O rchard.
Orchard (B.). So heißt ein uns sonst ganzunbekannter Künstler, nach welchem W. Elderdas Bildniß des Arztes R. Norton gestochen hat.
Orchxarde (Wilhelm). So heißt ein alterenglischer Baumeister, oder vielmehr Mäurer,der, nach Chichelcy's oder Wayneflete's Planendas Magdalena-Collegium zu Oxford aufgeführthatte. ^Ntig. Oxon. p. 17a.
Ordonnes (Caspar), ein wenig bekannterspanischer Architekt, baute in 1600. zu Madrid die dortige Kirche St. Martins mit ihrer schöneneinfachen Farads. Auch ihr Inneres, von Dori-scher Ordnung, wäre ganz gut, wenn nicht dieungeheuern Höhle» von Kapellen und geschmack-lose Altarzierden es verderbten. M/ina Lä. ter?.
I.
Grdonnez (Andreas de). So nennt Fio-rillolV. i 55 . ohne Weiteres einen spanischen Gold-schmied, der im XVI. Jahrh zu Toledo blühete.
Drei (Andreas). Ein solcher wird in einemalten Rechnungsbuche unter den Malern genannt,die am Hofe Heinrich VIll. in England lebten,und von ihm besoldet und beschäftigt wurden.Fiorillo V. 20Z.
* Orgagna oder Grcagna (Andreas diCione), genannt di Jacopo, der geschickteste un-ter seinen Brudern, den man als Maler für denErsten nach Giotto achtet, und wenigstens demBuffalmaco gleichstellt. Andreas Gaddi's Schü-ler in der Malerey konnte er, wie sonst einigebehaupten, nicht wohl seyn (?). In der KapelleStrozzi zu St. Maria della Novella zu Floren;malte er, gemeinschaftlich mit seinem Bruder Ver-narb, Himmel und Hölle; in Campo Sanro zuPisa dann waren Tod und Gericht ebenfalls seine,die Hölle aber Bernards Arbeit. In solchen ihrenBildern, die sie mehrmals wiederholten, wehteein gewisser Oantcscischer Geist*); und zu Santa Croce , ebenfalls zu Florenz , ist es, wo er, nochbesser als an den schon genanntenStcllen,seine Feindeunter die Verworfnen, seine Wohlthäter hingegenunter die Auserwählten setzte. In asten leimnArbeiten entdeckte man eine Fruchtbarkeit der Ideen,Geist und Fleiß, so gut als bey Einem seines Iahr-HÄderts. In Composition, Formen, Stellungenund dem Colorite hingegen mußte er den Nach-folgern des Giotto weichen /.cmsi 1 . 36 -57.der noch bemerkt: Wer die größte Gcnauheitauch in den geringfügigsten Dingen kennen wolle,müße Valdmucci's, Borrari's und LNauni'sNachrichten über diesen Künstler lesen. Als Bau-meister dann zogen seine Mitbürger seine Planez. B. für den Platz vor dem Pallaste mit den Log-gien (Galerien) rund um denselben, und eben sofür ihr Münzhaus, allen andern vor. Zwischendie Arkaden der Hauptfa^ade der erstgenanntenBaute setzte er, ebenfalls von seiner Arbeit, siebenFiguren in halberhobcuer Arbeit, welche die Kar-dinal - und Theologaltugende» vorstellten. Diegedachten Loggien gefielen Michael Angelo so wohl,daß, als Cosinus I. von ihm einen Entwurf zurVerzierung eines andern angranzenden Platzes ver-langte, er ihm rieth, nur jene Galerien fortsetzenzu lassen, weil er nichts Besseres kenne. Da aberdiese schon 86,uoo. st. gekostet hatten, so wollteCosinus sich nicht darauf einlassen. Dann kenntman von unsern Orgagna eine kleine Kapelle,freylich in sehr mesquincm Geschmack gebaut,aber wunderschön verziert. Noch erstaunt manüber sein Talent, womit er die Marmor, ohneMörtel, durch kupferne Klammern zn fügen wußte.Endlich zeichnete er sich auch als Mensch durchseine Rechtschaffcnheit und sein fröhliches Gemüthsehr Vortheilhaft aus. sts
* — — (Cione), Andreas, Vater. Lanzil. c. nennt ihn Bildhauer. S. seinen Art. im
") Auch die Schrift, Winkelmann und sein JahrhuKünstlers mit Bewunderung ru sprechen.
