Band 
Zweyter Theil [2].
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Nicodemus .

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seither nicht das Geringste vernommen haben, essey denn, daß derselbe (was wahrscheinlich) dernämliche ist mit

bJico^enius ( ), den Ger,ring einen

Künstler aus Rastadt heißt, der um ,79/. zu Nea­ pel glückliche Bildnisse malte, und häufig für diedamalige Königl. Familie gebraucht wurde.

* Nicola oder Vliccola (Joseph) von Vi-cenza, gab in der Manier Hugo's da Carpi denStreit des Ulysses mit Ajax.

* da Modena , s. M Belln.

bJlcolar (Anton). So heißt irgendwo, ganzohne Weiteres, ein Kupferstecher von Dijon .

^G. D- C-)- Und so ein andrer, derum 172«. mit Stampart, Schmutzer, Prenner u a.au den Blättern nach den Gemälde» der Kaiser!.Galerie zu Wien gearbeitet habe. //eürecLe läse ero.

P. 52 .

( ) Nach einem Maler dieses Na-mens findet man 62. Blatter türkischer Kleider-trachtcn, die von 1576. dakirt find, und aber kei-nem Anderm als dem Niclaus sslaes des Lex.zugehören.

( ). Ob dann freylich derjenigeKünstler dieses Namens wieder ein eigenes Enssey, nach welchem ein Ungenannter das Bildnißeiner Elis. Dorothea Eggedrecht gestochen hat, istuns unbekannt.

bJlcolaus, genannt LOnrniser, gebürtig vonEtraßburg, war Hofmaler Kaiser Carl IV. undkommt in einer Urkunde von i 55 g. vor, wo erden Titel Magister hat: eine Benennung, diein diesem und folgenden Jahrhunderten oft unstu-dirten vorzüglichen Künstlern und Profestlonistenbeygelegt wurde. Möbsen Medaillensanim-lung Th- II. S> 576. der dies aus: tT/er/ei/ I)ip-lomatarium Larvll IV. p. anführt.

s. auch den Art. Eriron in den gegen-wärtigen Zusätzen.

zJicole (C- F-), ein wahrscheinlich französi-scher Kupferstecher, der um ,760. zu Neapel indas Werk: ^nticlntä äs kosrruolo gearbeitet hat.

( ) So heißt auch im ^Imanasli

klss stesux Hrts von 180Z. ein damals in Paris lebender Landschaftsmaler, von dem wir seithernichts Weiteres vernommen haben.

Nicoler ( ). Und so, ebendaselbst, ein

damals in Paris lebender Kupferstecher, der aberwahrscheinlich kein Andrer, als der unten erschei-nende B- A- Mkoler ist.

* rJicoli (Niclaus de). Seine Kirchenge-malde (heißt es bey Florillo II. ,17.) sind nichtvon besondern! Werth.

* rJlconas, s. Mcomachus.

* rJico leres da Modena od. Mcolo(Messer). Wenn es im Lex. heißt:Unter diesemNamen versteht man gemeiniglich den M dellAbbare; auch ist es der Beyname von lA. Belmund VI Eassana", so macht hingegen Rost III.einen ganz eigenen Künstler aus ihm, oder derdoch höchstens mit M Belm Eine Person seynkönnte, und heißt es nämlich dort von ihm:Geb.zu Modena um i 55 /,. arbeitete vorzüglich im An-fang des XVI. Jahrh, und ist in die Klasse derältesten Kupferstecher^ der lombardischen Schule zuordnen. Seine Blätter sind noch sehr in gothi-schem Styl, und der mechanische Theil seinesGrabstichels ist noch fehlerhaft; es scheint dahernicht, daß er mit Marc Anton und dessen Schü-lern in einiger Verbindung gestanden. Ungeachtetseiner rohen Arbeit aber hat er doch darin einigesVerdienst, daß er Gebäude »nd architektonischeV.rzierungcn gut anzubringen wußte." Alsdann

Miederhosen.

wird von ihm Einiges angeführt, was entwedermit seinem Namen, oder mit dlicolekto. oder mit«dort enthaltenen) Monogrammen bezeichnet ist:Wie z. B. eine Anbetung der Hirten, St, Georg,St. Hieronymus , St Martin und zwey St. Se-bastiane.

