956 Nazari.
von Monari; des Dichters F. M. Molza (diesvon ihm selbst geatzt); des Doge Carl Ruzziei, vonI. M. Pitteri u. s. f.
* Nazari (Nazario), des Obigen Sohn. Vonihm selbst geätzt (174h) kennt man, neben An-dern«, das Bildniß des modencsischen Dichters ,F. M- Molza. (S. den vorigen Art.) 6 ancke//üri.
Neagle (I.), ein englischer Kupferstecherder neuern Zeit. Von ihm kennt man für Boysdell's Shakespears-Galerie den Auftr. 8 . des IV.Akts von: Der Liebe Muh' ist umsonst, nach F.Wheakhley, und den Auftr. 4 « des V. Akts vonHeinrich VI. nach R. Smirke, von welchen daserstre im journ. k. dllä. Xün 8 te 5 . ioo. ein sehraitgenehmcs Blatt genannt wird.
tJeal (Elisabeth). So hieß, nach Debie(duläen Labinet), eine vortrcfliche englische Blu-menmalcrin, «velche zu End des XVII. Jahrh,blühcte, und sogar nach Holland reiste, um da-selbst mit dein berühmten Daniel Segers zu wett-eifern. Fiorillo V. 4 bg.
* Nealces, der Maler von Sicyon, blüheteungefähr drikthalb Jahrhunderte ant. L.
bleale (Thomas). So hieß ein englischer Ku-pferstecher, von welchem man ein in Paris gear-beitcs Vögelbuch nach F. Barlow's Zeichnung,mit « 65 g. datirt, kennt.
— — ( ). Und eben so ein vorzüglicher,
wahrscheinlich noch lebender englischer Maler vonenglischen Aussichten, der von FiorlUo V. 85 j.angeführt wird.
Neapoli (Franz) und Pablo de Aregio,zwc» alte spanische Künstler, malten « 5 ob. zweySeitenflügel am Hauptalkar der Kirche zu Valen-zia. Jeder Flügel enthalt sechs Abtheilungen, wel-che sämmtlich Bezug auf die Geschichte der H.Jungfrau haben. Der großartige Styl und dierichtige Zeichnung, die darin herrschen, verdienenBewunderung, und machen es sehr «wahrschein-lich , daß diese beyden Künstler Schüler des L. daVinci gewesen sind.
* Vlebbia (Cesar). Lanz« I. 45 o. nennt ihnden beßten Schüler von H. Muzian, gesteht aberdenn doch, daß Johann Guerra, der nebst ihmdie Arbeiten im Datican u. s. f. leitete, eigentlichderjenige war, der die Ideen gab, die sie sodanndurch untergeordnete Künstler ausführen ließen.Beyde waren mit jener Leichtigkeit ausgerüstet,welche erforderlich ist, wenn man so viel zu Standbringen soll, als wahrend dem fünfjährigen Ponti-flkate Sixt V. in der päbstl. Kapelle zu St. MariaMaggiore, den Pallästen im Quirinal, Vatikan undLateran, an der H. Stiege u. s. f. u. f. (an Umfangwenigstens) wirklich geleistet worden. Daß übri-gens zwischen unserm lJebbia und seinem MeisterMuzian ein großer Unterschied statt fand, verstehtsich; der letztre war ein gründlicher Geist, der un-srige mehr ein Praktiker, wenn er zumal al Frescoarbeitete. Inzwischen sieht man doch von ihmziemlich schöne und wohl colorirte Altarblätter -wie;. B. seine Anbetung der Weisen in St. Fran-cesc zu Viterbo , welche ganz Muzianisch ist. Dal-larvay II. 201. eignet diesem Künstler, wir wissennicht nach welcher Quelle, die berühmten (?) Mo-saiken in St. Peter zu.
— — oder hiebea (Cesar oder Galeotto).So heißt bey Lanz« II. 2. 278. ein alter Maler,von Castellaccio im Gebiet von Alessandria gebür-tig, der zu Genua arbeitete. Dort sieht man näm-lich von ihm in der Kirche St. Brigitta zweyBilder, das eine mit «ä 8 i. das andre mit 84. da-tirt. Das eine stellt die drey bekannten Erzengel,das andre St. Pantaleon mit andern Märtyrernvor, in güldenen Feldern, übrigens sehr verstän-dig gemalt, sowohl in den Formen als in der rei-chen Bekleidung, welche dann freylich ganz origi-nelle wie papeirne Falten hat, die nach keiner an-
Nee.
dern Schule zielen. Ucberhanpt durfte er für Klei-neres einen gewissen Rang behaupten, und arbei-tete zwar ein wenig roh, aber fleißig. Lonf.Rarri, welcher ihn Cesar nennt.
