Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
932
JPEG-Download
 

934 Mühel.

selben nicht sehr rühmen; und fast eben so wenigdie Bernineschischen Baldachins im Innern diesesTempels, der 'nach diesem Schriftsteller) erst nach-Werts von le Dnc und Anguiers, freylich treflichzu End gebracht wurde. d'ArgenSville hinwiedernennt le D"c und Brourel lediglich als Muer'sGehülfen. In i 656 . fieng er auch die Augustiner-Kirche auf dem Place des Victoires an. Sehrgeschätzt waren von ihm, in und ausser Frankreich ,seine: Nsnlere «je bstir pour tontes zartes «jepersonnes (fol. 1622.) welches verschiedene Grund-und Aufrisse von seiner Erfindung enthält, und vonseinem guten Geschmacke zeuget; nur daß er, inAbsicht auf Verzierungen, allzusehr dem Zeitgeistehuldigte. Ueber gute Eintheilung der Zimmer hin-gegen war er der erste, der seinen Landsleuten dieAugen öffnete. Ein andres von ihm verheißenesWerk, welches Entwürfe zu Königlichen Bautenenthalten sollte, ist niemals erschienen. Dafür(1622.) lieZIes «jes ein«; oröros cj'Xrcbitecturesie revues, augmentses er reäuites

stu gr-m«j au Petit, c. k. 8°. und (t 6 /j 5 .) FrsitöSs ein«; oräres ä'^rekitecture ete. rracluit cieRallacho, suAmeritEclenouvellesinventions ete.

mit 76. Kupferblättern (von I. Marot). Letztresbetreffend, wirftmanihmvorzund ergestehteszumTheil selbst), darin öfters seine eignen Gedankenseinem Schriftsteller unterschoben zu haben Nochkennt man drey von oder nach ihm geätzte Blätter:lUans «je I'tjüte! «je Nr. «je I'^i^le, ksubourg8t. (Zermain, pres «jes ^acobins (nachwerts Hotel^ Bonier), dessen auch das Lex. gedenkt.vrlle l. L. ZZ)29. und AFrc.

Mütze! oder Mutzel (Johann). So hießschon in 1696. ein von Jena gebürtiger HerzoglicherBaumeister zu Weimar . Um 1712. fieng derselbean, die dortige alte St. Jakobskirche von Neuemauszuführen. S. I A- Werren hisior. jJachr.von der berühmt. Residenzstadt Weimar (zweyTh. 8°. Weimar und Jena 172729.) S. 4 äo.

Mugor (M), ein junger Zeichner von Paris .Im I. i8»h. stellte derselbe in seinem Haus zuParis eine große Zeichnung: Phädra und Hyppo-litus, nach dem bekannten Gemälde von P. Guerinaus. Fernst, xttbl.

Muheim (Johann Anton), von Aktors imSchweizer-Kanton Uri , wahrscheinlich ein dortigerKunstdilettante. Von ihm sah man auf dem Zürcher -salon 1802. inVistre einen Prospekt seines gedach-ten Geburtsorts.

Mulard ( ). So heißt im Hlmanack

öes 6eaux-^rts von I 8 ü 5 . ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Bildnißmaler. Unbekanntist es uns: Ob er der nämliche sey, von dem manauf dem Salon von 1808. auch ein historisches Bildsah (welches den Kaiser Napoleon vorstellt, wie erdem Militairchef von Alexandrien für die Tapfer-keit, womit er diese Stadt beschützte, seineWaffenzurückgiebt, und das man von solchem Werthe fand,daß es für die Regierung angekauft wurde). Dieserbefand sich auch unter denjenigen Künstlern, welchegegenwärtig waren, als der Kaiser den bemeldtenSalon besuchte. Von dem eben erwähnten Bildeheißt es übrigens im Tübing. Morgenbl. i8»8.S. 1126. kurz: »Gute Gruppirung; mittelmäßi-ges Colorit. " Ausführlicher beurtheilt solchesLandon in seiner Beschreibung des Salons von1808. S 100. wo er davon die Abbildung im Um-risse giebt, und dann urtheilt:Mulard gehörtzu denjenigen Künstlern, die sich erst in neuern Lagendurch Ausstellung ihrer Werke bekannt gemachthaben. In dem gegenwärtigen kündigt er eindurch das Studium der Natur gründlich genährtesTalent an. Man findet darin kräftig charakterisiereFiguren, wahre und gehaltreiche (riebe «je ton)Carnation, und einen durchgängig harmoniensenEffekt Die beyden in diesem Gemäld enthalteneHauptgruppen sind für Styl und Ausführung sehrverschieden. Die linke Seite, welche die Einwohnervon Alexandrien darstellt, ist weit die vorzüglichere.

