Z2Z Menairk.
* Menant ( ). An den Aussichten von
Versailles u. s. f. arbeitete er gemeinschaftlich mitScotin, Lucas u. a.
Meirard (Match.) So heißt wieder irgend-wo, ohne Weiteres, ein französischer Künstler,»ach welchem St. Gantrel das Bildniß von A.Hilarion von Constanlin, Grafen von Tourvillegestochen hat.
— — ( ). So wird auch im Hlmanaok
<lez Kesux-Hrts von i8oä. ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Baumeister genannt.
* Menarola (Crestano). Ein schönes Bildvon ihm sieht man in dem Pallaste der Prätoren zu 'Bassano , u. a. die man zuweilen an den verschlun-genen Buchstaben L. N. H. erkennen kann. Fiorillo11 . S> unten auch Perer M.
* — — (Christoph), dessen im Lex. unterdem Art. von Crestano M kürzlich gedacht wird.Lanzr II. 180. nennt ihn kurz einen Maler, der inden neuern Venetianischen Styl'gab, und den Iul.Carpioni nachahmte.
* — — (Peter), dessen ebenfalls im Lex.unter dem Artikel von Crestano M- erwähnt ist.Theils von ihm, theils von Crestano kennt einVerzcichniß meines sei. Vaters: Drey GeburtenChristi; eine Madonna mit St. Cacharina, St.Lucia und St. Joseph; ein Pfingsifest; einen St.Baptist; St. Martin; St. Anton den Abt: Allenach I. da Ponte. Welchem von beyden aber jedesdieser Blätter gehöre, wird nicht bemerkt.
Mende oder Menee (Heinrich), verfer-tigte i 5 c> 8 . den kupfernen Taufstein der Gk. Sle-phanskirche zu Langermünde, woran sich St. Ma-ria, St. Anna, St. Johannes, ein alter Geist-licher der vier Brodte im rechten Arme hält, u. s. f.befinden. Die Jnnschrift in altniederdeutschen Rei-men, sagt (lustiggenug): „WerHemr. Menden ,der diesen Taufstein verfertigt, oder das Seinetadeln wolle, sollte nach Hause gehn und sich umsich selbst bekümmern; fände er aber am Werkekeinen Fehler, so könnte er getrost (zum Taufstein)kommen, und sagen was ihm fehle."
— — (Johann Michael), Zimmer-und Chri-stoph Hoefel Mauermeister, erbauten von i? 5 o.an, nach G. Ohndorfs, in Freyberg, Rissen,die neue Kirche zu Chemnitz . Richters Chem-nitz Th. 1 . S. i 5 Z.
* Menderhout, s. Minderhout.
Mendez (Johann). So nennt Fiorillo I V.220. ohne Weiteres, einen spanischen Kupferstecher,von dem man ein mit 1627. datirtes schönes Blattnach der Idee Johanns de Herrera kenne.
Mendoza (Esteban Hurtado). Derselbe wirdvon Fiorillo IV. 204. unter diejenigen spanischenGroßen gezahlt, die im XVII. Jahrh, die bilden-den Künste vornehmlich begünstigt hatten.
Menecraeus oder Menecrares. Beyi)llmus XXX Vl. 0 . 2g. §. 29. heißt es: Daß dieBildhauer Apollonius und Tauriscus von Trallisden Arremidorus und Menecrares als ihrenVater und Lehrmeister — aber so unentschiedengenannt haben, daß man nicht wissen konnte,weichem von beyden sie ihr Leben und ihre Kunstzu verdanken hatten.
2 Menedemns. Am Schluß dieses Art.l. anstatt Junrus: OIc>§. I>aertiu8.
Meneseardi (Justinus). So nennt derKatalog von Brandes einen uns sonst ganz unbe-kannten italienischen Künstler, nach welchem Bar-tolozzi: Die Religion in den Wolken, mit Engelnumgeben, gestochen habe.
Mengardi oder Mingardi (I. B>).So ye>ßl irgendwo, ohne Weiteres, ein Künstler,nach welchem I. Lanki Heiligenbilder gestochen habe.
