Band 
Zweyter Theil [2].
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827
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M e ii a g e o t.

zu ergreifen. Lehtrcs Bild (das sonst auf der Aus-stellung selber bey dem größer» Publikum keinenbesondern Beyfall erhielt), erwarb ihm, deswegennicht minder wohlverdient, einen Platz in derFranzösischen Akademie, und die Stelle einesProfessor Adjnncius bey derselben. Um dieselbeFeit (1781.) nennt ihn eine unsrer Handschriftenbereits als einen geschickten Künstler, der, nebst-Aubry, Beaufort, Bcrthelemy, Brenct, Callet,David, Doyen, den beyden la Grenee und Vis«i(ebenfalls Mitgliedern gedachter Akademie) histo-rische Gemälde für das Königl. Museum verfertigte.

Ueberdies erhielt er" (wie es dort heißt) «vonder Stadt Paris den Auftrag zu einem allegorischenBilde auf die Geburt des Dauphins, welches i<Vjn die Höhe, in die Breite hielt, und reich anFiguren (darunter zwölf in Lebensgröße) war. Um178Z. gierig er, als Direktor der französischen Aka-demie, zum zweyten Mal nach Rom , kehrte aberschon 1787. seiner schwächlichen Gesundheit wegenvon dorr zurück, und lebte seitdem zu Paris , woer um 1804. die Stelle eines Professors an dersogenannten Spezialschule mit i 5 oo. Fr. Gehalt" bekleidete. Mensel's Arch. l. 2. 129. u. (I^c.Auf dem Salon von 1806. sah man von ihm wiederzwey Bilder: Venus, die der Diana den jungenAdonis durch List zu entrücken weiß; und den Neid,welcher dem Gerücht die Flügel ausraufen will.Von dem erstem heißt es im Pausanias FranksS. 871- Es sey zwar angenehm, und richtig ge-zeichnet; aber es mangle ihm an Wahrheit undachtem Geschmacke; die Stellung der Diana habezu wenig Adel, und selbst die Venus sey mehr artigals schön; der Farbcnton zu roseuhaft. Wirklichreizend seyen die beyden Jungcn's: Amor undAdonis . In dem zweyten sey der Kopf des Neidesschön; die Figur des Gerüchtes sollte mehr Hurtig-keit haben. Ueberhauxt wird von unserm Künstlerbemerkt: Er sey auf seinen frühern Lorbeern, ausallzuviel Zuversicht eingeschlummert, einer- undanderseits habe der Neid seiner Nebenbuhler ihnauf die Seire zu schieben, und muthlos zu machengewußt. Indessen trug er doch damals den Titel einesMitglieds der Ehrenlegion, und ebenfalls in 180O.erhielt er den Auftrag zu einem der kleinern Gemäldevon Darstellungen der merkwürdigsten Ereignissedes (damals) neuesten deutschen Fekdzugcs, welchein 1808. ausgestellt werden, und nachwerts dieGalerie des Louvre zieren sollten. Fast scheint esuns aber, daß er in der Zwischenzeit verstorben seynmuß, da seiner in den Beschreibungen des erwähn-ten Salon's, wo wir nicht irren, nicht mehr ge-dacht wird. Von zweyen seiner schon erwähntenBilder liest man bey FiorlUo III. 115—17. «Seinsterbender da Vinci ist edel componirt, ausdrucks-voll, tadelfrey in Rücksicht des Cosiume's, undlieblich colorirt. Sein Meleager dann reich, edel,mit hoher Würde angeordnet, und als sei» Meister-stück zu betrachten." BeyLandon, der von bey-den (Annal. III. 12Z—2',. und V. 1Z2— 55 .) dienähere Beschreibung und Abbildung (von Meleager minder gut als der pausamas Fran^ais) giebt,wird ungefehr eben so geurtheilt, und an demerstem namentlich noch die richtige Zeichnung, das(wie es hier heißt) lebhafte Colorit und der leichtePinselsirich gerühmt. Noch ist zu bemerken, daßdiese Gemälde, in großer Vollkommenheit in Go-belin gebracht, i» der dortigen Fabrike aufbewahrtwerden, wo besonders der Meleager, von la Fondmanufakturirt, von Pins VII. bey seinem dortigenBesuche 18« j. hoch bewundert, das Urbild selbstaber in 180Z. im Salon zu Paris (in Ermanglungneuerer Kunstwerke von solchem Werthe) zum zwey-tenmal aufgestellt wurde. Einen treflichcn Stichim Umrisse giebt von diesem letztem der oft er-wähnte pausanias Fran^ais S. 27Z—7/,. wo esdavon heißt: «Die Composition dieses Bildes istnüchtern; die Figuren, in natürlicher Größe, sindwohlgruppirt» und von edelm und rührendem Aus-drucke; die Köpfe von einem schönen Charakter,und das Nackte, zumal die Arme und Deine desiungcn Helden, recht gut; nur der Kopf ein wenig