Orlandi. 995
Lex. s. v. Cione, da nämlich der Beyname Or-gagna erst von seinen Söhnen angenommen wurde.
Orgelet. S-. den Art. Loren; Gupor ingegenwärtigen Zusätzen.
Orgl (Carl). So nennt Mensel (Mus.VI. 97.) einen (1788 jungen Künstler, von demman auf einem damaligen Kunstsalon zu Mün chen , gelobte Zeichnungen sah. Neueres habenwir von ihm nicht das Geringste vernommen.
* Orient (Joseph), geb. ,677. t,. 1670.
zu Burbach (nicht Buebach, wie es im Lex. durchDruckfehler heißt). Don seinen Landschaften be-finden sich in der Galerie zu Echleisheim. Ge-stochen nach ihm haben C. C. Leichsenring undRoesel; letztrer einen Waid mit Gewilde.
— — — — So nennt auch Fiorillo IV.34. ohne Weiteres, einen aus dem KönigreichVaienzia gebürtigen Maler, der zu End des XVll.Jahrh, von dem Capitel der Stadt Valenzia häufigsey beschäftigt worden.
Oriental (Eleutherius). Und so heißt irgend-wo ein uns sonst ganz unbekannter Maler mit,vielleicht verkapptem Namen, »ach welchem F. Gre-gor! das Bildniß Kaiser Joseph il. gestochen hat.
* Origny (Niclaus de), ein verstümmelterName von Mclaus Dorigny.
Griol, (Bartholomö). So nennt Lan ;i II.1H7. einen Maler des XVII. Jahrh zu Trevigo,der dort als ein guter Praktikant, doch ohne be-sondern Ruhm gearbeitet habe, und mit dem Jo-seph Orioli des Lex. wohl nicht zu verwechseln ist.
* Orlandi od. Orlando (Bernhard). Un-ter dem letzter» Namen sagt Lanz, ll. 2. 365 .von ihm, daß er 1617. zu Turin , mildem Titeleines Hofmalers, zugleich die Stelle eines Custodeder dortigen Herzogt. Gemälde- und Zeichnungs-sammlung bekleidet habe.
— — (Horaz ), ein neuerer italienischer Ku-pferstecher, gab von einer antiken Vase: Paris ,der Helena zugeführt, welche sich jetzt in Englandbefindet, zu Rom zwey Blätter aus Licht, so wieman auch davon eine neue Abbildung in Tisch-bein'« Homer V. Heft findet.
* — — (Eduard), lebte noch 1718. Lan;iII. 2. 177. nennt ihn (dem Lex. entgegen) einenMaler von eben nicht großem Rufe.
* — — (Johann). Don ihm kennt man,
neben seinem I>ivre <le portralture (Zeichenbuch,wie es das Lex. nennt, 1609.) und den zwölf Pro-pheten nach Sciaminosi: Eine Flucht in Egyptennach Procaccini , in der Manier seines Meisters,C. Cork; eine H. Familie und die Grazien, ohneNamen des Malers; Plan die Stadt und Bela-gerung von Casal (i6Za.) und der Stadt Genua (16Z7.). Derselbe war auch Kunstverleger. Bloßmit seinem exe. oder Au/ra»»ir form!»
bezeichnet kennt man z. B. Raphaels Verklärungvon Corn. Cort; Mich Angelo's Jeremias, undebendesselben jüngstes Gericht, eine Flora u. s. f.(diese drey letztem ohne Namen des Stechers).Heinecke I- 29a. 3 g 8 . II. 29Z.
* — — (Stephan). Lanz, II. 2. 20h. sagt,daß er in enger Verbindung gemeinschaftlich mitJoseph Orsoni gearbeitet habe, und spricht vonBeyden, als von sehr guten Praktikanten.
__ — ( ) So heißt im St. Petersburaer-
Hofkalender von i8oj. ein, wie wir vermuthen,italienischer, uns sonst ganz unbekannter Künstler,dem dort der Titel freyer Ehrcntheilnehmer derRuss. Kaiser!. Akademie der Künste, und zugleichPrinzipes?) der Akademie zu Rom beygelegt wird.
idert (S. z>°.), scheint von dem Ernst und Tiefsinn dieses
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