Pazzi.
Ebendaselbst S. 202. ganz ohne Weiteres, ein„och älterer spanischer Maler des XVII. Jahrh.
* pazzt (Peter Anton), geb. zu Floren; 1706.
(nach Rost, oder vielmehr Basan, ganz irrig 172» )lernte die Zeichenkunst bei) Joseph Piamontini,und das Kupferstecher bey Cosmus Mogalli. Ersammelte eine beträchtliche Anzahl Künstlerbild-nisse, die, gleich den im Museo Fiorentino ent-haltenen, von den Meistern selbst gemalt waren,und fing 1762. an, von diesen ein volles Hundertin Kupfer zu stechen. Dieselben erschienen jedocherst 1762—66. in zwey Foliobandcn. Der Groß-herzig entschloß sich hierauf, auch diese Sammlungder seinigen beyzufügen. Hiernächst sind in denIV. Bänden der Künstlerbildnisse des Museumsselber g6. allein von ihm, nach den Zeichnungenvon Campiglia, Ferretti und Menabouoni gefer-tigt worden, die zu den beßten dieser Sammlunggehören. Eben so gab er mehrere Blätter zu Gori'sMuseo Etrusco (1727.), und zu dem Museo Testaceodes D. Niclaus Gualtieri. Viele andere für dasMuseum Capitolinum zu Rom ; eine Menge Bildnissevon Päbsten, Kardinälen, des Großherzogs PeterLeopold und seiner Gemahlin; der Bianca Ca-pell«, nach T. Gherardini u. s. f. Brr-AÜ II. 2.49 - Von Geschichtlichem dann kennt man vonihm: St. Philipp Ben-zzi schlägt das Pontifikataus, und St. Zanobi erweckt einen Todten, beydenach S- Detti; eine H. Familie nach Cambiasi;St. Taddäus nach V. Carducci (für die GalerieGerini); Alte, die einem Mädchen ein Billet douxüberbringt, nach A. Carossetti; eine junge Sibyllenach I. M. Crespi; eine Madonna mit dem schla-fenden Kinde nach Vandyck; die berühmte Him-melfahrt Maria (blsüonna fvAligno) nachNa-phael, und (1762.) etliche Blätter zu dem Werkeüber Domenichino's Gemälde in der Kirche zuGrotta Ferrata, nach der Zeichnung vonN.Vanni.Rost IV. 206—8. Die beßle uns bekannte
Litteratur über ihn giebt Gandellmi.
peacham (Heinrich), ein Engländer, übtedie Malerey und die Stecherkunst. In 1622.gab er eine Schrift: Der vollkommne Edel-mann, worin auch von der Malerkunst gehandeltwird. IstKc. Eine Copie seines Buches, mit zier-lichen Miniaturen versehen, überreichte er demPrinzen Heinrich. Ftoristo V. 281.
* peake (Eduard und Robert). Die erstenNachrichten von Robert findet man in den Bü-chern des Lord Schatzmeisters Harrington, zufolgederen er 1612. für drey auf Befehl des Herzogsvon Uork verfertigte Gemälde 2a. Pf. erhielt, obin Oel oder Wasserfarbe, ist ungewiß; Walpolevermuthet, daß es Bildnisse des gemeldten Prin-zen (nachherigen Königs Carl l.) gewesen seyen.Daß er übrigens auch in Oel gemalt habe, istgewiß. ' (S- /^aeüam on limninA rip Mr/,vo/sp. 154 .). Bey den nachherigen Streitigkeiten zwi-schen dem Parlament und dem Könige, erklärtesich peake für den letztem, bekleidete wirklich dieStelle eines Commendanten in Basington währendder Belagerung dieses Platzes, und suchte auchseinen Schüler Faithorne für den Kriegsdienst zugewinnen. Er selbst gerieth in Gefangenschaft.Von seinen spätern Schicksalen wissen wir nichts,als daß er bey St. Stephan zu London begrabenwurde. Noch bemerken wir nach Walpole (S-164)daß er anfänglich Gemäldehändler in Holbornbridgewar, dabey Unterricht in der Malercy gab, undzwey vortrefliche Künstler (den schon genanntenFaithorne, und Dobson) dafür bildete; und dann,daß er 1642. zu Oxford zum Ritter ernannt wurde.Fiorillo V. 28t.
