Murillo.
jungen St Johann in der Wüste (G- Scoro-domov Ebendenselben mit kleiner. Veränderungin punktirter Manier beschrieben bey J'üßli III.2Z9. Ob eines davon das Bild in der Wiener -Galerie?); L. Halböu die Toilette eines Savorjards; Th. Major den (Pastor Konus) KnabenJesus bey seiner Heerde, in flammändischein Ge-schmack (beschrieben bey .füßli III. 238—39.);D. Michel >6 jen rnalplseö und les Loguilla-R. Morghen das knssenswerthe Blakt sei-ner reuenden Magdalena; perher, einen Alten,der einen Jungen lesen lehrt; pichler eine Obst-händlerin (wohl N^ ioäb. in der Galerie zu Mün chen ); G. F. Baveiier die junge Zigeunerin;Spiisbliry die Flucht in Egypten und Christusam Kreuze, mit der H. Jungfrau und Johannes(beyde beschrieben bey Füsili lll. 238.) ; R.Strange Jesus als Knabe und Hirt, ziemlichKart, (beschrieben bey Füßli lll. 240.); I. B.Tillard eine H. Familie (ebendieselbe wie Thaiu-bars); Carol. warson den Knab mit dem Vogel-nest und den Knab mit dem Hunde; I. Walkerebenfalls eine Flucht in Egypten ; einen Hirtenendlich in dem Werke von der Galerie Gerini.Fast lauter vorzügliche Blauer; daher wir hier dieLitteratur derselben, so weit sie uns bekannt ist,fast vollständig gegeben. Auch ist aus den ange-zeigten Stechern wohl am Beßren zu ersehen, wo-hin bald alle Staffeleybilder unsers Künstlers imLaufe der — Alles verändernden Zeit Hinge-rathen sind. Des merkwürdigen Lauschungöblät,res von Joh. Seb. Müller haben wir schon imArt. desselben Erwähnung gethan.
Murillo (Caspar), Bartholomös Sohn,legte sich zwar auch auf die Malercy, trat aberin ein Kloster, und ist durch nichts bekanntwor-den. Fiorillo I V. 282.
* — — (Joseph), ein zweyter Sohn Lar-tholonws (im Lex.) ist ein Nonens nach d'Ar-geusviUe , von diesem erzeugt, weil er den Feh-ler von Andern, die den Vater nach Indien reisenließen, durch einen neuen Irrthum vergüten wollte.Allerdings hatte Larcholome zwey Sohne, vonwelchen der eine wirklich nach Amerika gieng, aberDon Gabriel hieß, und, was hier die Haupt-sache ist — nicht Künstler war. Fiorillo l. c.
Murman (Christoph). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Künstler, der die Bildhauer-arbeit an dem Nakhhause zu Augsburg verfertigthabe.
Murone (Franz), s. Moräne.
Murphy (Johann), Zeichner und Stechetin Schwarzkunst, geb. in England um 1748. (Ba-salt Lst. 860. k. 1768.) und blühend zu London 1778-9/'. dessen Blatter von Kennern nach Ver-dienen hochgeschätzt worden. Rost IX. 33?—Z8.wo sich die Litteratur derselben befindet. Dahingehören, nach Alten Meistern: Die Unterredungvon St. Peter, Jacob und Johannes, und derungläubige Thomas, nach Carravaggio; ein Xolimo taubere nach Cortona ; Hyram, der an Sa-lomo Geschenke sendet, nach Eckhout; die Cytlo,pen in der Schmiede, nach Giordano (beschrie,ben bey Füßli lll. 201.); die Bruder Josephs,die dem Vater seinen Rock überbringen, und Jo-seph der Pharao seinen Traum deutet, nach Guer-cino; Abraham, lm Begriff seinen Sohn zu opfern,nach Rembrandt (beschrieben bey Füstli I V. 228.bis 27.); Titians Kind und dessen Amme, nachLitian. Dann nach Neuern: Der schiffbrüchigeKapitän Farmer, nach C. Grignion, jünger; Eli-sa'ü Auferweckung des Wittwensohns, Jael undSissera, und — ein schöner Lyger in einer Land-schaft, alle drey nach N. Northcote; der Heiland,vom Engel gestärkt, nach I. H. Rainderg; end-lich eine Mutter in ihrem HanSwesen, nach H.Singleton. Dieses mir 1797. datirte Blatt dürftezu seinen jüngsten gehöre». Mehrere derselben,besonders aber dasjenige nach Rembrandt , wer-den im Karalog von Brandes sehr schön genannt.
