im Besitze des H.Albert Pio (?) sind. Ueber die Praxis seiner Kunstsoll er auch einen handschriftlichen Aufsatz hinter-lassen haben, der sich bey dem H. Advokat Cabaffi (?)befindet. Unser Künstler st. 17,1. an die 60. I.alt. /.anxr II. 385. Rvabosc/rr p. 253 .

(Joseph). So nennt Soprans (X. st).

II. i 33 ) einen i? 38 . verstorbenen Maler von Mai­ land , der zu Porto Maurizio gearbeitet habe.

(Jsaac). Und so Gandellml einenKupferstecher, von welchem man verschiedene Au,sichten von Städten und Landschaften kenne.

* Massan (Anton), s. Massaro.

Massa rd. Noch hat uns, Dank sey es derfranzösischen Flüchtigkeit und Ungenauheit, kaumein Art. unsrer Arbeit so viel Mühe gekostet, alsder gegenwärtige von etlichen, vermuthlich sämt-lich noch lebenden französischen Kupferstechern, diesich fast zuverläßig alle auf Viere sollten reduzierenlassen, und dessen ungeachtet unter nicht wenigerals 32. Namen oder Buchstaben, theils auf ihren

Massard.

eigenen Blättern, theils in mannigfaltige» Notiz-zen erscheinen; als nämlich (risum tenestisl):

n. N. IV II. st. st. N. loknnn

loliann ksptist I. 6. -I. II. lolisnn kspt.Vouis 1 .6. k. - 1 . 1 ). st. X. - I. 8. st. II.

I. 8. II. - I. N. störe st. ?ü. II. Ilr-bain II Dann Nasssrä xiare Nssssrct Nssssrci

So viel scheint außer Zweifel zu seyn: Daßhauptsächlich dreye zu bemerken sind:

1. Johann, der Vater, der in neuern Tagen im-mer unter dem Namen Illanarst pere auftritt.

2. Johann Baptist Ludwig , sein ältererSohn, der öfters IHc-nar-st i'aine heißt, und

3 . Urban, der jüngere Sohn.

Von diesen dreyen wissen wir so viel.

* Massard (Johann), ohne Zweifel der I.Massard des Lexikon, Zeichner und Kupferstecher,nach Rost geb. zu Paris (nach Basan still. see. zuBellema in Perche) um 1760. (wir denken, früher!)ein Schüler von Wille, der, gleich seinem Meister, denGrabstichel mit der größten Einsicht zu führen wußte.Schon in frühern Tagen kannte man von ihm eineziemliche Anzahl Blatter , in welchen allen maueine besondere Reinheit in der Ausführung bewun-dern muß. Rost Vlll. 5 hl. führt ein. Dutzendderselben an; wie ;. B. von Bildnissen: Die Fa-milie Carls I. von England, nach van Duck; dannvon Geschichtlichem: Maria reicht dem Kinde dieBrust (mit dem galanten Tirel: ls plus bellelies Nöres, und: Hagar von Abraham empfan-gen, beyde ebenfalls nach van Dyck; Adam reichtder Eva den Apfel, ein sehr großes Blatt, nachEignani; endlich von Gattungsblättern: le steverlle Is Nsries, nach P.. A. Baudoin; dann isOruclie csssee, Is l)sme bienfslssnte , Iskönne Nöre oder Is Nere dien simes, Is Vertuebsncolsnts, und besonders Is stsrsl^tlgue, allenach Grenze. Mehrere andre führt ein Verzcich-niß meines sel.^Vaters an; wie z. B. Is ilonklsnceä'^Iexsollre nach I. Rellout (was auch le Vasseurgestochen), und trois stilles en LonversStloa,nach van der Werff (1771-)- Von da an ist unsvon ihm bis zu Anfang des laufenden Jahrhun-derts nicht das Geringste bekannt. Während denStürmen der Revolution mochte er sich in einsicheres Dunkel zurückgezogen haben, als er aufeinmal wieder mit einem trefflichen Blatt: Sa-krales Tod, nach L. David erschien, welches 5 «. Fr.kostete. Diesem folgten dann, von Zeit zu Zeit,für das Pcachtwerk des Nusöe strsn^sis (Hefr V.Vlll. Xstill. Xl.Vll. Xl-VIll. stlil.) also bis undmit 1807. nunmehr stets unter dem Namen Masssard des varers:

>. St- Paul der die Kranken bellt, nach le Sueur,von Molinchon gcmchner, von Pauquct geeyk, undvon unterm Massard vollendet.

2. Eine H- Familie nach pousslii, von Duchemm ge-zeichnet.

Z. Clelia und ihre Gefährten nach Stelln, von Ode-vaere gezeichnet.

4. Melieertes oder Paleinon-Gmphale , antikeStatue nach Grangers Zeichnung.

5. Ein Vildniß nach Kembrandt, von Dnbvis ge-zeichnet.

6 . Das Dildniß des Präsidenten Nichardot, nach vanDyck, von Naigeon gezeichnet.

Dann war Er es, der zu den in 1806. erschie-nenen Vie st Oeuvres c>6 X. l'oussln, psr R

III. 6arVt ste ät. 8°. wie der Pro-

spekt davon besagt, wenigstens mit Einem seinerSöhne (Nssssrci, xröie er/i/5) die Blätter lieferte;wobey aber zu bemerken ist, daß eben diese Ar-beit nicht minder als 7. verschiedene Namen trägt,das Meiste von einem st. N. gezeichnet und voneinem N. (die wir beyde, unter diesen Zeichennicht kennen) geatzt, und von I N. pers vollendet ist.Ucdrigens erhalt dieses Werk in einer Notiz desMeuselschen Arch. (l. 178 ) ein Lob, das