M e ii z e l.
Menzel (Johann Georg), Kupferstecher inLeipzig , erscheint dort von Anfang des XVIII.Jahrh, bis zu Ende der i/äoiger Jahre, wo ervermuthlich gestorben ist. Derselbe lieferte für dieBuchhändler eine Menge Bildnisse Großer Herren,und Heller und dunkler Ncchtsgeleyrter und Aerzte,von welchen ein Verzeichnis; meines sei. Vatersüber 4 ". anführt. Namentlich arbeitete er dannauch an dem Blie8auro Morelliano. Oonk. ^lor.
Leipzig.
— — ( ), vielleicht der Sohn eines der
Obigen, Maler, lernte bey Oeser, der ihn füreinen seiner beßten Schüler erklärte. Auf der Aus»siellung zu Dresden 1800. sah man von ihm einAltarblatt in Oel , welches das Abendmahl vor»stellt. Von demselben heißt es in den deutschenBunftbl. 8°. (I. Z. 24-26.) „Dieses Bild zeigt,daß der Künstler ein großes Ganzes zu bilden ver-steht. In den Köpfen der Apostel fand man vielWahrheit und Originalität. Freylich möcht' esein Mißgrif seyn, wenn er den durch seine abge-wendete Stellung vor den übrigen Jüngern ohnehinausgezeichneten Judas , durch einen — Biß in denFinger noch mehr charakterisiren will. Auch derKopf des Heilandes schien verfehlt, und selbst dieDrapperie dieser Figur nicht wohl gelungen zu seyn.Das Schönste dann im ganzen Bilde war die Be-leuchtung durch die in der Höhe Hangende Lampe ."Noch wiiD >. o. bemerkt: Daß man unsern Künstler(statt H. Schnorr's) den Vorhang für die Leipziger -Bühne hatte malen lassen sollen, wozu er bereits eineglückliche und gebilligte Idee entworfen, und —wie er solche würde ausgeführt haben, schon andem Vorhang des Gcsellschafttheaters im Lhomäi-schen Hause zn Leipzig gezeigt hatte.
Menzinger (Joh. Jacob), ein Basler,zeichnete um r 64 «. mit Joh. Caspar Stockar dieStadt Schaffhausen , welche in M-MerlansTopographie von der Schweiz zu finden ist.
* Menzius (Balthasar). Anstatt Mnime-gen l. als sein Geburtsort: Nimek in Sachsen .Man findet von seiner Arbeit in einem Buche,betitelt: Rurze Erzählung voin Ursprung undHerkommen der Rur » und Fürftl. GrammeSachsens , Brandenburgs u. s. w. gedruckt zuWittemberg 1597.
Meon ( ), Professor der Zeichenkunst in
der Königl. Kriegsschule zu Paris . Nach seinerZeichnung hat Moitte das Bildniß Joseph II. ge-stochen. Mre.
Mer (Johann), ein deutscher Kupferstecher(von dem Formschneider des Lex. zu unterscheiden)arbeitete um 1620. mit Hieron. Wierx. //er-rec^e.
Mera (Joseph de). So nennt Fiorillo (I V.586 .) ohne Weiteres, einen spanischen Maler desXVII. Jahrhunderts.
* — — (Peter). Nach ihm hat EgidinsSadeler der jüngere das Bildniß des Arztes EmiliusParisanus gestochen.
* Merano (Franz), genannt Pagglo (Lakay)von seinem ursprünglichen Berufe, geb. zu Genua 1619. starb nach Lanzl II. 2. 5 i„. erst 1667. Der-selbe nennt ihn kurz einen guten Nachahmer desEtyls seines Meisters.
" — — (Johann Baptist«), geb. 16Z2. lebtenoch r6c>5. (Irgendwo heißt es wohl ganz irrig,er sey in 16Z2. in hohem Alter verstorben). Lanzi(II.2.Zw.> sagt von ihm: Sein Meister Castcllosandte ihn, nach seinem eignen Beyspiel, nach Parma (d. h. „ach Corrcgio zu studiren), wo er sowohlvorn Hof als von Partikularen gebraucht wurde.Zu seinem Beßren zahlt man einen Kindermord alGiesu in Genua , der viel Studium, Mannigfaltig-keit und eine schöne Harmonie hat-
Merard ( ), ein französischer Bildhauer,
verfertigte um »778. das Grabmal des Prinzen von
Mercier. 6Z7
Conti, welches in der Kapelle des Schlosses Jsle«Adam aufgerichtet ist. Unter den zu Paris lebendenKünstlern erscheint derselbe noch im ^Imunscli clesLesux-Arts von i 8 o 3 .
