Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
949
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Napoleon i.

diesem letzter« ist durchgängig leicht, und die Drap-perie sehr malerisch ' Auch kennt mau einige vo»ihm (wie z. B. Louis Hessciin'S ;VVo .) mn einereinzigen Lage von Taillen, in Mclans Geschmacke.Für seine Meisterstücke yält man diejenigen ocs Joy.Bapcist van Stcenberuhe», oder des sogenanntenAdookatS von Holland , nach du ChasiclUov8.), desElaatSsekrecairS Pvmponiie (;vö8.) und deö^LrilLNoiard s, wie ihn LDareler, odcr^veliii's, derLleine Englische LNylord genannt, wie ihn Jlo-rentitt le Comre heißt. Mit Liebe zur Arbeit ver-band er eine besondre Leichtigkeit in der Ausfüh-rung , wovon die große Anzahl seiner Blätter,und man mochte sagen noch mehr der Anblickeines jeden derselben zeuget. Das ausführlichsteVerzeichniß davon giebt vorerwähnter Jlorennnle Comre 1 . 228. u. ff. Auch der Katalog vonLrandes und Rost VII. L-jo-v-hi. nennen eineschone Zahl; und die vollständigste Sammlung der-selben wird wohl diejenige seyn, welche, nach Hei-necse (lüös Aon. 17t.- die Dresdner -Galerie in0. Foliobänden besitzt. Zu den Vorzüglichsten ge-hören, neben den schon genannten: Colbert's, Rirchelieu'ö, Lamoignon'S; Pomponne's de Bellievreund la Morhe'S le VaycrS; zu den Anziehendsten,nach unserm Gefühl, sein Ludwig XkV. in derwunderschönen Blüthe seiner Jahre (wahrscheinlichdasjenige, von welchem der Herr von 'Zoncourrin einem Art. der alten Encyklopcbie, freylichetwaü hyperbolisch sagt: Daß die natürliche Ge-sichtsfarbe , das Rosenroth der Wangen und derPurpur der Lippen darin ausgedrückt sey). Ge-schichtliches kennen wir einzig von ihm: Eine H.Familie nach der Zeichnung von Melan, zu derThesis gestochen, wovon schon das Lcx. spricht,sein erstes Blatt (ivsb.); dann ein großes AntlitzChristi, und daü Brustbild einer trauernden Maria,nach Guido; ein Blatt, welches Füßli (kl. 223.)vortreflich, aber in schönen Drucken sehr seltennennt; die vier Evangelisten, nach le Sueur. Dann,wie eS scheint, nach eigner Zeichnung: Die Zeitentschleyert die DüStc Ludwig XIV. ; ein Engelder ein Wappenschild hält, mit der Jmischrift:kiüos; ein andrer Engel mit der Ueberschrift: eln'mlirmatur vc astric. Wie eS sich dann endlich Mitdem berühmten Blatt: Moses, der die Gesetzlafetnhält, verhalte, welches mit: 1k. et O.

so. 1V99. td. i. so. Jahre nach. fskan-reuils Tod) bezeichnet ist, und wovon Kops undHände von Eoclinck seyn sollen, liegt für uns imDunkeln. Mit seinen Talenten vereinigte dieserKünstler die schätzbarsten Eigenschaften des Her-zens. Seinen Vater ließ er zu sich kommen, ummit demselben die Ehre zu theilen, womit der Kö-nig ihn überhäuft hatte. Von Liebe und Eifer fürseine Kunst erfüllt, erhielt er in ivvo. von demMonarchen daS berühmte aus St. Jean de Lnzdalirrc Edikt, welches die Gravur in Frankreich zuerst für eine freye Kunst erklärte.

Napoleoni (Franz Joseph), s. Napolmi.

Napoli (Don Manuel), ein spanischer Künst-ler neuerer Zeit, wurde alS Penstonnair nach Rom gesandt, und gab von dort auS der Akademie Ct.Carlos zu Madrid in 1784. durch ein Gemäld denBeweis seiner große» Fortschritte. Allein er starbzu frühe, noch in Italien . Jiorillo lV. /,iö.

* iJapolinl (Joseph), nicht unwahrschein-lich der Franz Joseph iJapoleoni deS Lexikons,Bildhauer zu Rom um 1703. Damals restaurir-ke» er und Vincenz Felice gemeinschaftlich die Co-lonna Antonina. Kam» --roste»-»« p. 433.

* kJappl (Franz). Lanzi II. 32. sagtvon ihm kurz: Seine Arbeiten waren sehr verlchir-den; wo er bey seinem lombardischen Styl ver-blieb , wie z, B. in einer Himmelfahrt alla Minervazu Rom , und in Andern; all Umilita daselbst , zeigter sich aiü Naturalist anziehender alS andre Ma-nicristen seiner Zeit.

