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lichen Eigenschaft daselbst 1809. I. B- wie-deburg von Männlich Beschreib- d. SradrJena (8". Jena 782.) S. 612. 616. ^/ec.
Gehme (Friedrich Adolph), wird in: Dres den , zur Kenntniß seiner Häuser als Mathe-matiker und Zeichenmeister daselbst 1798. genannt.
— — (Georg), s. unten Ohm.
Gehser (Joh. Gottlieb Benjamin), Amts-baumeister, und seit 1798. zugleich Hofmauermei-sier zu Dresden , geb. daselbst 1722. lernte beymHofmauermeisier Christian Bormann. Derselbeführte als Mäurermeister den Königl. Silberham-mer auf, baute seine beyden eignen? und 18. andreBürgerhäuser, und lebte noch 1809. HaxmannS- u. 47h.
Oelenhainz (Friedrich oder Joh. Friedrich),geb. 1749. zu Endingen , einem Dorfe im Wür-tembergischen, wo sein Vater Prediger war. Nachdessen frühen Tode kam er nach Tübingen , woer ebenfalls als Geistlicher leine Studien machensollte. Allein der häufige Umgang mit einem dor-tigen Bildnisseinaler, Meyer, seinem Anverwand-ten , leitete ihn auf die bildende Kunst. Jenerwar darin sein erster Lehrer, und, nach dessenbald erfolgten: Tode, der Maler und BildhauerBayer zu Stuttgardt sein zweyter, bey welchemer so schnelle Fortschritte machte, daß er schon inseinem Sechszehnten und Siebenzehnten Bildnissenach dem Leben malte. Mit Bayer gieng er dann1766 nach Wien , wo er in der dortigen Akade-mie seine Studien mit großem Eifer fortsetzte,und sich sogar hinter etliche Altarblatter wagte.Weil aber seine Bildnisse so viel Beyfall erhiel-ten , so beschränkte er stch von nun an auf diese,und malte die ganze Kaiser!. Familie, den halbenHof, Personen aus bald allen Fürstl und Gräfl.Häusern, mitunter auch einen Künstler oder an-dern Privatmann, und wurde anfänglich zum Schutz-verwandten, und -789. vollends zum wirklichenMitglied der K- K. Akademie aufgenommen. Indem letzten Dezennium des XVlll. Jahrh begaber sich nach der Schweiz , und hielt sich dort einPaar Jahre, vornehmlich zu Zürch und Bern auf,wo er sich ebenfalls wirklich verdienten, und umso viel größer» Beyfall erwarb, weil er, nebsteinem angenehmen Umgang, die seltene Kunst be-saß, alle Frauen husch, und — die Mütter fastnoch jünger als die Töchter, und eben so man-chen Hauptmann oder, Lieutenant von der Land-militz wie einen Feldherrn geharnischt, besondersaber magistralische Halskrausen und Barette mitwunderbarer Wahrheit zu malen. Wohin er inden letzten Jahren seines Lebens seinen Schilder-stab weiter setzte, ist uns unbekannt; und wissenwir bloß, daß er 1804. zu Pfalzburg verstorbenist. Nach ihm hat F. U. Dünner um 1796. zweysehr angenehme Blätter: ?g^8snne äe ja köretnoire, und ka^sanne lle kerne für den Frauen-holzischen Verlag braun abgedruckt gestochen, wel-che 3 . st. kosteten.
Velfe oder Gelse (von), ein Maler, wirdganz ohne Weiteres von Daurv S. ivi. angeführt.
Oelgast (Michael). So heißt in einer unsmitgetheilten Handschrift ein Maler von München ,der in dem dortigen Stadt-Zunftbuch 1220. alsFührer (Vorsteher» seiner Zunft erscheint, undnicht unwahrscheinlich der Vater des im Lex. an-geführten Thomas Gelgast seyn dürste.
Gelschlaegel (Joh. Andreas) und Fried-rich Philipp Gerhardt waren 1796. als der StadtMngeln in Kursachsen Werkmeister angestellt.Adreßverzeichmß über das Stift Meißen für 179b.
Geizn er (K), ein neuerer deutscher Künst-ler, gab in 1804. gemeinschaftlich mit I. F.Schröder die von ihnen nach dem Leben gezeich-neten, gestochenen und colorirten Kupfertafeln zuG. w Beckers: Einigen Charakteren aus den
Oeser.