Merbitz (Johann Valentin), ein guter Me-chaniker, geb. zu Dresden i 65 c». studirke in Leipzig ,ward 1676. zum Konrektor bey der Kreuzschule inDresden und auch darauf zum Informator desKurfürst!. Prinzen bestellt, bis er endlich, Alterswegen, pro Lmerito erklärt wurde. In einer Zeitvon 5 . Jahren verfertigte er einen künstlichen Kopfder auf alle in hebräischer, griechischer, lateinischer,französischer und andern Sprachen ins Ohr gesagteFragen, in der Sprache in der er gefragt wurde,richtige Antwort gab. Dieser Kopf soll sogar(schrecklich zu hören!) die Gabe der Weissagungbesessen haben. Merbitz war Willens, noch zweyähnliche Maschinen, die vollends mit einander —discouriren sollten, zu verfertigen, als er 1704.darüber starb. Jöcher.
Mercadier (Marc). So nenntBasan (L6.seo ) einen Kupferstecher, geb. 1726. von welchemman verschiedene Blatter, und namentlich artigeVignetten kenne.
* Mercand (Peter), f. Marchand.
* Mercari (Johann Daptista), der Zeichner
und Kupferstecher, geb. zu Siena (nicht Borgo St.Sepolcro, wie ihn das Lex. diesfalls mit seinemeignen Maler gleichen Namens verwechselt) um1600. hielt sich aber die meiste Zeit zu Rom auf.Seine Hauptbeschäftigung war das Zeichnen; dochhat er auch Manches, sowohl nach eigener Erfin-dung als nach Andern geistreich in Kupfer geätzt.So z. D. nach Correggio die Vermählung der H.Catharina (kom. 620.); St. Bibiana, die demJupiter nicht opfern will ( 1 b. 626.) nach Cortona .Nach eigener Erfindung: Eine Laufe Christi ; dieEnthauptung Johann des Täufers; St. Catharinaauf den Wolken (ein artiges Blatt); St. Antonvon Padua, auf den Knieen vor der H. Jungfrau ;eine liegende Venus, einen Amor und Satyr ihr zurSeite; dann 02. Blatter italienische Gegenden,Ruinen u. s. f. im Geschmack von Sylvestre, einenummerirte Suite; vier Medaillons aus dem Bogendes Constantins (8" 9" im Durchmesser im Ge-schmacke von Gallcstruzzi; ein andres antikes Bas-relief (zu Rom bey den reformjrten Vatern St.Francisc a Ripa), das ein Chor Tritonen undNereiden vorstellt; einige symbolische Figuren:Sorte, 8 p>a, Lonksrito smoro8v, IVlocle8tia»u. a. m. Seine meisten Blätter sind mit seinerChiffer 6. III. und dem Datum 1616—Z7. bezeichnet.6a»cke//ürr. kxosi lll. 322 —2Z. Vk/§c.
* — — — — — Maler von Borgo St.Sepolcro, lebte im XVII. Jahrhundert. Fanzi( 1 . 262.) nennt ihn einen der letzten Maler seinesGeburtsorts, nicht unbekannt zu Rom , aber nochbekannter im Vaterland, wo er später, oder wenig-stens mit mchrerm Fleiße malte. So z. B. in derdortigen Kirche St. Clara zwey Geschichten der H.Jungfrau in Fresco; zu Ek. Laurenz auf einemAltarblatt diesen und andre Heilige. Aus beydenblickt ein Carraccischer Geschmack, zumal in denweiten, wohlgefalteten und künstlich abwechselndenGewändern hervor.
* Mercaror (Gerard). Man hält ihn fürden Ersten, der (12.) Landkarten (zu Duisburg ) inDruck gegeben. Auch kennt man von ihm einigeVorstellungen von Städten. 6a»cke//i»i.
Merchi ( ). So heißt in Meusek's
Miscell. IX. igo. ein Bildhauer zu Paris um1780. von welchem 18" hohe Etatüen der fünf da-maligen ersten Operntänzerinnen: Guimard, Theo-dore, Heine!, Alard und Palin in ihren Rollen,zu 5 Louisd'or Subscription feilgeboten wurden.
* Mercier (Jacob le), Baumeister, geb.gegen End des XVI. Jahrhunderts. Ein langerAufenthalt in Italien gab ihm Geschmack an den