Pagne»
leicht. Nach ihm kennen wir einzig sein Bildnißin der Galerie zu Florenz von C. Gregor,'.
pagne (I.-. Mit diesem uns sonst ganzunbekannten Namen ist das gestochene Bildnißeines Schriftstellers, Andr. de Rocquigny, be-zeichnet.
pagoe oder Pajor (Franz), erstres ist derrichtigere Name, ein junger französischer Bau-meister , geb. zu Orleans , anfänglich Schülervon Labarre und de la Gardette, und nachherzwey Jahre lang von le Grand und Molinos,erhielt i 8 c» 3 . den großen Preiß für seinen Entwurfeines Seehafens, in welchem sich mehrere Kanäleder innern Schiffahrt vereinigten, und in dessenBezirk ein Denkmal zu Ehren des ersten Consulsaufzustellen wäre Xouv. lles Jrt8 II. 382—84»wo eine nähere Beschreibung davon gegeben, undgeurthcilt wird: „ Die Reinigkeit der Composilion,große Nüchternheit, die Erfüllung aller Bedingedes Programms, und ein männlicher Charaktervon schöner Wirkung ohne Anmaaßung verdientendiesem Entwürfe den (gegen vier andre Künstler)erhaltenen Vorzug. Eine Abbildung davon nachseinen verschiedenen Bestandtheilen s in dem XI.und XII. Hefte der OrancR ?rix 6'^rckikecture.Wahrscheinlich erwarb ihm diese Arbeit (seineerste öffentliche) die Stelle eines Bauinspektorsdes Departements von Paris .
paillasson ( ), einer der größten Mei-
ster des XVIII. Jahrh, iu der Schreibekunst inFrankreich . Der zweyte Band der Kupfer derIchic^clopeche luöclrociigue hat auf ili. Folio-blattern eine geometrische Anweisung mehrererHandschriften von ihm; er nennt sich hier: I'6cri-vain äu csbinet üu koi vcriticateur. Auchin der Ilnc^cloyvilie elömeutairc des AbbeF. de Petily (1767.40. Nom. II. p. 1. Abschn IV.üe I'bX-riture) zeigt er auf 2. Blättern die genauengeometrischen Verhältnisse der Buchstabe». Breit-kopfs Gesch. der (Achreibek. herausgeg. vonRoch E. 4 ä.
* pailler (Anton). Gault"de Sainr Ger -main S. 177. giebt die Lebenszeit dieses Künst-lers (ganz anders als das Lex.) von 1669—1724«wahrscheinlich ganz irrig an, da er zugleich be-merkt, daß sein Name sich auf einer Künstlerlistevon 1673. befinde. Nach ihm führt ein Vcrzeich-niß meines sei. Vaters an die 4 ». Bildnisse Hellerund dunkler französischer Männer, meist von, fürseine Mittelmäßigkeit nicht unberühniken Künst-lern, alS nämlich St. Picart, G. Roussclct, A.und G- Ballet (wahrscheinlich für eine ganze Samm-lung bestimmt, und zwischen 1665 und 74. gesto-chen), und endlich daS Titelblatt zu dem IRvreüe dlacues etc. üc Ver8aiIIc8 von S. Tho-mafsin an.
— — ( ). Ei» solcher wird auch im Al-
manach ä68 6eaux-Jrl8 von i 8 » 3 . unter den da-mals zu PariS lebenden Gcmaldehandlcrn genannt.
pai liiere (Ludwig Vincent Leon), ein jun-ger Maler von Bourdeaux, Schüler von Vincent,erhielt in 1809. damals nicht viel über 20. I. alt,den zweyten Preiß deS National-Jnstituts zu Pa,ris über die Aufgabe: Priamus zu Hcktor's Füßen.
— — — — s. auch palliere.
paillor ( ), ein französischer Maler der
neuesten Zeit, Schüler von David. Von ihm sah'man im Salon zu Paris 18116. das Bildniß einerungenannten Dame, und dasjenige des Kaiser!.Mamclouken Ronffan, beyde von großer Keckheitnnd Wahrheit im Ausdruck und Farbe»
»nar Battfa-L y. 4^8.
* Paine (James und Wilhelm). Von einemdieser Architekten nennt Dallarvay I. 171. dieBauten zu Worsop-Manor, Wardour-Casile undLhordorn, mehr prächtig alS schön.
* pajon, s. pajou.
Pajotl. rorz
Pajot ( ). So heißt irgendwo, ganz
ohne Weiteres, ein Künstler, der nach Cl. Vignon— Ungenanntes gestochen habe.
