Zo6 Maybury.
heit ein felloplastisches Kabinet verfertigt, wel-ches die nämlichen Gegenstände, wie jenes des H.Etamaty enthalt, mit Ausnahme des Thurms vonNismes; wogegen aber auch in demselben mehrereberühmte deutsche Monumente, wie z. B. die Pan-liner-Zelle im Thüringischen (wohl dasselbe, wo-von oben die Rede ist) sich befinden, deren Dar-stellung zu einem so hohen Grade von Täuschunggebracht ist, daß es schwer seyn dürfte, sie zuübertreffen. Weitläufigere Auseinandersetzungenüber die Arbeiten dieses Künstlers findet man imDeutschen Merkur (Apr. 1800.), und der Thü-ringischen varerlandskunde (1802. N°. 8.).
Maybury ( ). So heißt bey Fionllo
V. 842. ein wahrscheinlich noch lebender englischerMaler von zahmen Thieren, der sich daher bei-den großen Viehmusterungen einzufinden pflegte,um solche auf der Stelle abzubilden.
Mayelein (Andreas), Schreiner und Me-chaniker von Nürnberg , geb. 1642. ist uns alleindurch sein Bildniß bekannt.
Mayenhofer ( ). So heißt in Men-
sel« Mus. VI. 9/. ohne Weiteres ein jungerKünstler, von welchem man bey einer Ausstellung (?)von i/88. gute Kopien nach großen Meistern sah.
Mayer (Constanza). So heißt bey Fi'orillo111. 494. und 52b ohne Weiteres, eine französischeMalerin neuerer Zeit, Schülerin von Suvee (inEandons Anna!. (XV. 33 .) heißt es vonPrud'hon ). Wohl diejenige Madmois. Mayer,welche auch im TAmanacb cles beaux-^rts von1800. unter den damals zu Paris lebenden Bild-nißmalern erscheint. Von ihr sah man auf derAusstellung des I. XIII. die Unschuld zwischender Liebe und dem Glück. Viele hielten es füreine Arbeit ihres letzgenanntcn Lehrers, den sievollkommen nachahmte. Ucberhaupt zeigte dieseKünstlerin ein großes Talent, das sie zu mehr alseiner bloßen Nachbildnerin geschickt machte. BeyLands» l. 0. wird dann eine neuere Arbeit vonihr aus dem Salon von 180/. beschrieben und imUmrisse abgebildet, welche Venus (fett genug) undAmor schlummernd darstellen, wie sie von den Ze-phyren geliebkost und geweckt werden. Dort wirddie Idee lachend und graziös genannt, und sowohldie fließende Zeichnung als der leichte Pinsel andiesem Bilde gerühmt, aber nochmals gewünscht,daß die Künstlerin die Bahn der bloßen Nachah-mung verlassen, die Natur studiren, und sodannsich ihren eigenen Schwingen vertrauen möchte;nebenbei- aber bemerkt: Daß denn doch derley an-genehmen Gegenstände sich für das weibliche Ta-lent beßer geziemen, als starke, pathetische, undbisweilen schreckliche, denen sie selten Genüge zuleisten im Stand sind. Auch auf dem Salon von1808. hatte sie ein Paar Bilder »anakreoncischenInhalts" (wie es in öffentlichen Nachrichten heißt),ausgestellt (darunter eines: Liebesgötter, wie sieihre Fackeln an jener ihrer Mutter bey ihrem Er-wachen entzünden), welche eben so artig gedachtals ausgeführt waren, und daher auch so wohlgefielen, daß sie von der Regierung angekauft wur-den. Dort befand sich die Künstlerin unter denAnwesenden, als der Kaiser in Person den erwähn-ten Salon besuchte. MÜt.
— — (H.). So heißt irgendwo ein Kupfer-stecher, von welchem man das mit i 65 o. datirteBildniß des Amsterdamer-Pastors P. Wittewrongel,ohne Namen des Malers, kennt.
* — — (Jeremias), s Meyer.
— — (Johann), ein Kunstgartncr, geb. zuSchmezna, einer kleinen Stadt in Böhmen , imRakonizer-Krays i /36 durchreiste in Absicht aufseine Kunst Deutschland, Frankreich und Holland .In 1768. trat er in Würzburgische Dienste, woer den neuen Hofgarten nach seinen eigenen Rissenmit viel Geschmack und Kunst anlegte. Ob dieseRiffe, nebst Anderm von ihm, wie es damalshieß, in Kupfer erschienen seyen, ist uns unbekannt.
