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größer,» kennen wir einzig: Einen Herkules Mu-sagetes, und ein Epitaph auf A. W. von Arnim(1771.), beyde nach seiner eignen Erfindung, undeine bergigte Landschaft, von gleichem Jahr, mitder Unterschrift: A kasallt-iroclc near 6uäens-derg in kissgia, nach der Zeichnung von I. H.Tischbein. In 178z. verfertigte er für das Offizier-korps des Regiments Ziechen, zur Feyer des Ge-burtstags dieses tapfern Feldherrn, eine allegorischeZeichnung, wovon sich eine ausführliche Beschrei-bung von Biester in Meusels Aliscell. XIX.5 o—- 53 . befindet. Ein von dem Künstler selbstgeatztes Blatt nach derselben wurde zu einem halbenFriedrichsd'or Subscription angekündet, scheintaber nie zu Stand gekommen zu seyn. FünfBambochaden nach ihm hat I. G. Unger vortref-lich in Holz geschnitten.
Meilbore (N-). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, von dem man einemit 1613. datirte gebirgigte Landschaft kenne.
Meil» (Salomo ), ein junger Künstler, imDorfe Wädenschweil am Zürchersee seßhaft. Aufdem Zürchersalon von 1807. sah man von ihm: DieKindesliebe in 9. Bl. nach den Zeichnungen vonJ.«M. Usteri geatzt und colorirt.
— — ( ), ein junger Künstler, aus dem
Dorfe Hittnau , K. Zürich. Von ihm sah manauf dem dortigen Salon 1799. eine Geburt Christi,nach Raphael, in Aquarell, mit einem Wachsgußüberzogen; dann einen betenden Wandrer am Weg,und einen Einsiedler, beyde nach KobinSki; undauf der Ausstellung von 1801. Lavatcr, am Endseiner Tage, im Schooß seiner Familie, nach Lipsgeätzt, und mit dem Pinsel ausgemalt. Neuereshaben wir nichts von ihm vernommen.
Meils ( ), ein englischer Miniatur-Maler,
lebte um 1803. zu St. Petersburg , wo man aufder Ausstellung desselben Jahrs schöne Arbeit vonihm sah. §,or,llc> R. S- II- 85 - 86 .
Me, lzhemer ( ). So wird bey Hüsgen
(N- A- S- io.) ganz ohne Weiteres, ein Frank-furter-Maler des XV. Jahrhunderts genannt.
Me »necke ( ). Und so, nach Leller
S. 215. ein Bildnißmaler aus Dresden , Schülervon Mietzsch und Hutin, der »im 1788. zu Peters-burg gearbeitet habe.
— — ( ), die Gebrüder, errichteten um
1786. eine Kunsthandlung zu Magdeburg . Meuss.Mus. I. 98.
* Meinhard (Johann Gregorius), s.Memhard.
Meinier ( ). So wird (1804.) in Meu-
sel's Archiv I. 2.129. ohne Weiteres, einer derbessern Geschichtsmaler der neuern französischen Schule genannt.
Meisner (Daniel). So heißt irgendwo,ganz ohne Weiteres, ein böhmischer Kupferstecher,von dem man Bildnisse kenne; wie z. B- diejenigender Grafen Philipp und Johann von Nassau.
Meißner (Andreas oder Joh. Heinrich), einBildhauer, der für einen Königsberger gehaltenwird, arbeitete zu Danzig , wo man auf der Börsedie eben nicht ganz gerathene marmorne SkatüeKönig August III. von ihm verfertigt siehet. Reden-dem kennt man von ihm kleinere Bilder in Elfen-bein, Holz, Bernstein u. s. f. Und eben so malteer nicht übel kleine Kabinetstücke in Wasserfarbe.Dieser Künstler, der in seinen letzten Jahren ebenkeine sehr ordentliche Lebensart führte, starb insehr dürftigen Umständen vermuthlich um 1760.andre sagen 1770. Mensel Misc. III. 56 . wovon ihm ein Paar Anekdoten erzählt werden: Wieein deutscher so genannter Dilettanre eins seinerLehrlingsstücke für ein italienisches Meisterstück ge-halten, und über 100. Thlr. darauf geboten; wie
Melan.
er zwey schöne wohlgestaltete Töchter zu Modellengebraucht, u. s. f.
