Pailnini.
Müller (den Bogen des Septimius Severus ,den Tempel des Friedens u. s. f.), I. T. Prestel,N. Tardieu, Vivares und C. D. Watelet, allemeist römische und griechische Ruinen; dann dochDartolozzi eine Landschaft; Dumont ein bey schonerwähnter Gelegenheit (172g.) zu Rom abgespiel-tes Feuerwerk, und Knapton vollends St. Paul,der zu Athen predigt; fast lauter schöne Blatter.
Sr-mniLL. ^/§c. In neuesten Tagen end-lich (1807.) sah man nach ihm: Das römischePantheon, von Meunicr gezeichnet, von Garreaugeatzt und von R. Daudet vollendet, für's XI.VII.Heft des Museum Napoleon ; und (181».) imI.XX 1 V. Heft, den Tempel der Vesta und denBogen des Janus nach Fouchcr's Zeichnung, wie-der von Daudet.
pannini (Joseph). Ob dieser letztre dannder pankn» sey", dessen Fiorillo (V. 709.) alseines Künstlers gedenkt, welcher in England gear-beitet, mit dem Marinemaler Serres gewetteifert,und noch in , 8 o 5 . Cäsars Lager mit römischenRuinen zu London ausgestellt, damit aber weni-ger Beyfall als jener eingcerndtet habe, ist unsunbekannt. In andern öffentlichen Nachrichtenwird dieses Bild ein Panorama genannt.
panon ( ), ein Bildnißmaler, arbeitete
um 1760. zu Marseille , 1760. p. 286.
panse (Joh. Gottfried), s. palse. Wahr-scheinlicher aber ist panse das richtigere, da ihnHaymann so nennt.
panse ron (Peter), ein französischer Bau-meister, geb. zu Provins en Brie, Schüler vonBlonde! , blnhete schon unter der Regierung desletzten Königes. Von ihm selbst geatzt kennt man:Caliier contenant Is prozet ri'une eglise pa-roissialc (6 Dl.) — Ltuss ponr Ic I^avis äI'usaße cles üessins <I'-^rcbItecture civile etrnilitaire — Plans et lülevations ü'un Obelis-gue a la ^loire <le l^ouis XVI. (6. Bl.) —Plans etc. «je panaux propres a eclsirer lesvalsseaux sur les ports cle mer — Xouvelle8erre pour la conservation 6es orsn^erz( 5 . Bl.). — Auch war er Verfasser oder Heraus-geber von Clemens cl'^rclritecture mit Kupfern(Paris 772.). Endlich kennt man von ihm: La-biers lies )arc1ins /Zn^Iois , und Lalriers cles)aräins Lliinois , von welchen letzter« das XI.(letzte) Heft erst r 8 c> 4 - erschienen war, und (ö. Bl.)schwarz 2. Fr. gefärbt 4 - Fr. kostete. Somitscheint er damals noch gelebt zu haben, obgleichseiner im TZImanacli lies Leaux-^rts von i8oZ.nicht mehr gedacht wird.
* panrau, panrho, Panco, auchpanror (G.), ein Zeitgenosse, und vielleichtMitschüler von Thomas Blauchet, bey Poussinund Sacchi in Rom . Nach ihm haben C. Laurwerts die Bildnisse des Advokats A. Seguin,des H. d'Hauterochc, Schoppen von Lyon , unddes Buchdruckers Auiffon, und S. Vouillementdasjenige von Joh. Plancus gestochen.
Panther (W.). Welcher englische Stecherin Schwarzkunst wohl unter diesem von Basan(Lä. sec.) fabrizirtcn Namen versteckt seyn mag?
Pantin (Mademoiselle), wird im Almanacb«les 6eaux-/Zrts von i8oä. ohne Weiteres, unterden damals zu Paris lebenden Miniaturmalerinnengenannt.
panvinus ( ). So nennt Basan (L6.
sec.), wahrscheinlich ganz verdorben, einen Künst-ler, gebürtig von Antwerpen , der eine Folge von27. Bildnissen berühmter Männer (darunter Ru bens ) aus Licht gestellt habe.
* panza (Friedrich). Lanzi II. 465 . giebt ihmbey seinem Tod (170Z.) ein Alter von 70. Jahren.