Darstellungen der Kurfürst!. Sächs. Hofschauspie-ler-Gesellschaft. Fol. Leipz- bey Hinrichs, derenKunstwerth uns unbekannt ist. Ueber die erwähn-ten Costume's selber, als solche, hat sich ein Blattder Jenaischen A. L. Z. (1806. N". 66.) weid-lich, und, wie es scheint, beßt verdient lustiggemacht.
Genr'pontanus (Johannes). Busch in sei-nem Handbuche der Erfindungen (Vll. 106.)führt aus dem Tagebuch eines Weltmanns (II.177h. S. 111. ii2.) an, daß der Lord Baltimorein den Vorstädten von Pisa eine Jnnschrift ge-funden habe, die es wahrscheinlich mache, daß obi-ger Johann, welcher — einen hohen Rücken hatte,um 1174. der Baumeister des berühmten schiefenThurms zu Pisa und vielleicht gar der Erfinderder schiefen Thürme war. Die Aufschrift ist fol-gende: obliquus, obli-
qui vinäex. ?!sis 1174. Das Lex. schreibtdiesen Thurmbau, mit demselben Datum, einemBonanno und Wilhelm Tedesco zu. (Ob viel-leicht der Bonanno mit unserm Johann EinePerson und von Inspruck gebürtig seyn mochte?)
Gert oder Gbry (Heinrich und Ulrich). Vondiesen befinden sich in der Fürstl. AnhaltischenBibliothek zu Bcrnburg Handzeichnungen. S.I L. A B u st jetzt lebende Anhalrische Schrift-steller. 1 . Lh. (Wittenbcrg und Leipzig 1776. 8^.)S- 48-
— — (Jacob), eines würdigen Zürcher -Land-geistlichen Sohn, geb. zu Kyburg 1782. lernte dieAnfangsgründe der Kunst bey Küster zu Winterthur .Schon auf den Zürchcr.Salons von 1802. u. 3 . sahman aufdcm erstem sein eigenes Bildniß (Kniestück);auf der zweyten einen weiblichen Kopf nach der An-tike, beyde in Oel und treflich, mir sanftem schmel-zendem Colorit. In 1802. gieng er nach Paris indie Schule von David, wo er sehr bedeutende Fort-schritte machte, so daß von da an seine Bildnisseschon den Geschichtsmaler verriethen So z. B- aufdem Salon von 180h. dasjenige des Bürgermei-ster Reinhards von Zürch. Vollends sah man zweyJahre späther, bey seiner Rückkehr , von ihm einwirklich historisches Bild in lebensgroßen Figuren:Dädalus und Ikarus, das durch meisterhafte Zeich-nung und etwas kaltes Colorit vollends von demLehrer zeugten, bey welchem er sich gebildet hatte-Eben so auf dein Salon von i 8 » 8 . seine Chloe,nach einer Geßnerschen Idylle.. Allgemein bewun-dert endlich wurden auf der nämlichen Ausstellungsowohl, als auf derjenigen von 180g. etliche sei-ner Bildnisse, wegen ihrer sprechenden (fast schnei-denden) Aehnlichkeit der Gesichtszüge, wo manhingegen mehrere Wahrheit der Gestalt und desganzen Habitus an einigen derselben vermißte.In 180g trat er, in Gesellschaft eines andernjungen Schweizerkünstlers, des talentvollen Land-schaftmalers Meville von Basel, eine Reise nachRußland an, wo seine Kunst und sein liebens-würdiger Personalcharakter ihm bald verdientenRuf erwerben muß.
Geriefter (Emanuel Goktlieb), ein geschickterGoldschmied aus Danzig , arbeitete zu Augsburg um 1760. von Srerren S. 2L6.
* Oerrl (Johann). Von ihm nennt eineunsrer Handschriften verschiedene Bildnisse vonAerzten, nach I. I. Eyblwisser, I. Saurlandund andre, ohne (uns bekannten) Namen der Ma-ler, die zu irgend einem Werk gehören mochten.
* Gefer (Adam Friedrich ). Anstatt s. Art. imLex. setze: Geb. zu Preßburg in Ungarn 1717. derSohn evangelischer Eltern, sächsischer Nation Nei-gung und große Talente bestimmten ihn frühzeitig fürdie bildenden Künste Seinen ersten Unterricht imZeichnen erhielt er zu Wien , wo er die Akademie siebenJahrelang besuchte, und schon im Achtzehnten denausgesetzten Preist erhielt. Da sein Geist bald alleFächer der Kunst zu umfassen schien, so erweckteihm diese glückliche Vielseitigkeit die Lieoe undHvchr