— — (G- Benjamin), ein deutscher Kupfer-stecher, gab 1804 eine Karte von Deutschland ,und einen Grundriß von Leipzig . Letztre eigentlichfür BauersGeschichre des XlX. Jahrh. Erstrein das Taschenbuch für /remde in Leipzig .
* Meißonier (Julius Aurelius ). Vondiesem vielgestalten Künstler heißt es bey Miliz,»L<l. rers. II. 3 §i. »Hätte er nur Goldschmiedarbeitgemacht, so würde er darin vortreflich gewordenseyn; wo er sich hingegen späterhin auch mit Archi-tektur abgegeben, die er nun gar nicht verstand.Denn, was kann lächerlicher seyn, als seine Zeich-nung für die Kirche St. Sulpice zu Paris ? DasFeuerwerk von 1729. nach seiner Erfindung hatLaureoli gestochen, de /onrena» setzt das Geburts-jahr dieses Künstlers, durch Druckfehler, statt1695—96. in 16Z6. an. Uedrigens bemerkt Äasan(L<l. sec.) wohl mit Grund, daß auch der Ge-schmack seiner Goldschmiedsarbeiken, die sich in derbekannten Sammlung von Huquicr finden, seitherganz aus der Mode gekommen sey.
Meister (Georg), ein Kunstgärtner amDresdner-Hofe, war »653 zu Brücken im Thürin-gischen geb. und 1712. zu Dresden gest nachdemer Indien und Amerika zehn Jahre durchreist hatte.In 1692. gab er seinen: Grienralisch-Indiani-schen Runst- und Lustgarten. S. HascheDresden I. 428. Bodenehr hat sein Bildniß 1691.nach Batlarsky gestochen.
Me, sterrer (Stephan), ein ehemaliger deut-scher Kunstverleger. Mit seinem exc. bezeichnetfindet sich z. B. das Bildniß Kaiser Carl VI.
* Meiringh (Anton). Das Blatt nach Callot ,dessen das Lex. Erwähnung thut, ist die Versuchungdes H. Antonius. In der Zueignungsschrifc nennter es sehr bescheiden : IU8U8 8ul 8t^u. ( 7 airäe//r»i.
* Mela (Anton), lernte um (nicht 1617. wiedas Lex. sagt sondern um) 1717. bey Santo Prunati,und starb 1742. 42. I- alt. Von ihm kennt man,neben Andern,, zwey Altarblätter für die KirchenSt. Maria Rocca maggiore, und St. Margarctha(zu Verona ?), und zwey Deckcnstücke in dem PallastPompei zu Jllasi.
* Melan (Claudius ), Maler, Zeichner undKupferätzer. Die Anfangsgründe der Kunst lernteer in seiner Jugend zu Paris ; alsdann gieng ernach Italien , fand dort Vouet, besuchte dessenSchule, und fieng an im Geschmacke seines Lehrerszu malen. Bald aber widmete er sich ganz derStecherkunst. Nach seiner Rückkehr ins Vaterlandsah' er seine Talente belohnt. Ludwig XlV. gabihm ein Jahrgeld und eine Wohnung im Louvre.Noch in seinem höchsten Alter hörte er nicht auf zuarbeiten; daher ist sein Werk sehr zahlreich undunterhaltend durch die Verschiedenheit der Gegen-stände. Seine Kunstcharakteristik geben IDarelerund l'Evesque, wie folgt, an: „Sein Umrißist rein, der Zug seines Grabstichels fließend; seinemännlichen Köpfe haben Charakter, und die weib-lichen Anmuth. Bey seinen Arbeiten in Rom kreuzte er noch seine Striche gleich andern Stechern;in der Folge aber dachte er darauf, die Formenund das Helldunkel durch eine einzige Lage vonStrichen (seul ranx cle taille8) auszudrücken, dieer verstärkte oder schwächte, wie der Ton es er-foderte." »Besonders sinnreich" (setzt Rost VII.ii 5 . hinzu) „ ist seine Manier bey den Gewändern,welche wirklich in Falten erscheinen, da die Strichesich genau nach diesen richten. In solcher Maniererlangte er großen Ruhm, der vielleicht wenigerglänzend seyn würde, wenn er nicht sein wirklichesVerdienst durch jene Sonderbarkeiten unterstützthätte. Indessen muß man sich billig über die Kraftwundern, die er bey einer so großen Sparsamkeitder Taillen in seine Arbeiten zu legen wußte. Be-sonders ist sein bekanntes heiliges Antlitz (dessen