* pajou oder pajon (Augustin). Erstresist der richtige Name dieses Bildhauers, von demschon, neben dem im Lex. von ihm bemerkten,auS ältern Tagen noch anzuführen ist: Das Grab-mal des Königs StanislauS, Herzogs von Lotha ringen . Bey der ehemaligen Künstlerakademie warer Schatzmeister derselben; zugleich Mitglied der-jenigen <Ie8 Inücriptions et äe8 ijelivü 1 ^ettre 8 ;ferner der Akademien zu Rom , Bologna u. s. f.Sehr ungünstig urtheilt Diderot (L88ai8 8ur I»peinturs p. 373—76.) über seine Arbeiten imSalon zu Paris 1766. Dort sah man von ihmein Büste des Marschalls Clermont-Tonerre,der (man merkt nicht recht, ob auch in der Natur?)ein sehr einfältiges AuSsehn hatte, und zugleichohne einige Feinheit gearbeitet war; das Modelleines sehr schwerfälligen St. Franzisc von Sales;einen Wiehwasserkessel (wahrscheinlich den, vondem schon daS Lex. spricht) in armseliger Formund von schlecht gruppieren Kindleins unterstützt;eine Bacchantin mit dem kleinen Bacchus: „Elend,elend, und — doch noch das Beßre; die Zeichnungvon einem Grabmal, ohne Grabcharakter, und eineandre mit der Aufschrift: Anatomisches Studium,das man, wenn man bloß, statt des Cadavers,einen großen Seefisch setzte, für ein JnvenalischeüGastmal halten sollte." Indessen, wir gestehen's,wittern wir hier irgend eine Leidenschaft oder an-dre Parteylichkeit. Gestochen (wahrscheinlich nachBasreliefs- hatten in dielen ältern Laae» nach ihmP. A. Martini die Einnahme von Vejus durch Ca«milluS, und die Plünderung Roms durch die Gal»licr. So weit unsers Künstlers altere Geschichte.In 1787. finden wir wieder die erste leise Spukvon ihm, wo er, in öffentlichen Blattern mit demEpitheton Direktors?' ein geschickter Mann genanntwird, was er auch seit jenen frühern Zeiten sichergeworden ist. Wahrend den Stürmen der Revolu-tion lebte er, wie so Viele, ganz im Dunkeln.In 1801. trat er, unsers Wissens, zuerst in einemCvmmittö wieder auf, welches die Skizze zu einerDarstellung der Schlacht bey Nazareth beurtheilensollte. Im folgenden I. 1802. dann wurde indem Salon zu Paris (in Ermanglung preiswür-diger neuerer Arbeiten) von der seinigen neuer,dings aufgestellt. Der Jlmsnacü ste8 llc-sux-Hrt8 von i 8 o 3 . nennt von ihm die BildsäulenBossuet und — Psyche. Die Xouveiles <I«8/Lri8 III. 10. gedenken auch einer solchen vonPaöcal; und eben dieselben (l. c. 366 .) desModells eines Demosihenes, der die Athenienserzum Krieg gegen PhillppnS bewegen will; undin Marmor ausgeführt, mit so vielen andern,den Saal des Erhaltungssenatcs zieren sollte.Ob solche wirklich zu Stand gekommen, isi unsunbekannt. In erwähntem Jahr i 8 o 3 . wurde erzum Mitglied des National-Instituts erkiest.Und endlich war ihm, noch im hohen Alter, dieEhre aufbewahrt, die 17' hohe Coloffalstatüe desgroßen General Dcsaix zu fertigen, welche ini8u8. in zwey Stücken in Erzt gegossen wurde;und zwar (in Frankreich das erste Mal- die ganzeFigur, mit Ausnahme des Einen Arms, und desZipfels der denselben bedeckenden Ehlamys. In1809. starb er zu Par«6 i» der Eigenschaft einesProfessor-Rektors seiner Kunst an der dortigen Spe-zialschule und Mitglieds der Ehrenlegion.
(Während dem Abdrucke dieses Art. finden wireine sehr lesenswerthe Biographie unsers Künstlers,noch bey seinem Leben geschrieben, und mit seinemBildniß, nach einer Büste von Roland deinemSchüler, und jetzt dem ersten franzos. Bildhauer)begleitet, im pausanias ^ran>,ais S. 462—74.Aus demselben, zur Ergänzung aueS Obigen, nurFolgendes:
pajou war geb. zu Paris 1760. der Sohneines Bildhauergeselle», nachwertS aber Schülervon le Mome. ochon in seinem Achtzehnten er-