loib Paling.
Mariahülf-Kirche u a. Bauten aufgeführt. (AusLNeusei's deutsche »» Lünstlerlex. neuer Aus-gabe erhellet, daß dieser letztere wirklich der obigeIgnatz palrardi, und eben paliardl sein sowohl,als eines Philipp paliardi's, ebenfalls Baumei-sters zu Prag richtiger Name st», auch daß Beyde1809. dort noch lebten).
* paling (Jsaak), ein holländischer Maler,war seiner Bildnisse wegen in England sehr ge-schätzt, und kehrte 1682. zurück in sein Vaterland.Fiorillo V. HZi—32.
pal 1 sky ( von) Baronesse. Einen Cimonund Pero von ihr gemast, und von Quirin Markum 1796. gestochen, führt Rost II. S. 327. an,wo sie aber durch Druckfehler peliskz» heißt.
Palißp oder pelisty (Bcrnard von), derschon in gegenwärtigen Supplementen unter demTitel Beruard, aber ganz unvollständig erscheint,auch Bernard von den Tuilerien genannt, weiler späterhin in diesen wohnte. Wir halten Pa-lißy für seinen richtigsten Namen. Ein Baneraus Saiutogne (a. I,. von Agen an der Garonne!,geb. l/,99. (a. h. ih2-j.) der sich von einem armenTöpfer in der Fabrik zu Salmes zum Geomerer,Zeichner, Baumeister, Maler, Physiker undSchriftsteller emporschwang, verschiedene höchstseltene Kenntnisse der Natur, und zumal der Che-mie, und eben so viele Kunstkenntnisse besaß, und,neben Andern», sehr schön auf Glas und Fayencemalte, von welchem letzter«, nach dem Vorgängedes Hofes, alle damaligen französischen Großenin ihren Garten besitzen wollten. Auch nannteer sich daher: lnventcuret kabricateur desrustl-9U68 kigulines du koi er de In keine mers,was er freylich erst nach zwanzigjährigen Versu-chen, und, wie er selbst sagte, apres un millisrd'anAolsses tres cuisantes geworden. NachBusch Handb. der Erfind. I. 2h/. u. III. 72.versuchte er es zuerst mit Glück, die Glasmalereyauf Fayence anzuwenden, und erfand, noch inseinem Alter (er lebte wenigstens noch 1Z84. nachd'Aubigne starb er 90. I. alt 1389.) die Kap-seln aus Porcellanmasse, in welche man die Por-celangefäffe setzt, wenn sie in den Ofen kommensollen. In seiner merkwürdigen Abhandlung überdie Gartenkunst tadelte der Ehrenmann schon die— Gänse, Kalekutten und Kraniche von Taxusund Rosmarin, ingleichem die — Gens d'A>-mes aus Buxbaum, welche er in den Garten zuSt. Omer und in Flandern angetroffen hatte. Ineiner andern seiner Schriften macht er die natür-liche Bemerkung, wie sehr das um seine Zeit inSchwang gekommene Kupferstechen der Bildniß-malerey besonders so viel Schaben zugefügt, unddaß namentlich die Schmelzmaler von dem Ge-winn ihrer, doch so schonen, Kunst kaum mehrleben könnten. Fiorillo III. 160. le viert I. K. »4-Groh mann B»ogr. Handwörrerb. Mrc.Da er ein Protestant war, sah' er sich in denI. i559. u. 72. vielen Gefahren ausgesetzt. In-teressante Nachrichten von ihm sehe man in den^nnales de I'^rclrkecture et des Arts, undin der von Faujas de Sr. Fond und H. Gobec1777. besorgten neuen Ausgabe seiner Werke. Schonin »563. erschien von ihm: kecette verkable,par laguelle tous lestrommes de la Kranes pour-rork apprendre a auAwentsr Ieur8 tresors,svec le dessin cl'un zardin deleetable et utile,et celur d'uns korteresse iuprenable (4^. Ko-chelle), und um 1380. zu Paris : viseours ad-inirable de la nature des eaux et sontalnes,des metaux, des sels, des sslines, des pier-res, des terres, du keu et des emaux, aveeun trake sur la warne Necessaire a I'/zgri-culture. Diese beyden Schriften sind äußerstselten, und eben so die erste Sammlung seinerWerke, unter dem Titel: ke ILIo^en de devenirriebe, vu la mauiere verkable par laguelle tourles bommes de la krance pourront apyrendreä mukiylier et a au^menter leurs tresors et pos-
P a l l a d i 0.
sessions, avec un discours de la nature desLaux et Kontaiues, tant naturelles qu'artill-clelles. ». Vol. (a. k 2.) 8°. Karls 6Z6. (a. h.6Z2.). Von der Composition seiner Fayence sagter irgendwo in seinen Werken: kes emaux de9uoi je fais ma besonne sont saits d'etain, deplornb, de ker, d'acisr, d'antimorne, de sapbrede euivre (preparation de cobalt), d'arene, desalicort, de cendre Zraveles, de lkbar^e etde pierre de keri^ard. ?Vo»v. ckes II.