*panzacchi (Helena Maria), lebte noch1718. Nach Grlandi muß denn doch ihre Kunst,
Paolo. l02§
als Landschafter«'» wenigstens, von mittlerm Ca,liber gewesen seyn. Zu Bologna kennt inan ihreBilder heut zu Tage wenig mehr ssrespi führtnur ein Paar derselben an. II. 2. 220.
panzelt, s. Pfandzelt.
panzi (Joseph), ein italienischer Maler,befand sich um 1770. zu Pekin in China , in Dien-sten der dortigen französischen Jcsuiter-Mission.Auch der chinesische Kaiser hielt viel auf ihm.
* paoletri (Niclaus Caspar). Für dieKunst, mit welcher er ein Saalgewölb im PallastePoggio-Jmperiale, ohtie Schädigung der Gemälde,zu transportiren verstand, erhielt er von demGroßherzog das Geschenk von roo. Zecchinen ineiner goldenen Schachtel, und die Arbeiter ebenso viel- „Was aber" (heißt es bey Milizia k)«j.ter2. II. Igo. sehr gut) „noch hohem Werth fürden Künstler haben mußte, war das glücklicheGelingen eines" (dort umständlich beschriebenen)„so schwürigen Versuches, den man, ohne dieEinsicht des Fürsten , dem solcher vorgeschlagenwurde, bey den zahlreiche» Einwürfen der Igno-ranten , die an nichts großes Neues glauben wol-len, nimmermehr hätte wagen dürfen."
— — (Paul), Maler von Padua , kam
sehr jung nach Friaul , wo er sich beständig auf,hielt. Er malte Früchte und Blumen, die denberühmten des Jesuiten Daniel Segers an dieSeite gesetzt zu werden verdienen, paoletri blü,hete im XVIII. Jahrh. Bernouilli II. 621.
* paolillo ( ). Derselbe glich seinem
Meister Cabbatini mehr, wie sonst keiner seinerSchüler, so daß man lange bald alle Bilder desletzter« dem erstem zuschrieb. Ware er nicht ziem-lich jung verstorben, so würde er eine besondereZierde seiner Schule geworden seyn. ^««2» I. 597.
* paolini oder paulini (Peter). Balr
dinucci setzt sein Todesjahr in 1682. Zu Rom lernte er bey einem Künstler (A. Caroselli), der,seiner Bildung nach, zu den Nachfolgern desCaravaggio gehörte, dabey aber ein besonderesGeschicke zur Nachahmung jedwede» Styls besaß.Unter diesem erwarb er sich viele Fertigkeit inder Zeichnung, und Mcisterhaftigkeit in schnellemund kräftigem Farbenauftrag, so daß man ihndiesfalls bald mit Titian, bald mit Pordenone vergleichen durfte. Schon seine Marter von St.Andreas in der Kirche Et. Michele z» Lucca ,und dann sein großes, 16. Draccien breites Bildin dem dortigen Bücherlaale St. Freviano wür-den hinreichen, sein Gcdächmiß unvergeßlich zumachen. Dieses letztre stellt den Pabji St. Gre-gorius vor, wie er den Pilgrimmen ein Mahlzubereitet, ei» Prachtwerk, das an Menge undMannigfaltigkeit der Figuren, so wie in Absichtaus Perspektive und übrige Staffirung ganz Pao-leskisch, dabey voll Harmonie, und kurz von einerSchönheit ist, daß mehrere Dichter es, wie einneues Weltwunder, besungen habe». Auch seinerStaffeleygemalde (meist Conversationsstücke, Bi'-r,gerfcste u. dgl. sieht man mehrere in Lucca Haupt-sächlich rühmt Baldinucci zwey derselben im dor,tigen Hanfe Orsetti, welche die Ermordungsgerschichte von Valdestain zum Gegenstand haben,so wie er überhaupt für's Tragische besonderesTalent besaß; minder für Zarteres, so daß z. B.seine weiblichen Figuren meist allzuderbe erschei-nen. Doch gelang es ihm auch im Lieblichernbisweilen sehr gut; so wie z. B. in seinem Haupt-altarblatt alla Lrinira zu Lucca , das in grazio,sein Styl mit Biancucci, seinem Nebenbuhler,wetteifern durfte. I. 2Z7-Z8.
Paolo (Meister), nebst Jacob und Johann,seinen Söhne». So hießen alte venctianischeMaler, deren eine von Zanerri aufgefundeneHandschrift von iM. Erwähnung thut. Die,selbe» waren die ersten ihrer Schule, deren Arbeitmit Sicherheit anzugeben ist, und findet man
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