Munari.

Da findet man ganze trefliche Figuren, die maneinem niederländischen Meister zuschreiben könnte,so gut sind sie colorirt, so geschmackvoll toccirt;aber auch eben so lasten sie, und überhaupt alleFiguren dieser Bilder, in Absicht auf Zeichnungetwas zu wünschen übrig. Bey der Gruppe zurRechten dann mochte die Kleinlichkeit (l'exeßuitö)des Costum's, und die Nothwendigkeit, seine Per-sonen ähnlich zu malen (?), seinen Pinsel schwacherund kälter machen. Uebrigcns hat alles Inkorrektedarin denn doch nichts Widriges, und die Schön-heiten dagegen gehören einem Künstler an, derfich noch weiter vervollkommnen kann."

Mulard, s. auch Mullard.

* Mulder (Joseph)/ Von ihm kennt manauch das Titelblatt zu C. le Bruyns Reise in dieLevante nach R. duVal's Zeichnung; dann einigeBildnisse, wie z. B. Galiiais, N' Grudius, A.Marius und Joh. Secundus, ohne Namen desMalers, wahrscheinlich Alles für Buchhändler.Da die Werke von Ruysch , für welche er einigeBlätter lieferte, erst in 1727. und ff. Jahren znAmsterdam erschienen sind, so muß er um dieseZeit noch gelebt haben.

* Muler (Anton Franz van der), s. van derMeulen.

* Mulier oder de Mulieribus (Peter),

genannt der Ritter Tempesta (Ritter Grurn»),ein Beyname, den er sich durch seine Stärke inDarstellung der Gewitter erworben. Sein Lebenfindet sich ausführlich beschrieben bey Pascoli,Descarnps und im Museo Fiorenrino. DieGeschichte, wie er seine Gattin umbringen lassen,u. s. f. wird mit abweichenden Umstanden erzählt.Dagegen vereinigen sich alle seine Biographen inder Bewunderung der Starke und Wahrheit seinerBilder. Die meisten derselben sind in Oel. Ge-stochen nach ihm kennen wir sein Dildniß in der Flo-rentiner-Galerie von P. A. Pazzi, dann zwey schöneLandschaften von I. Leonardis, und Noah's Ein-gang in die Arche von P. Monaco. )l/rc.

Mulinarero, Beyname des unten folgendenJoh. Mar. ptane.

* Mullnarr (Joh. Anton), s. Mollineri.

Mullard ( ). So hieß um 1806. ein

Künstler zu Paris , nach dessen Zeichnung Gutten-berg das Entzücken des St. Franziscus von Phil.Lauri füt's XXXVIl. Heft des Musee /rancaisgestochen hat. Ob er mit dem oben angeführtenMulard der nämliche sey, ist uns unbekannt.

s. auch Mulard.

Müller (Don Santjago). So nennt Fio-rilto (IV. 4 »o.) ohne Weiteres, einen spanischenMaler, dessen Arbeit in 1767. gekrönt worden sey.

* Mull ins (G>), hieß Georg. Derselbehatte sich nach Wilson's Muster gebildet, /iorilloV. 708. Von ihm, als Kupferstecher, kennt manden spanischen Doggen, nach eigener Zeichnung,ein schönes Schwarzkunstblatt. VrausteL.

Multz (A. P.). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Maler, der in -671. zu Nürnberg gearbeitet, und nach welchem I. A. Boener dasBildniß des dortigen Gottesgelehrten M. Beergestochen hat.

*Mumbere,s. Mamberr in den gegenwär-tigen Zusätzen.

* Munari (Pellegrin), auch Aretusi, undam Gewöhnlichsten pellegrin von Modeua ge-nannt. Die ersten Anfangsgründe seine Kunstlegte er bey Hause; und schon von 1H09. darirt,also eh' er nach Rom ging, sieht man von ihmein eben so schönes als wohl erhaltenes Bild inSt. Johann zu Modena . Keiner von RaphaelsSchülern kam ihm, wie dieser, im Charakter sei-