Band 
Zweyter Theil [2].
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967
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N i e d e r l a e n d e r.

che s M unzarchiv VII. 202. u. 224. -Ob solcheselbst ausübende Künstler waren, ist uns unbekannt.

Aiederlaender (David), ein Münzwar-dein in Graflich-Leining-Dachsburgischen Diensten;man verpflichtete ihn von Reichs wegen zu Worms 1620. Hirsch Deutsches Münzarchiv VIl.479. Ob solcher selbst ausübender Künstler war,ist uns unbekannt.

Vliedermann ( ). So heißt irgendwo

ein um 1780. noch sehr junger Geschichksmalerzu Graudenz , von dem wir aber seither nicht dasgeringste Weitere vernommen haben.

Vliedermayr (Franz Anton) lieferte umi8oZ. in Verbindung mit Joh. Gorrlieb Reihtzu Regensburg gute Proben von den (einsweilengepriesenen) Steinbrüchen. Tüb.Morgenbk. 1807.S. 988. Von ihm, nach I. Bouillot's Zeich-nung, sind die vier Blatter zu dem: Monumea-tum Xeplero dedicstum Ratisbonse, die 27.Oec. 1808.

Niedlich ( ). So heißt ein Geschichts-

maler zu Berlin , der in 1802. als Professor bei-der dortigen Akademie der bildenden Künste an-gestellt und zugleich zum Mitglied derselben gewähltwurde. Auf dem basigen Salon von 1800 sah manvon ihm gemalt: Jupiter und Ganymed in lebcns-roßen Figuren; ein Bild, von welchem es in dereitschrift: Ilerlin II. 6. 106-7. dieß:Die For-men sind einfach und in großem Styl; GauymedsGestalt im Bau der Schultern und Hüften sehrweiblich; doch scheint der Oberleib gegen die Schen-kel ein wenig zu kurz zu seyn. Künstlertaleut ist indem Ganzen sichtbar; doch bleibt die Behandlungder Farben noch fehlerhaft; das Fleisch ist hartund schmutzig, und überhaupt mangelt der Fär-bung Harmonie." Dann von einigen Zeichnun-gen auf eben dieser Ausstellung, sämtlich nachRaphael: »Sie belegen den Fleiß, mit welchemer sich in seiner Kunst zu vervollkommnen sucht,und die gute Wahl seiner Muster." Späterhinauf den Salon von i8o5. gab er eine H. Familienach Raphael in Sepia getuscht, welche man in-dessen bloß zum Mittelgut zählte. Oeffenrl. lJachr.

Aiegelsson (August). Er und sein Bruderwaren 1807. zu Zinna , einem Städtchen bey-terbock in Sachsen , als geschickte Stuben- undTapetenmaler in ihrer Gegend bekannt. Von Au-gust findet man auch mitunter vorgetuschte undmit der Feder ausgearbeitete Zeichnungen, Land-schaften nebst Figmcn u. s. w. vorstellend, die sichansehen lassen.

Aiemburg ( ). So hieß ein knrsächsischer

Ober-Landfcldmesser in der erstenHälftc des XVIII.Jahrhunderts.

Nie ring (Jeremias). Von ihm, der «inberühmter Stein - und Glasschneider genanntwird, befindet oder befand sich auf der Gräfljch-EchafZotschischen Bibliothek zu Hcrnsdorf inSchlesien, auf einem Dcckelglase, die HerrschaftKynast mit allen Kleinigkeiten vortrcflich einge-schnitten. Er lebte vermuthlich in Schlesien undstarb vielleicht um 1766. Daselbst sieht man auchgedachte Herrschaft u. a. m. auf Pergament gutgezeichnet von Friedrich Bhünau; und ebenso Zeichnungen dieser Art von dem Kaiser!. Jnge-nicurhauptmanue wieland. JE Lund-manu die hohen und niedern SchulenDeutschlands , insonderheit Schlesiens w. inMünzen (Breslau 17/, !. 4°) 094.

Merk (Alexander de). So nennt Basan(Lli. sec.), ohne Weiteres, einen Liebhaber, deretliche Fabeln nach la Fontaine gestochen habe.