Musso. 939
Hinwieder kennt man auch nach ihm: Das Biid-niß des GotteSgelehrten Arthur O'Lcary, von G-Keating.
Murr (Christoph Gottlieb von), Waag- undZollaiiiimanir zu Nürnberg , geb. daselbst -7ZZ.lebte »och 1808. In 1807. wurde er zumauswärtigen Mitgliede des NakionakJnstitus zuParis erkiest. Dön diesem unermüdliche» Littera-tor kennen wir, was in Gegenstände der bilden-den Kunst mehr oder minder einschlägt: lliolio-
tboguo lle p«-i„tur6, <js Hculprur«: ot cio Gra-vüre. 2. Vol. 8". b'rancf. ot Dk-ips. 770. (waswohl eine Fortsetzung und Ergänzung verdiente). —Journal zur Kunstgeschichte und zur allgemeinenLitteratur. -7. Th- 8°. Nürnberg 776—89 . und:Neues Journal zur Litteratur und Kunstgeschichte.2. Th. 80. Leipzig 798—99. das, wie es scheint,keinen weiter» Fortgang gewinnen wollte. — Be-schreibung der vornehmsten Merkwürdigkeiten inkJüenberg u. a. d. hohen Schule zu Alrorf,nebst einem chronologischen Verzcichniß (der) vonTeutsche», insonderheit Vjürnbergern, erfunde-nen Künste vom Xlll. Jahrh. an. 8°. Nürnberg 778. — Beschreibung des Nürnbergischen Rath-hauses 8°. Nürnb. 790. — llibliotliegue (1l)/p-toSrapkiqus. ga Dressen 8oj. Und noch 1806.von dem edeln Greisen: Die medicaische Venusund Phryne. 8°. Dresden bey Wallher. — InZeitschriften dann: In ^or. litter. 111.
2—4 einige Nachrichten zur Kunstgeschichte undAnmerkungen über LessingS Lascoon. Sem Dild-niß, nebst kurzen Nachrichten von seinem Leben,s. in Lock's Sammt. Heft 3.
* Murrey oder Murray (Johann oderThomas). Thomas ist sein richtiger Name. /iosrillo V. 619. heißt ihn einen Nachahmer oderdoch Geschmacksverwandtcn von Lely, und nenntvon ihm die Bildnisse des Dr. Halley in einemZimmer der Königl. Societät zu London , undWycherley's, ehemals im Besitze des Grafen Ha-lifax. Nach ihm führt ein Verzeichniß meinessel. Vaters an die 20. von I. Beckers, I. G.Bodenehr, I. Faber, Simon, I. Smith (vor-nehmlich), Vertue, R Whike und R. Williamsgeschabte Bildnisse, meistens englischer Großer,Gelehrter, u. s. f. namentlich auch des Künstlerseigenes (schönes) von Smith an.
Musculus (F. W.). So heißt bey BasanLll. seo. und in einer unsrer Handschriften, ohneWeiteres, ein, vermuthlich englischer, Kupfer-stecher, von dem man einen Mondschein nach Chype,eine Landschaft nach Wynands, u. a. nach Ostade kenne.
Musis (Loren; und Julius), Kupferstecher,vermuthlich Sohne oder nahe Anverwandte desAugasiin Veneziano, in dessen Geschmack sie, frey-lich nicht so gut wie Er, arbeiteten. Von LorenZkennt man mit i635. darin das Biidniß des be-rühmten Barbarossa, Königs zu Algier ; von Ju-lius ein großes Blatt, betitelt: Antiqua specresDrdinm Uortus per i'scta etc.
i564- I^eisecke Dictionnaire. -üasU« Lcl. sec.
* M u ssch e r (Michael van). Nach ihm kennt
man von A. Blooteling, P. van Gunst, I. Hou-braken, I. Munikhuysen, und P. Schenk Bild-nisse, von G. Valk aber zwey Gattuiigsblatter:Vil>6 gui cbercke rles puces und tiervante ea-«iormie auprös U'nne cünnsello. Dann hat erselbst sein eigenes historincs Bildniß (1886.) inSchwarzkunst geschabt. ss/sc.
* Musso (Niclaus). Lanz, II. 2. 282. nenntihn die Ehre seines Geburrons Casalmonferrata,der viel Originelles habe. Dort heißt es, daß erauch zu Bologna unke» den Carracci Studien ge-macht. Uebcrhaupt aber merkt man ihm den Carra-vaggio an; aber sein Helldunkel ist zarter undklarer; Formen und'Ausdruck auserlesen; und dochist er selbst in Italien so wenig bekannt. Er lebte),ur kurze Zeit, und arbeitete meistens für Privat-
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