Band 
Zweyter Theil [2].
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801
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M a t t i o l l.

Torrelli's Zeichnung (deren die ganze Kirche äusser-lich 04. zahlt). Für die größer« (riesenförmigen)bekam er <><>«. Thlr. und für die kleinern 5 nn.(Torrelli für jede Zeichnung 8 . Dukaten). Ander Treppe des sogenannten Brühlschen Palais stehtferner von seiner Arbeit Flora und Meleager, undam Eingänge abermals zwey colossale Bilder: DieWachsamkeit und die.Wissenschaften. Im BrühlschenGarten dann sind von ihm »och übrig gebliebenHerkules und Omphale mit Kindern, und Bas-reliefs welche die Thaten des erster» vorstellen, aufHohen Postamenten, wie auch Mars und Venus,Jupiter und Pallas, die in einem meisterhaftenStyl gearbeitet seyn sollen. Diese etwas dispa-raten Urtheile über unsern Künstler finden sich inFüflll's Annalen II. io. 11.29 und in Hasche'sDresden I. 654 - II. 153 . und 7 l 7 §c. S. imLex. den Art. Mader, der nun aber theils obendurch einen neuen Art. theils durch den gegenwärti-gen unnütz gemacht wird. Nach dem Sachs. Lur.Aab. 1748. S. 192. und 1749. S. 14. siarb er zuDresden 1748., 6066. Jahre alt.

* Mattisli (Hieronymus). Lanzi II. 2. 5 i.zahlt ihn, zum Theil dem Lex. entgegen, unter die-jenigen, welche den Carracci folgten, sobald dieseeinen gewissen Ruf erhielten, und setzt dann hinzu:Seine meisten Arbeiten, die er schon von 1677. andatirt, befanden sich in Privatkabinetten, und be-sonders im Hause Zani zu Bologna .

* (Ludwig). Rost IV. 86 . setzt seinTodesjahr wohl durch Druckfehler in 17,1. an.Sein Geburtsort war ein Flecken im FürsienthumMasserano . Ungeachtet er sich nicht auf das Malenlegte, sieht man doch von ihm eine Landschaft inDel auf der Mauer an der Stiege der Kirche Bar-tholome di Reno zu Bologna , sonst auch die Kircheder Waisen genannt, denen er 56 . I. als Zeichen-nnd Schreibmeistcr vorstand. Von ihm werdendort ein Duzend, in einem Verzeichnisse meinessei. Vaters aber an die 90. Blatter angeführt. DieMeister, nach denen er gestochen hat, waren: I.F. Barbier! (14. Landschaften); F. Bosio ( 4 - Land-schaften); A. Carracci (eine Geburt in gedachterSt. Bartholomai - Kirche), ein Blatt , welchesFüßli II. i 38 . leicht und geistreich geatzt nennt;H. Carracci eine H Familie, die Samaritanerin,und St. Franzisc; L. Carracci eine Verkündigung(selten), eine Beschneidung, St. Johann mir demLamme, und (wenn obige nicht schon darunter be-griffen sind) 5 . Blätter nach den Gemälden einerKapelle in mehrerwähnter Waisenkirchc zu Bo-logna ; nach P. F. Citradini (eine Verkündigung);nach I. M. Crespi, mit dem er durch ^besondreFreundschaft verbunden war, über 3 ». Blatter (da-runter 2». zu dem Gedichte Bertoldo u. s. f ); dannvon Einzelnem nach Crespi, neben Andern eineMadonna mit 1743. datirt, wo er 81. zählte);ferner Mannigfaltiges nach D. Creti, van Dyck (ein Ecce Homo), M. A. Franceschini (Tod desH- Joseph), D. Fretta , Gionima, I. Mazza(Statüe von St. Johannes), I. Mctelli (denGroßherr, der von seinem Esel fallt), I. Viani,I P. Zanotti. Noch kennt man von ihm, ohneNamen des Malers: Einen Sr. Hieronymus inder Wüste; dann: hr'imi Element! clella ?lttura,rsccolti cls vsri ^utvri per uso ste Urincipisuti1728. mit einem treflichen Titelblatt, das die Ma-lerey in einer schönen Landschaft allegorisch vor-stellt; ferner 12. Blätter zu einem Werke: los b'.i8t^lle I.oui8 XI V. u. s. f. Die gründlichste Litteraturüber seine Arbeiten s. bey Gandellini, wo zugleichseine Jugendgeschichte recht gut erzählt, uud nebenAnderm bemerkt wird: Daß er, ohne Anleitungeines Meisters weiter gekommen sey als so Manchemit-dieser Beyhülfe; wohl habe er fleißig nachPerelle studirt; hiernächst, daß er sich stets ver-vollkommnet habe, und überhaupt die Arbeitenseiner männlichen Jahre, und selbst seines hohenAlters, vor denjenigen seiner Jugend weit denVorzug verdienen. Heinecke (Iciöe ßöuöralsp. 122.) endlich will wissen, daß.mehrere Blätter

Matweof. gor

von Jos. Mar. Crespi, den er Marrhioli's Lehrernennt, unter dem Namen dieses letzter» erschienenseyen.

