Band 
Zweyter Theil [2].
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943 Naman.

und A. Westerhont gestochen, deren schon das Lex.gedenkt, befinden sich inBonnam's dl- P.U. p. 117.

l-sarna-i ( ). So heißt in öffentlichen

Blattern ein Kupferstecher, der in 1808. unter dieersten Mitglieder des neuen Königl. HolländischenInstituts für die Wissenschaften und Künste ernanntwurde.

* rJami, vielleicht t^annlni (Matthäus).Die zwey an Umfang ungeheuern Bilder, welchedie Galerie zu Schleisheim von ihm besitzt sind:Judith mit Holofernes Haupt, und David, derauf den liegenden Goliath zuhaut. Lkkc.

klangt (Genevieve de), s. den Art. zJicl.Franz Regnaulr.

jJangis (Genevieve), geb. zu Paris 1746.Gattin des Malers und Kupferstechers N. F. Re-gault. Dieselbe hat viele Pflanzen nach der Na-tur copirt und in Kupfer gestochen, die ein eige-nes Werk, unter dem Titel: Uoranchue, -ä la

portöe cle touc ls morxle, par aus-

machen, das zu Paris 1774- in Fol. erschien, und(nicht ä I« portee cis tont le moncle) 18. N.Louisd'or kostete. Im folgenden Jahr gab sie,gemeinschaftlich mit ihrem Mann: Non8trcs,

on les ecarr8 <le In nsture ekc. 8vit clan8 1 'e 8 peccllumsins, 8vit parmi8 Is8 gusäruxieäe8, 1e8 pl-xecle8 (von diesen wohl nicht alle Spezies) etc.in colorirtcn Blättern, das Heft zu 10. Platten(i 5 Fr.). Eben so auch einiges Historisches nachverschiedenen Meistern, sehr brav. Fiorillo III.499 - Rost Vlll. 3 c» 4 5 . s. v. ^egnaulr.

* l-kani (Alexander). Nach einer unsrer Hand-schriften hätte dieser Künstler zwey Bildsäulen nachB. Bandinelli , einen Propheten und einen lesendenPhilosoph, gestochen.

* s. auch Nannt.

* Nannert od. Nannettt (Niclaus). SeinBildniß nach ihm selbst in der Galerie zu Florenz ,findet sich gestochen bey Pazzt I. 2. 47.

* Nannt (Hieronymus). Er war aus demKirchenstaat gebürtig, und lebte »och 1642. Erarbeitete (heißt es bey Lanzt l. 468 .) immer mitFleiß und Liebe, nach bcßtcn Kräfte», die abernicht groß waren (so daß sein bekanntes Wort:koco e kuono! eben von keiner besondern Bedeu-tung war); wie z. B. in den Kirchen St. Bar-lholome all Jsola, und St. Catharina a i Funaiersichtlich ist.

* (Jacob). Lanzt l. 63 s. nennt ihneinen Nachahmer von Andreas Belvedere, undhingegen Caspar Lopez (nach dem Lex. »Janni'sMeister) desselben Mitschüler bey dem erstem.

* (Johann), genannt da Udtne. SeinVater war ein leidenschaftlicher Freund der Jagd,und wollte seinem Sohn den gleichen Geschmackeinflößen, der aber seine Zeit lieber damit zubrachte,Thiere ganz vortreflich zu zeichnen, als sie zu todten.Dann führte ihn doch sein Vater - der ein so ent-schiedenes Talent für die Kunst an ihm wahrnahm,selbst nach Venedig zu Giorgione . In Rom wares der Graf von Easiiglione, welcher den Jüng-ling Raphael vorstellte. Lanzt (i. i 55 . 074.)nennt ihn nach Morto da Feltro von den Ersten,welche Grotesken gemalt, und sagt namentlich vonihm, daß er diese Gattung noch vervollkommnethabe. Alsdann führt er, neben Andern» > seinediesfallige Arbeit in der St. Lorenzen-Kapelle zuFloren; an. Eben so hält er ihn (i. c. 42Z.) fürden Erfinder der neuen Gtuccoarbeit, die er deneben damals entdeckten Grotten des Titus, inden vatikanischen Logen u. s. f. nachgeahmt. Nochmehr preißt er dort seinen an diesen Stellen sowunderschön angewandten Pinsel, seine gemaltenFruchtgelande, Vogel- und Taubenhäuser, die dasAug durch ihre Wahrheitt äuschen, in Darstellungder Thiere (der einheimischen und fremden Vogelzumal), wobey man die Kunst nicht höher treiben

N a n t e u i l.