Mayer.
Von seiner ?c>mc>na k'ranosnioa trat ein erster Bandin 1777. aus Licht. Mensel 1 . Von dieser Zeitan haben wir nichts weiter von ihm vernommen.In Mensel ll. (1789.) wird er wenigstens nichtunter den Verstorbenen genannt.
Mayer (Joh. Franz), ein Maler zu Mann-heim um 1770. Seine Arbeit bestand theils inLandschaft- theils in Gattungsstücken. Derselbehielt sich lange in Paris auf. Nach ihm gestochenhaben: I. Deny zwey Blatter , Gegenden umMannheim ; C. Gutteubcrg: la Dronpo ambulante ;Mathieu: Is Ler^vr 8icillon; D Nee: la Oan isäs« Our.-r, und Vangclcsii: l'.^bbrsuvoir. Zrmr-ckeL et
7- — (Johann Friedrich), Königl. Poln.Sächs. Hofemail-Maler, überreichte bey derDresdner -Huldigung dem nachherigen Könige Au-gust 1 l. einen gläsernen Pokal mit ächten Grana-ten und goldemaillirten allegorischen Devisen. St.zu Dresden 70. I. alt ,752. Sachs. Rur. Rab.1/33. S- 07. 1752. S. 208.
— — — — — wahrscheinlich
derselbe, der im Lex. ohne Taufnamen, als Pcr-svektivmaler erscheint, und wohl des obigen Joh.Friedr. Sohn, geb. zu Dresden 1728. lernte bei)Schulze, einem Dildnißmaler, und bey dem Thea-termaler Bibiena . Lange Zeit arbeitete er für dieBühne zu Dresden, alsdann (1751.) zu Potsdam für das Königl. Bauwesen. Um 1771. malte erdie dort umliegenden Gegenden, welche der Königkaufte, und in das Kavalierhaus hängen ließ.I. A. Krüger hat dieselben in Kupfer gcetzt ssu-colai, n. s. v. Meyer auch Mensel 1 . Er scheintum 1789. noch gelebt zu haben.
— — (Johann und Leonhard). So heißenirgendwo zwey Miniaturmaler von Göggingen ,welche um 1770. zu München gearbeitet haben.
— — (Johann Tobias), s. Maser.
— — (I.). Ebenfalls Maler, der vermuth-lich zu Basel gearbeitet hat. Nach diesem haben,neben Andern, E. C- Heiß und B. Vogel das Bild-niß des dortigen Kaufmanns R.E. Passavant, undPh. Kilian dasjenige der Markgrafin zu Baden,Louisa Christina von Savoyen in Schwarzkunstgeschabt.
— — (Leonhard Christian), Maurermeistervon Augsburg , lernte die bürgerliche Baukunstzuerst praktisch bey Schneidemann (zu Regens-durg?); hernach kam er nach Berlin , und studirteerst spätherhiu i als der König das Opernhausund andre große Gebäude aufrichten ließ), beyseinem Bruder Andreas, damaligen Professor zuGreifswalde , hintennach auch die Theorie. VonBerlin gieng er weiter nach Wien, Venedig undRom , und besuchte eine Zeitlang die dortige akade-mische Schule. — Neben dem erwähnten Andreas(geb. 1715. lebte noch 1779 ) widmeten sich nochzwey andre seiner Brüder (Martin Hreronymns,st. 1766. 47 . I- alt, und Johann Georg, lebtenoch I 779 -) den mathematischen Wissenschaften,und zwar alle zu Greifswalde , von Sterte»S. 206. Ebendess Lunstgesch. v. AugsburgS. 5 ». u. 52 .
— — (Ludwig), ein Künstler dieses Na-
mens von italienischer Herkunft, begleitete seinerZeit den Sir Robert Ainslie, als brittischen Ge-sandten nach Constantinopel, und auf einer Reisedesselben nach Egypten. In 1802. erschien dann,als Frucht dieser Reise: Vues en etc.
nach den Originalzeichnungen unsers Künstlers,von Thomas Milton, und unter dessen Anleitunggestochen in 7 , 8 . ausgemalten Blättern, mit 109.Seiten Text. kol. j^anson, ein Prachtwerk, wel-ches sehr gerühmt und übrigens bemerkt wurde,daß, da das Fach des Zeichners vornehmlich dieLandschaft war, man über Figuren, Architekturu. s. f. nicht mit ihm rechten, und selbst von denProspekten keine große Wirkung durch künstlich ver-