* Matron ( ). Derselbe hieß T. und

wird für Gerard Douw's Schüler gehalten.

Mattue oder Marreus (Cor.), ein nie-derländischer Kupferstecher, der mit dem oben an-geführten Märchens von Antwerpen wohl nichtzu verwechseln ist. Sonst kennt unsers Wissensder einzige Barrsch (V. 7577.) drey einzelne sehrseltene Blätter mit einer äusserst leichten und geist-vollen Nadel geätzt; alle drey Landschaften: Dieeine mit Ziegen und ihrem Hirten, die andre miteinem Thurm am End' einer steinernen Brücke, diedritte mit Maulrhieren und ihrem Treiber staffzrt.

* Marurino, von Florenz . Mit seinemFreund Caldera verband er sich so genau, daß derEine z. B. ausmalte was der Andere angefangenhatte. Auf eine zierliche Zeichnung waren sie be-sonders beflissen; kein Ueberrcst des Alterthumsentgieng ihrer Aufmerksamkeit. Damit bildeten siesich einen so vollkommenen Geschmack, daß mansie nach ihren gemalten Frisen, Basreliefs u. s. f.für Zeitgenossen der antiken Bildhauer hatte haltensollen, ohne daß deswegen ihre Arbeit jemals einerCopie glich. Da sie übrigens merkten, daß ihrColorit an Leben und Anmuth demjenigen ihrerKunstgenossen nicht gleich kam, so legten sie sichauf das Grau in Grau (namentlich auf die Weise,die man Sgrafitto nennt). Kleider, Vasen, Waffenund Opfer der Alten waren ihre Lieblingsgcacn-stände. Marhurin starb an der Pest, die in 1527.dem bekannten Sacco di Roma folgte.

Auch Lanzi I. 424. nennt unsern Künstler,eben so wie seinen Freund Caldara, einen besondersstarken Zeichner und Maler von Frisen, die aber,leider! meistens zugrundgegangen; am Deßten seynoch ihre Fabel der Niobe alla Maschera d'Orovon der Zeit und den Barbaren verschont geblieben,und eben ein großes Glück, daß Cherubin Albcrtrund Santi Bartoli noch so viele derselben durch ihreBlatter gerettet haben. Nach ihm insbesondershaben P. P. A. Robert und N. le Sueur sür dasbekannte Werk des Crozat das Opfer des Elias,Andrem» und N. Vicentino, beyde die Klclia,welche zu Pferd durch die Tiber schwimmt, undI. I. Prestcl Jole, die Herkuls vergiftetes Hembdzerschneidet, Alles in schönen Zeichnungsmanicrcngeliesert. Nach winkler sollen die beyden Hell-dunkel-Blätter, von Andreani und Vicentino inHolz geschnitten, sehr selten seyn.

Marrroeff (Theodor), ein junger russischerLandschaftsmaler, welcher im I. 1802., und, wiewir glauben, wenigstens noch 1806. in Rom lebte. DerVerfasser desGirren- und BulrurgemaldesvonRom 12A Gotha i 8 c> 3 . (S. 2696c,.> charakrerisirtdenselben also: »M. hat mehr Erfindung alsStudium. Er liebt das Starke, Wilde und Auf-fallende der Natur, im Charakter des SalvatorRosa , dem er sich auch in seinem etwas kruden, dis-harmonischen Colorite nähert, ohne jedoch ihn vor-schlich nachzuahmen; daher auch seine Manier mitder des Salvators weiter keine Aehnlichkeit hat.Der Vertrag seines Pinsels stimmt mit dem Cha-rakter seiner Compositionen übcrcin, und ist mehrdreist und kraftvoll, als elegant." (Wörtlich co-pirt, ohne Angabe der Quelle, in einem Aufsätze:Charakteristik der vorzüglichste» Künstler diein 180,. in Rom lehren (in Mens. Arch. II.1. 1 54 35 .)

Marrveof, eigentlich Marcoej ef ( ),

ein russischer Maler, vornehmlich von Bildnissen(wohl von der nämliche» Familie mit Obigem,vielleicht Großvater desselben). Perer der Großehatte schon am Knaben seine Kunstralenke bemerkt,und sandte ihn 1719. nach Holland . Sein Lehrerist unbekannt. Erst in 1733. war er wieder nachRom zurückgekehrt Seine bekanntesten Arbeitensind: Das Bildniß Peters des Großen, welches inKkkkk

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