Menanosa. tz-r-?

zu weibisch für den übrigen Körperbau; die Drap-pecic malerisch, die Architektur von einem reinenStyl; die Farbe frisch, glänzend und sehr harmo-nieuse. Kurz, es mangelt diesem Bilde nichts alsein etwas ernsterer und mehr antiker Schnitt; sonstist es vielleicht noch über unsers Künstlers Toddes da Vinci zu setzen, der bloß des Vortheils einescntschiednern Charakters genießt. Neben schon ge-nannten, und andern seiner Arbeiten (die sich z. B.in dem Spezialmuseum zu Versailles befinden,,rühmt dann Fiorillo (I. c.) besonders noch seinenNebncadnezar, in dem Augenblick, wo er die Söhnedes Sedekias in Gegenwart ihres gefesselten Vatersums Leben bringen läßt. „Die große, geistreicheComposition, der kräftige Ausdruck und die klassischeVollendung verschafften diesem Bilde den ausge-breitetstcn Beyfall." Gestochen nach Menageorkennen wir einzig seinen mehrgedachten Lob des daVinci, sowohl von C. Macret als von le Vasseur;beydes schöne Blätter; wo wir noch bemerken, daßeinzig bey Anzeige des letztem im Katalog vonBrandes unser Künstler Friedrich Wilhelm ge-nannt wird. Lauf. (Vouv. II. 2a. I V. 120.

* Menageor (Robert), Maler und Stecherin Punktirmanier, geb. zu Paris um 17 ,8. Er war,heißt es bey Rost VIII. Zi/. ein Schüler vonBoucher (ob er nicht etwa biessalls mit obigemAugustin verwechselt wird>, und gierig, wie einigesagen, jung nach London , wo er verschiedene Ge-genstände malte, und einige Blätter theils gefärbt,theils in Punktirmanier gestochen hat. In letztierz. B. die Unschuld wie wir glauben ohne Namendes Malers), und dessen Pendant, die Freund-schaft (Ictztrcs nach Corrcgio), beyde für Boydcll'sVerlag; dann ksorilice ä l'^mour, nach R. Cos-way; Maria, das Kind und St. Elisabeth, nachGuido; ein afrikanisches Frauenzimmer, nachLoutherburg; und endlich, nach seiner eigenenZeichnung das Biidniß von Bartolozzi . Rost I. 0.und M>c.

Menager ( ). So heißt irgendwo, ohne

Weiteres, ein französischer Kupferstecher, von demman ein Blatt: I'^mourmalemel nach C-Monnetkenne.

— — (. ), ein junger französischer Bau-

meister, Schüler von de la Gardette. Schon im I.VIll. der Republik (1800.) erhielt derselbe den vondem National-Institut zu Paris ausgeschriebenenPreiß für den Entwurf eines zu einer Nationai-schule der Künste bestimmten Gebäudes, worin sich(nach den damals herrschenden gigantesken Ideen),z. B. ein Dersammlungssaal zu Austheilung derBelohnungen befinden sollte, welcher — 9—10,000.Personen fassen könnte. «An diesem Entwürfe"(heißt es in Landon's Annal. 1 . 65—08 wovon demselben eine ausführliche Beschreibung, nebstder Abbildung im Umrisse gegeben, und dem Urhebermehr als Eine heilsame Lehre ertheilt wird) „ er-kennt man den Zögling der neuern Schule, der dasfehlerhafte System so vieler »»nöthiger Unrerab-theilungen nicht vermeiden konnte, und ohne hin-länglichen Zweck so viele Vvrsprüngc auf allenFahnden anbrachte." Eben dieses architektonischeUngethüm s. auch im VIl.Heft von Derournelle'sLranll« Urix cl'.grohitecture. In 1807. befandsich unser Menager, als Pensioiinair der franzö-sischen Akademie zu Rom , wo er, wie wir hoffen,nüchterner geworden, und auf dem dortigen Salondesselben Jahrs vier Zeichnungen nach den Altarenund Kapitalem des Pantheons aussicllle. /-Hxub/.

Menandro (VincenzX So heißt bey FiorilloIV. 188. ein spanischer Glasmaler des XV I. Jahr-hunderts, zu Sevilla , an dessen Arbeiten eine rich-tige Zeichnung und ein schönes Colorit gerühmtwerden.

Menanosa oder Menanson»r ( ).

Und so irgendwo, ohne Weiteres, ein Kupfer,siecher, der nach I- de Ponce gearbeitet habe.

Nnnnns