* lslieulant (Adrian van). Man hält ihnfür einen Anverwandten des nachfolgenden O?il-helms ^4. Derselbe war besonders ein geschick-ter Landlchaftenr und Scemaler; doch kennt manauch Anderes von ihm. So haben z. B. C. van

Nikitin. 967

Dälen nach ihm das Bildniß Rudolfs Petri, P.de Jode den verlorenen Sohn, D. E. Loeö eineH. Familie, dann aber P. Nolpe sowohl alsW. de Leeuw i5. schone Landschaften gestochen.Rost V. 55o52. Dank. et

* »siieulant (Johann). Derselbe malte ge-wöhnlich auf Marmor. Ein Bild von ihm befin-det sich in der Galerie zu Schleisheim.

* (Wilhelm). Basan (Ld. sec.) giebtseine Geburt wohl irrig in 1684. an. Nach seinerRückkehr aus Rom vertauschte er P. Brill'sManier mit einer geschwindem. Nach Jöchernwar derselbe auch Dichter und schrieb 6. Trauer-spiele. Achte von seinen Blättern werden beyRost V. 35152. genau angezeigt. Ein sehegroßes derselben auf drey Platten stellt die dreyprächtigen Brücken über die Tiber , nebst einembeträchtlichen Theil der Stadt Rom vor. Er starbzu Antwerpen ; nach Basan (wohl abermals falsch)zu Rom . Sein selbstgemaltes Bildniß hat I. Meys,sens gestochen.

rJieuporr (Justus van). So heißt beyDescainps III. 254. ohne Weiteres, ein um1670. lebender niederländischer Maler.

lJigelli (Gottlieb), Kaiser!. Königl. Hof-Bauamts-Jngenieur, Architekt und Mitglied derK. K. Akademie zu Wien , geb. daselbst Dieersten Gründe der Baukunst lernte er bey Valleryund Fischer, gieng alsdann nach Paris , und wurdedort Schüler von Challegrin. Nach seiner Zurück-kunst besuchte er die Akademie, und begab sich1776. auf Kosten des Kaiser!. Königl. Hofes nachRom , um sich dort weiter in seiner Kunst zu ver-vollkommnen. Meusel II. S. 17. Seit 178g.haben wir nichts weiter von ihm vernommen.

* Niger (Franz), s. Negri.

* (Johannes), ststria krisius. DieserName auf Holzschnitten bedeutet Hans Schwarz,genannt vredeman, sagen Einige, die Recht ha-ben mögen, wenn sich das Catria krisius wirk-lich auf erwähnten Blättern befindet. Sonst aberdenken wir eher, daß damit der HolzschneiderHans Schwarz von Augspnrg gemeynt sey,welcher im Lex. unter dem Art. des erstem erscheint.

( ) ein französischer Kupferstecher.

Von ihm kennt man ein wahrlich nicht unbe-deutendes Blatt: Anritte! Baufoir /.io-rri, deMarseille » celebre pour avoir ete le Premiermobile cle la destruction des Aemter en krancenoch Carmontcl's Zeichnung 1760.

» II igerr» (Matthäus), Baumeister und Bild-hauer. Derselbe hatte vielen Antheil an der Bautedes Pallastes Strozzi zu Florenz . Als Cosinus I.im Sinn hatte in der St. Laurenz-Kirche eine Sa-kristei) von gleicher Größe, wie jene, nach Buo-naroti's Erfindung zu bauen, welche zum Begräb,niß der Großhcrzoge dienen sollte, gab vasari den Plan dazu, der aber späterhin nach diesesKünstlers und des Großherzogs Tod, von dessenNachfolger Ferdinand zu einem großen Kapell-gebäude mit einer prächtigen Kupole erweitert ward,welches unser tJigerri nach der Zeichnung Don Jo-hann von Medicis ausführen mußte. Als Bildhauerdann arbeitete er an dem berühmten Tabernakel voncdcln und andern harten Steinen, welches für denAltar der gedachten Begräbnißkapelle dienen sollte,und noch heut zu Tage in der Galerie zu Floren;gewiesen wird.

* Nigges (Esajas) st. 17-0- (nicht 67.)8c>. I. alt.

rJikibiil ( ). So heißt irgendwo , ganz

ohne Weiteres, ein russischer Maler, der in Hol­ land studirt hatte, und wohl mit einem der gleichff. zJikitm Einer und derselbe ist.

rdikltin (Iwan und Roman»), zwey vor,zügliche russische Maler, wahrscheinlich Gebrüder,