9Z6 Montaner.
St- Peters von Nola, und für sich selbst Verschie-denes;» Carthagcna, mit gefälligem Colorit, aberwie schon bemerkt mit fehlerhafter Zeichnung aus-geführt. Guarientl nennt diesen Künstler irrigMurenos, und Lanzi I. 568 . Mugnoz.
Muneaner ( ). So wird den Ilorillo
IV- 435 . beyläufig ein wahrscheinlich (1808.) nochlebender spanischer Kupferstecher genannt.
Munrinck (Gerrit, Georg oder Gerard), einZeichner und Kupferstecher von Groeningen. Ei-ner unsrer Handschriften zufolge arbeitete derselbeum ;6»8. zu Bremen im Wesselschen Verlage Ti-tulbläkter; und ein Monogramm <6. N.), welchesbey Christ als unbekannt angeführt ist, gehörtihm zu. Von ihm kennt man z. B. die Bildnisseder beyden Aerzte I. S- Kozak's und N. Mül-lers, und des Rechtsgelehrten I. Gryphiander,ohne Name» des Malers. Andern Nachrichtenzufolge soll er noch um 1660. zu London gelebthaben.
M»ln;er s- Münzer,
Muss (Caspar Wolfgang), ein berühmterMaler in Zug, von welchem mau Arbeiten in denKirchen dieser Stadt und in der Abtei) Pfeffers siehet.Er lebte um i 685 . und Meyer hat (1689.) das Bild-niß B. I. Zurlaubcn's, Ammanns zu Zug, undPh. Kilian etwas uns Unbekanntes nach ihm ge-stochen.
— — (Heinrich Ludwig), des Obigen Bru-der, verfertigte 1698. eine schätzbare Karte von dcbSchweiz .
— — (Joh. Martin), Heinrich LudwigsSohn, wird in den Nablesux cie la duisss p.i 5 g. ebenfalls ein sehr guter Maler genannt.
Mura (Franz^, genannt /ranceschiello, st.1780. In der Kirche St. Severinus zu Neapel malte er die Kuppel, weiche schon vor ihm Beli-sarius verziert hatte, mit allgemeinem Beyfall.Dann Mehreres für die Kabinette des Königs.Vieles von ihm ging nach England. Fiorillo li.8/ch. Nach Lanzi I. 644 — 45 . dann war seinBeßtes die Frescoarbeit im Königlichen Pallastezu Turin , wo er mit Beaumout wetteiferte, derdazumal in seiner schönsten Blüthe stand; in eini-gen Pfafouds (von Zimmern mit Bildern nieder-ländischer Meister) z. B. allerley Graziöses ausdem Leben des Achilles, olymphische Spiele, u.dgl. „Bey ihm" (sagt wareletj „findet maneine reiche Composikion und gute Gruppirung derFiguren; eben so schöne Stellung und Drapperieu,aber dafür eine manierirte Zeichnung, und ein Co-lorir, das zwar Anmuth, aber «ine unächte hat,und ins Fächerartige spielet. In der Kirche zuMantua sieht man von ihm eine Verkündigung,wo neben der H. Jungfrau Chokolate in einer sil-bernen Kanne kocht; dann in demselben Bild eineKatze, einen Papagey und «inen sammknen Stuhlmit goldenen Franzen". Noch minder schonend(und wie wir fürchten mit Fuge: behandelt unsernKünstler die Schrift: Winkelinann u. s. Jahr-hundert S. 2Z9—jo. wo es heißt: „Unter dengetreuen Nachahmern von Solimena gilt Franrceschl'eklo für den vornehmsten; die Behandlungseiner Werke ist im Ganzen nur noch leichtsinni-ger, loser, und dabey nicht so geistreich als sei-nes Meisters. Bey ernsthaften Beschauern erweckter wirklich Unwillen, und zuweilen, im eigentlich-sten Sinn, schmerzhafte Empfindungen". Gesto-chen nach ihm kennen wir bloß ein Bildniß desGlarner-Obersten Leonh. Ludw. Tschudi, von A.Baldi.
Muralt (Conrad von), ein junger Zürcher -Kunstdilettante. Von ihm sah man auf dem dor-tigen Salon von i 8 u 5 . eine Eeegegend, brav inOel gemalt.
