Band 
Zweyter Theil [2].
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887
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Moine.

Moine (Paul le). So heißt ei» jungerMdhauer, gebürtig von Paris , Schüler vonDejoux, der in i8c>8., damals 2/j. I. alt, einenAufinmiter'ingvpreiß des National-Instituts zuParis erhalten hatte. Die Aufgabe war ein Bas-relief, oas den Dädalns vorstellt, der dem Jcarusdie Flügel anheftet, um aus dem Labyrinth vonCreta zu entfliehen. Anderswo (Tüb. Morgenbl.iLutt. S-i«>8.) heißt es: Rurphiel und leMoinehatten beyde diese» Gegenstand des Conkurses solieblich ausgeführt, daß die Commission ihnen aus-serordentlicher Weise, jedem eine güldene Medaillezuerkennen mußte.

* Moine (Peter Anton), der Früchte- undBlumenmaler, starb ilE. lw. I. alt. An seinenArbeiten rühmt man Feinheit und Leichtigkeit.

äs Xt. p. it)2.

' ( le), ein Sohn von Foh. Baptist,welcher die Kunst seines Vaters ausgeübt habe,wird, ohne Weiteres, in der b rause liltsrsirs von>7 . angeführt.

( le). So heißt auch ein Kupfer-stecher, von welchem man z. D. die Bildnisse desHerzogs Carl de Berry, nach Rigaud , des GrafenCarl Gustavs von Nehnschiöld, und des ArztesL. I. Thicullicr (17 jZ.), beyde ohne Namen desMalers kennt.

( le). Und so im Almanach äeslkeaux-^rts von i8i)Z. ein damals in Paris leben-der Baumeister, mit dem Bcynamen: Der Römer,unter dessen Bauten dort das Haus und Garten deBeaumarchais , und das Haus d'Argcnson in denElisaischen Feldern angeführt werden. Eine Dar-stellung des erster», in 1790. erbaut, s. inRrafr'sklaus, Coupes er Dlsvatlons, Cab. XV.

(die Schwestern le). So heißen beyFlor,Ho III. 020. ohne Weiteres, ein Paar fran­ zösische Bildniß- oder Gattungs-Malerinnen derneuesten Zeit, welche schon im . 41 mansck äesöesux-/grt8 von 180Z. unter der Rubrik der damalsin Paris lebenden Dildnißmaler, mit dem Bey-namen der altern und jünger« erscheinen.

Moiner ( ). Und so bey.fiorillo III.

ein uns sonst ganz unbekannter französischer MalerbesXVlII.Jahrhuiiderts, Schülersvon I. Restout.

Moinier, s. Monnier, Dildnißmaler inRußland .

Mois (Roland). So heißt bey FiorillolV- 1Z7. ein Geschichtsmaler, der in Italien stu-dirte, gegen das End des XVII. Iahrhundersaber einen Ruf nach Saragossa in Spanien erhielt,um daselbst den Pallast und Landsitz des Herzogsvon Dillahermosa zu verschönern.

Moises, st Moses in den gegenwärtigenZusätzen.

Moisy ( ). So wird schon im ^ImanscK

öes IZsaiix-^rts von i8nZ. ein damals in Paris lebender Kupferstecher von Architektur-blattern ge-nannt. In 1808. gab derselbe die drey ersten Liefe-rungen der: b'vntaines se Paris , wovon jedek. Bl.(die Lieferung zu 2. Fr.) enthielt, und noch fünfbis sieben ähnliche Hefte zur Folge haben sollten.

Moltbey (P-), ein uns selbst ganz unbekann-ter Kupferstecher, von welchem irgendwo: ^ctisnsoöläbrss <kss Aranrks kommes lle toutes lesnatious, ohne Namen des Zeichners, angeführtwerden.

Moitte (Angelica), altere Tochter desunten folgenden perer Stephans, deren in demAct. desselben kurze Erwähnung geschieht. Von ihrkennt man ziemlich gut gestochene Landschaften.

Lch ssc. und Rost Vlll. 191.

* (Angelus ->I. h. F. A.), Kupfer-stecher, Peter Stephans (wahrscheinlich ältester)

Moitte. L8?