— (James), Zeichner und Stecher mitder Nadel und dem Grabstichel, geb. in Englandum 1740. (Basan L6. soo. sagt keck: »729. zuLondon ) und blühend daselbst von 1761—77. Erwar ein Zeitgenosse von Byrne, und arbeitete,gleich diesem, für Boydell. Von ihm kennt manzwey Landschaften (Ansichten von Warwickhall
Pechwell. 1045
und der Brücke von Berry) nach Bellers; dieBanditen und die Bettler nach Bourguignon;Ansicht von Rozeau auf Guadeloupe nach A. Camp-bell; die Ruhe der Hirten nach Th- JoncS; Mer-kur und den Hirten Battus, und der Morgen (Ge-genstück zu Bnrne's Abend), beyde »ach CI. Lor-rain, letzteres von Brandes ein sehr großes schö-nes Blatt genannt; zwey Ansichten der sogenann-ten kleinen Meyerey nach I. G- Pillement; dreyLandschaften mit Gebäuden, Wasserfallen undFiguren staffirt, nach G. Smith. Rost IX. 282.
* peake (Wilhelm). Bey ihm, als Verleger,fand man z. B- das Bildniß des Grafen John Tal-bot's von Th- Cecil gestochen, der um 1620. blühere.
* — — ( ) Fiorists V. 222. führt nach
riner Stelle von Lstieres VVir's Lommonwealrü(I.on8on 1698.) einen englischen Maler des XVI.Jahrh, dieses Geschlechts an. Ob solcher mitEduard, Robert oder Wilhelm Eine Personsey» dürfte, ist uns unbekannt.
peale, s. Pele.
* pean (N.) So heißt bey Gandellmi,ohne Weiteres, ein Kupferstecher, der nach Rubens den trunkenen Noah gearbeitet habe, und aber offen-bar kein Anderer als obiger Johann Payne ist.
pearce (W.). Und so bey Fioristo V. 801.ein englischer Maler neuester Zeit, dessen Erfin-dungen Lob verdienen, der sich ab r noch mehr inder Zeichnung vervollkommnen mäße.
pearson (M-), ein vortreflicher englischerGlasmaler zu London , zeichnete sich bereits um1776. aus, als er das Fenster in der Kapelle vonDrazcnosc-College zu Oxford mit seiner Kunst ver-zierte. Dasselbe stellt Christus und die vier Evan-gelisten nach den Cartons von Mortimer vor,und gehört wirklich noch jetzt unter seine wichtig-sten Arbeiren Andcrcmale entlehnte er seine Ge-genstände aus nichts Geringerm, als aus denWerken Raphaels, Guido's, Cl. Lorrains, Berg-hems u. s. f- Derselbe wird dann noch besonderswegen seiner Gcschieklichkeit gerühmt, mit welcherer die Zusammensetzung der verschiedenen Glas-stücke mit Bley oder Eisen in den Schatten zuverbergen wußte, weil ohne diese Vorsicht dieWirkung des Heldunkcls verhindert wird. Auchseine Gattin bewies ein besonderes Talent für dienämliche Kunst, und hat gemeinschaftlich mit ihmviele kleine Bilder vcrscrttgt, welcye sehr geschätzt,öffentlich ausgestellt, und 1797. versteigert wur-den. Eines der beßten, was corrckte Zeichnungund liebliches Colorit betritt, ist die Aurora nachGuido , und befindet sich gegenwärtig in Arundel-Castle- Ftoristo V- 298. nach Dallarvay II.207.
pearr, s. paert.
* pecchio (Dominicus). Nach Lanzt II. 2.i 65 . war derselbe aus Verona gebürtig, und einSchüler von Balestra, der ihn selbst in einem denwettere pittoricko beygerückten Briefe von 1722.als einen vorzüglich geschickten Landschafter rühmt.Nach ihm hat D- Cuncgo eine Flucht nach Egyp-tcn in einer schönen Landschaft gestochen.
pecennint (Scilla) von Perugia malte umihgo. artige Arabesken, Grotesken u. s. w. anverschiedenen Orten in der St. Peterskirche seinerGeburtsstadt auf die Mauer.
* pecheux oder pechter (Loren;). Nachihm hat Martcnay: I'Observation se.Ia Parole6'üonneur (Regultts) gestochen.
pechwell (August), Geschichts- und Bild»nißmalcr zu Dresden , geb. daselbst 1727. Schülervon Hütin. In 1776. unternahm er, auf eigeneKosten, eine Reise nach Italien. Zu Rom ver-weilte er sich am längsten und malte dort eine H.Familie ins Kleine, die ihm nachher die Königinvon Neapel abkaufte. In 1781. kam er wieder