* Lieck (Johann van). In Deutschland besitztdie Dresdner -Galerie von ihm ein Bacchanal.Nach ihm kennt man zwey schöne Blätter, um«68o. datirt, die mit >?. L/ovte/ü/F sxs. bezeich-net sind; nämlich: Uretbusa ab Hipbeo aäa-mata, und ein Diauenbad; dann von C. Hagcnsdas Bildniß des Theologen H. Groenwegen's.
riecker (LudlvigGabriel,auchJ.G-k.), Zeich-ner und Kupferstecher, geb. zu Stuttgardk um «760.Schüler von I. G. Müller, und (1789.) tzerzogl.Würtembergischrr Hofkupferstecher und Lehrer derZeichnungskunst an der dortigen Carlsschule. Vonihm kennt man: Adonis verläßt die Venus, nacheinem Deckenstücke von Guibal ; eine H. Familie ohneNamen des Malers; dann mehrere Bildnisse, wiez. B. eines gewissen tzlr. ä. ^ * * vormaligen Ober-jägermeisters am Kurmainzischen Hofe 178g. Men-sel II. Rost II- 067. Neueres hatten wir nichtsvon ihm vernommen, als ganz kürzlich wieder, daßer noch 1809. an dein mittlern Gymnasium inStutt-gard Unterricht im Zeichnen gab.
— — (L. de). So nennt auch eine unsrerHandschriften einen, offenbar ältern Künstler, ««achwelchem I. Falk das Bildniß eines Gabriel Schurmann's gestochen hat.
— — ( de). So nennt Männlich einenbisher unbekannten, vermuthlich deutschen Blumen-maler, dessen Werke einen Platz in einer ausge-suchten Sammlung verdienen. Dergleichen findensich von ihm in der Galerie Schlcishcim.
— — ( ). Wer ist nun, nach alle diesen,der in 1798. verstorbene Geheime Legationsralhdieses Namens, den das Lex. von Otto als einengeschickten Miniaturmaler rühmen soll ? HaymannS. Z78.
— — — — s. auch Vlegker.
* viee (D.), heißt Franz Dionps, geb zuParis um 17Z2., Kupferstecher, in seiner Jugendvornehmlich von uiischweizerschen Schweizeransich-ten (für die erst neulich wieder mit Pomp angekün-digte Nabloaux pittoresgnes äs In 8 ui 58 e) nachBarbier, Bessou, Brandoin, du Chatelet, und be-sonders nach Perignon. Für eben dieses werthlosePrachttverk: Lutte äs8 liloiitsAnes äe8 Lantonspopuluire8 (dies gemeinschaftlich mit Masqualier).Dann aber auch Anderes. So führt z. B. RostVIII. 240-4«. von ihm an: Benjamin Franklin in einem Armstuhl sitzend, und Ebendenselben mitder Jnnschrift: On I'a vu ässsrmsr Ie8 fl'vran8et le8 vieux, beyde nach Carmoiitel; dann dieBartholomäus - Nacht nach Gravelot lfür eineQuartausgabe der Henriade), und — einen Bä-rentanz nach Mayer. Anderswo finden wir nochdie Blatter: Xsptune calme IS8 ?lot8 nach Ba-salt, Osjsnne äs lernen nach Dancs, I'^mouräs la dloire nach le Prince, «lnd 6ursri8 äs lassslicits publi^us nach St. Quentin; und endlichVignetten die Menge. Dem ^/»m-rac/r Keaux-
von « 8 » 5 . und den IVouve/lr5 fle.? II. 009.zufolge war dieser unermüdete Künstler damals nochder Hauptdirigent der schönen Blatter zu Mellin's
Vo^a^o Plttors8que äs 0 on 8 t 3 ntlnople, sowieer auch früherhin für die Oe 3 sription Generalset partisulisrs äs la krancs, die lfli8toire an-cienns et moäerns von le Clsrc. die 0I«3N8onset S88L)'8 8ur la Nuaiqus von la Borde, haupt-sächlich aber für die (vortrcfliche) VovaFe ä'lttriset äs Oalmatie von Cassas gearbeitet hatte, vonwelcher er der eigentliche Herausgeber genennt wird.Und eben so findet er sich noch 1807. unter den Ste-chern des Prachtwerks über die Entdeckungsreisenach den Landern des Südpols, welche auch indeutscher Uebersetznng mit den Originalkupfernbey Cotta erschienen war.