Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1001
JPEG-Download
 

»vor

Ostade .

P. W. Schwarz; geschabt: W. Baillie, Ph. Cor-bukt, F.Gole, I Greenwood, P.Oust, I. Smith,van Sommer und I. Stoiker, welchen der Vmk-lersche Katalog, der hierüber die beßte Litteraturgiebt, noch etliche von anonymen alten Meisternhinzufügt, so wie ein Verzeichniß meines sel. Va-ters, neben vorerzahlten Namen, noch:-F. Basan,

I. Bormeester, P. C- Canot, I. Dixon, R.Dunker, Goepfork, Ianinet, N. Laurie, Lon-gueil, C- Ploos, R. E. Saune, G. van Scha-gen, A. Walker, I. Watson und I. G- Willenennt; und der Katalog von Brandes (der vondiesen durch Andere nach unserm Künstler gesto-chenen Blättern ebenfalls ein reiches Verzeichnißgiebt) Berteaux, Blackmore, Catharine Cha-lon, R. Houston, C. Lauwers, Pelletiers Gat-tin, von Premier, C. Gvooner hinzufügt. Zuden vorzüglich schönen zählt letztgedachter Kata-log: Die lustigen Bauern, von Liart; den Bau-ernzorn oder den Messerstich, und die schmauchen-den Bauern, beyde von Suyderhoef; den Leyer-mann mit den fünf Kindern, und die sechs Tobak-schmaucher, beyde von C- de Disscher; und dieguten Freunde, von Wille. Aus den neuestenLagen endlich kennt man nach ihm, für das Mu-seum Napoleon (H. X.) den Schulmeister vonBovinet, (H X VII.) die Eislaufer von L Gar-reau und (H. XD.) den Sänger von Chataignerund Bovinet gestochen, und alle von Swebacgezeichnet. Dann zwey Bauerngesellschaften inÄquatinta, braun abgedruckt, welche die Ak/g.Lunstzeir. (8".) S 188. ohne Anzeige des Ste-chers , unter das Mittelgut zu zahlen scheint. End-lich zwey Blatter von den Gebrüdern Facius. Nochgehört zur Litteratur über unsern Künstler ein Ab-schnitt des IVlariuei öu IVIusee kran^giz (Oh.VI.I mit 8. Blättern in rohem (doch nichts min-der als geistlosem' Umrisse nach ihm, wovon sichdie Urbilder in gedachtem Museum befinden, undzum Titel führen: Da kamills öe van Ostacie,l'abki^ik, Ie blotsire ö»N8 8vn etuös, lekumeur38318, gnveur ie verre ä la main, I'Interieurä"une cbsumlere; dann die zwey auch obenge-nannten: 1,6 Lhan8onnler und Ie iVlaitre st'Lcole.

* Ostade (Jsaak), Adrians jüngerer Bru-der, nach Einigen geb. 1612. der im Lex. unterdem Art. dieses letztem erscheint. Was immer-hin bey längerer Lebensfrist (wie Einige glauben)aus ihm möchte geworden seyn, stand er nun einmaltief unter dem Bruder. Indessen nennt Männlichauch seine Bilder von treflicher Färbung, und selten.Die Galerie zu München besitzt deren zwey: EineSchmauchgesellschaft, und einen Esel, der seinenFührer erwartet; diejenige zu Wien einen Dorf-barbierer. Auch nach ihm haben: F. Basan vierBlätter, B- A. Dunker ein fünftes, und beson-ders I. de Longueil zwey sehr schöne: Ds La-ksret klamanci und Üalts kiamsnse gestochen.

Osterdorfer, Osdenrarfer, eigentli-cher Gstendorfer (H.), hieß Hans, wahr-scheinlich der Sohn des folgenden Martins G.erscheint im Stadtbuch der Stadt München ihZH-als Zunftführer, lebte noch i 5 /g. und trug denName» eines dortigen Hofmalers. Galerri'sGesch. und Beschreib, des Herzogrh. Gotha

II. 260. u.

(Martin), Hofmaler zu München .Von ihm sah man ehemals in der Galerie Schleis-heim das Bildniß Alberts V. Herzogs in Bayern ,in seiner Jugend vorgestellt (2^ 1" hoch, V 6"breit, Parisermaaß), von i 5 /, 3 . datirt, mit desKünstlers Monogramm, welches in einem großenN. in der Mitte ein kleines 0, bestand,

Öfter IN eyer( ). So heißt ein um 1809.noch lebender neuerer deutscher Kupferstecher, der,gemeinschaftlich mit Schlorrerbeck, die vier be-rühmten (einst) in Kassel gestandenen Jahrszeitenvon Claude Lorrain in Äquatinta geliefert hat,von welchen übrigens die AUg. Lunstz. (8°)

Ott.

