N e v e t.
und daß ihnen der Reiz des Helldunkels fehlt.Und doch merkt man überall, daß er auch diesesgekannt habe, aber dessen Wirkung in seinen Blät-tern entweder nicht ausdrücken konnte, oder esauch nicht thun wollte."
sslevet ( ). So heißt irgendwo ein uns
sonst ganz unbekannter Künstler, mit dessen Na-men ein Bildniß: ^lbort cio la perriöre, Valet<le Liismbro cla lVl. i'TlrAsutior, L-rron <le Lba-pellenx, grc>8 Financier en i 658 . (wir wissennicht ob als Maler oder als Stecher) bezeichnetseyn soll.
lskeveu (Franz Maria), geb. zu Paris 1766.siudirte im Collegium Mazarin so, daß ihm keineder Schönen Künste, die sich mit der Einbildungs-kraft beschäftigen, fremde blieb. Bald aber wares die Malerey, welche ihn vorzüglich fesselte.Da er sich zugleich sehr gut mündlich ausdrückenkonnte, wurde er schon in seinem 22. I. von derRegierung, theils in der Königlichen Bibliothekim Fache der Zeichnung, theils als Generalsekre-tär bey den Comittö's von öffentlichen Arbeiten,theils zu Kunst - und andern wissenschaftlichenAufträgen in Deutschland angestellt, bey welcherletzter» Gelegenheit er sich beyläufig sehr ausge-breitete Kenntnisse auch im Fache der Mineralo-gie erwarb. Hierauf bekleidete er die Stelle einesZeichnungslehrers an der polytechnischen Schulevon ihrer ersten Stiftung an, und gab an dieserStelle Beweise seines seltenen Talents im öffent-lichen Vortrage eines klaren, leichten und zugleichgründlichen Unterrichts. Seine eigenen Kunstpro-dukte tragen das Gepräge von Leben und Em-pfindnng. An seinen Landschaften lobte man nochbesonders das Frische des Eolorits und die Wahr-heit der Entfernungen. Neben seinen Talentenhatte er sich durch die liebenswürdigsten persönli-chen Eigenschaften die Freundschaft mehrerer, theilsdurch Rang, theils durch Gelehrsamkeit ausge-zeichneten Manmr erworben. Zu diesen Eigen-schaften gehörte namentlich auch die seltene, daßEifersucht nichts über ihn vermochte, und daßseine Nebenbuhler keinen größern und aufrichti-gern Lobredncr fanden als ihn. Seine letzten Jahreflössen in einem stillen häuslichen Leben vorbey,das ihn allem Geräusch der großen Welt entriß,wo er in frühern Tagen überall gesucht ward. Erst. 1808. und hinterließ eine liebenswürdige Gat-tin und zwey Kinder, ohne ein anderes Erbthcilals seinen Namen und seine dem Staat geleiste-ten Dienste. E. den Nekrolog desselben im Bo-niteur V0M 17. Aug. l8»8. Im ^lmanaoü liesKsaux-Art!, von i8»z. wird von ihm ein Bild:Oedipus und Antigvne, angeführt.
— — s. auch blepveux.
ssievey ( ). So hieß ein englischer Ma-
ler und Kupferstecher, der um 1772. zu Rom mitdem Ruhm eines vorzüglichen Künstlers arbeitete.
* bleufforge oder ssseuforges ( )
hieß Johann Franz, Bildhauer , Baumeister undKupserätzer, geb. 171,4. in der Diocese Lültich,gab (nach Basan L'<k. gec.) 6. Foliobände ver-schiedener Entwürfe von Architektur und Dccora-tionen von eigener Erfindung, die er zugleich selbstin Kupfer geätzt hat.
Neuhauser (Jos.), LehrcrdcrZeichenkunstander Herrmanstädter-Normalschule,gab in i8»>6 einenversuch über das Giebenbürgische ssostuine.Erstes Heft (Herrmanstadt bey Barth 1807. 22. G.8°. mit ^6. Kpfr. von ihm selbst). Der gleiche thä-tige Mann soll auch den Vorsatz gehabt haben,Zeichnungen merkwürdiger Gegenden von Sieben bürgen , bey Eder in Wien , gestochen ans Lichtzu stellen, wozu sich aber nicht hinlängliche Prä-liumeranten gefunden hätten. Oesfenrl. sslachr.
»Ieui 11 y ( ) heißt bey Basan (Lll. seo.)