* Vlardi (Angelo). Ein Schüler Paul Vero-nese'ü konnt' er nicht seyn, wie das Lex. nach ve-

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lasco sagt, da er. I. »ach Paolo'S Tode (1601.)gebore» wurde, wenn anders das letzte Darum seineRichtigkeit hat. Daß er hingegen durchgängig in Ca-liari's Gelchmack gearbeitet habe, ist desto gewisser,und wohl die Hauptsache. Philipp dem lV-in«Lpa-»ien war er sehr nützlich, da er wegen seiner gründ-lichen Kunikkcuutnisse von demselben gebraucht wur-de, die Malcreyeu zu laxire», die er in Italien kaufte. In tbs). wurde er mit der Würde einesKvnigl Malers bekleidet. In ;l,ZZ. hielt er gemein-schaftlich mit Dince»; Carducho eine öffentlicheDisputation gegen den Kvnigl Fiskal, über einschon srühcrhin in Spanien aufgeworfenes Prob-lem , den Werth der Malercy betreffend; eineStreitfrage, welche an sich selbst keiner Bohnewerth war, wodurch aber dennoch zufällig so vielerzielt wurde, daß diese Kunst für eine freye, so-gar deS AdclS windige erklärt wurde, dieKünstler seither gewisic Vorzüge genossen, u. s. f.Der Kardinal Bcniardo de Saudoval y RoxaS,Erzbischof von Toledo , war drS unsrigcn eifrigerGönner, und beschäftigte ihn reichlich. Er starb,allgemcm betrauert, zu Madrid . Jlorillo IV.40. s-W.

Nard i i (D. ThomaS), ein Maler von As-coli, Schüler von L. Traft, der nach dessen Todedie Kirchen seiner Geburtsstadt schmückte. Er selbstst. 1718. ungefähr vo. I. alt. Sein BeßteS viel-leicht findet sich in der Olivetaner-Kirchc St. AngerluS MagnuS, z» gedachtem AScoli. A-Collaceronigab die Architektur dazu. Diese Bilder stellen vor-züglich die Geheimnisse der Apokalypse vor. Aus demGanzen athmet ein Geist, eine Uebereinstimmung,ein guter Farbensaft, und eine Leichtigkeit, die die-sem Künstler eigen waren, welche er aber hier mehrals gewöhnlich beurkundete. Da»?- 1. 57,2.

hlardois (Galiot). So heißt bey DrlandiS. 30 j ohne WeiterS ein Kupferstecher.

rJaricr (Franz), ein Maler zu Genua , blü-hcle nach der Mitte deS XVIII. Jahrh. Vonihm sieht man viele Bildnisse sowohl als Geschicht-liches in den Kirchen und Pallasten dieser Stadt.

/kuttr.

* Viasaro oder lJassaro (Matthäus del).Zu seinen berühmtesten Arbeiten gehört ein Kopfder Dejauira auf einem Agathe, welcher zufälligerWeise so mannigfaltig gefärbt war, daß der Künst-ler das Fleisch, die Haare, und eine frisch geschun-dene Löwenhaut zum Kopfputz (!) damit aus-drücken konnte. Nach dem einSweiligen Unglück,welches Franz I. in der Schlacht bey Pavia zu-stieß , gieng unser Künstler wieder nach Italien ;kam aber späterhin, auf einen nkuen Ruf diesesMonarchen, nach Frankreich zurück, vcrhcurathetesich, und blieb dort auf immer. Neben seinerHauptbeschäftigung, welche um so mehr ihm reich-lichen Verdienst verschaffte, weil damals Cameen(gerade, wie wieder heur zu Tage) wesentlich zumSchmucke französischer Frauen gehörten, wurde erauch in anderer Rücksicht als ein vorzüglicher Zeich-ner geschätzt, undB. von dem Könige nach Flan»der» geschickt, um über die Arazzi Aufsicht zu ha,be», welche dort i» Seide und Gold nach seinenCartonS gewoben worden. Auch sein zugleich sanf-ter und edler Personalcharakter, vcrbmidcn miteinem aufgeweckten Geiste, machten ihn überallbeliebt, äe ^outeum. FloriU>) III. ;;8.

Vlasc 1 mbeni ( ). So heißt irgendwo,

ohne Weiteres, ein Bildhauer, der zu Venedig unter der Aufsicht von Jac. Tarn (Sanfovino)gearbeitet habe.

Na seil, (Alexander), wie man glaubt, einSohn deS nachfolgenden Künstlers, wird vonLattZl II. 2. s 5 si. u. 62. kurzweg als ein sehrmittelmäßiger Schüler von C. Carcanio genannt.

----- (Franz), ein ferraresischer Adelicher,wie Einige glauben ein Schüler von Basiaruolo,waS aber nngewiß ist; desto gewisser hingegen,daß er auf einer, unter seiner Mitwirkung zu Fer^