S. 268. zu urtheilen scheint, daß solche in einerandern Manier kurz, mit dem Grabstichel bes-ser gegeben werden könnten. Früher schon (1798.und 99.) kannte man von ihm: Die Hirten inden Apenninen, beyde nach H. Roos, und dieMelkerey nach Rubens .

Osterried( ). So heißt ein geschickterArchitekt neuester Zeit, von welcher die neue Rhein-brücke von Straßburg nach Kehl , nach dem Plandes Oberingenieur Kastners erbaut, und 1808.vollendet wurde. Dreyßig Joche tragen dieseBrücke,welche" (heißt es im Tüb. Morgenbl.1808. S. 9fo.). stolz die Länderscheide des Rheinszernichtet." Zwischen gedoppelten Lehnen schreitetsicher auf jeder Seite der Fußgänger, währendausweichend sich in der Mite die Lastwagen be-gegnen.

Ofterrag (H. I ), hieß Heinrich Jonas,ein Kupferstecher zu Mainz , von dem man denGrundriß und r 5 . Ansichten von Regenspurg,und dann ein Bildniß von Wolfgang A. Schoepf,Sen. von Würtcmberg, kennt. Ebenfalls einenansehnlichen Grundriß der Stadt Augsburg mitden umliegenden Gärten, von ihm 1719. gezeich-net, hat Ellas Beck für den dortigen WölfischenVerlag gestochen von Sterken S- 206.

Ofterwald( )der ältere, KupferstecherIn Paris , gab 1806. nach Freudenberger, schwarzund gefärbt: l,u perlte ?ete imprevus; lesLkanrsu868 6u mc>i8 cie Nur; Ie Dejeuner vil-IsAeoi8, und Ie3 petit8 Poulet8, Schweizer-scenen, aus dem Prriße zu urtheilen, von we-nigem Belange. Von einem Ofterwald demjüngern ist uns übrigens nichts bekannt.

G su isse ) ). Unter diesem Namen findet

man ein Blatt, welches den Tod Carls von Lo­ thringen , Herzogs von Mayenne (i6ii.), ohneZweifel für ein geschichtliches Werk bestimmt,darstellt.

Oswald ( ). Von einem Maler dieses

Namens führt rJorhnagel N°. 806. das Bildeines jungen Knaben in spanischem Habit, devauf einen großen Hund sitzen will, an.

( ) So heißt auch irgendwo ein

Bildhauer in Figuren und andern Antikverzierun-gen(?), der sich um 1802. in Prag befand.

Othö, s. Orro.

Grhofer (C ), s Gttenhofer.

Ort (Caspar), Kunstdilettanre von Fürch. Aufdem dortigen Kunstsalon in 1802. sah man vonihm ein Mosaik von Federn nach Hcktlinger inParis .

--- (Conrad), Kunstdilettante von Zürch .Von ihm sah man auf dem dortigen Kunstsalonin 180Z. eine Madonna della Seggiola nach Ra-phael, in schwarzer Kreide, und auf demjenigenin 1804. Laurette, eine Zeichnung in Sepia.

(FridoliN), Miniaturmaler, geb. zuBischofzell im Schweizerkanton St. Gallen 1776.zeichnete von Kindheit an zum Zeitvertrieb, ohnealle Anleitung, machte allmahlig Versuche in Bild-nissen in Kreidenmanier, und fieng in seinem Sie-benzehnten an, in der Schweiz und Deutschland damit seinen Unterhalt zu gewinne»; um diesenzu verbessern, unternahm er, ebenfalls ohne Anlei-tung , in Miniatur;» malen, wodurch er in Standgesetzt wurde, eine Reise in Italien zu seiner Bil-dung, und einen mehrjährigen Aufenthalt in Flo­ renz , Rom und Neapel zu machen, von wo erseit 1804. wieder in sein Vaterland zurückgekehrtist, und sich nun seit ein Paar Jahren hauptsäch-lich in Zürch aufhält. Mehrere ,einer Bildnisse,die sich theils durch Ausarbeitung und eine charak-teristische Kennrlichkett, theils durch den gutenGeschmack in dem kräftigen, aber deswegen nicht

M m m m m m