Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
968
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966 Nikkelen.

unter der Regierung Peter dem Großen, wurden,nebst Andern, von diesem Maler in Italien ge-schickt, um sodann die Kunst in Rußland empor-zubringen. Rorent/no IV. 179. Von einem

derselben, s. oben noch mehr s. v. Marrveof(Marrveow). Und wohl eben so von einem ausihnen spricht die Hall. A L. Z. i 8 c >5 Inrelk. Bl.N°. 42. wo es heißt:Nachdem er sich in Ita­ lien zum vorzüglichen Maler gebildet, studirte ernoch einige Zeit zu Paris unter Largilliere. Vonihm sind noch einige Bildnisse vorhanden, unterwelchen sich das des Barons Sergei Gregore-wilsch Stroganow besonders ausnimmt."

* Aikkelen (Johann van), geb. zu Harlem um 1649. Sein Vater und erste Lehrer war einguter Perspektivmalcr in van Vliet's Manier;daher sah man anfangs auch von dem Sohn mei-stens Darstellungen des Innern von Kirchen u. dgl.Bald aber verließ er diestn Styl und malte sodannLandschaften in du Jardins Geschmack. Er starbzu Cassel 1716. Ein Bild von ihm besitzt dieEchleisheimer.-Galerie Barrsch (V. 4 ö 9 4 ?-)führt zwey landschaftliche Blatter von mittelmäs-siger Arbeit an, welche bloß mit I. van Aickelebezeichnet sind, und aber nicht unwahrscheinlichihm zugehören.

* (Jsaac van). So nennt der Kata-log von Salzthalum den Maler von drey in dor-tiger Galerie befindlichen Kirchenspaccaten. Obdarunter Johanns vorerwähnter Vater, oder,durch Namcnsverwechslung, letztrer selbst zu ver-stehen sey, ist ungewiß, und könnte, wie BarrschI. c. bemerkt, nur von einem Kenner entschiedenwerden, der Gelegenheit hatte, unstreitige Bilderdieser Gattung von Johann und Jsaac zu ver-gleichen.

» Nikolai (Jsaac). So lies im Lex. stattAicolar.

Ni koket, Aiccolet, Aicolee od. Ai-collet (Benedikl Alphons oder Bernard Anton),Kupferstecher und Kupferätzer, geb. zu St. Jm-mier im ehemaligen Bisthum Hasel 1740. nachBasan L<i. sec. aber (wohl irrig) 1754.,zu Paris .Ungeachtet seiner Neigung zur Kunst, die er vonJugend an nährte, ward er von seinem Groß-vater genöthigt, sich dem Schreiben zu widmen;als dieser aber starb, verließ er die Feder, übtesich im Zeichnen, Stechen und Etzen, welches erzuerst bey einem Franzosen, Boily, lernte, nachheraber bey dem Ritter Cochin zu Paris sich darin ver-vollkommnete. Dort sah man anfangs von ihmschöne Büchervcrzierungen und Bildnisse en Me-daillon nach seinem letztgedachten Meister; wie z. B.der Mathematiker Jacquier und le Sueur, unddes Malers N. Halle. Alsdann wagte er sichan Größeres, und lieferte, gemeinschaftlich mitLongueil, verschiedene Seestücke nach Vernet; wiez. B. Oesastre cle la Mer. Dann war er auchMitarbeiter an dem Prachtwerke von Sr. Aon:Vo^a^e pittoresgue 6s Xaples, worin sich be-sonders vier Blatter von ihm durch ihre vortreflicheAusführung auszeichnen: Vue 6e biaples, prise6u kauxbour^ 6e Lkisja. nach Vernet (vonBerteaux gezeichnet); Vue 6e I'Interieur äe laLatkeärale <ie 8t. Isnvier ä Xsples, prise stanzle inoment 6u miracle 6e la li^ueksction 6u8snA, nach Debret's Zeichnung, von Martiniund Germain geätzt, und von Aikoler mit demGrabstichel wunderschön vollendet; kete <le laLocgAne ä biaple.-?, ebenfalls nach Debret's Zeich-nung (dies gemeinschaftlich mit Bertaux gestochen);endlich: Vue 6u iae ll'/zverne ete. nach Chaste-let's Zeichnung. Füßli V. 119 und Rost ll.s, 4 4 o. wo nebst obigen noch mehrere Blättervon ihm angezeigt sind; namentlich auch: keziz-tance, c>u 8usanne etc. nach I. B. Deshais.In neuern Tagen (1802. u. 5 .) arbeitete er nochan den beyden Prachtwerken der Vablesux etc.cle la 6alerie «le b lorence und des Nuzee hran-

^ai!>; für das XV 111 . Heft dieses letzkern nament-

N i l so n.

lich, nach Vincents Zeichnung, den Traum desSt. Hieronymus von Barbicri.