* Mengbinl (Niclans). Ein'ge setzen seineBlüthezeic schon in iO ,h. Nach ihm haben D.Barriera Pharao's Untergang, und dann ein großes27" hohes und 17" breites, schönes und seltenesgeätztes Blatt gestochen, welches zum Titel führt:1)ise§no llekFostro katto al Oiosu nella ()uin-gruiAesima sotto al /zuspicii lli Capa Innocen^ioX. (die Encharisiie in einer Glorie; im VorgrundePharao im Rothen Meer) mit: Xic. Neu^tilui8cu1tore et ftrckitetto. 6. 0. clel. D. S. (Ooni.Darr.) inciäit bezeichnet. )I/5c.
Mengoni (Jacob), ein Künstler zu Florenz um 176«. nach dessen Zeichnung I. I. Hayd dasBildniß des florenlinischen Theologen A. M. Ricciin Schwarzkunst geschabt hat.
Mengs (Anna Maria), Tochter des nach-folgenden Anron Raphaels, geb. zu Dresden 17^1. ward durch ihren Vater von früher Jugendan zu einer trcflichen Künstlerin gebildet. In 1777.vermählte sie sich zu Rom mit dem braven Kupfer-stecher M. S. Carmona, blieb aber, ob sie gleichMutter vieler Kinder wurde, der Kunst getreu,und verfertigte zahlreiche Pastelle und Miniaturen.Ihr Beßtes, was sie für den König in Spanien und den Infamen Don Louis ausführte, befindetsich in den Königl. Kabinetten zu Madrid , undin der dortigen Akademie St. Fernando, derenMitglied sie war. Sie st. 279Z. Fiorillo IV.427-28.
— (Anton Raphael ). „So weit mir"(sagt Fiorillo bemerkenswerth) „die Kunstge-schichte bekannt ist, hab' ich kein Beyspiel voneinem Künstler finden können, der bey einer sostrengen, und Beschäftigungen, wozu Genie erfv-dert mir, so entgegengesetzten Erziehung, wie dieseiuige war, einen so hohen Gipfel (verdienten)Ruhms erreicht hätte." Schon in seinem sechs-ten Jahr mußte er sich im Zeichnen, und vomachten an im Del- Miniatur- und Emailmalen,üben, ohne doch das erstre, als die Haupt-sache, zu vernachläßigen, und sich auf alle dieseStudien mit einer solchen Anstrengung legen, daßihm kein Augenblick der Erholung vergönnt war.Sein Vater 'Jsnrael, ein Mann von der härte-sten Gemüthsart, und gegen die geringsten Verse-hen seiner Kinder unerbittlich, pflegte z. B> wenner aus dem tzau^ gieng, dieselben einzuschließen,und ihnen eine glisse Arbeit aufzugeben, welchebey seiner Zurückkunft bey harter Strafe fertigseyn mußte In 1741. nahm er Raphael vonDresden mit sich nach Rom . Dort hatte der regeGeist des dceyzehnjahrigen Knaben gern Alles aufeinmal umfassen mögen, was sich seinen Augen dar-bot. Allein sein Vater leitete ihn verständig vonEinem zum Andern fort. Zuerst ließ er ihn dieMeisterwerke der alten Scnlptnr, dann den Mi-chael Angelo in der Sirlina, und endlich nachRaphael copiren. Uebngens blieb er bey dersel-ben strengen Behandlungsart seines Sohns: DesMorgens führte er ihn nach dem Vatikan , ließihn dort (bey einer Flasche Wasser und Brodt,sagt der Ritter d'Azara Opere üi lVIen^s I. XXIII.)bis zur Abenddämmerung, holte ihn dann wiederab, und nahm mit ihm bey Hause noch die schärfstePrüfung der Arbeiten und Studien des verflossenenTages vor. Auch behauptet Azara I. c. dieses an-haltende Studium nach Sanzio habe ihn schon alsJüngling fähig gemacht, gleichsam die ganze Ge-schichte aller Gedanken desselben, von der ersten An-lage eines Gemäldes an bis zu dessen Vollendung,sich selbst zu vergegenwärtigen, und solche (spather-hin) auch Andern aufs Deutlichste zu erklären. Sehrrichtig bemerkt dann der Ritter: Daß die oben be-schriebene Erziehung Ursache einer gewissen Schüch-ternheit war, die ihn (0 der schönen Sünde wahr-haft großer Menschen!) ungeschickt genug zu denVerhältnissen des geselligen Lebens machte, indemsie ihm ein Ansehn von Mißtrauen gab, und ihnin einer Unbekanntschaft mit der Welt und einerGleichgültigkeit gegen seinen Vortheil erhielt, die