— — (Martin von), geb. zu Zürich 17 .taubstumm, aber dafür mit vorzüglichem Kunsttalent
Muraiori.
ausgerüstet, lernte die Sculptur bey Christen inStanz, und vervollkommnete sich späterhin beySchcffauer in Stuttgard. Von ihm sah' mantheils in Gyps, theils in Marmor, mehrere schöneArbeiten auf den Kunstsalons zu Zürich von 1804.bis 1809. (hauptsächlich in i 8 » 5 - die Copie einerBüste der Sapho, und einen Faunskopf in Relief,und in i8ng. ein seinen Eltern gestiftetes rührendesDenkmal), was Alles von seiner stets zunehmen-den Geschicklichkeit zeugte. Meusels ArchivII. 2. 10.
— — (Peter Balthasar von), geb. 1746. ehe-maliger Kapitän in Königl. franz. Diensten, un-ter einem Zürcher - Regiment, wovon sein VaterObrister war, ein Kunsidilettante, besaß eine ganzbesondere Geschicklichkeit in der Miniatur, die erdurch Kopiren guter Originale ohne andere Unter-weisung erlangte. Mit gleichem Talente verfer-tigte er in frühern Jahren Risse und Pläne vonFestungen, die mit dem größten Fleiß und Rein-lichkeit ausgeführt waren. Neben diesen beydenschönen Künsten übte er die Musick, spielte eintrcflichcs Violin, und lebte noch, bald in seinerVaterstadt Zürich , bald in Basel r8u8. Noch aufder Zürcherischen Ausstellung von >8«>8. sah manvon ihm eine wunderschöne Copie der Modestiavon Correggio , deren klassisches Urbild sich im Be-sitze eines H. Zelters im Dalgerist bey Zürich be-findet. Ebeudas. das Bildniß von Frobenius,nach Holdem, und dasjenige des Prinzen vonNassau nach Mireveldt.
* Murano (Andreas de). HandschriftlicheZusätze meines sel. Vaters glauben, seine Blüthe-zeit müße in ein halbes oder gar ganzes Jahrhun-dert später hinaus gesetzt werben, womit dannfreylich die Schlußbemerkung des Art. im Lex.wegfallen würde. Lanzi II- w—11. setzt seinebcßce Zeit ebenfalls in i-js«. und sagt von ihm:„Obgleich er freylich von der Trockenheit seinerVorfahren noch etwas beybehielt, nicht besser alssie componirte, noch sie in der Wahl seiner Köpfeüberlraf, war er doch ein besserer Zeichner inden Umrissen, und stellte seine Figuren angemes-sener auf die Flächen hin. An seinem Geburts-ort, bey St. Peter dem Märtyrer, sieht man vonihm eine Altartafcl, worin man neben Anderineinen St. Sebastian mit einem so schönen Torsoerblickt, daß Zanerri vermuthet, er sey »ach eineralten Statüe copirt Dann führte er in der Fa-milie der Vivarinl, seiner Mitbürger, die Kunstei», und bildete so für ein volles Jahrhunderteine Schule zu Murano ". Bey FiorlUo 1l. ri.heißt es dann: Jenes Bild bey St. Peter sey,nach der Sitte der Zeit, auf einen goldnen Grundaufgetragen, und ein andres, in der dortigenCarkhanse (Christus am Kreuz) habe, bey einerleidlichen Zeichnung, schon einigen Ausdruck.
— — (Quiricius). So nennt Lanzi l. o.einen ändern Künstler dieses Geschlechts, wahr-scheinlich von ungefähr gleichem Alter mit Andreas,von welchem er in dem Studium des H. Gassi (zuVenedig ?) eine sitzende Madonna, eine vcrschleyerceFrauensperson zu ihre» Füßen, mit dem Namendes Malers, doch ohne Jahrzahl unterzeichnet, ge-sehen habe.
* Murari (Johann). Zu Düsseldorf malte erin der dortigen Carthauserkirche das Chor, starbaber während der Arbeit in männlichem Alter.
* Murarori (Dominicus Maria). LanziI. 5 fZ. und II. 2. 17b. setzt seine Geburt in 1661.und kennt ihn bloß bis 1718. Dieser Schriftstellerzählt ihn, nebst Aurclian Milani, unter diejenigen,welche den Geschmack der Carracci in der Ronii,sehen Schule noch eine Weile aufrecht erhielten, undnennt dann von ihm besonders seinen Märtyrtodder HH. Philipp und Jacob in der Apvsiclkirche/als das größte Altarblatt in Rom . Eine so weit-schichtige Maschine gedacht, und solche in so rich-tigem Ebenmaaß der Theile und mit so viel Ver-