Band 
Zweyter Theil [2].
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958
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958 Neergard.

bsy Furnes, ein schönes Blatt; Dupuks zwey Kin-der, welche einer Katze den Vogel in einem Käf-figt zeigen; C. L. Lingö einen jungen Menschenmit offenem Mund, der die Violine streicht.

Neergard (G- C. Brunn). Von diesemnoch lebenden eingebildeten Kunstkenner und kahlenSchwätzer, übrigens Königlich-Dänischen Kam-merherrn, auch seit 1804. Mitglied der Königl.Maler- und Bildhauer-Akademie zu Stockholm ,und unsertwegen noch mehr, laßt uns lieber schwei-gen, und bloß der Unpartheylichkeit wegen bemer-ken, daß hingegen Lsskillin in einer Note zn Dal-laway II. 279. die Geuauheit und das richtige Ur-theil prcißt, womit derselbe imelopeäigne (I»nv. 1806.) die Galerie zu Düssel­ dorf beschrieben habe.

* fFees ( ). Unter diesem Namen (sagt

eine unsrer Handschriften; aber nicht, ob des Ma-lers oder des Stechers?) findet man ein Bildnißvon Peter Danes. Mißten wir, wer dieser letztresey, so würden wir (vielleicht) muchmaaßen kön-nen, ob unter unserm Klees wohl gar der Jo-hann van Klees des Lex. verstanden sey?

Kleesen (' ). So heißt ein uns ebenfalls

ganz unbekannter Maler, nach welchem Felstng(i 8 c> 5 .) das Bildniß I. L. W. Schärcrs gesto-chen hat.

Klegeler (Heinrich), ein Gießer. S. untenPape.

KlegelIn (Ioh. Ulrich). So heißt ein deut-scher Kupferstecher, von welchem irgendwo einKind Jesus, welches der Schlange den Kopftzer-tritt, nach Maratti angeführt wird. Zu welcherZeit aber derselbe arbeitete, ist uns unbekannt.

* Klegges (Simon, auch I. Simon), geb.zu Augsburg . Derselbe war Mitglied der dorti-gen Franziscischen Kunstakademie. Er arbeitetebloß für seinen Verlag, neben der schon im Lex.erwähnten Suite von Päpsten und Kardinalen,welche 80. Bl. enthalt, auch andre Bildnisse nachI. C. Füßli (des Dr. Ioh. Jacob Scbeuchzers);ferner nach des Marees, Spitzel, Zinsenis u. s. f.Dann einige Galanreriestücke. Meusel I. ^c.Seit 1778. haben wir nichts mehr von ihm ver-nommen.

Kssegker (David), ein Formschneider vonAugsburg , gab 12)7. dort einen Passion, der abervon sehr schlechter Arbeit ist. Hemecke II. 129.

(Jost von). Bartsch VII. 2-45. nenntihn einen der geschicktesten Formschneider des X VI.Jahrh, der vornehmlich für Hans Durgmair undnach demselben gearbeitet habe. Auf einigen sei-ner Blatter findet man seinen ganzen Namen; aufeinem einzigen (St. Sebastian nach Burgmair)sein Monogramm: Ist d. n. Dann kennt manvon ihm eine Copie nach Dürers gestochenem Blatt:Die Madonna auf dem Halbmonde.

Klegr (Peter). Dieser, wie es scheint abge-kürzte, Künstlername befindet sich auf einer, ganzin der Manier von Franc. Colignon gestochenenLandschaft in Querockav, welche: Vieira!nv. k. bezeichnet, und zu einer Folge von meh-rern ähnlichen Blättern gehörig ist.

* Klegre (Niclaus van). Nach ihm haben:Van Dalen das Bildniß Friedr. Spanheims, Crisp.du Pas des Arztes O- Heurnius (gemalt 16I8. umwelche Zeit er sich zu Leyden mag aufgehalten haben)und I. Suyderhoef des Jac. Maesiertius und Cl.Salmasius gestochen. Moehsen Aerzre-Biid-nifse S. 60.

* Klegri oder Niger (Franz), der Kupfer-stecher, von Palermo gebürtig, war zugleich Ma,thematiker, und gab, neben Anderm: 8icilise 6e-lioeatlonem et clescrixtlonem. Iöcher.

* (Hieronymus ), lebte noch 1718.L»nzi II. 2. 177. hält ihn für sehr unbedeutend.

Neidthart.

