Müller.
Müller ( ). So beißt bey L ie> rille» R.
S- ll. 70. ein Ornaments-Bildhauer in Rußland ,schon unter der Regierung der Kaiserin Calharina II.Wahrscheinlich derselbe, der noch im Rufs. Hof-kalender von i8<V,. als Verzier», und nunmehrauch als Akademiker erscheint. Ob er etwa mitdem Vorgenannten Eine Person seyn dürfte ?
— — ( ). Und so heißt bey Mensel I.
ebenfalls ohne Weiteres, ein um 1778. zu Berlin arbeitender Miniatur-Maler, gebürtig von Cassel.Dann aber wird bey Ebendcms. Iü (1788.) be-merkt, daß zu Berlin niemand etwas von ihmwissen will, und daß er somit auszustreichen sey.
— — ( ), Cornet, lehrte in i8n6. die
zum Zeichnen erforderlichen Anfangsgründe derPerfpektio auf der Universität Göttingen . OhneZweifel der nämliche, welcher späterhin wirklichArchitekt heißt, und in 1809. auf erwähnter Aka-demie Unterricht in der ökonomischen Baukunst,verbunden mit Uebungen im Componiren und Ver-anschlagen ländlicher Gebäude gab.
— — ( ), ein neuerer deutscher Künstler,
vereinigte srch in 1807 mit Hersch und ^ourer zuv. Folioblatter für Grarers in Cchwäbjsch-Hall:Nordische Mythologie. Mrr. Ob er mit dem Fol-genden etwa Eine Person sey, ist uns unbekannt.
— — ( ), ein uns sonst unbekannter
Künstler, zeichnete ein in 1807. erschienenes Blattin Tuschmanier, von 2/;" Höhe und 3 o" Breite,welches die Schlacht von Austerlitz in dem Augen-blick vorstellt, wo die Russische Armee ihre Posi-tionen verliert, und ihre von der Kavallerie desGroßfürsten Constantin bedeckte Retraite beginnt.Auf dem Vorgrunde sieht man den Kaiser Napoleon ,wie er in Mitte seiner Reserve seinen Aides-dtiCampOrdres ertheilt. Dieses Blatt macht eigentlich denAnfang des zweyten Hefts der ksstes nnlitaires<le l'blmpire kran^ais aus, und kostet 3c». Fr.(s vant la lettrs 60) .Ob dieser Künstler mit demgleich Vorgenannten, oder mit dem Ch. MüllerEine Person sey, ist uns unbekannt.
— — ( ), gebürtig von Waldkirch im
Schweizer -Kanton St. Gallen , zeichnete als einarmer Bauerjunge Köpfe mit Rothstein, die schonimmer einige Aehnlichkeit mit den Personen hatten,die er vorstellen wollte. Um 178». bekam er inEt. Gallen Gelegenheit, einige Kupferblattcr inCrayonmanier zu copiren, und die Bildnisse ganzerFamilien zu zeichnen, wodurch er vollends in derAehnlichkeit, so wie in der Behandlung zu einergroßen Fertigkeit gelangte; jedoch so, daß er immernur die linke Seite des Profils darstellte. VonSt. Gallen gicng er nach Zürich und Basel , anwelch letztem» Orte er den Rothstein mit dem Silber-stift vertausch» und ein kleineres Format wählte,aber unvcrrückt bey seinem linkeu Profil blieb. Weiler aber überdies wegen Charakter-Eigenheit allenUmgang mit Künstlern vermied, und sich Bildungübe»Haupt in keiner Rücksicht angelegen seyn ließ,so blieb sein Kunsttaleuk bey der möglichst ähnlichenDarstellung eines Portraits mit Silberstift stehen.Seither reiste er nach verschiedenen StädtenDeutschlands , und kömmt gewöhnlich den Winterüber nach Hause. Er lehre noch 1809. E. auchden folgenden Artikel.
— — ( ). So heißtauch bey Hüsgen (N.A.S. 36 i.) ein junger Schweizer (wahrscheinlich mitObigem der Nämliche), der zu End des XVlII.Jahrh, zu Frankfurt am Mayn eine große Mengekleiner Profilportraitc in Bleystift gezeichnet habe,„deren Backen roth colorirt sind, und" (dieBacken?) „meistens genau-gleichen."