kann; ebenso in Nahahmung der Stoffe; so daßeinst ein Päbsil. Bedienter, der in Eil' einen Fuß-teppich suchte, auf seinen gemalten stieß, und obder Täuschung betroffen genug war. Noch aneiner andern Stelle (ll. i/ch.) bemerkt Lanzi,man kenne auch Etaffeleygemalde in Oel von Früch-ten und Vögeln, welche diesem Künstler zugeschrie-ben werden, die aber, wie er denke, zweifelhaftseyen. Nach der bekannten Plünderung Roms (1027.) begab er sich in andre Gegenden Italiens ,kam erst in seinem Alter wieder als Pilger dort-hin zurück, und wurde zufällig von vasar> erkannt.In einem seltenen, von Fiorillo (i. i 38 / zufälligaufgefundenen Buche: OapoNs^ll Odin« Ulu-8trata (p. I. p. 357.) wird die Ehre, in jener schreck-lichen Stunde, den Connctable Bourbon erschossenzu haben (welche bekanntlich sonst ein andrer streit-ftrtiger Künstler, Benvenuro CeUlm, sich selbstzueignete) vielmehr dem unsrige», als einem sehrgeschickten Schützen, zugeschrieben. Die Blätterin Crozat's Sammlung nach seinen Zeichnungensind vom Grafen von Caylus geetzt, und die 36 .von Ottaviani nach ihm gestochenen Groteskenvon Caj. Savorelli und P. Camporesi gezeichnetworden.

l-kanni (Peter), geb. zu Alkmaar » 5 oo. legtesich anfänglich auf die Malerei), um wirtlich dieseKunst zu treiben, dann aber späterhin auf die Wis-senschaften, ließ sich in Löwen zum Professor derlateinischen Sprache creiren, wurde Canonicus zuArras , und starb zu Löwen » 557 - Jöcher.

lJannl'ng (Johann). So nennt der Kata-log von Brandes, unter der niederländischenSchule, einen Künstler, und führt zwey Blatteran: Trinkende und schmauchende Bauern, undeinen Bauer dem eine Bäurin den Bart putzt; beydebloß mit dieses lJanning's Namen, und: L".ctker'tL exc. bezeichnet.

Aannini (Matthäus), s. oben L 3 a»i»i.

* t^ano oder jJanto (Franz de). Derselbewar aus Savvyen gebürtig. Unter seinem Namens?)hat Andreas Andreani eine Heilung des Lropfschlä-gen in Holz geschnitten, ^c. Der lBinklerscheKatalog kennt von ihm ein großes Blatt, die Aufterweckung Lazari , ohne andern Namen als denseinigen.

* Nanreuil (Robert). Derselbe war derSohn eines wenig begüterten Kaufmanns, erhieltaber eine sehr gute Erziehung. Anziehende Nach-richten aus seiner Jugendgeschichte, und wie ersich in Paris zuerst bekannt machte, finden sichbey GandeUlm; und eben so auch über das Cha-rakteristische seiner Bildnisse, die er grvßtenkheilsnach eigenen Pastellzeichnungen in gleicher Größegestochen. Alle seyen ohne Hände; aber dafüreine Wahrheit und Farbe in den Köpfen, Haa-ren, Gewändern, wie fast bey Keinem. Das Bild-niß des Königs habe er zwanzigmale geliefert,und in allen bemerke man von Jahr zu Jahr diefeinsten Nüancen des steigenden Alters. »Unterden Bildnißstechern" (heißt es dann bey wareler)kömmt ihm unstreitig einer der ersten Plätze zu,und seine Arbeiten würden heut zu Tage noch mehrgesucht werden, wenn er sich nicht auf bloße Köpfeeingeschränkt hätte, wo keinerlei) Beywerke vorkom-men, welche Liebhaber interefsiren könnten. Diemeisten hat er in natürlicher Größe gestochen, undin diesem großen Maaße hat sein Stich Kraft undFarbe. Seine Haare haben viel Leichtigkeit, ober sie gleich selten aufdic gesprengte Art ausdrückte,wie es Masson gewöhnlich (vielleicht nur zu sehr)gethan, so^ sie sich fast einzeln vom Grund ab-trennen. Seine Taillen wechselte er, je nach denUmständen, sehr verständig ab. Das gewöhnlicheVerfahren bey ihm war, die Haibtinten mit Punk-ten anzulegen; doch hat er z. B- daö Bildniß desPräsidenten Mols (» 653 .) ganz mit Strichen ohnePunkten, und das der Königin Christina (i 654 -)hingegen ganz punktirt gestochen. Die Arbeit an