374—75. Ebendaselbst wird behauptet, er habein der Zeichnung, neben Raphael, da Vinci undPrimaticcio, auch A. Dürer zu seinem Vorbildgenommen. In 1806. setzte die Gesellschaft desAckerbaues, der Wissenschaften und Künste zu Agen einen Preiß für eine Lobschrift auf ihn aus. Ob einesolche öffentlich erschienen sey, ist uns unbekannt.In dem Museum der französischen Kunstdenkmälcrzu Paris sieht man fünf von ihm gemalte Fenster(ehemals in der Schloßkapelle zu Echouens befind-lich) Eine stellt den Connetable von Montmorencyauf den Knieen betend vor. Hinter ihm St. Anna,seine Schutzheilige, mit der noch jungen Maria,und St. Johann der Täufer. Das zweyte dieKinder des Connetable hinter ihm auf den Knieen.Beyde von sehr schöner Ausführung, die Figurenin natürlicher Größe. Der Kopf des Connetable.im ersten, von welchem Landon A»»al. XVI.S. 89. die Abbildung im Umrisse giebt, ist zer-brochen. Dann zwey andre nach der Zeichnungvon Primaticcio , eine Geburt und eine Beschnei-dung, beyde Grau in Grau, von denen beson-ders das erstre reizende Köpfe voll Grazie undFeinheit, so wie Drapperien vom beßtcn Ge-schmack enthält. Auch dieses s. bey Lands» I. c.85. Und endlich ein fünftes, nach der Zeichnungvon Bullant gemaltes, mit fast lebensgroßen Fi-guren, das die Steinigung Stephani darstellt,in braun Camayeu (die Carnation leise auf Fleisch-farbe ziehend, Haare und Glorie citrongelb) aus-geführt. Von diesem letzter« ganz vortreflichenBilde das man (etwa den Christ in den Wolkenausgenommen) für einen Dominichino nehme»möchte, s. man ebenfalls eine Abbildung im Um-risse bey Landon I. c. Zd V. 99. wo mau (für Meh-reres über unsern Künstler und sein Werk) sogareine Stelle aus ivinkelmann über die Glasma-lerey der Alten leicht vermißt hätte. Ebenfallsim Museum der französischen Kunstdenkmäler siehtman auch von ihm zwey Fayencegemälde, welcheSchlachten vorstellen, und in der angeführten Ka-pelle zu Echouens zum Fußboden oder zur Wand-bekleidung dienten, und sich von »(>42. datirteu.
* palladio (Andreas). Temanza giebt ihmmit mehrerer Wahrscheinlichkeit den ältern JohannFontana, als Andre den Tnsimo zum Lehrmeister;woher denn weiter vermuthet wird, daß er in sei-ner Jugend auch die Sculptur geübt habe. Im-merhin war es indessen das Studium des Vitruvsund Albcrti's, welches er, bereits mit andern vor-bereitende» Kenntnissen, wie der Geometrie undu. s. f. ausgerüstet, begann — und dann die Be-trachtung der Werke der alten Baukunst zu Rom ,wohin ihn Lriffino, wenigstens als Gönner zuerstführte — was ihn vornehmlich zu einem so gros-sen Meister in seiner Kunst bildete. Noch nichtDreyßiger kam er nach Vicenza zurück. WoherBürde (Reise durch die Schweiz und Italien S. 3i.) die Notiz entlehnt, daß er in seiner Ju-gend aus seiner Vaterstadt verbannt, dann mitEhren wieder dahin zurückberufen worden, sichaber, für das erlittene Unrecht, an seinen Mit-bürgern damit gerächt, baß er sie mit unbändi-ger Baulust angesteckt habe, daher man noch inviele» Straßen zu Vicenza Segmente von Palla-sien sehe, die für Andrea'« Baukunst vortheilhaf-tcre Beweise, als für die politische (?) Rechen-kunst der damaligen Bauherren ablege — ist unsunbekannt. Einzig haben wohl auch Andere desimmerhin bemcrkenswerthen Umstandcs Erwähnunggethan, baß das Vermögen der Vincenriner dem