Aikoler, s. auch Aicoler.

Aikonorv (Michael). So heißt in 1794.ein junger russischer Künstler, der in einer Exhi-bition desselben Jahrs zu St. Petersburg von derdortigen Akademie die erste oder zweyte goldenePreismedaille (für welche Arbeit wird nicht gesagt)erhielt. Fiorilko B. S. 72.

Aikofororv ( ) , ein junger russischer

Landschaftsmaler, gab auf die Ausstellung zu St. Petersburg von i 8 « 4 - Arbeiten, welche sehr ge-rühmt wurden. Meusek Arch- I. 4 - 87.

Alton (Peter). So heißt bey Gandelkiniein Kupferstecher, von welchem man Blätter nachGoldschmiedszierathen und Musivarbeit in Holzkennt.

* Ailson (Joh. Elias), Miniatur- undEmailmaler, Zeichner, Kupferstecher und Kupfer-ätzer, seit 1769. Direktor der Kaiser!. Francischi-schen Malerakademie zu Augsburg , wie auch Kai-sers und Kurpfälzischer Hof Kupferstecher, undin erstrer Eigenschaft der achte Nachfolger derHerze und Herze dc Herzberg. Sein Vater, seineMutter und Loren; Hayd waren seine Lehrmeister;indessen waren es sein natürliches Genie und dieNachahmung der berühmten Sperlingin, die dasMeiste an ihm thaten.Er inventirt, zeichnet/sticht in Kupfer und malt" (heißt es 1778. beyMeusek I.). Späterhin aber, bey einem, nachAugsburger Art und Kunst ausgedehnten Kupfcr-stichhandel, beschäftigte er sich lange Zeit mehrmit Stechen als mit der Malerey. Seine Zeich-nung war nicht übel und sein Stich angenehm.Dennoch sind seine zahlreichen Blätter, welchemeist in Bildnissen großer Herren und Damen be-standen , wohl hauptsächlich der geschmacklosenallegorischen Verzierungen wegen, womit solcheumgeben waren, in bald gänzliches Vergessen ge-rathen. Als physiognomische Belege zur Zeitge-schichte dürften sie noch heut zu Tage nicht ganzohne Nutzen seyn. Wie Huber im WinklerschenKatalog sagen könne, sie seyen bey Künstlern be-liebter als bey Liebhabern, begreifen wir nicht.Ein Verzeichnis; meines sel. Vaters führt an einhundert derselben, und Rost ll. 126. etliche derbeßren an. Erstrer dann ungefähr eben so vielegalante Gattungsblatter (was ho. Jahre früherdie Franzosen Tabaticrestückgen nannttn, und der-gleichen nicht besser gaben. Will man indessenetwas wirklich Gutes von ihm sehen, so sind esseine 29. Bl. nach den Holzeriscben Frcscogemäl-den in und an öffentlichen Gebäuden zu Augs­ burg . Eine Nomenclatur derselben, so wie über-haupt seiner frühern Arbeiten bis und mit 1778.s. bey Mensel l. c. Wohl muß man sich in spä-tern Tagen wenig um ihn bekümmert haben, daMensel ll. (also um 1789.) ihn noch unter dieLebenden zählt, Rost hingegen (1796 ) bloß wissenwill, daß er 1780. »och lebte, und kurz seinTodesjahr in uns bekannten Tagebüchern derbildenden Künste nirgends angegeben ist. Eine(wohl allzu weitschichtige) Würdigung von demeigentlichen Kunstwerlh seiner Arbeiten, welcheübrigens allerley wirklich Lescnswerthes enthalt,aber (seltsam) gerade seines erwähnten Vorzüglich-sten nicht, sondern bloß seiner Bildnisse und ihrerBeywerke Erwähnung thut, von <t. L. Junker,s. in Meusek's VI. Misc. IV. 42755. undeine andre von E- Ar. (dem Stecher der Ansich-ten aus dem Fürsteuthum Schwarzcnburg), wel-che den allerdings wackern Mann fast noch höherheben will, s. Ebendas. XIV. 68271.

(Nosina Cacharina), des Joh. EllasTochter, zeichnete nach eigener Erfindung, atzteund malte in Miniatur, staro aber in der Blütheihrer Jahre 1785. Tkkc.