Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1046
JPEG-Download
 

io 46 Pechwill.

ins Vaterland zurück. Um 1788. kannte man vonihm, nebst vielen größer» und kleinern Cabinets-stücken, verschiedene Altarblatter, wie z. B das-jenige, womit der Kurfürst das katholische Ver-haus in Halle beschenkte, späterhin wurde erzweyter Inspektor der Kurfürst!. Galerie zu Dres-den , und lebte in dieser Eigenschaft noch daselbst 1809.. Arbeiten von ihm besitzen der lctztverstorbene Her-zog von Glocester, der Chevalier Forbis, Lord Dort,der Chevalier de Marbois, ehemaliger französ Ge-sandter zu Dresden , der Herzog Biron von Cur-land, der Engländer Dalrymple (Findung des Mo-ses); dann in Deutschland der Dresdner-Hof unddie Herzogl. Zweybrückische Familie. MenselR- E- Vl A und Hapinann. Irgendwo wird er(wohl irrig) auch Landschafter genannt. Nach sei-ner Zeichnung hat Balzer das Bildniß der Catha-rina von Bora (leidlich) als Gegenstück eines an-dern von Luther (von einem Ungenannten) gesto-chen, auf welchem letzter» unser Pechrvell irrigOechrvlll heißt, und also mit dem folgenden Künst-ler dieses Namens nicht zu verwechseln ist. AlsSchriftsteller gab er 1806. (Dresden bey Walther)Beschreibung der Bönigl. Gemäldegalerie,und Ebendieselbe auch französisch. Sie beschreibtindessen nur die an den Wanden stehenden 1184.BiliTrr, und schließt mit einem Register der Künst-ler, doch ohne beygefügte Schule. Haymann209. H. pechrvell soll eine vorzügliche Gemäl-desammlung, und namentlich auch ein allegorischesBild von Raphael, aus dessen erster Zeit, besitzen,das in Meusel's Urch. I. 4 - 121 29. aus-führlich beschrieben, auch dort bemerkt wird, daßsolches aus Irrthum zweyer Stecher desselben,des alten C Met und eines Neuern (I. Haußard)bisher dem H. Ssrmonerra zugeschrieben wurde.Unter diesem letztem Namen (fügen wir noch bey)befindet sich nämlich ein Blatt, eben von Haußardgestochen, im Cabinet Crozat, welches bey wmk-ler: 1.3 Vertu, suzst alle^origue, üissieile 3expliguer, rubrizirt wird, so daß es freylichnoch zweifelhaft seyn dürfte, wo das eigentlicheUrbild sich befinden mag. Immer ist aus der(etwas krausen) Beschreibung des pechrvell'schenbey Meusel zu vermuthen, daß solches nicht das-jenige sey, nach welchem Met und Haußard ihreStiche geliefert haben.

Dechrvitl (Carl). Ein Kupferstecher, arbei-tete um 1770. zu Wien . Don ihm kennt man,nach Battoni, die Unterredung Josephs II. mitdem Großherzog von Toscana zu Rom (176g );dann, nach L. Guttenbrunn das Bildniß des Prin-zen N. von Esterhazy , und nach Toorevliet: I.»

Vieillesse amoureuse.

* peckitt (Wilhelm), dessen im Lex. in demArt. von I. Langton kürzlich Erwähnung geschieht.Derselbe war von Dock gebürtig, ein Schüler vonPrice. Das Journal <js l'H§ricuIrurs etc. /Vvril1768. rühmt seinen vortreflichen Geschmack an Fen-stern der Kapelle in einem der Collegien zu Oxford .Dagegen heißt es von ihm bey Fiorillo V. 29Z.daß er einige seiner Vorgänger in der Glasma-lerey nicht erreicht, und nur durch außerordent-lichen Farbenglanz zu gefallen gesucht habe. Zwi-schen den I. 176h. und 77. vollendete er die Fen-ster an der Nordseite der (wahrscheinlich oberwahn-ten) Kapelle von New-College , welche verschiedeneBildnisse heiliger Personen, aus der Phantasie ge-malt, enthalten. Drey stellen derselben 24. Fi-guren von Patriarchen und Propheten in Lebens-größe dar, von denen jeder unter einem gothisch ver-zierten Thronhimmel steht. Hier sind Zeichnungund Ausführung nicht verwerflich, und die Farbenübertreffen an Glanz und Feuer fast alle neuernGlasgemälde. Noch findet sich von ihm auch imOriel-College ein Fenster (die Darstellung Christiim Tempel» nach der Zeichnung eines Dilettanten,Dr. Wall's zu Worcester, in -767. gemalt, undein drittes in der Bibliothek von Trinity-College zu'Cambridge , nach Cipriani's Zeichnung, dasdie britlische Minerva vorstellt, welche Bacon und

Pedriniaiii.