— — ( ). So heißt ein junger Architekt,
gebürtig ans Breßlau, und gegenwärtig in Rom .Und las man nämlich erst jüngsthin in öffentlichenBlättern: „Die Engländerin, Mistr. G'dneyBorvles war in 1808 Willens, ihrem verstorbenenGemahl ein (acht englisches) Denkmal, unweit der
Muet. 9ZZ
Pyramide des Cestius, auf dem protestantischenKirchhofe zu errichten, welches, seiner Natur nach,allen Mißhandlungen und Beschädigungen trotzen,und zu dem End aus 19. Fragmenten von orien-talischem Granit bestehen soll, die aus einen Cokelgestellt und mit corinthischcn Capital»» verziertsind. Die Höhe wird ungefehr 32 . Palm, und dieInschrift ganz einfach seyn. Die Idee ist von denBildhauern Thorrr-aldsen und Rauch, und dieAusführung dem erwähnten Müller übertragenworden."
* — — s. auch Miller. '
Münk oder Mui»k (Cornelius). So heißtein uns sonst unbekannter Künstler, nach weichem(nicht nach Johann Münk, wie das Lex. sagt)M. Küssel ein Blatt: Beförderung von Adelichenzur Magistcatur, gestochen hat.
— — (Johann). So heißt bey volkmannS. ein Baumeister und Astronom, nach dessenAngabe im ersten Vierkheii des XVll. Jahrhundertsdie Siernwart zu Midtclburg erbauet wurde.
*— — — — der Maler, s. oben im Art.Cornelius M eine Verbesserung des ssiniqen.Die Zeichnung in Wasserfarbe, von welcher dasLcx. spricht, kann wenigstens ihm zugeschriebenwerden. ^
Münd er! ein oder Mand erlern (Hie-ronymus), ein wenig bekannter Maler dieses Na-mens, blühete um 1V60. .Von ihm sieht man eineHimmelfahrt Mariä auf dem Choraltür der Stifts-kirche St. Martin zu Landshut , welche Job. dePey 1 658 . angefangen, den seinem Tod abergrößten-theils unvollendet gelassen, und die nun von unsermKünstler mit allgemeinem Beyfall ergänzt wurde;dann ein zweytes Altarblakt, ganz von seiner Hand:St. C-uharina im Disput mit den Weltweiten, inder K Reichsstiftkirche St. Emeran zu Regensburg ,mit i 665 . dalirt. Mit. Ob er etwa der Vater desNachfolgenden sey, ist uns unbekannt.
Münderlin oder Munderlin (E- oderCd.). Nach einem uns sonst ebenfalls unbekanntenKünstler dieses Namens bat Ph. Kilian die Bild-nisse von G V Riß und des Kardinals Guidobald von Thun gestochen.
Münich ( ). So heißt ein Künstler, von
welchem in 1807. die Dekorationen des neuenSchanspi-Isaals in den Tuilerien, nach den Zeich-nungen von Percier verfertigt worden. FtruÄ. x«üi.
Münzer oder Munzer (Adam , geb. zuLinz , war KK. Hofbau-Unter-Ingenieur, Archi-tekt des Fürsten von Kaunitz und Mitglied der KK.Akademie der bildenden Künste zu Wien , st. 1781.Mensel ll. wo der Pharus zu Alexandrien undder Tempel des Belus (?) als seine Bauten ange-führt sind; ohne Zweifel derselbe, dessen im Art.Diereich und Lnzenhofer, als Hvfconduktcursin 1780. Erwähnung geschieht.
* Muer (Peter lc), Sohn eines Provinzial-Artillerie > Aufsehers von Burgund , einer der ge-schicktesten Architekten seiner Zeit. Von seinen Pri-vatbauten bemerkt man, baß B- das Hotel deBeauvilliers, letztrcs vielleicht nur von zu präch-tigem Aussehn für seinen beschränkten Umfang sey;zu den übrigen gehören, neben den schon inl Lex.bemerkten, die Schlösser Chaoigny in Touraine und Pont in Champagne. Was ihm aber aller-dings die meiste Ehre macht, ist seine Vollendungder Kirche Val de Grace, die er in i 65 ch von derersten Cornische an, wo Maniart sie gelassen hatte,bis an den Giebel, nach den Zeichnungen diesesletzter» fortführte; doch behaupten E-nige, daß erdamit einige Veränderungen vorgenommen, undzumal die Gcwolber mit allzuviel Sculptur über-laden habe. Eine nähere Beschreibung davon giebtd'Argensville (l. 227.) Milizia indessen (löst.ter--. ll. 198- 99.) will auch die allzucomponirteFarads, besonders die mesquineu Nischen an der,