Auron d>:, ein neuerer Kupferstecher, der nach
Neumarck. 96z
Casanova u. a. gearbeitet habe. Noch wird irgend-wo von ihm ein Blatt nach L. Moreau's Zeich-nung angeführt, das zur Aufschrift führt: Vusla Ville et clu Port cle 8)-ra (Isle so I'-^r-ckipel), avee la röprösentation «je guel^uvsuns lieg 8Loc>nrs gue les dz-riotus ont üo.nnusanx b'ran^ols.
Neumann (Carl Jacob). So heißt in:Dresden , zur Rennrniß seiner Häuser, ganzohne Weiteres, ein dortiger Bildhauer um 1798.
— — (Christian), Gottlieb Schade, GeorgHeinrich Landmann, Abraham Gottlob Forch-heim, Ernst Wilhelm Gundermann, JohannHeinrich Müller, Balthasar Wilhelm de Bruyn,Niclans Eigrwerdr, ConstantinvonGorlewsky,Christian Heinrich Engelschall und Otto HeinrichHorst wurden von 1728— 38 . als (Bau-) Conduc-tcurs bey dem K'irsächs. Jngenieurcorps aufge-nommen. S. Hof- und Staatskalender.
— — oder Naeumann (Christoph), einMaler, welcher um 1672. den Alrar der Nieder-gottes-Ackerkirche zu Döbeln in Sachsen malre.Die Haupttafel stellt das Begräbniß Jesu u s. f.vor. — S. C. Mörbl'y Chronik von Döbeln (Lcißning 1727. 80.) S- 86.
* —» — ,(G- E.), So heißt in einer unsrerHandschriften ein Medailleur des XVlII. Jahrh,der, neben Anderen, eine Schaumünze auf denArzt F Fnaken verfertigt habe (S. MöhsenMedaillensamml. Tk. ll. S. 676.), und wahr-scheinlich nur dem Caspar Lss. des Lexikons EinePerson ist.
— — (Franz Ignatz von'», ehemaliger Ar-tillerie-Oberster des fränkischen Krasses, und Ar-chitekt zu Würzburg , geb. daselbst 17ZZ. und gest.1786. einer der geschicktesten deutschen Architektenseiner Zeit. Seine Hauptwerke waren: Die wie-der hergestellte Mayn-Brücke zu Kitzingen , derneue Kranich am Mayn zu Würzburg , der Dom-thurm zu Maynz, der Dom zu Spever und dieprächtige Abreykirche Schwarzach. Mensel'«Lltlsc. l. 4 i. und XXVIll. 255 . Aünftler-Lex. l. II.
—' — (Jacob) erscheint im HannöverschcnStaatskalender von 1786. als dortiger Hoftischler.
— — (Joh. Gottlob) wird zu End desXVIII. Jahrh in Dresden als Stück- und Glo-ckengießer, damals Aeltester dieser Innung genannt.
— — (Zacharias), ein Werkmeister z» Bau-zeit, baute 169,4. >n der St. Peter- und Paulskirchedaselbst eine Emporkirche ganz schwebend, ohneeinige untergezogene Säulen. E. Georg Mil-rv 0 lf Amiales und denkwürdige Geschichtender Stadt Budissin rc. angefangen im I. 1608.Fol. (ein Manuscript) S. 82.
— — ( )- So heißt auch ein Kupferste-
cher, von dem uns aber nichts weiter als ein Bild-niß Joh. Martins d'Ebcrmayr nach I. D. Prem-iers bekannt ist.
— — s. auch Naumann.
ssleumarck ( ), ein Kunstgärtner, der in
dem englischen Karten zu Wörlitz einen Theil derschönen Parthien, welcher auch von ihm den Na-men führt, vermuthlich zu Ende des 1760 Jahr-zehndes anlegte. Diese seine Arbeit wurde durcheine große Uebcrschwemmung der Elbe 1770. größ-tentheilü zerstört. — Schoch, der Vater, legteeinen andern Theil an, der ebenfalls von ihm denNamen führt, von allen fünf Theilen des erwähn-ten Gartens den größten Umfang hat, und reichan mannigfaltigen Abwechselungen ist. Schochliegt auch — wie lieblich! unter einer buschjgtcnParthie in diesem seinem Werke begraben. Ver-muthlich ist Gottlieb Schoch, der 1798- alsFürstlich. Hofgärtucr z» Wörlitz angegeben wird,sein Sohn. Nach dieses Schochs, des Sohns,Gggggg 2