Newton zu dein jetzigen Könige führt- Diesesletztere ist i 4 <s groß, und kostete 200. Pf.Fiorillo V- 29294. nach Dallarvay II. 20Z.

peckly ( ). Don einem Maler dieses Na-

mens findet man in dem Katalog von E. Goy-korvskp Cabinet N°. 3 . ein Frauenzimmerbildnißin Lebensgröße und ganzer Statur beschrieben.

pecorelli ( ), ein Florentiner, malte

für die Augustinerkirche zu Arezzo eine Befchnei-dung, in welcher eine schöne Perspektive bemerktwird. BernouiUl II. 274. S. auch den gleichfolgenden Artikel.

* vecori (Dominicus). Derselbe war ein

Adlicher von Arezzo . In der dortigen Stadtkirchefindet man ein Bild, wo die H. Jungfrau dasvon ihren Schutzheiligen empfohlene Volk vonArezzo unter ihren Mantel nimmt. Es sindKöpfe darin, welche Francia's gleichen; dabeyschöne verständige Architektur und bescheidene Ver-goldung. I. 89. Höchst wahrscheinlich ist

obiger pecorelli mit unserm Oecor, derselbe, wasuns besonders bey BernouiUi's gewohnter Un-zuverläßigkeit nicht wuydern soll.

pecoul ( ). So nennt theils GandeUlni,

theils ein Verzcichniß meines sel. Vaters, einenuns sonst unbekannten Künstler, der nach le Druneine Maria Magdalena in der Wüste, nach Guidoeinen St. Franzisc d'Afflsi, und (1669.), ohneNamen des Malers, ein Blatt gestochen hat, wel-ches den durch die Wärme seines Clima erzeugtenfranzösischen Ueberfluß darstellt.

Oecquignoe ( ), ein französischer Land-

schaftsmaler neuester Zeit, der sich in 1808. zu Neapel befand. Don ihm sieht man bey Landon (l'a^-r. erl'abl. (je Oenre III. iZ. er lh.) zwey Bilder beschrie-ben, gelobt und abgebildet, welche uns aber mehrReminiscenzen aus Gasparo Poußin und von allenEcken zusammengelesene Studien nach verschiedenartiger Natur, als überlegte Composition zu seyndünken wollen. Ueber die Ausführung wird nichtsgesagt.

Pederi ( ) , Baumeister von Eichstädl,

geb. 171g. st. 1799. S. mehr von ihm in Hir-schings Handbuch VII. Bd. iste Abth.

* pedralli od. pedrali (Jacob), maltezu BoschlNl's Zeiten, /.mrsr II. 19g.

* vedrerri (Joseph Carl), st. 1778. 84. I.alt. Bey Lanzi II 2. »88. heißt es kurz von ihm:Nach seiner Rückkehr aus Polen arbeitete er inBologna sehr Vieles mit guter Pratik."

Pedriel (Santos), ein spanischer Maler,Schüler von Sanchez Coello , der Ph. da Lianno beyverschiedenen Arbeiten half. Fiorillo I V. 10Z. io 5 .

* pedrignani (N.). So nennt Basan(kill. sec.) einen Kupferstecher (von dem man einenTod Abels in ovaler Form kenne), der aber wohlkein Anderer, als der unten folgende H. pedri.niam ist.

Oedrin, (Dominicus) , aus der Gegendvon Bologna gebürtig, ahmte in seinen Ar-beiten den Styl des Cignaroli nach; sein Colorikist schön und glänzend. Man kennt in Bologna verschiedene Bilder von ihm. /iorillo II.68Z. rühmt ihn als einen seiner Lehrer, dem erVieles zu verdanken hätte, ebenfalls namentlichauch wegen der höchsten Anmuth seiner Farben-gebung.

* lOedriniLni (HieronyMusi. Die Blätter,von welchen das Lex. spricht, sind mit 16 j6. dastirk. Noch kennt der Winklersche Gantkatalogvon ihm, nach eigener Erfindung: Die Deschel-tung der ersten Eltern im Paradies, und CainsVerzweifelung nach Abels Ermordung. S. obenauch Oedngnan«.