* lJicoluccio ssalabrese, der im Lex.unter dem Namen bl Marrice erscheint, einSchüler von Loren; Costa, von welchem Lanzi l.608. und II. 2. 22ä. sagt: Er wisse von diesemSchurken nichts Anderes zu erzählen, als daß erseinen Meister habe ermorden wollen, weil er den-selben im Verdacht hielt, daß er eine Carrikaturvon ihm gemacht.

* bJlcomachus, bllconas, bJlconusoder Msonas, ein alter Edelsicinschneider, derim Lex. im Art. des Malers Mconiachus er-scheint. Sein sitzender Faun befand sich (r8sj.)im Besitze des H. Molinari, Nuntius in den Nie-derlanden. Uebrigens soll Mconas oder Msonasdieses Künstlers richtiger Name seyn.

* der Maler, Sohn und Schü-ler des Aristodemus. plinius stellt ihn dem Apel-Ics, Protogencs und Asclepiodorus an die Seite,und plurarch vergleicht seine glückliche Leichtigkeitmir der des Homers.

* bJicollNl, s. Lsticcolinl im Lex. sowohlals oben in den gegenwärtigen Zusätzen.

* bJicsn, der Baumeister und Geometer. Daer sich niemals von seiner Vaterstadt Pergamus,wo er die griechische Sprache doziere, entfernte,so harte er keinen Anlaß, seine architektonischenTalente geltend zu machen. Dafür mußte er sichdesto mehr in der Geduld mit einer zornmüthigenTanlippe üben, die, nach ihres Schwiegervaters,Galens, eigenem Zeugniß, noch ärger als Sokra-tes seine war, und ihre Mägde in die Finger biß.Auch Galen selbst war der Baukunst nicht unkun-dig, so wie schon sein Vater, Großvater und Ahn-herr. VM-Lia. terr. 1 . gZ. .

* rJl'cophanes wurde wegen der Lebhaftig-keit, Eleganz und Anmuth im Entwürfe und derAusführung seiner Werke unter die größten Künst-ler seiner Zeit gezählt. Mite/et.

* M'coull. So heißt bey Hemecke III. imRegister der erste Buchdrucker und Formschnei-der, dann aber im Texte selbst S. iäi. wird er8. v. M'oul (lediglich wie im Lex.) ein Buchdruckerin Brüssel genannt, der sich auf die Formschnei-dercy gelegt habe.

Nicqrier, s. Mquer.

rJiebuhr (Carsten), der bekannte Geograph,welchen König Friedrich V. von Dänemark miteiner kleinen gelehrten Gesellschaft nach Arabiensandte, wo er seine übrigen Gefährten überlebte.Nach seiner Zurückkunft gab er seine noch jetztgeschätzte Rcisebeschreibung u a. ans Licht, wo-rin man einige Karten, Ansichten u. s. f. nachseiner Zeichnung findet.

Mecke (Johann), ein Maler (vielleicht ausGera ) um das Ende des XVII. und Anfang desXVIII. Jahrh. Nach ihm hat, neben Andern,A. M. Wolfgang das Bildniß von N. Stock ge-stochen.

Medenrhal (Samuel), ein Thiermaler zuDanzig , blühete um die Mitte des XVII. Jahrh.Man siehet von seiner Arbeit auf dem dortigenNalhhaus. Mensel Mlsc. III. 56 .

bJiederhofen od. bJr'ederhoven (Ja-cob und Matthias von). Ersterer wurde i 585 .auf der Münzprobation zu Cölln, wegen dem aufStabel haftendem Mnnzregale, zum Fürstlich-Lüt-tichilchcn Münzwardein, und letzterer 1682. alsMünzmeister des gedachte» Fürsten zu Namur ,ebenfalls dajelbst, verpachtet. Hirsch Dem-