rc >24 Panico.
* pantco (Anton Maria). Seine Kunst
holte er in Rom ; dann kam er in Dienste vonManns Farnese, und lebte von da an auf dessenGütern; malte zu Castro, Latera , Farnese, be-sonders in dem Dom dieses letzter» Orts eineMesse, woran sein Lehrer Annibal selbst Handangelegt und sogar einige Figuren hineingemalthaben soll. II. 2. gi.
Paniers ). So heißt irgendwo ein unsübrigens ganz unbekannter Künstler, nach welchemL- Bonnec ein Heft von Vasen und ein andresvon Ornamenten gestochen hat.
panig (Christian). Und so ein, vermuthlichdänischer Maler, nach welchem man ein vonVernarb Balin gestochenes Bildniß des Königesvon Dänemark , St. Canut des Märtyrers, kennt.
pari in (G. S.). So heißt bey Fiorillo(Kl. Schr. II. 94.) ein russischer Kupferstecherneuerer Zeit, der nach Boucher ein Blatt: Jun-ger Mensch, der mit einer Köchin Scherz treibt,in sehr dreistem Styl geliefert habe.
*panini, s. pannini.
* panizzari, auch panniciari (Jacob).Lanzi II. 2. 2ZZ. giebt ihm, wahrscheinlich rich-tiger, den letztem Namen. Er war von adelichcrHerkunft, und man hielt ihn für einen treflichenNachahmer seines Lehrers Doßi.
pannarz, einSchüler von Faust und Schöfferzu Maynz, setzte sich, nebst den Schweinheims, zuRom , und sie gehören mit zu den ersten Buch-druckern dieser Stadt. Sonder Zweifel verstan-den dieselben die Schriftschneiderey. Sie verbes-serten die kleine römische Schrift und drucktenden Lactantius 1 ^ 65 . zuerst damit BreirkopfsGesch. der Schreibet, herausgeg. von RochS. 3 j.
* Panneei, pauneel oder paunoel(Wilhelm). Gandellini macht (wohl daher)irrig aus Panneei und pauneel zwey Artikel.Seine Geburt setzt Basan (k-k sec.) ums I. 1600.Ein Verzeichniß meines sel. Vaters führt 36 . sei-ner kleinen Blatter nach Rubens an, deren zweymit kec. kranc-olurti i 63 o und 3 i bezeichnetsind. Jämmerlich freylich heißt es bey dem sonstwackern Hüsgen (N. A. 189.) von ihm: »Nachdem AUg. B. Lex. soll er auch zu Colln gear-beitet haben; er scheint also unstät, und ein Geist— aus Flandern gewesen zu seyn.
pannini (Franz), vermuthlich des untenfolgenden Joh. Pauls Sohn, Baumeister zuRom um 1780. Derselbe zeichnete die um dieseZeit in der alten Stadt Ocrea beym Nachgrabenentdeckte zwey sehr schöne Fußboden von musaischer Arbeit sehr fleißig nach. Beyde Stücke sindachreckigt und halten in ihrem Durchschnitte 64.römische Palmi . Auf dem einen siehet man inverschiedene Abtheilungen heidnische Gottheiten,bewafnete und zum Angriff fertige Soldaten,Meerthiere, Masken, Gefäße, Blumen, Früchteu. s. w. die aus kleinen farbigten Marmorwürfelnzusammengesetzt sind. Das andere stellt mit weißund schwarzen Würfeln den Ulysses vor, wie ersich gegen den verführerischen Gesang der Sy«reuen verwahrt. ^e. Nach seiner Zeichnunghaben C. Antonini Ansichten der FarnesianischenGärten und der Villa Pamphili (Baute des Pal-ladio , dann I. Capellan und I. Volpato derVilla Albani und des Porkicus vor derselben ge-stochen, unter welchem der Verf. gegenwärtigerZusätze (0 der seligen Lage!) so oft mit Winkel-mann lustwandelte.
* — — (Joh. Paul). Im I. 1740. zähltihn der französische Almanach Uo^sl unter diedamaligen auswärtigen Mitglieder der Akademie,so wie er auch derjenigen zu Rom einverleibt war.Er starb zu Florenz (s. b. zu Rom ). Sein To-desjahr wird sehr verschiedentlich in 1745 , 58 .