Sohn und Schüler, der im Ley. ebenfalls unterdem Art. seines Vaters erscheint, geb. zu Paris um 17 ,8. und dort blühend um ,770. Don ihmkennt man vornehmlich ein mit vieler Nettigkeitgestochenes Blatt: llecreation lke laDsbls, nachI. Iordaens; dann verschiedenes nach Grenze:la Klusigns st la Poesie, In blsuriste st lakilenss, la jeune Xourriee st la petits Kläre(je zwey Pendants), und eine, wegen Verschieden-heit der Gegenstände, sehr unterhaltende Folge von2-4. Bt. mit dem Titel: Divers kabillemens sui-vant le Costums cl'ltalie, ciessinses par A?.

et ^ravees 6'apres lesäesseins tires <kuLublnetäe 1'Hbbe (?o»Ae«ot. Ferner: l'Instruc-tion ou le Catöcklsme, nach Baudouin, u. s f.Rost Vlll. 191-92.

Moitte (Elisabeth Melanie), Kupferstecher in,Peter Stephans jüngere Tochter. Von ihr kenntmatt Blätter in Crayon- und englischer Punktir-manicr. Rost Vlll. 191.

(Johann Wilhelm), s. Wilhelm.

* (Peter Stephan), Stecher mit derNadel und dem Grabstichel; Schüler von Beau-varlet (nicht Beaumont, wie es nach Hemecke l.221. irrig im Lcx. heißt), starb 1780. zu Paris mitdem Titel: Kupferstecher des Königs. Don ihmkennt man Bildnisse und Geschichtliches, vorzüglichfür die Werke aus der Dresdners sowohl als der(nachwerrs gen Petersburg gekommenen) Brühl -schcn Galerie. Von Bildnissen werden diejenigendes Präsident Hcnault nach St. Aubin, und desMalers I. Restont nach la Tour (sein Aufnahms-stück in die Akademie 1771.) im Katalog von Bran-des schön genannt. Von Geschichtlichem dürftezu dem Bedeutendem gehören: Zwey H. Familiennach A. del Sarto und Fr. Vanni, ans der Dresd-ner-Galerie (die nach del Sarto nennt jedochMßli l. gj. ganz mittelmäßig); die Vermählungder H. Catharina, und Christus am Oelberg, beydenach Correggio aus der Brühlische»; dann etwa:Jupiter stürzt die Riesen, nach I. le Blond (kurzvor seinem Tod gestochen); Acneas rettet seineFamilie aus dem Brand von Troja, nach M.Corneille; le llepos lies Voya^eurs und lesCüevaux a l'^breuvoir, nach Wouwermanns(zwey schöne und mit vieler Einsicht ausgeführteBlätter); Pigalle's Statüe Ludwigs XV. zuRheims nach Cochin's Zeichnung; endlich eineMenge Gattungsstückc nach niederländischen undfranzösischen Meistern, vornehmlich nach Grenze:1s (löste Xapolitain, Iss Osuls csssss, la pa-resssuse, le Donnsur 6e 8erenarls. Rost Vlll.189. Ein Verzeichniß meines sei. Vaters dannführt über g». Bl. von unserm Künstler, dessenSohn und (wahrscheinlich auch) den beyden Töch-tern an, ohne die Arbeiten eines jeden derselben,zu unterscheiden. Die Meister, nach denen sie,neben den schon genannter,, gestochen haben, sind(wohl ungleiche Namen): l'Allemand , Boucher,Bourdon, Boys, H. Carracci , C. N. Cochin,Dambrun, Douw, H. Drouais, l'Epicier, St.Fctlconet, C. de la Fosse, Holbein , N. Lancrek,C. Lotti, G. Lundberg, P. Matthai, Mieris,Monnet, C- Natoire, la Porte, Roslin, Nuisdael,de Seve (drey Hefte Thiere), Tenier, Trevisani.S. oben auch Mojerre. Welcher der Moirredann dasjenige sey, nach welchem Vidallelaloiixenäormi und l'Inklclelite rssoullus gestochen habe,ist uns unbekannt.

(Philibert). Ein solcher erscheint in er-

wähntem Almanach, ohne Weiteres, unter denin i8«Z. zu Paris lebenden Baumeistern; wohl zu-verläßig ebenfalls Perer Stephans Sohn, dawir aus Rost I. c. wissen, daß einer derselbensich der Architektur gewiedmet habe. In 180V.wurde er, mit ihon. Livr. Gehalt, zum Professorseiner Kunst an der Zeichcnschule zu Dijon ernannt,und st. 1808. ho. I. alt. In seiner Jugend werer einer der Pensiolinär's der französischen Kunsi«schule zu Rom : su Ocr . 1808. Sein