* Negr, (Ioh Franz), genannt de i Ri-trarri, wie aus Lanzi II. 2. rüs. zu erhellenscheint, deswegen, weil er bloß Bildnisse, ohneeinige Beywerke (vielleicht auch deren nur allzu-viele) malte.

----- (Peter). In seiner Befreyung Ve­ nedigs von der Pest sieht mau die Leichtigkeit sei-nes Meisters Zanchi, überhaupt dessen Manier,in den Formen noch verbessert und veredelt. Erlebte noch 1679. Kanzi II. 20Z. In Deutschland besitzt von ihm die Dresdner -Galerie ein großesBild: Die sterbende Agrippina.

Klegron (Lician Carl dc). So nennt Iio-rillo I V. 275. ohne Weiteres, einen geschickten spa-nische» Maler, Mitglied der Akademie zu Sevilla ,der gegen End des XVII. Jahrh, blühete.

* Kssegrone (Peter), genannt Zingaro,st. öo. I. alt. Domenici nennt ihn einen fleißigenund gebildeten Künstler, /.arr-n I. H08.

*.Kl eh ring (Oswald). In den deutsch . Ephe-inenden, wo man ihn übrigens Kleriinger nennt,wird erzählt, daß er eine Schaale aus einem Pfef-ferkorn verfertigt habe, welche 1200. andere kleineaus Elfenbein gedrechselte Schaalen enthalten habe;jede derselben hatte einen vergoldeten Rand und einFußgestell^ und dennoch hätte das Pfefferkorn, an-statt gedrängt voll zu seyn, noch ein Vierhundertdergleichen mehr sahen können.

* ( ), der Baumeister. Derselbe

hieß Johann Arnold, vermuthlich ein Hollän-der von Geburt, Schüler von M. M. Smids,den er aber weit übertraf. In 1691. ward erObcrdirector aller Kurfürstlich-BrandenburgischenGebäude, und st. 169h. Kssicolai. Heinecke(I 67.)nennt ihn einen geschickten Architekt, und von denersten, der den guten (bessern!) Geschmack ein-geführt habe. Er gab den Riß zu dem großenZenghause. Er sollte drey Stockwerke hoch seyn;nach seinem Tode blieb es bey zweyen, auf welchedann Bvdt eine Balustrade setzte, und auch ander Fa^ade, den Verzierungen n. s. f. einige Ver-änderungen vornahm. Von seiner Dante warenferner das Observatorium, nach Leibnitzcns's An-gabe; die Königl. Ställe (Muster in ihrer Art);die (nachwerls cingerissene) Orangerie im Gartenzu Berlin , und diejenigen zu Schönhausen undPotsdam (jetzt eben zu Ställen eingerichtet ; dieKapelle des Schlosses Cöpenick; die schon im Lep.benannte große steinerne Drücke; ein Flügel desalten Schlosses nach dem Wasser, mir den großenFenstern, nach Art der Genuesischen Pallaste u s. f.

( ). So heißt auch in Werren's

Klachr. von Weimar I. 22h. ei» Gießer zu Erfurt um 1089. der aber wahrscheinlich kein andrer, alseiner der KNoehringe ist, welche um diese Zeitin erwähnter Kunst zu Erfurt berühmt waren.

Kl ehrlich oder Klerlich (Christoph), viel-leicht ein Bruder des unten folgenden jünger» Klic-laus, starb zu Leipzig 1620. 45. I. alt, und wirdauf seinem Lcichenstein bloß Bürger, Buchführerund Buchdrucker genannt. Ob er auch, gleich denfolgenden, Formschneider war, ist uns unbekannt.Fte/Er Isscript. I^ipsiens. p. Zjb.

(Niclaus) der altere und jüngere,wahrscheinlich Vater und Sohn, Bürger, Buch-drucker und Formschneider zu Leipzig . Beydestarben daselbst, der erste 1612. der zweyte 1626.Kieker 1. c.

zsleidl ( ), ein deutscher Kupferstecher,

gab , vereint mit Egger, im 1 .180Z. im Frauen-holzischen Verlage ein Zeichenbuch für Damen,nach den Zeichnungen von Füger und Cauzig.

* Kleidrhaßt (Wvlfgang). Derselbe warvon Ulm gebürtig, und Augsburgischer Rachs-verwandter. Seine Statüe Gustaph Adolphswurde seinen Erben mit 5 sc>. fl. bezahlt. Her-