Pannini.
und 64. gesetzt, waceler nennt ihn, wohl irrig,einen Schüler von Locatelli. Von ihm heißt esbey Lanzi I. 676. u. II. 338 . »Seine Vorzügebestanden nicht so sehr in der Genauheit seinerPerspektive, worin er mehrere Seinesgleichenhatte, als in der Anmuth, womit er seine Land-schaft toccirte, und in seinen geistreichen Figuren.Zwar darf man nicht läugnen, daß letztre bis-weilen nach dem Maaßstabe seiner Gebäude zugroß waren, und eben so, daß er, um die Härtedes Viviani auszuweichen, seine Schatten mitröthlichen Tinten manierirte; letztres jedoch einFehler, den ihnen das Alter so ziemlich benahm.Zu seinen schönsten und seltensten Bildern gehörtseine Vertreibung der Krämer aus dem Tempelbey den Herren Miffione zu Parma , worin, nebeneiner grandiosen Architektur, die Figuren weitgrößer, als es sonst seine Gewohnheit war, unddabey voll Seele und Mannigfaltigkeit sind. Auchin Deutschland besitzen von ihm: Die Galerie zuSchleisheim ebenfalls einen Christus, der die Käu-fer und Verkäufer aus dem Tempel treibt, undChristus, der den Kranken am Schwemmteichegesund macht; diejenige zu Dresden zwey Archi-tekturbilder im Geschmacke des Khisolfo; die zuSansoucy und Charlottenburg mehrere vorzüglicheBilder, Prospekte von Rom u. a. hauptsächlichaber die Galerie zu Söder zwey seiner Meister-stücke, deren eines eine Feyerlichkeit in der St.Peterskirche zu Rom , und das andre eine Ansichtder dortigen Piazza Navona darstellt, wenn die-ser Platz im August unter Wasser gesetzt wird,und der Adel sich in Kutschen durch diese Seeschwemmen laßt. Noch mehrere giengeu in Eng-land, Spanien , Portugal , Frankreich u s. f. DieGalerie des Kaiser!. Mus ums bcsinr von ihm vierBilder, von welche» drey in Eandon's 'I^bi.6. i7k>nrs II. 41. 4 ä- u 80. beschrieben, undim Kleinen nachgebildet sind. Von einem der-selben heißt es dort (und dieses Urtheil dürftedie mehrern Arbeiten dieses berühmten Künstlersgelten): »Dieses Bild, welches auf ersten An-blick durch die Ruinenhaufen, womit die Boden-flache bedeckt ist, den Schein von Verworrenheitdarbietet, erhalt jedoch durch den angenehmen,hellen und abwechselnden Ton, den schönen Far-benimpast und die leichte Ausführung, seinen ent-schiedenen Werth." Dann wird noch von ihmbemerkt: Er habe zwar Anfangs die Werke vonSalvator Rosa studirt, und sich dadurch einekräftige, aber aufs Schwarze ziehende Manierangewöhnt, die er aber indessen bald für die be-kanntere weit beliebtere verließ. Da er hiernachstunaufhörlich mitten unter den zahllosen Denkmä-lern des alten Roms arbeitete, so prägte er sichden Charakter derselben so tief ein, daß er solchenicht nur bloß aus dem Gedächtniß darstellen,sondern auch gleichsam neue Alterthümer erfinden,und ihnen den ganzen Anstrich und jeden Farben-ton derjenigen liehen konnte auf welche Jahr-hunderte ihren Schimmel , und überhaupt ihrmannigfaltiges Siegel aufgedrückt hatten. Ob erimmer den Regeln der Perspektive getreu geblie-ben sey, darf wenigstens bezweifelt werden. Ne-ben seiner Hauptgattung war er auch in Theaker-und andern Dekorationen vorrreflich. So mußteer z. D. aus Auftrag des Kardinals von Poligrnac mehreres für die Fcstine malen, die derselbe1729. bey Anlaß der Geburt des Dauphins aufdem Platze Navona geben ließ Er hatte zweySöhne, von denen der eine Baumeister (ohneZweifel der obige Franz), der andre Maler indes Vaters Manier war, worin er es aber nichtso weit als dieser soll gebracht haben; vielleichtder folgende Joseph. Gestochen nach JohannPaul haben: P. Augier und E. de St. Fer; Bar-tololozzi in der Sammlung nach Handzeichnun-gen, die der Ritter Lutti besaß, und welche 1760.zu Rom erschiene» waren; dann le Bas, C- Cou-sinet (die Pyramide des Sextius und die dreyColonnen auf Campo Vaccinoi, P. Fidanza, C.Knapton, du Mont, I. Moyreau, I. Sebastian